Der Friederich, der Friederich

der ist kein arger Wüterich.

So könnte man  über den Buntesinnenminister Friedrich sagen, wenn dieser seine Einschätzung über den VSA-Besuch abgibt.
Er sei zufrieden, alles ist in bester Ordnung. Die Amis spionieren nur zum Wohle der Menschheit und vor allem der Buntesdeutschen, Industriespionage, Igitt, da wissen die nicht einmal was das ist und ansonsten hat man ganz, ganz viele Terroranschläge verhindert und zukünftig erhalten auch die buntesdeutschen Geheimdienste ein paar Brosamen vom Tisch des großen Bruders.

Ist es nicht schön, ist das Leben nicht schön.
Da darf der Buntesinnenminister eine bezahlte Reise unternehmen, darf im Land der unbegrenzten Überwachung mit zweitrangigen Mitgliedern der Administration sprechen, vielleicht auch einen Rockzipfel des Oberhäuptlings erblicken, dieselbe Luft atmen und so tun, als hätte er was zu sagen.

Den Vogel schießt in diesem Fall die buntesdeutsche Opposition ab, sie tut so, als hätten sie den Saustall in Washington einmal gründlich ausgemistet, dem großen Bruder die Hammelbeine langgezogen und die Souveränität der BRD endgültig hergestellt.
Der Bilderberger Trittin tat sich hierbei besonders hervor.
Manch Schreiberling bezeichnet dieses Schmierentheater gar als alte Reflexe, als deutschen Antiamerikanismus und schreibt mit erhobenem Zeigefinger.

So wird getan, als ob tatsächlich etwas getan hätte werden können, die Kritiker des Bunteskritikers, dürfen sich als Antiamerikaner gebärden, sozusagen als Freiheitskämpfer, die anderen dürfen sich als gute Transatlantiker geben und sich so gegenseitig eine Theaterwatschn nach der anderen geben.
Noch besser, wenn auch gelegentlich etwas Theaterblut fließt, damit das Publikum, das Wahlvolk, der Pöbel etwas zum Grölen hat.
Brot und Spiele, die Schaubühnen sind das Parlament, die Schwätzerrunden und überall dort, wo sich ein Mikrofon und eine Kamera zur Selbstdarstellung anbietet und die sind weiß Gott in Hülle und Fülle unterwegs. Ich weiß nicht, ziehen Kameras die Politiker an, wie Sch…. die Fliegen oder ziehen Politiker Kameras an, ist auch egal, wahrscheinlich bedingt eines das andere.

Der bunte Friedrich sagte, es dürfe sogar über das G-10-Gesetz gesprochen werden. Ein Gesetz aus den 60ern, mit dem die Hoheitsrechte der Amis festgeschrieben wurden und das Fernmeldegeheimnis für die Amis umgangen wurde. Ein Gesetz, dass ohnehin schon seit Jahren nicht mehr zur Anwendung kam, soll nun ausgesetzt werden. Nicht gestrichen, nicht annulliert, sondern nur ausgesetzt und wohlgemerkt es SOLL ausgesetzt werden und über das SOLLEN darf man nun sprechen.

Derzeit dürfte es gefährlich sein hinter Friedrich herzugehen, bei der Schleimspur die der zieht, könnte man allzuleich ausrutschen. Auch Sonnenlicht dürfte er nicht mehr allzuviel sehen, denn selbst im Hintern des obersten Kriegsherrrn dürfte die Sonne nicht scheinen und sollte er braun rauskommen, dann ist diese Bräune nicht mit der gesunden Sonnenbräune zu verwechseln.

Ansonsten, na ja ansonsten nicht viel Neues im Staate, Angelas Flugzeug wird von den Amis auf den neuesten Stand gebracht, es soll nun wasserdicht werden und ein paar militärische Spielzeuge werden an Bord montiert.
Nicht, dass die geliebte Unterführerin eines Tages verloren ginge, auf einem ihrer vielen Flüge im Auftrag des Herrn. Natürlich werden da keine Wanzen oder andere Überwachungsgeräte installiert.
Natürlich nicht, wer solches denkt, ein übler Wicht, ein Miesmacher, ein Antiamerikaner und zwar einer der übelsten Sorte, einer jener Antiamerikaner, die es ernst meinen, die meinten, es ginge keinem Deutschen schlechter, wenn kein amerikanischer Soldat mehr in der BRD wäre, wenn kein amerikanisches Geld deutsche Unternehmen kaufte und vor allem auch, wenn keine Überwachung, keine Führung durch die USA stattfänden.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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2 Antworten zu Der Friederich, der Friederich

  1. Moritz Haberland schreibt:

    Na siehste, bester Gerhard, da habe ich immer gedacht, daß Du ein grantliger Bayer
    wärst, und nun stellt sich heraus, daß Du das Zeug zu einem Spitzensatiriker hast.

    Unser Löckchen-Friederich ist sicher kein Wüterich, vielleicht: wenn wir beide mit ihm
    eine zünftige Sabbel – Runde im Staatsfernseh´n auf die Reihe bekämen…aber leider.

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