Lob der Erzieherin

Titelte die FAZ und berichtete von der Eröffnung einer Kita in Dresden, die von einer japanische Architektin geplant wurde, von einem „Ball der Erzieherinnen“, wieso eigentlich nur Erzieherinnen, an dem auch, wie könnte es anders sein, die feier- und reisefreudige  Bundeskanzleuse Merkel teilnimmt und die Erzieherin des Jahres ehren wird.
Kristina Schröder konnte man erfahren, reiste zu einem Welterziehungsgipfel nach Davos. Wichtig, wichtig. Wie sind wir nur groß geworden, wie unsere Eltern, Großeltern und Vorvorderen?
Geld wird für dieses Schmierentheater auch dieses und nächstes Jahr wieder genug da sein, wurde angekündigt. Es werden sich wieder einige an Staatsgeldern mästen, die Schulden werden weiter steigen und der Tag des Offenbarungseides rückt näher.

Die Erzieherinnen leisten unheimlich viel Gutes, sie ersetzen die Großfamilie, die Dorfgemeinschaft, die Horde und vor allem die Mutter, die ansonsten eingesperrt in einer Wohnung ihr klägliches Dasein fristen müsste. Allein mit den oder dem ungeliebten Schratzen, den man nun endlich in liebevolle und fürsorgliche Hände der professionellen Erzieherin abgeben kann. Die Erzieherinnen werden zu Ersatzeltern, stehen, lt. des Artikels, gar noch vor den Eltern, lernen in der Kita nicht nur von Erwachsenen, sondern von anderen kleinen Kindern. Welch Erkenntnis, Fremde und kleine Kinder werden zu Ersatzeltern umfunktioniert und Kinder können diese Erfahrungen selbstverständlich nur in der Aufbewahrungsstätte machen, von Geschwistern, Nachbarskindern etc. wird gar nicht erst geschrieben, die gibt es nicht. Außerdem wird, nicht nur angedeutet, dass die Erzieherinnen und Kita-Kinder vor den Eltern kommen, die Namen der Erzieherinnen die ersten gesprochenen Worte sind, das die Eltern von den Erzieherinnen erfahren, was über den Tag so gelaufen ist usw. usf. und das alles ist ganz wunderbar, besser geht´s gar nicht. Zumindest in Spatzengehirnen.
Die Erzieherinnen bauen jeden Tag ein kostbares Universum aus kleinen Menschen. Usw. usf. bla, bla, bla.
Natürlich sind da Teilwahrheiten enthalten, natürlich ist auch in Familien nicht immer alles eitel Sonnenschein, natürlich gibt es Umstände, in denen es sinnvoller ist ein Kind Fremden zur Erziehung zu übergeben, als alles den leiblichen Eltern zu überlassen. Das aber sind Randerscheinungen. Das normale, natürliche Umfeld sind Eltern, Geschwister, Großeltern und Nachbarn.

Der Kindergarten und noch vielmehr die Kita sind Aufbewahrungsstätten, in denen Kinder abgegeben werden, damit die Eltern oder ein Elternteil, meist die Mutter auch mal Zeit für was anders hat oder wie heute recht häufig anschaffen gehen kann. Damit Tand angeschafft werden kann, der Lebensstandard erhöht werden kann, wie man gemeinhin sagt.
Wobei, viele Eltern bringen ihr Kind auch in den Kindergarten, wenn die Mutter zu Hause ist. Warum? Weil Kindergarten oder Kita einfach sein muss. Nur das ist was Gescheites. Das allerdings ist nicht erst seit heute so, das gab es auch schon gestern und vorgestern. Die Schratzen sind weg von der Straße und außerdem werden sie da auf die Schule vorbereitet, da lernen sie still sitzen, gehorchen, sich massenfähig zu benehmen. Es wird gerade so getan, als ob Kinder die nicht in die Kita oder den Kindergarten gehen, in der Schule große Probleme haben würden.
Natürlich ist das ein Schmarrn aber die Leute glauben alles, wenn es nur oft genug wiederholt wird, von der großen Masse gemacht wird und sog. Experten die passenden Kommentare abgeben und Studien ergänzen die dünne Behauptungslage, von Beweisen will ich gar nicht sprechen.
Nachplappern, nachmachen das ist ein Kennzeichen des Herdenmenschen, nur nicht auffallen, nur nicht anders sein, nur nicht sich selbst vertrauen, immer schön im Strom mitschwimmen und ist er noch so eine Kloake.

Weiter geht es im Artikel darüber, dass die Erzieherinnen viel zu wenig Anerkennung bekommen, man sollte ihnen wahrscheinlich die Füße küssen, sich ihnen mit entsprechender Ehrerbietung nähern und ihre geschätzten Ergüsse dankbar aufnehmen. Natürlich werden sie auch zu schlecht bezahlt.
Mal ehrlich, wer nicht? Wer bekommt nicht zu wenig Wertschätzung? Wem wird der rote Teppich ausgerollt?

Das Wichtigste dabei ist aber, dass diejenige Person, die die natürliche Bezugsperson ist, die für das Kind in den ersten Lebensjahren die wichtigste Person überhaupt ist, die Mutter, nicht nur nicht bezahlt wird, nicht nur nicht geschätzt wird, sondern ganz im Gegenteil öffentlich verhöhnt wird und wenn es einmal ein paar Euro gibt, dieses Geld als Herdprämie geschmäht wird und von Sozis und Konsorten sofort wieder abgeschafft werden wird, sollten sie an die Schalthebel der Macht kommen.
Wie müssen diese Politgeier die Familie, die Mütter, die Väter hassen, die ihre Kinder dem staatlichen Erziehungsprogramm, aufgepasst, für ein Jahr vorenthalten. Es geht ja bei dem Geld nur um die Zeit zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr. Das eine Jahr, ist es, gegen das diese Leute mit solcher Gewalt anrennen und so tun, als ob die Welt unterginge, wenn ein Kind auch dieses Jahr noch bei der Mutter bliebe. Über die Zeit danach besteht mittlerweile sowieso schon Konsens, ab in den Kindergarten. Welch liebevolle Behandlung durch eine Gesellschaft, die ja so großen Wert auf Individualität, auf Selbstentfaltung etc. legt.

Wir sollen diese Leute nicht mit gleicher Münze behandeln, nicht hassen, sondern verachten müssen wir sie und diese Verachtung müssen wir alle jene Politgeier spüren lassen, die die Familie, die Mutter, die Eltern missachten, angreifen, verhöhnen und öffentlich mit Dreck bewerfen.
Verachten, sie ignorieren, sie einfach nicht zur Kenntnis nehmen, vor allem nicht auf dem Wahlzettel. Lieber das Kreuzchen bei den Bibeltreuen Christen machen, als einen dieser Typen aus irgendwelchen „politischen“ Erwägungen heraus wählen. Sie sind unwählbar. Wer staatliche und öffentliche Kindererziehung finanziert und fördert, wer die Familie als Hort all dessen was mit Kindern zu tun hat, schmäht, kann nicht gewählt werden.
Da regen sich die Leute wegen des Geldes auf, wegen des Euros, der Schulden und dem ganzen Schmarrn, dort wo es um Leben geht, um das Leben unserer Kinder wird häufig geschwiegen und wenn, dann irgendwie verschämt von der Wichtigkeit der kindlichen Bildung gesprochen. Frühkindliche Bildung ist ein Propagandabegriff mit dem den Eltern die Fähigkeit abgesprochen wird, sich um ihre Kinder entsprechend zu kümmern. In der Schule gibt es ja auch Lehrer, da gibt man seine Kinder ja auch hin, wieso auch nicht schon in die Kita, wo doch alles davon abhängt.

Es gibt ganz einfach zu erkennende Merkmale dieser Feinde der Familien und der Kinder. Sie sprechen allesamt von überholten Vorstellungen, von nicht mehr zeitgemäßem Familienbild, von der Notwendigkeit frühkindlicher Bildung und meist sind sie auch noch Befürworter der Tötung von ungeborenen Kindern.

Sollen doch die Leute die Kosten für die Kita oder den Kindergarten in voller Höhe tragen. Dann, wäre der Spuk schnell vorbei. Nur durch die Alimentierung durch Steuergeld bzw. neue Schulden, ist es überhaupt möglich diese kinder- und familienfeindlichen Programme zu finanzieren oder, eine andere Möglichkeit, sollen diejenigen Eltern, die sich um ihre Kinder selbst kümmern, doch denselben Betrag bekommen, den diejenigen bekommen, die ihre Kinder abgeben. Die Aufbewahrungsstätten würden verwaisen und das Geschäft wäre dahin.
Noch etwas zu den Nutznießern, das sind weiß Gott nicht nur private, staatliche oder kommunale Stellen, auch kirchliche Konzerne und Unternehmungen verdienen prächtig an diesem Geschäft. Sie sind ein wesentlicher Teil dieser Sozial- und Betreuungsindustrie, die bei Kleinkindern bis hin zu den Alten, Asylbewerbern und Flüchtlingsmassen ganz dick im Geschäft sind.
Nur mal so am Rande, damit wir die Spur des Geldes nicht ganz aus den Augen verlieren.

Über Gerhard Bauer

Mittsechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler, nun wird taktisch entschieden. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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8 Antworten zu Lob der Erzieherin

  1. Moritz Haberland schreibt:

    Zitat:
    1. „…damit die Eltern oder ein Elternteil, meist die Mutter auch mal Zeit für was anders hat oder wie heute recht häufig anschaffen gehen kann. Damit Tand angeschafft werden kann…“
    2. „Frühkindliche Bildung ist ein Propagandabegriff mit dem den Eltern die Fähigkeit abgesprochen wird, sich um ihre Kinder entsprechend zu kümmern.“

    Damit ist der Gouvernantenstaat bereits zum frühstmöglichen Zeitpunkt sichergestellt, der sein Ende dann erst in der Gesetzgebung über Bestattungen und diverse „Friedhofsordnungen“ findet.
    Von der Wiege bis zur Bahre eben, davon träumen alle „Staatslenker“
    und, die meisten Menschen fühlen sich dann auch noch gut versorgt.

  2. Kersti schreibt:

    Sagt mal, hat der Kibutz in Israel nicht auch schon sowas vorgemacht?

  3. rundertischdgf schreibt:

    Dieser Aufsatz wird natürlich übernommen. Wirklich schon um 5.50 Uhr geschrieben? Respekt!

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Das Thema bedenke ich meist schon am Tag zuvor, manches reift auch etwas länger. Geschrieben und veröffentlicht wird meist in der Frühe.

    • Moritz Haberberland schreibt:

      Ja Kersti, das Problem heute auf „JF“ ist das Nämliche 🙂 .

      • Moritz Haberberland schreibt:

        …nun bin ich doch etwas eingeschüchtert und also schüchtern 😦 .

      • Gerhard Bauer schreibt:

        Du hast Deinen Namen etwas anders geschrieben und schon bist Du in der Warteschlange. Du brauchst also nicht „eingeschüchtert“ zu sein. Falls von mir was kommen sollte, kommt es auch von mir, ganz offen und direkt und nicht irgendwie versteckt.

      • Moritz Haberland schreibt:

        Ich sehe gerade, das kommt davon, daß ich ungern die Speicherfunktion
        benutze, dann kommt eben manchmal so ein Kokolores raus.
        Das kommt davon, wenn der ganze Hof voller Kindergeburtstagsgäste ist.
        Einen schönen Sonntagabend noch.

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