Fracking wird durchgepeitscht

Ohne mich näher mit der Angelegenheit zu befassen, erschien mir die Schnelligkeit, in der in dieser Angelegenheit ein Gesetzentwurf vorgelegt wurde, verdächtig. Manchmoi pressiert´s  wia´d Sau, dann hoast´s fia uns aufmiakn (aufpassen).

Wie die FAZ meldete haben das FDP-Zugpony Rösler und der Altmaier Peter in aller Schnelle einen Gesetzentwurf vorgelegt, durch den Fracking, sprich die Ausbeutung von tiefliegenden Erdgasreserven, zugelassen werden soll.
Dass diese Methode äußerst umstritten ist, die Folgen für Mensch und Umwelt nicht absehbar sind, ist den beiden Kerlen egal, sie sind Minister und haben damit den Rundum-Durchblick, das ist einfach so und wir müssen es anerkennen, schweigend, besser noch zustimmend.
Wer denn den Gesetzentwurf geschrieben hat, würde mich interessieren. Ob da Leute von Exxon-Mobil mitgewirkt haben, die an der lukrativen Ausbeutung der deutschen Erdgasreserven natürlich sehr interessiert sind. Wir selbst haben ja nichts, wir dürfen nichts haben, damit andere an uns Geld verdienen, klotzig verdienen und nicht nur die beiden Minister arbeiten bestens dafür, dass dies auch klappt.
Die paar Vogelschutzgebiete, unter denen einen Großteil der Vorräte lagert, sind schnell platt gemacht. Was soll´s, ein paar Vögel hin oder her, bunte Vögel haben wir ohnehin mehr als genug. Die Exxon-Bilanz stört die Zerstörung der deutschen Lande nicht, dafür gibt es ein paar bunte Bilder von glücklichen Vögeln im Geschäftsbericht, das muss reichen. Den Rest besorgt die Propaganda.

Nachdem in den USA das Erdgas aus tiefen Gesteinsschichten gefördert werden darf, Obamba sei´s gedankt, Bush hätten sie dafür wohl gehenkt, muss dies auch in den Kolonien geschehen. Irgendwie müssen die US-Konzerne doch gestützt werden, ein lohnender Krieg ist derzeit  nur in Sicht, also müssen die Kolonien ran. Was nicht heißen soll, dass nicht an einem lohnenden Krieg gearbeitet wird, die Herren Nimmersatt und Co. von jenseits des Atlantiks, bekommen den Hals nicht voll und nutzen jede Chance Geld zu scheffeln und ihre „nationalen“ Interessen zu „schützen“.

Mein Vorschlag, lassen wir unser Erdgas dort wo es ist, wir kaufen bisher ein und können dies auch in Zukunft tun. Der Preis müsste nach den Marktgesetzen ja sinken, nicht wahr. Die USA sollen ja nun auch auf dem Exportmarkt erscheinen, sprich das Angebot wird erhöht, folglich könnte der Preis sinken, bzw. bei im selben Maße steigendem Verbrauch gleichbleiben.
Wieso sollten wir also an unsere Reserve gehen, das können wir immer noch tun und zwar dann, wenn Not am Manne ist. In der Zwischenzeit entwickeln wir entsprechende Methoden, um schonend an UNSERE Vorräte zu kommen und bauen die dafür notwendige Industrie auf.
Aber leider, leider, wie so oft im Leben herrscht ein anderes Marktgesetz, das Gesetz des Stärkeren, des Kolonialherrn, des Marktbeherrschers und der will die Ausbeutung unseres Erdgases für sich und niemand anders soll ihm „seine“ Vorräte streitig machen. Hieß es früher einmal „It´s salty, it´s must be British“, so kann man heute sagen, „It´s energize, it´s must be American.”
Damit dies auch in Ordnung geht, dafür sorgen schnell und zuverlässig Minister und Kanzler der BRD.

 

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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