20 Euro für Deine Wählerstimme

Willst Du, Bürger der BRD, 20 Euro, so wähle SPD. Nicht ganz so plump, aber doch ähnlich steigt die SPD weiter in den Wahlk(r)ampf ein.
Geisterten vor einiger Zeit Meldungen durch die bunte Presse der Bunten Republik, dass in der Ukraine einige hundert Dollar pro Wählerstimme für eine bestimmte Partei bezahlt würden, und wurde dies auf´s Schärfste kritisiert, so scheut sich die SPD nicht, ganz offen einen Betrag von 20 Euro zu nennen, den jeder bekommen solle, falls die SPD die Wahl gewinnen sollte. Unsere Stimme ist ihnen nicht besonders viel wert. Ist der ukrainische Stimmenkauf ein offener, so ist der der SPD etwas verdeckter und was entscheidend ist, man weiß nicht, ob man das Geld auch wirklich  bekommt. In der Regel bekommt man das Geld nicht, wenn man nicht einer der mächtigen Interessengruppen angehört.

Es sind sogar 20,50 Euro, dies soll der Betrag sein, den der größte aller Räuber, dieser Staat, durch den Anstieg des Strompreises, und damit auch der MwSt., zusätzlich einnehmen wird. Die Wahlkampfstrategen der Sozis können in die Zukunft sehen, die wissen heute schon, wie der Strompreis nächstes Jahr aussehen wird, die sollten an die Börse gehen oder Lotto spielen.
Jeder Stromverbraucher soll diese 20,50 Euro bekommen. Ob damit jeder gemeint ist, der Strom verbraucht oder jeder Haushalt der über einen Stromzähler verfügt, darüber ist in der Presse nichts zu lesen.

Die Grünen, die Gutverdiener, wie man sagt, meldeten sich auch zu Wort. Es sei äußerst unsozial, wenn auch Besserverdienende diese Steuererstattung bekämen. Den grün-schimmeligen  Gedankengang zu Ende gedacht, wäre eigentlich nur zu sagen, besserverdienen ist unsozial. Also kürzen wir den Besserverdienern der Grünen einfach die Gehälter, auf sagen wir den Sozialhilfesatz, das dürfte dann wohl sozial gerecht sein, sollen doch die Wähler der jeweiligen Partei auch die Segnungen direkt und durchschlagend zu spüren bekommen. Das wäre doch auch einmal was, dann bekäme jeder das zu spüren, was er anderen zumutet. In kürzester Zeit würden wir keine Steuern mehr bezahlen und nur noch Geld auf das Konto überwiesen bekommen. Woher? Das interessiert doch heute auch keinen besonders.
Die Kritik der Giftiggrünen ist natürlich ein wichtiger Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit in diesem Land, nimm den einen und gib den anderen, wie üblich bekommen die Zwischenhändler, in diesem Fall die Politiker, damit auch die Grünen, ihren Anteil an der Beute.

Die Linken hingegen, warfen dem ehemaligen Umweltrambo Gabriel vor, die Idee, was heute schon alles als Idee gilt, bei den Linken geklaut zu haben.

Ja und der heutige Umweltminister, der Altmeyer, hält den Vorschlag der SPD für unausgegoren, da er zukünftige, enorme Strompreissteigerungen zu Lasten der Verbraucher (Nachtigall ich hör Dir trapsen) nicht verhindern kann. Ja was dann, Peterle, sag mal. Die Deckelung der Abzockprämie etwa? Wie heißt es doch immer so schön, „Wenn wir (die politische Kaste und deren Auftraggeber) dies oder jenes wollen, dann müssen wir (sprich der Steuerzahler) das auch bezahlen.“

Es ist immer wieder das altbekannte Lied, die Politik schafft Probleme, wo normalerweise gar keine sind, wenn das Kind dann endlich im Brunnen ertrunken ist, das sie reingeworfen haben, kommen sie groß daher und machen Vorschläge, wie man das Kind wieder zum Leben erwecken könnte.

Zurück zu den 20 Euro. Diese 20 Euro ist Deine Stimme der SPD wert. Was bekommt die SPD für Deine Stimme?
Dienstwagen, mehr weiche, gutdotierte Abgeordnetensessel, das Recht Dir erheblich mehr als 20 Euro aus der Tasche zu ziehen, wieviel und wofür das sagen sie Dir natürlich vorher nicht.
Sie mögen vieles sein, aber nicht blöd. Es ist ein Kardinalfehler Politiker für blöd oder dumm zu halten, das sind sie nicht, auf ihrem Gebiet sind sie das Beste, was unser Volk zu bieten hat. Die Anforderungen sind entscheidend und da erfüllen sie die Kriterien, nicht unsere, aber wir zählen ja auch nicht.
Noch etwas, die 20 Euro sind natürlich ein Wechsel auf die Zukunft, der eingelöst werden kann, wie man weiß aber nicht muss. Die SPD wird ja nicht alleine regieren, also muss der Koalitionspartner seine Zustimmung geben. Der wird es nicht tun, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Dies ist die Mutter aller Ausreden und gilt für jede Partei gleichermaßen. Ist auch gut so, oder?
Die können versprechen was sie wollen, aber leider, leider der Koalitionspartner, der Bundesrat und was sonst noch alles herbeigezogen wird, stimmt nicht zu, daher kann man die Wahlversprechen leider, leider nicht einhalten.
So ein Pech aber auch.
Politik ist die Kunst des Möglichen. Nicht wahr? Das ist der erste Satz, den alle Schlaumeier lernen, alle diejenigen die politikfähig, also betrugsfähig, sein wollen.

 

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, Parteien, SPD abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu 20 Euro für Deine Wählerstimme

  1. Notgroschen schreibt:

    Allerdings stelle ich mich immer noch ganz ernsthaft die Frage, wie man eigentlich Wahlkampf betreiben kann und auch Wahlen, ohne ein gültiges Wahlgesetz zu haben!

  2. Alexander schreibt:

    Ich habe in Hamburg erlebt, wie der Stadtteilsozi am Wahltag zu den bekannten Treffpunkten der Suffkis gezogen ist und Büchsenbier mit der Aufforderung verteilt hat, ins Wahllokal zu gehen, um SPD zu wählen.

  3. rundertischdgf schreibt:

    Und die Grünen versprechen einen Mindestlohn unter 4 Euro und probieren das gleich im eigenen Laden aus!
    http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/02/05/grune-ausbeuter/

  4. Pingback: Es ist Wahlkampf, Zeit für Geschenke! « rundertischdgf

Kommentare sind geschlossen.