Neues und altes von Reinhard Mey

Moritz Haberland brachte vor einigen Tagen ein Lied von Reinhard Mey, ich möchte da noch ein paar Lieder drauflegen.

Keine ruhige Minute

Poor old Germany

Dieses Lied wurde von Molau genannt, es soll ihn angeblich dazu bewegt haben bei der NPD einzusteigen und dort jahrelang das zu sagen, was andere, die NPD-Funktionäre, von ihm hören wollten. So „enthüllte“ er in der ZEIT, als er sich beklagte, dass er keinen Tschobb bekäme, außer kostenlosem Korrekturlesen auf einer Ausländerseite, und vom Einkommen seiner Frau leben müsse.
Wann wird also auch Reinhard Mey in das Fadenkreuz der Antifa geraten?

Sei wachsam

Über Gerhard Bauer

Mittsechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler, nun wird taktisch entschieden. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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9 Antworten zu Neues und altes von Reinhard Mey

  1. Moritz Haberland schreibt:

    Zitat: „Dieses Lied wurde von Molau genannt, es soll ihn angeblich dazu bewegt haben, bei der NPD einzusteigen…“

    Das Argument des Molau habe ich leider auch verpaßt, ich hätte mich an mein eigenes Gelächter ganz sicher erinnert. Der Text hätte von jeder begabten Deutschlehrerin und jedem Schriftsteller deutscher Schrift und Zunge geschrieben worden sein können. Wenn jeder, dem dieses Lied gefallen hat, die NPD gewählt hätte, dann hätten wir seit Jahren einen NPD-Bundeskanzler 🙂 .

    Aber egal, ich freue mich sehr darüber, daß sich die deutsche Sprache wieder mehr und mehr in der Musik wiederfindet, die tatsächlich von der Jugend (die heute bis 40 Jahre geht) angenommen wird. Und auch das ist aus vielen Gründen nicht so überraschend, der Erfolg der „Neuen Deutschen Welle“ am Anfang der 80-er Jahre war bereits so ein Zeichen, zum großen Ärger der Umerzieher, wie ich mich noch recht gut erinnere.

    So eine große Kultursprache geht nicht so einfach kaputt, auch wenn sie (die Umerzieher) mit allen Mitteln (Presse, Funk und Fernseh´n, mit der Dudenredaktion und diversen „Rechtschreibreformen“ u.s.w.) daran arbeiten, wahscheinlich – weil die Menschen eine tiefverwurzelte Wachsamkeit, an die uns R.Mey in seinem Lied erinnert, intstinktiv oder genetisch „eingebaut“ haben.

    Die Menschen wollen mehr als Quote, Arsch und Titten !

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Ich habe gesucht und wiedergefunden, Mey war quasi die Einstiegsdroge und ganz hart wurde es, oh Wunder, als die NPD vor der Schule Flugblätter verteilte.
      Hier der Wortlaut:
      ZEIT ONLINE: … seit dem 16. Lebensjahr, also mehr als Ihr halbes Leben. Wissen Sie eigentlich noch, was Ihr erster Schritt in den Rechtsextremismus war?

      Molau: Naja, ich mochte meine linken Lehrer nicht. Ich war ein bisschen nationalromantisch, war zum Beispiel ein Riesenfan des Reinhard-Mey-Liedes Sorry, poor old Germany. Es ging darin um das deutsche Kulturgut, um Loreley, Goethe, Heine und so – und dass das alles irgendwie vergessen und kaputtgemacht wird durch amerikanische Einflüsse. Der im Rückblick wirklich verhängnisvolle Tag war jener, als Leute von der NPD-Jugend vor unserer Schule standen und ein Flugblatt verteilten und der Sozialkundelehrer sagte, man müsse es wegschmeißen, weil das böse Leute seien.
      zeit.de/politik/deutschland/2013-05/andreas-molau-interview

      • Moritz Haberland schreibt:

        Was nicht ein schlichtes Gemüt dieser Andi, und doch hat
        er es zum „Vordenker“ der rechten Szene gebracht.
        Da bin ich doch lieber meine eigene „Rechte Szene“ 🙂 .

      • Gerhard Bauer schreibt:

        Dein Kommentar wurde zur Moderation gelegt, keine Ahnung was für ein böööses Wort dazu geführt hat.

        Wer andere für sich vordenken lässt, braucht sich nicht zu wundern, wenn Unsinn dabei rauskommt.
        Wer lässt sich schon gerne seine Speisen vorkauen? Bei geistigen Inhalten sind viele leider weniger wählerisch oder eben zahnlos, dann hiaft nix Gweichts (Geweihtes) a ned.

  2. Pingback: Deutsches | rundertischdgf

  3. Moritz Haberland schreibt:

    …hatte einen Punkt vergessen.

  4. Moritz Haberland schreibt:

    Schade, daß man „Euch im Westen“ nichts von einer gelungenen Sommersonnenwendfeier mit 106 Gästen berichten kann, bei der ein amtierender PDS-Bürgermeister mit einem derzeit gewählten NPD-Landtagsabgeordneten fast den ganzen Abend diskutierten, die Chefin unseres Vietnam-Imbiß-Clans den beamteten Direktor unserer Schule „auseinandernahm“ und alle unsere Kinder (in meinem Falle Enkel) bis 22:30 Uhr Ringelreihe vor dem Feuer tanzten.

    Ich fürchte, Ihr würdet das alles nicht verstehen, leider.
    Das war ganz und gar mein Abend, meine kurze Nacht.

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Verstehen können wir es schon, die Diskussion zwischen dem BM und dem LA wäre bei uns sehr unwahrscheinlich, dürfte auch bei euch, in der Mitte, eher die Ausnahme statt die Regel sein.
      Der Rest ist auch uns bekannt.
      Du kannst also getrost berichten.

    • Moritz Haberland schreibt:

      Ist natürlich klar, doch ich habe ja auch meine Westerfahrungen und verfolge die Enrtwicklung bei einigen Studienkameraden in Schleswig – Holstein noch heute sehr interessiert, die ganz ähnlich laufen wie bei meinen hessischen Verwandten.

      Ich will es mal so sagen: Hier stammen die Leute noch aus einem Milieu, die politische Differenzierung vollzog sich erst vor gut 20 Jahren als bewußte Entscheidung und so sind die Überzeugungen rationaler als wären sie mit der Muttermilch verabreicht worden.

      Genaugenommen sind die hiesigen Politiker der unteren und mittleren Ebenen auf dem Stand der westdeutschen Politiker der 60-er Jahre, die auch noch um den besten Weg ehrlich gerungen haben. Da wurde noch diskutiert.

      Nur als kleines Beispiel: Unser Schuldirektor ist ein westgeborener Gutmensch und der verstand am allerwenigsten, warum ihn ausgerechnet die „Migrantin“ so scharf anging, ihm was von Konfuzius erzählte und seine Schulbildungspolitik als dumme und im Ergebnis boshafte Verblödungspolitik gegen die Erwachsenen von morgen brandmarkte.
      Noch eine Bemerkung: die PDS ist weder die SED von einst und sicher nicht die „Linke“ des Westens, das gleiche gilt für die NPD, sie hat hier nichts von der NSDAP und auch nichts von dem „Nazi-Punk-Widerstand“ von NRW.

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