Ein Kind modern(d)er Verhältnisse – Beate Zschäpe

Herkunft und Kindheit

Beate Zschäpes Mutter studierte als Bürgerin der DDR in Bukarest Zahnmedizin; ihr Vater, den sie nie kennengelernt hat, war ein rumänischer Kommilitone ihrer Mutter. Sie wuchs in Jena in einfachen Verhältnissen auf und befand sich häufig in der Obhut ihrer Großmutter. Ihre Mutter ließ sich zweimal scheiden. Zschäpe nahm jeweils den Namen des neuen Partners ihrer Mutter an.[1] In ihren ersten 15 Lebensjahren kam es zu sechs Umzügen in Jena und Umgebung.[2][3] 1991 verließ sie nach der zehnten Klasse die staatliche Regelschule „Johann Wolfgang von Goethe“ im Jenaer Stadtteil Winzerla und begann im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme eine Tätigkeit als Malergehilfin.[1] Von 1992 bis 1996 machte sie schließlich eine Lehre als Gärtnerin mit der Fachrichtung Gemüsebau

Quelle: Wikipedia

Wie Moritz Haberland gestern mitteilte, wurde Beate Zschäpe im Alter von 12 Wochen in die Kita gegeben. Also durchaus in dem Bereich, der heute von gewisser Seite anempfohlen wird.
Wenn man sich obige Lebenstationen etwas näher ansieht, kann ich durchaus sagen, Beate Zschäpe war als Kind ein armes Würmchen. Nicht jedes arme Würmchen endet auf der Anklagebank in einem großen Schauprozess, aber viele, wenn nicht die allermeisten leiden allerdings ihr Leben lang an den Folgen ihrer modernen Kindheit und Jugendzeit.

Wenn ich dann an solche Leute wie Sarrazin von Kitapflicht etc. denke, wird mir ganz schwummrig und am liebsten würde ich diese Kerle wegen Vorbereitung und Planung von Kindesmisshandlung zur Anzeige bringen. Was aber leider nicht möglich ist.
Sarrazin sprach einiges an, was der Masse von Kritikern gefiel, allerdings auch schon oft und lange genug, auch ausführlicher, von vielen anderen Seiten gesagt und beschrieben wurde. Die Lösungsvorschläge die S. brachte wurden nahezu niemals angesprochen, wie z. B. die Kitapflicht.
Nur Sarrazinianer durfte man sein, da lief man nicht so leicht Gefahr in die rechte Ecke gestellt zu werden, außer von ganz links außen. Ähnlich ist es mit der AfD, da darf man dabei sein, da darf man Dinge sagen, die normalerweise von sog. Rechten gesagt werden und kann sich doch gleichzeitig wieder abgrenzen. Also alles ganz gefahrlos. Für beide Seiten, für das System, als auch für die Kritiker.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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8 Antworten zu Ein Kind modern(d)er Verhältnisse – Beate Zschäpe

  1. Moritz Haberland schreibt:

    Es ist so wenig sicher, daß eine „gehätschelte“ Kindheit, wie es den Angehörigen der RAF nachgesagt wird, zwangsläufig zu einem guten Lebensweg führt, so wenig ist eine fragwürdige Kindheit notwendig für spätere Gesetzeskonflikte.

    Wenn es auch immer wieder auf Widerspruch trifft, muß ich als Bauer und Naturfreund immer wieder an das Sozialleben der Tiere erinnern. Wenn man besonders den sehr kleinen Nachwuchs betrachtet, sieht man bei allen Tierarten, wie sehr Mutter und Kinder aufeinander bezogen sind.

    Weder bei Wild- noch bei Haustieren werden die Welpen, Kälber usw. „kollektiv“ erzogen, Ich kenne kein Beispiel von Löwenkindergarten und Kuhkrippe.

  2. motherplant schreibt:

    Es gibt sicher genügend gute Beispiele gegen Kindergärten/Grippen – das Tierreich ist leider keins. Selbst bei Löwen passt jemand auf die Kleinen auf, wenn gejagt wird. Und Arbeitengehen ist nunmal unsere Jagd 😉

    Ein kleiner Hinweis zu S.: ich persönlich sehe seinen frühen Grippenwunsch eher als Versuch, die Anteilnahme der komplett kulturfremden Eltern an der Erziehung etwas zu reduzieren, um den Kindern zumindest eine rudimentäre Chance auf ein integriertes Leben in D zu ermöglichen.
    Zu positiv gedacht? Vielleicht…

  3. Moritz Haberland schreibt:

    Und die Haus – und Wildtiere lösen das alles auf ihre unnachahmliche Weise !!!

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Richtig, das tun sie und auch uns Menschen muss die Gelegenheit gegeben werden SELBST darüber zu entscheiden. Ganz ohne ideologische Diskussion, ganz ohne Patentrezept, jedem nach seinen eigenen Bedürfnissen und Wünschen, allerdings auch mit eigener kostendeckender Beteiligung, im Falle von gewerblicher und/oder staatlicher, kirchlicher Kinderaufbewahrung.

  4. Gerhard Bauer schreibt:

    Eben weil sie nicht gottgewollt sind, sind diese Erscheinungen nur vorübergehender Natur. Alles geht vorüber, alles geht vorbei. Auch der Wahnsinn des Kollektivismus´, von dem wir seit über 100 Jahren heimgesucht werden. Die einen mussten die Pest aushalten, wir diesen Sch…..
    Es könnten Umstände eintreten und zwar fast von einem Augenblick auf den anderen, in denen wir Menschen wieder ganz allein auf uns gestellt sein werden. Ernst Jünger umschrieb sie als Titanenkämpfe, spätestens dann wird die Spreu vom Weizen getrennt werden. Werden intakte Triebe, Instinkte und Verstand, nicht Vernunft, wieder mehr gefragt sein, als papierene Weisheiten nach denen unser Leben funktionieren soll.
    Diese Umstände können Naturkatastrophen oder menschengemachte Katastrophen sein, das ist vollkommen unerheblich. Ernst Jünger umschrieb diese Zustände auch mit dem Begriff „Titanenkämpfe“.

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