Der erfolgreiche Kampf gegen Al-Kaida

Wir erinnern uns, Al-Kaida oder auch Al-CIAda genannt, wird seit den Sprengungen in New York als Feind Nr. 1 der freien, demokratischen Welt bekämpft. Einige Länder wurden erobert, Regierungen gestürzt, Städte bombardiert, ferngelenkte Bomben und Drohnen eingesetzt um gezielte politische Morde durchzuführen.

12 Jahre erfolgreicher oder besser gesagt folgenreicher Kampf gegen Al Kaida, die Medusa unter den Terrororganisationen. Viele Köpfe wurden abgeschlagen, sogar der Oberboss soll ermordet worden sein und damit der entscheidende Schlag gelungen sein. Sieg auf der ganzen Linie.
Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre, hätte der Hund den Hasen erwischt, und USAnien wäre schon längst unumstrittener Herrscher der Welt.
Aber je erfolgreicher Al-Kaida bekämpft wird, umso wachstumsstärker zeigt sich diese Organisation. War es erst eine Gruppe von einzelnen, vernetzten Terroristen, ist sie heute eine militärische Macht, die diverse Länder in Beschlag nimmt und gar erobert oder zumindest Teile davon abspaltet und in eigener Regie verwaltet, dort Hände abhackt (wir erinnern uns bei der Gelegenheit an die abgehackten Kinderhände in Belgien und an die Frühchen, die von irakischen Soldaten in Kuwait an die Wand geworfen wurden). Mit den Händen muss es eine besondere Bewandtnis haben, tauchen sie doch immer wieder in der angelsächsischen Greuelpropaganda auf, hier sollte man mal den tieferen Ursachen auf den Grund gehen.

Al-Kaida wird nun sogar so mächtig, dass der Weltpolizist, USAnien, gezwungen wird, jawohl gezwungen, sie tun es nur zu unserem besten, zum Besten der ganzen Welt, in Afrika Drohnenstützpunkte aufzubauen, um Al-Kaida zu überwachen und zu bekämpfen. Das mit der Al-Kaida-Bekämpfung ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern Argumentationslinie der westlichen Propaganda, ich beziehe mich hier auf die FAZ.
Vorerst soll nur geschaut werden, schauen wird man wohl noch dürfen, wenn man nicht ausgerechnet auf das Himmelreich der Brüste schaut, im zweiten Schritt sollen dann auch scharf geschossen werden dürfen. Das jetzt bitte nicht sexistisch auffassen, gemeint ist hier das Töten mittels bewaffneter Drohnen, falls dabei Kinder umkommen, Unbeteiligte oder Familienmitglieder, dann sind das Folge- oder Begleitschäden, die nicht vermieden werden können, ein vergleichsweise geringes Vergehen.
Was ist das schon gegen einen Blick auf Lauras Busen und den Hinweis, dass er auch gut in ein Dirndl passen würde. Das geht nun wirklich zu weit, ein Aufschrei geht durch die mediale und politische Kaste. „Steinigt ihn, steinigt ihn“. Wohingegen politische Morde, die Killing-List des US-Präsidenten, des Friedensnoblepreisträgers, eine gute, nützlich Sache sind.
Merkt euch schauen ist nicht erlaubt, nicht auf Brüste die frei und offen getragen werden. Schauen und morden ist erlaubt, wenn es sich um die Überwachung und weitere schrittweise Eroberung eines Kontinents durch westliche Demokratien handelt, dass bei solchen Vorgängen auch scharf geschossen werden muss, ist logisch und bedarf keiner weiteren Erläuterung. Außerdem ist es alternativlos, damit hat sich die Sache zu haben. Basta.
Noch eines zum Thema Sexismus, ein Weibchen der FAZ stellte ihn heute in eine Reihe mit Rassismus, damit hat sich der Kreis geschlossen. Der Kampf an der Heimatfront wird verschärft. Nach dem Rauchverbot kommt nun das Flirtverbot oder wie immer man so etwas nennen will. Fasching ade, die Sauregurkenzeit ist angebrochen, nichts mehr mit in die Bar gegen ein bisschen schäkern oder so, das alles ist Sexismus, ein Verbrechen aller erster Güte und der Pranger ist diesen Verbrechern gewiss.
Was den Moslems ihre Scharia, ist uns die politische Korrektheit, ein ungeschriebenes, beliebig erweiterbares und einsetzbares Gesetz. Moslems verhüllen ihre Weiber, wir dürfen unsere (die spinnerten) nicht mehr anschauen und das obwohl sie sich zur Schau stellen. Anschauen und ansprechen ist nur noch erlaubt, wenn die hochwohlgeborene, freitragende XY, dem unterworfenen Männchen die Huld erweist und die Erlaubnis hierfür gibt. Die strenge Göttin ist erwacht, es fehlt nur noch das Auf-den-Händen-tragen.
Manchmal wird der Bogen auch überspannt, nun dürfte es so weit sein, sie machen sich lächerlich und diejenigen die ihnen weiter folgen, auf die kommt es Gott sei Dank nicht an.
Hier wird die Spreu vom Weizen getrennt und Stahl wird nur glühend geschmiedet, also lasst sie ruhig einheizen und kräftig in die Glut blasen.

Wieder zurück nach Afrika und dem Kampf für Freiheit, Demokratie und Bodenschätze. Al-Kaida ist für alles gut, vor allem für die USA. Dürfen sie doch seit den New Yorker Sprengungen weltweit Al-Kaida bekämpfen, dürfen einen Weltkrieg führen, der nicht erst erklärt zu werden braucht. Das Zauberwort Al-Kaida reicht, schon marschieren die Truppen, fliegen Bomber und Drohnen und damit auch die Fetzen und Körperteile, werden Bürgerrechte geschleift, Regierungen gestürzt, Foltergefängnisse eingerichtet, die BRD („Wer noch einmal ein Gewehr in die Hand nehmen will, dem soll die Hand. abfaulen“, FJS) eine wichtige unterstützende, kriegführende Macht, Angriffskriege und Beutezüge werden von der Journaille, von Pazifisten und anderen Heuchlern und Lügner gefordert und unterstützt.
Hokus Pokus Fidibus, Dreimal Al-Kaida und fertig ist der Kriegsgrund. Denken wir dabei aber auch an den Zauberlehrling, der zauberte und dem sein Zauberwerk außer Kontrolle geriet.

O du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh ich über jede Schwelle
Doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
Der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
Steh doch wieder still!

….

Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister,
Werd ich nun nicht los.

 

 

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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2 Antworten zu Der erfolgreiche Kampf gegen Al-Kaida

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Al Kaida sind halt keine Nationalsozialisten.
      UuuuND Al Kaida darf nicht sterben, zu wertvoll ist dieser Verbündete im Kampf für die weltweiten Interessen des Groß- und Finanzkapitals.

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