Steinbrücks Sofortprogramm

Steinbrücks Sofortprogramm liest sich wie eine Drohung.

Damit ist er aber nicht allein, Vor einigen Tagen las ich die Werbebroschüre der Freien Wähler, auch das nichts anderes als eine Drohung.

Die Drohung besteht hauptsächlich darin, das Geld anderer Leute auszugeben, einzusammeln und an bestimmte Wählergruppen zu verteilen. So ist das in der Demokratie, gäbe man das Geld vorher, sprich die Parteien würden Wähler von ihrem Geld kaufen, so wäre dies Bestechung und mit Demokratie überhaupt nicht zu vereinbaren. Gibt man das Geld allerdings nach der Wahl, dann schaut die Sache ganz anders aus, dann sind das gehaltene Wahlversprechen, mit denen man Wählergruppen kaufte oder sich bestimmte Interessengruppen geneigt machte, um mehr Geld für den Wahlkampf zu spendieren. Diese Spenden werden dann wieder von der Steuer absetzt, und so können wir alle den Wahlkrampf und das gute Leben der Parteibonzen finanzieren.

Wollte nur ein Politiker ehrlich sparen, dann würde er zu allererst bei sich und seiner Klasse beginnen. Dort wären gleich zu Anfang die Steuerbegünstigungen abzuschaffen, die dem Normalbürger nicht zustehen. Wir sollen doch gleichbehandelt werden. Nicht wahr?

Wer nun dem Wähler die Schuld in die Schuhe schieben möchte, da er evtl. derjenigen Partei seine Stimme gibt, die ihm am meisten verspricht, liegt falsch. Der Wähler macht im Prinzip nur das, was ihm das System vorgibt. Jeder muss schauen wo er bleibt, greift er das Geld nicht ab, tun es andere.
Wobei, andere tun das sowieso, die Gleicheren, obwohl und vielleicht gerade deswegen, weil sie keine Wählerstimme haben aber unwahrscheinlich viel Geld und Macht.
Diese Gruppen kassieren am meisten, zahlen die geringsten Steuern, wenn überhaupt.
Sie schaffen ja Arbeitsplätze und damit genug getan, so sagt man. Ja für wen schaffen sie denn Arbeitsplätze etwa für Hans oder Sepp oder den Herrn Ingenieur oder Dr. Sowieso?
Wirklich nicht, sie schaffen Arbeitsplätze um Profit zu machen. Wird kein Profit mehr gemacht oder zuwenig, dann ist Schluss mit lustig und Arbeitsplätze werden gestrichen. Steuervergünstigungen hin, Steuervergünstigungen her.
Um Missverständnissen vorzubeugen, ich meine damit nicht diejenigen Betriebe und Unternehmen, die auf ihre Mitarbeiter schauen, bei denen nicht nur Soll und Haben die Personalentscheidungen beeinflusst, die sich oft Jahre dahinschleppen, nur, um nicht entlassen zu müssen usw.. Bei denen halten sich die finanziellen Gewinne meist ohnehin in Grenzen und das sind auch die, die meist einen gehörigen Beitrag zum Steueraufkommen leisten und sich schäbig vorkommen würden, würden sie aus steuerlichen Gründen ihren Sitz ins Ausland verlegen oder Geld in Koffern über die Grenze transportieren würden.

Wenn der Wähler, besonders hat man ja die Rentner in argem Verdacht, gerne mal ihre Stimme dem geben, der ihnen ein paar Mark, oh Pardon, Euro mehr zuschustert, dann geht für viele sofort die Welt unter.

Wobei diese paar Mark nun wirklich nicht der Rede wert sind, wenn man die Ausgaben betrachtet, die die politische Kaste der Finanzwelt u. a. Großunternehmen, in den Rachen schiebt, für Entwicklungshilfe und sonstige Projekte ausgibt, die Ausländern zu Gute kommen.
Viele dieser Programme sind ohnehin versteckte Umsatzhilfen für Großunternehmen, wie auch z. B. das Gebäudesanierungsprogramm und viele andere Dinge bei denen dieser Stiefvater, auch Staat genannt, uns zwingt Geld auszugeben.
Steuern, Abgaben und Zwangsausgaben, alles von uns und so gut wie nichts an uns zurück und mitzureden haben wir schon gar nichts. Zahlen dürfen wir, d Goschn halten müssen wir.

Wenn man nun nicht auf´s Geld und den eigenen, monetären Vorteil schaut, wen sollte man dann wählen? Wer gibt nicht mit vollen Händen unser Geld aus, auf die eine oder andere Art. Welche Partei will denn, das wir wirklich zu entscheiden haben, vor Ort entscheiden können/dürfen, ja müssen, nicht an zentralen Orten entschieden wird, wir mehr machen dürfen, als ein Kreuzchen, wie Analphabeten?
Gibt es eine solche Partei überhaupt?

Ich habe keine gefunden.
Es gibt aber einige Kleinparteien, die sich der Sache unserer Heimat annehmen, etwas, was bei den anderen so gut wie gar nicht vorkommt, eher im Gegenteil, sogar noch bekämpft wird. Bei diesen Kleinparteien wird man sicherlich fündig werden und dort ist die Stimme am besten aufgehoben. Dort kann man den etablierten Parteien am meisten schaden und zwar indem man ihnen Geld wegnimmt, unser Geld, das sie u. a. im Rahmen der Parteienfinanzierung erhalten.
Wenn schon keine Abgeordnetensitze drin sind, sollten wir sie wenigstens ein bisschen dratzn.

Machen wir uns nichts vor, es wird sich nichts ändern, aber ein paar Nadelstiche tun auch ihre Wirkung, je mehr umso besser.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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2 Antworten zu Steinbrücks Sofortprogramm

  1. Augustus schreibt:

    Vollkommen richtig! Normalerweise sollten Wahlversprechen, bei denen im Voraus kein Finanzierungsmodell – das tragbar und verständlich ist – vorliegen, an das Privatvermögen derer, die diese Versprechen geben, gekoppelt werden… man wären diese Lemuren auf einmal alle ehrlich.

    Zum vorigen Thema Kindesentzug:

    Ich denke, dass die Zahl der Fälle bewusst erhöht wurden, um „Kitas“, Ganztagsbetreuung und ähnliche Staatliche Einmischung in Familien salonfähig zu machen.

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Sehe ich auch so.
      Dieses System wird allmählich unerträglich, die Einmischung geht bis in die privatesten Belange und niemand kann sich mehr so richtig sicher fühlen. An vieles haben wir uns bereits gewöhnt.

      Das System wird zunehmend totalitär, noch sind die Eingriffe und Sanktionen noch vergleichsweise „human“ aber, was nicht ist, kann ja noch werden und die Entwicklung der letzten Jahre verspricht nichts Gutes, was die Zukunft angeht.

      Für mich ist der einzig gangbare Weg, Sezession Bayerns und weitergehend Auflösung der BRD. Dies dürfte weder von unseren Freinden als Bedrohung angesehen werden, noch dürften irgendwelche Großmachtgelüste oder -ängste entstehen, insofern wären wir von dieser Seite her abgesichert.
      Je kleiner die Einheiten, umso mehr Mitwirkung ist für den einzelnen möglich.
      Angst vor äußeren Bedrohungen habe ich als Bayer auch nicht. Wer sollte uns angreifen? Österreich,die Tschechei oder unsere BRD-Nachbarn? Gilt natürlich auch umgekehrt.

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