Neue Anti-Euro-Partei im Anmarsch

Die Wahlalternative 2013, ich berichtete bereits über deren Gründung, unterstützte bei der Niedersachsen Wahl die Freien Wähler, nachdem dieses Bravourstück nicht geklappt hat, die Freien Wähler erhielten gerademal 1,1 Prozent, will man die Sache selbst in die Hand nehmen und gründet eine Partei. Diese Partei soll im April gegründet werden und bereits bei der Bundestagswahl antreten, berichtete die FAZ.

Diese Partei wendet sich gegen die Euro-Rettung, bekennt sich allerdings uneingeschränkt, da haben wir sie wieder diese Vokabel, zur friedlichen Einigung Europas. Ob sie dabei an ein Europa bis zum Ural dachten und was heißt schon friedlich? Auch diese EU wurde friedlich gegründet, wenn man mal von der Vorgeschichte absieht.
Wie schon bei der Wahlalternative 2013 will die Partei mit aller Macht Extremisten fernhalten und bejaht die freiheitlich-demokratische Grundordnung der BRD. Wer oder was Extremisten sind, kann man sich dabei an den fünf Fingern abzählen. Extremisten können  auch Befürworter des „freien“ Marktes sein, aber diese werden wohl nicht gemeint sein, auch dürften sich die Extremismusdefinition nicht auf das linke Spektrum ausdehnen, da ja einer der Hauptleute dieser neuzugründenden Partei mit Linken gemeinsame Sache macht. Damit meine ich z. B. Prof. Schachtschneider, der mit Elsässer, einem ausgesprochenen Linken und Volksfrontmann, gemeinsam bei Veranstaltungen auftrat. Also bleibt nur noch das rechte Spektrum übrig und wer da so alles als extremistisch gilt, das dürfte bekannt sein. Es reicht schon, wie es scheint, gegen die, wenn auch friedliche, Vereinigung von „Europa“ zu sein, also in nationalstaatlichen Ordnungen zu denken.

Gallionsfigur der neuen Partei ist Hans-Olaf Henkel, der auch von einigen als Extremist bezeichnet wird, ob man dem Mann über den Weg trauen kann, bezweifle ich stark, seit 2006 ist er „Senior Advisor“  der Bank of America und soll diese Bank beim Ausbau des Investmentbankings im deutschsprachigen Raum auf Vordermann bringen. Mein Fall ist er auf jeden Fall nicht und ich werde diese Partei logischerweise auch nicht wählen, ebenso wenig wie ich die Wahlalternative 2013 unterstützen konnte. In manchen Positionen mögen wir einig gehen, im grundsätzlichen Bereich gehen wir allerdings grundverschiedene Wege.
Wer keine der nationalen Parteien, die die EU, den Euro etc. grundsätzlich ablehnen wählen kann, der kann diese Partei durchaus wählen. Auf jeden Fall besser als gar nicht zu wählen. Grundsätzlich veränderte Positionen, außerhalb der Eurorettung, braucht sich allerdings niemand zu erwarten.

 

 

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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12 Antworten zu Neue Anti-Euro-Partei im Anmarsch

  1. Moritz Haberland schreibt:

    Zitat : „Also bleibt nur noch das rechte Spektrum übrig und
    wer da so alles als extremistisch gilt, das dürfte bekannt sein.“

    Na klar, Gerhard Bauer zum Beispiel !!!

    Aber Spaß beiseite, gab es nicht schon mal die „Bürger für Deutschland“ oder so ähnlich (?), diese große, erfolgreiche, konservative Sammlungsbewegung am Anfang des ganzen EU-Dramas ? Ich erinnere mich noch an die Vorschußlorbeeren, geballter Sachverstand und so, ich war damals so begeistert, wie ich es heute bin, ganz ehrlich 🙂 .

  2. Rolf schreibt:

    Wenn der Euro fällt, dann fällt auch die EU, und dann wird heute noch Unvorstellbares plötzlich möglich.
    Also sollte man mit dem 1. Schritt anfangen, einem erfolgversprechendem Schritt, anstatt der Distanzeritis zu huldigen.
    Das gilt auch für Elsässer und Bauer 🙂

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Ich habe nicht von der Wahl abgeraten, wenn Du gegen „Distanzeritis“ antreten willst, dann wende ich Dich an die Wahlalternative, die wendet sich ab bzw. will mit sog. Extremisten nichts zu tun haben.
      Du kannst auch Elsässer ansprechen, der sich von sog. „Völkischen“ distanziert und mit Deutschtum nichts zu tun haben will.
      Wenn Du von Spaltung sprichst, musst Du an die Leute ran, die alles bekämpfen, was mit Deutschtum und deutschen Volkstum zu hat. Bei mir bist Du da an der falschen Adresse, wobei, zugegeben, es einfacher ist, mir ans Bein zu pissen, als den großen Spielern.

      • Rolf schreibt:

        Wer immer gleich Alles will, der wird gar nichts erreichen.

        Konkret: Das System der BRD wird versuchen, die Wahlalternative in die Rechtspopulismus-Ecke zu drängen. Das weiss die Alternative natürlich, und wird sich daher auf ihr Sachthema EURO/ESM beschränken, jedenfalls wenn sie schlau ist.

        Wer mit diesem Ziel „Abschaffung des EURO/ESM“ übereinstimmt, der unterstützt sie.
        So einfach ist das:
        Verbündeter auf Ziel.
        Alles Andere dann, wenn dieses Ziel erreicht ist.

        Wenn die Opposition das EURO-Thema trotz 90% Zustimmung in der Bevölkerung versaut, indem sie es nicht als Hebel benutzt bei den Bundestagswahlen, dann spielt sie zurecht keine Rolle, weil sie unfähig ist.

        Zur Opposition gehört Bauer ebenso wie Elsässer, Benesch oder auch die Infokrieger, die NPD, PRO und wie sie alle heissen mögen, und wenn die das nicht erkennen und entsprechend vereint handeln können oder wollen, dann braucht sie auch niemand.

        Das Ganze ist schon ein Lackmustest, und auch genau so habe ich das diesen Leuten geschrieben.

        Das System BRD mit seinen Blockparteien im Reichstag muss über ein Sachthema delegitimiert werden, und was eignet sich dazu besser als der EURO/ESM, um die Berliner Politik als gegen die Interessen der Deutschen gerichtet zu entlarven?

      • Gerhard Bauer schreibt:

        Wer gebraucht wird oder nicht, wirst nicht Du entscheiden und hast Du auch nicht zu entscheiden. Wer kann schon sagen, wer gebraucht wird oder nicht, ich maße mir dies nicht an. Ich fragen mich hin und wieder, was es bringt und solange ich diese Frage noch einigermaßen zu meiner Zufriedenheit beantworten kann, mache ich weiter, wenn nicht mehr, dann höre ich auf und wende mich anderem zu.
        Ansonsten kann ich Deinen Ausführungen folgen.
        Nur, wenn Du das Thema Spaltung ansprichst, dann musst Du immer die Leute ansprechen, die sich von Haus aus distanzieren und nicht diejenigen die distanziert und auf Abstand gehalten werden und die Wahlalternative hat sich vom ersten Augenblick an distanziert und bestimmte wichtige Aussagen zur Bedingung gemacht und jede Bedingung muss man nicht anerkennen.

        Wenn die WA das Thema Euro etc. zum Thema gemacht hätte, ohne vorherige Distanzierung und Pflichtübung, bräuchten wir gar nicht groß zu diskutieren.

        Wieso distanziert sich die WA nicht von Kinderschändern, Abtreibungsgegner oder -befürwortern, Massentierhaltern, Homophoben oder Homophilen und was es noch alles gibt, von dem man sich distanzieren könnte? Wieso distanziert sich die WA nicht von den Kartellparteien, denjenigen die das GG aushöhlten und nach ihren Aussagen gebrochen haben? Das wäre doch einmal was, volle Kanne drauf. Aber nichts dergleichen, man will ja später noch gemeinsam Kaffeetrinken und auspaldovern wie man die Deutschen weiter an der Nase herumführen will.

        Noch eines, wer garantiert Dir denn, dass sich die WA bzw. manche Leute darin, nicht nur in entsprechende Positionen lavieren wollen, mit Hilfe der Antieurostimmung, um dann ihr Süppchen kochen zu können?
        Dass die WA nicht in die Position kommen kann, in der sie die Regierung stellt oder eine andere entsprechende Machtposition einnehmen kann, in der sie das bewirken kann, was sie vorgibt zu wollen, dürfte auch klar sein.

        Ein Zeichen setzen kann ich auch, wenn ich eine andere Partei wähle und ob die WA über das hinauskommt, was sie in Niedersachsen, im Verbund mit den FW, geschafft hat, ist auch nicht sicher. Meiner Meinung nach kommt sie nicht darüber hinaus, es sei denn die Springerpresse und andere Medien hätten einen Grund diese WA zu unterstützen. Dann aber, schaut es schon wieder ganz anders aus, dann bin ich der Meinung, darf man sie nicht wählen.

        Ein Bündnis auf Zeit, kann man nur schließen, wenn man als Bündnispartner anerkannt wird und die Bedingungen klar vereinbart wurden. Nichts dergleichen ist der Fall.
        Im Prinzip läuft es doch so ab, wie bei der letzten Bundestagswahl, als viele CDU-Wähler zur FDP übergegangen sind, ebenfalls ein Bündnis auf Zeit. Was wurde erreicht? Nichts, ganz im Gegenteil die Situation wurde noch schlechter. Wenn man sich Bündnispartner aussucht, wobei man in diesen Fällen gar nicht von Bündnis sprechen kann, dürfen keine Abweichungen stattfinden. Dies wiederum ist mit Parteien oder Parteileuten so nicht möglich.

  3. Moritz Haberland schreibt:

    “Distanzeritis” ist doch der Virus aller politischen Arbeit und Bemühungen in der BRD. Meinetwegen kann jeder alles versuchen, wenn es einen Ausweg aus dem verklebten bundesdeutschen Blockparteiensystem verspricht, egal, ob ich inhaltlich mitgehe oder nicht. Doch wie man bei den „Piraten“ und bei den „Identitären“ sieht, steht vor der Formulierung gemeinsamer Ziele immer die korrekte Abgrenzung und schon ist die Luft raus.

    Um es mal klar zu sagen, ich würde mich nicht von H.- O. Henkel distanzieren,
    doch ganz sicher der von mir, wenn er mich kennen würde, so ist das eben.

    • Gerhard Bauer schreibt:

      So ist es und würde ich diese Partei hochleben lassen, dann wäre dies, falls man mich überhaupt Kenntnis nehmen würde, Lob von der falschen Seite.
      Henkel hat sich bereits von Dir distanziert, ohne Dich zu kennen.

      Außerdem möchte ich betonen, dass der Euro niemals politisch fallen wird, wenn der Euro fällt, dann nur deswegen, weil er zusammenbricht oder seinen Zweck erfüllt hat. Keine Partei, keine Koalition wird ihn gegen den Widerstand der Herrschenden abschaffen. Nicht, weil es keine Partei evtl. machen würde, sondern, es wird keine Partei auch nur in die Nähe der Macht kommen, die dies ernsthaft vorhat oder überhaupt den Zielen der Herrschenden schädlich werden kann.
      Politisch wird die BRD nicht verändert werden, da steht die FDGO vor, die heilige Kuh.

      • Moritz Haberland schreibt:

        Zitat: „…dass der Euro niemals politisch fallen wird, wenn der Euro fällt, dann nur deswegen, weil er zusammenbricht oder seinen Zweck erfüllt hat.“

        Das zu verstehen, setzt nun tatsächlich ein politisches Verständnis voraus, das leider nicht weit verbreitet ist, weil es so gemein und zu wenig Pippi Langstrumpf (wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt) ist.
        Die Vorstellung, eine bundesdeutsche Professorenpartei bringt den
        EURO zu Fall, hat schon recht viel von naiver Kinderbuchromantik.

  4. Kersti schreibt:

    @ Moritz, ich schließe mich erst dann einer Bewegung an, wen sie eine ist, jetzt sind es nur alles kkleine Grüppchen angefangen von den „Konservativen bis zur Freiheit. Man muß sich doch nur auf ein paar Punkte einigen, in erster Linie, raus aus NATO und EU, Grenzen dicht, Heimreise für ausländische Sozialschmarotzer und Kriminelle, dadurch erhielten wir auch wieder unsere Souveränität zurück. Wir sind doch offensichtlicher Vasall der USA, nicht mal die Türkei achtet die Polihanseln..

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Kersti, die „paar Punkte“ die Du aufführst, sind sehr wesentlich und deshalb sind es nicht ein „nur ein paar Punkte“, sondern Grundsatzfragen und es kann zu diesen Punkten keine Einheit geben, wenn man sich zur BRD und der FDGO uneingeschränkt bekennt. BRD und FDGO tragen den Keim dieser Punkte in sich.
      Im Prinzip gibt es nur einen Punkt in dem Einigkeit bestehen muss, wieder „nur“ ein Punkt, die nationale Selbstständigkeit Deutschlands. Dies ist der alles entscheidende Punkt und hier trennt sich die Spreu vom Weizen, alles andere ist nachrangig und könnte, im Falle der Unabhängigkeit, von uns Deutschen so gelöst werden, wie wir es für richtig halten.

      Nachtrag: Die Lösung der DDR aus dem Warschauer Pakt oder aus dem COMECON, wären auch nur ein paar Punkte gewesen und doch hätten sie das System in Frage gestellt und der Auflösung bedurft.
      Wie drüben, so auch hüben.

      • Kersti schreibt:

        Da hast Du Recht. Gerd. Die Systemfrage ist die entscheidende. Daran kann man die verschiedenen Bewegungen messen. Wer sie nicht stellt, macht mit. Die Souveränität ist die entscheidende Frage, alles andere können wir in Abstimmung lösen, Ja, darin sind wir uns einig. Daher gibt es auch diesen ganzen Abgrenzungszirkus, es geht doch gar nicht um Schulsysteme, Moslems, Euro oder Nato, es geht um unsere Selbständigkeit. DAS ist die Grundforderung, stimmt. Danke!

  5. rundertischdgf schreibt:

    Eigentlich wurde hier schon alles gesagt. http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/02/26/beppe-grillo-die-deutschen-sollen-auch-5-sterne-wahlen/ (Wahlkrampf von Gerhard Bauer anklicken). Es geht nur, wenn das System so frontal angegriffen wird, wie es Grillo macht. Was dabei herauskommt werden wir ja sehen. Aber in Österreich hat man schnell eine Einthemapartei mit dem Milliardär Stronach geschaffen, um die FPÖ zu schwächen. Durch Spaltung können Etablierte ruhig weiter regieren. Also Thema Euro ist zu wenig! Man muß die wählen, mit denen man die Blockparteien wohl am stärksten ärgern kann, meint Gerhard Bauer. Hat er Recht oder nicht, das ist die Frage?

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