Nazivokabular

Uns Pronold, seines Zeichens bayerischer SPD-Oberfuzzy und Polit-B-Promi fand und suchte. Der Söder Markus hat Nazivokabular gebraucht. Er sprach nicht etwa von ausradieren, von Vergeltung, von Volk und Gemeinschaft, auch nicht vom deutschen Volk, nichts dergleichen. Söder sagte, „Seit heute morgen um neun Uhr wird geklagt“, Zitat aus der Jungen Freiheit.

Pronold, der bereits mit 17 Jahren, 1989 in die SPD eintrat, entdeckte hier Parallelen zwischen Hitlers bekanntem Satz, „Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen.“

Das engt nun aber das deutsche Vokabular überhaupt ziemlich stark ein, wenn man Sätze Hitlers und seiner Parteigenossen heranziehen will, Ähnlichkeiten mit heutzutage gesprochenen Sätzen sucht und daraus dann Nazivokabular, also verbotenes Vokabular, machen will.

„Seit 8 Uhr morgens wird gewählt“, um nur ein Beispiel zu nennen. Man könnte auch Sätze mit „Wollt ihr ….“ als Nazivokablular bezeichnen, in Bezugnahme auf Goebbels Frage, „Wollt ihr den totalen Krieg?“
Vielleicht gibt es jemanden der die Reden und Äußerungen des bayerischen Obersozis kennt und in diesen ähnliche Formulierungen findet. Man weiß ja nie, vielleicht ist der Pronold ja ein verkappter, ein ganz ein hinterdruckter.

Wäre der Pronold nur in Bezug auf seine Äußerungen etwas bedachter, so machte er zum Beispiel von sich reden, als er den Gekreuzigten als Lattngustl bezeichnete.
Was ist das denn für ein Vokabular?
Würde sich Pronold, „der größte Mühlstein am Hals der Partei“, so der bayerische Juso-Vizechef Asböck, auch getrauen vom bärtigen Propheten ähnliches vom Stapel zu lassen. Wohl kaum, er weiß aber wohl um die bayerische Gutmütigkeit gegenüber Kindern, Narren und Mühlsteinen.
Er selbst wünscht wenig Widerspruch, wenn man EINEM Hoffnungsträger der bayerische SPD, Michael Adam, glauben darf, so sind in der von Pronold geleiteten SPD-Zentrale nur „Ja-Sager und Speichellecker erwünscht“. Diese Aussagen sind auf Wikipedia nachzulesen.
Natürlich habe ich mir auch Pronolds Netzseite mal angeschaut, der Kerl scheint sich und seine Person sehr wichtig zu nehmen. Hat er doch seinen Lebenslauf auf Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch eingestellt. Ob er in diesen Ländern für jemanden von Interesse ist? Wer angibt soll aber mehr vom Leben haben.

Auf der Startseite springt einem gleich ein Wahlslogan der SPD ins Auge, zum Regierungsprogramm von 2013 – 2018, das nun schon feststeht und nachdem es beschlossen wurde zur Diskussion freigegeben wurde. Das ist doch echt ein Fortschritt. Bravo Sozis.

Mitmachen beim Regierungsprogramm: Ja, Du kannst! Wie originell, da haben sie sich wahrlich was einfallen lassen. Was mir ganz spontan einfiel, als ich den Satz las, den ich gedanklich ergänzte: Mi am Osch lecka (bayerische Ableitung des Götz-von-Berlichingen-Zitats). Das können sie mich natürlich nicht, meint ihr, mir graust vor gar nix. Dafür können sie mich am Mondschein besuchen und zwar kreuzweis.
Weiter las ich, dass er und eine Genosse, meinen Heimatort heimgesuchte. Das ist einer der Gründe, wieso ich wieder für Stadttore, Wächter und Einlasskontrollen bin. Da müsste so mancher aufdringliche, ungeladene Besucher draußen bleiben. Kloa is sche oder Small is beautiful, auf Kolonialdeutsch.
Weiter habe ich mich mit dem Pronold nicht beschäftigt, so interessant ist der Kerl nicht und die SPD in Bayern ist, na was ist sie denn, irgendsoein Anhängsel, das man nicht unbedingt braucht aber trotzdem da ist und gelegentlich Ärger macht. So ein Überbleibsel halt und ein paar gibt es immer die sonst auch keine Liebe und Zuneigung finden, die gehen dann halt zur SPD, die können jeden brauchen, da ist jeder willkommen und unter Blinden ist der Einäugige König.
Ja der Ude, der ist auch auf dem Pronold seiner Netzseite, als bavarisierter Uncle Sam, der sagt „I WILL Di“.
Mit der Anmache kommt man nirgends recht weit. Der Bayer fragt normalerweise sofort zurück, „Wos hob i davo, wenn´st Du mi mogst und i zu dia kimm?“ oder „Sunst no ebbs.“
Da fallert dem Ude gwiß das Kinnladl herunter, denn vom Ude haben wir gwiß nix, außer Ärger, da Loveparade, die er mal nach München holen wollte, a große Goschn und an Haufa Schuidn.
Nix fia Unguat Ude, aber da Seehofer is mia am Allerwertesten allaweil no liaba, wie Du im Gsicht und des mog was hoaßn.

Wenn ich mir den Pronold so anschau, dann ist er gewiss kein echter Baier, er ist zwar in Deggendorf geboren, da kommt normalerweise ein guter Schlag Menschen her, aber herschaun und vorkemma tuat a ma anders, da Pronold. Leider ist über seine Herkunft nichts zu lesen, das bestärkt meine Vermutung. Beim Ude ist es ja ähnlich, er ist in München geboren, sein Vater kommt aber aus Düsseldorf und scho hammas wieda.
Es kimmt meistn´s nix guats vo drauß eina, soins bleim wo´s san und wieda dohi zruckgeh, wos herkemman. A paar Guate mogs scho gem, aber zvui sans ned. Bayern den Bayern und sunst neamt.
Soi´se doch a jeda dahoam a schens Nest baun und ned in die gmachtn einesitzn und da Gipfe is dann no, das a se üba uns Bayan a no lustig machan und moanan sie san wos bessas, de Saukepf de greißlichn.

Falls der eine oder andere nichts oder wenig versteht, so übersetze ich gerne, aber manches kann man halt nur so richtig in seiner Muttersprache sagen und die meine ist nun mal boarisch. Darin drückt sich unsere Seele aus, deswegen wollen sie boarisch auch abschaffen.
Es ginge auch noch ein bisschen bayerischer, aber dann verstehen außerbayerische oder mancher zugroaste Leser sicher nichts mehr.

Oa guts hod des bairische a no, do ko koana sogn, des wa a Nazivokabular. Mia Bayan san ma gleichgschoit worn, meng hom a ned und gfrogt sam a ned worn und wenn´s uns lossn hän wia ma wolln hän, dann wama a da BRD ned beitretn aba wo ma beitretn is, da ko ma a wieda austretn und fias austretn bin i. Soins doch eanan Dreck alloa macha und wer gscheid is, tritt a glei aus, dann geht´s in oam. Wer aba moant, er ko ned alloa, der soi drin bleim. Mia wurscht.
Austretn aus der EU und austretn aus der BRD, des war no nia wos Gescheids, do feits vom Boa weg. Do kimmt nua a Krampf außa und sunst nix.
Foa 140 Jahr is a Fehla gmacht worn, der muas korrigiert wern, dann geht´s a wida amoi aufwärts. Den andan Schmarrn den braucht´ma ned, der ko uns gschtoin bleim.
Losd´s uns in Ruah, mia lost´ma enk sowieso in Ruah.

 

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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13 Antworten zu Nazivokabular

  1. Alter Schwurbler D-941 schreibt:

    Saubasogi,endleweadamoiboarischgschriem.Desgfoidmiaaaganzguat,bsondaswemmadeWeaddazammschreibt,weinachadbloßnodewirklich’nUrbayernwosvastenga,habt’smi? 😉

  2. Alter Schwurbler D-941 schreibt:

    Oha,etzfeidjadeHeifftn…?

  3. Moritz Haberland schreibt:

    DAS IST PREUSSEN – DISKIMINIERUNG 😦

    • Alter Schwurbler D-941 schreibt:

      Werter Moritz,
      nein, mein bairisches Geschwurbel ist keine Preussen-Diskriminierung – das sei ferne von mir!
      Eigentlich wollte ich nur bairische „Geheimschrift“ testen, aber der Schuß ging nach hinten los. Da ich den Satz wie ein Wort geschrieben habe, hat wordpress nun die Hälfte davon „verschluckt“.
      Möge mir Gerhard diesen Blödsinn verzeihen – er darf ihn auch gerne löschen, schon allein deswegen, damit sich niemand „diskriminiert“ fühlt. 😉

      • Moritz Haberland schreibt:

        Du weißt hoffentlich, wie das gemeint war, das ist ja durchaus auch liebenswert an den Bayern, so selbstbewußt kenne ich sonst nur noch die Sachsen und die Pommern 🙂 .

      • Alter Schwurbler D-941 schreibt:

        @ Moritz
        Freile woaß i wia’s gmoand war. (Natürlich weiß ich wie es gemeint war 🙂 )

      • Moritz Haberland schreibt:

        Alles klar, schade, daß ein Volksstamm mit dem Verlust der Heimat gänzlich ausstirbt, als sie alle, jetzt meine ich mal nur meine väterliche und meine mütterliche Familien, wußten, daß sie nie wieder nach Stettin zurück können, blieb eine Hälfte in Greifswald (Pommern) und die andere Hälfte in Potsdam (Nichtpommern).

        Ich kann das pommersche Platt noch verstehen aber nicht sprechen, meine Töchter verstehen es kaum und für meine Enkel ist es (wie) eine Fremdsprache.

        Da haben es die Sachsen und die Bayern doch wesentlich besser getroffen 🙂 .

      • Alter Schwurbler D-941 schreibt:

        Ja, ohne Heimat stirbt die Sprache.

      • Moritz Haberland schreibt:

        P.S. Nur der sprichwörtliche „Pommersche Dickschädel“ reicht dafür nicht.

  4. Reiner Dung schreibt:

    Statt national- wird es nunmehr europasozialististisch 😦

    Diese Geschichte darf sich nie mehr wiederholen … NIE MEHR !?

    lg. vom BildHauer

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