Die fast unendliche Geschichte der bundesdeutschen Goldreserven

In den 60er Jahren von den westlichen Siegermächten abtransportiert, angeblich zum Schutz vor einem möglichen sowjetischen Zugriff, bekamen seitdem die Bundesbänker und sonst auch kein deutsches Auge unsere Goldreserven, gelegentlich auch Goldschatz genannt, zu sehen.
Wie weiland Hagen von Tronje den Schatz der Nibelungen versenkte, angeblich im deutschen Rhein, dann wäre dieser wenigsten noch in unserem Zugriffsbereich, so gaben andere, mit Hagen möchte ich sie nicht vergleichen, der hielt seinem König die Treue, den Goldschatz der Deutschen an die westlichen Siegermächte.
Da ich annehme, dass dieser Goldschatz in den 60er Jahren noch nicht den heutigen Umfang hatte, wurde auch alles weitere gekaufte Gold, nebenbei bemerkt von unseren Steuergeldern gekauft, an die westlichen Sieger, hauptsächlich an den Kolonialherren USA, abgegeben. Ob zu diesen Abgabezeitpunkten überhaupt eine rein theoretische Gefahr eines sowjetischen Einmarsches bestand oder ob die SU zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch bestand, war bisher nirgends zu lesen.
Deshalb gehe ich davon aus, dass dieser „Schutz“ nur eine vorgeschobene Behauptung ist, um überhaupt eine, wenn auch saublöde, Rechtfertigung zu haben.
Die SU ist seit über 20 Jahren Geschichte, unser Gold schon länger.

Wir werden es nicht mehr wiedersehen. Good bye, auf Nimmerwiedersehen. Nicht englischen Piraten fiel unser Goldschatz in die Hände, wie anno dazumal viel spanisches Gold aus der sog. Neuen Welt, sondern der Fed, der Privatbank die die Geldgeschäfte der USA regelt.

Wie in den Deutschen WirtschaftsNachrichten zu lesen ist, wurde das Gold, wie könnte es anders sein, an Goldman & Sachs, wie auch an J. P. Morgan ausgeliehen, die das Gold der Deutschen dazu benutzten, um den Goldpreis zu drücken, zumindest ein Teil unseres Goldes wurde dazu benutzt, gesprochen wird von 110 Mrd. Euro.  Die Fed erhielt von diesen Banken, die wie man munkelt auch Miteigentümer der Fed sein sollen, Verbriefungen. Sie gaben sich also selbst Sicherheiten. Passt schon. Papier ist geduldig und Verbriefungen dieser Art von Haus aus.
Was haben die Eigentümer des Goldes erhalten? Nichts, die dürfen ihr Gold nicht einmal sehen, nicht nachschauen, ob das Gold noch dort ist, wo es angeblich sein soll. Die Verfügungsgewalt ist in anderen Händen. Es ist so, wie es immer ist. Das Gold/Geld ist nicht weg, es ist nur in anderen Händen.

Die Bundesbank versteckt sich hinter Floskeln, wie Verträgen die der Vertraulichkeit unterliegen. Wie zu lesen ist, habe die Fed seit den 50er Jahren keine offizielle Prüfung der eigenen Goldbestände mehr durchgeführt, dies stört die Bundesbänker in ihrem Schlaf allerdings auch nicht. Schlaf oder bereits Leichenstarre?
Was wird nun aus unserem Gold? Nichts, es ist weg, Tribut und die Sache hat sich. Vielleicht existiert auch hier das eine oder andere Geheimgesetz, wie bei der Überwachung der Bundesdeutschen. Würde es irgendjemanden wundern? Mich nicht.

Das Gold ist weg und falls es zu einem neuen Euro oder zu einer neuen DM kommen sollte, schauen wir alt aus, unser Gold, das die neue Währung wenigstens zum Teil decken sollte, ist nicht mehr da, da schon noch, aber nicht in unseren Händen. Was wir haben und davon haben wir viel, ist bedrucktes Papier, die grüne Grätze und den bunten Euro, damit können dann Heizkraftwerke befeuert werden. Wir haben also viel NICHTS, das ist doch auch was.

Noch einen Gesichtspunkt möchte ich aufführen. Da gibt es so etwas wie Inventur, das wird jedem Unternehmer vorgeschrieben, er muss jährlich seine Bestände, Lager, Waren und alles was sich im Unternehmen so an Gütern befindet auflisten und an das Finanzamt, den Staat, im Rahmen der Bilanz weitergeben.
Zumindest einmal im Jahr wird also eine Prüfung aller Gegenstände vorgenommen, die sich im Unternehmen befinden, sie werden bewertet und bescheißen, je nach Bedarf ein bisschen anders bewerten oder angepasst zählen, darf man da auch nicht, da wird das Finanzamt grantig und man ist gleich ein Steuerbetrüger oder Buchfälscher. Das geht Ruckzuck.
Ebendieser Staat, diese BRD, hält es nicht für nötig zumindest mal alle zehn Jahre nachzuschauen, ob denn das Gold, das Volksvermögen ist, noch da ist, ob es vollständig ist und dort, wo es sein soll. Nämlich am angegebenen und vorgegebenen Platz im Lager.
Wenn die Amis nicht in der Lage sein sollten, Ort und Menge innerhalb Sekundenfrist anzugeben, dann ist da was oberfaul. Jedes halbwegs gut funktionierende Unternehmen kann auf Knopfdruck, seine Lagerbestände lokalisieren und einigermaßen genau mengenmäßig bestimmen. Die tatsächliche Menge wird dann durch Zählen bestimmt und eben dies wird sträflicher Weise im Falle unseres Goldes unterlassen.
Wenn ein physische Prüfung mit Sicherheitshinweisen abgelehnt wird. So stellt sich die Frage, wenn sie unseren Prüfern nicht vertrauen, sie nicht in den Tresor lassen, wieso sollte wir dann den Aufbewahrern vertrauen?

Schreiben wir unser Gold also unter „Tribut“ ab. Es ist weg und nicht einmal der US-Staat hat es, sondern ein paar der mächtigsten Banken der Welt haben sich diesen Tribut unter den Nagel gerissen.
Das lässt auch den Schluss zu, wer denn die wirklichen Herren sind. Obama ist es jedenfalls nicht, der Kongress und der Senat auch nicht, der us-amerikanische Wähler sowieso nicht, wie niemals Wähler die Politik ihres Landes auch nur im Entferntesten bestimmen oder auch nur mitbestimmen können. Sie dürfen sich vielleicht gegenseitig einen Teil des Geldes wegnehmen oder vorenthalten. Wobei, letztendlich wird auch das auf höherer Ebene entschieden. Der Wähler legitimiert, egal ob er zur Wahl geht oder nicht, egal wen er wählt. Was gemacht wird, wie gehandelt wird, das steht nicht zur Wahl, das wird an höherer Stelle entschieden. Der Wähler kann in gewissem Rahmen, die weichen Sessel, die Dienstautos/-flugzeuge und Chauffeure verteilen. Das war´s dann aber auch schon.
Der Wähler hat ungefähr genau soviel zu bestimmen, wie die Regierungen der BRD. Nicht das Schwarze unter dem Fingernagel.

Die Frage ist, sollen wir uns am Gold aufhängen? Brauchen wir Gold? Gold macht nicht glücklich, Gold kann man nicht essen und zum Warentausch haben wir genug, der Außenhandel funktioniert auch ohne Gold. Sollen sie das Gold doch behalten, soll es ihnen im Halse stecken bleiben.

Schließen wir die Bücher und wenn wir damit die Amis loswären, wäre es immer noch ein gutes Geschäft.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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