Mediale Präsenz

Wer ist wohl öfter im Fernsehen zu sehen, Adolf Hitler oder Angela Merkel?

Nahezu täglich gibt es Dokumödchen über Adolf Hitler und das nationalsozialisitsche Deutschland zu sehen. Besonders in Zeiten von Gedenk- und Jahrestagen wird die mediale Flut geradezu zu einer alles verschlingendenTsunami.
Warum wohl? Wider das Vergessen, wird uns gesagt. Was sollen wir denn nicht vergessen? Die ewige Schuld, das Verbrechertum der Wehrmacht, der Deutschen, unserer Eltern, Groß- und Urgroßeltern, die in diesen Geschichtensendungen immer DIE Nazis genannt werden?

Auf allen Ebenen wird berichtet, gedichtet, gebogen und gelogen, einseitig dargestellt, verschwiegen, was das Zeug hält. Die Balken biegen sich schon lange nicht mehr, die sind längst gebrochen, ebenso wie die Dämme, die die Tatsachen schützen sollten.
Schuld hat immer ein Mann, seine verbrecherische Clique und natürlich die Deutschen, die folgten, die keinen Widerstand leisteten, die das Land nicht verließen und nicht nur diese, nein, auch ihre Nachkommen bis zum St. Nimmerleinstag sind schuldig. Wir haben das Volk der Erbsünde zu sein, in Sack und Asche zu gehen, Haupt, Rücken und Knie gebeugt, um Vergebung heischend, die uns nie zuteil wird..

Mit dieser Art der Berichterstattungen und Geschicht(en)schreibung kann man allerdings auch eines erreichen, wie auch mit der Negativwerbung, Namen und Vorgänge graben sich ein, tief ein, die Inhalte werden nicht mehr wahrgenommen, wer will sich den Schmarrn zum zehnten Mal anschauen, neues kommt niemals hinzu.
Also wird Interesse geweckt, bei Leuten die zu Neugier fähig sind, sie suchen nach Quellen, nach Informationen und sie können fündig werden. Die Möglichkeiten bestehen, es gibt Netzseiten, Bücher, Filme etc. die ein unverfälschtes Bild dieser derzeit berühmtesten 12 Jahre der deutschen Geschichte zeigen. Manche davon sind ideologisch gefärbt, andere hingegen frei von Ideologie, der erfahrene Medienkonsument weiß damit umzugehen. Denn wenn man eines lernt in dieser Republik, dann Fakten von Propaganda zu unterscheiden.
Das soll nicht heißen, das Propaganda immer falsch oder schlecht ist, das heißt nur, ich muss wissen, was ist Propaganda und was nicht. Ich muss es wissen, wenn ich nicht gelenkt werden will.
Manchmal ist dies schwer zu erkennen, manchmal sehr, sehr einfach.
Gerade bei den gleichgerichteten Medien des Systems ist es oftmals nicht einfach Propaganda zu erkennen, fast unmerklich werden in alle verschiedenen Arten der medialen Berieselung gewünschte Inhalte/Verhaltensweisen eingebaut oder unerwünschte abgelehnt oder negativ dargestellt/verknüpft, so, dass man wirklich aufpassen muss, dass einem im Zustand der Entspannung, bei Spielfilmen etc., nicht etwas untergejubelt wird, von dem man keine Ahnung hat und irgendwie läuft man trotz aller bewussten Nonkonformität, unbewusst in die Richtung des Systems oder zumindest in Teilbereichen.

Auf der anderen Seite sitzen Spezialisten, das darf nie vergessen werden. Spezialisten die eine Unmenge an Geld zur Verfügung gestellt bekommen und solange Geld zur Verfügung steht, wird diese Propagandamaschine auch aufrecht erhalten werden.
Hier gilt aber auch, wenn die Propaganda abgeschaltet wird, sei es im Kopf, durch den Empfänger, oder tatsächlich, verfliegt die Wirkung innerhalb kürzester Zeit.
Kommt kein Nachschub mehr, ist die Sache gelaufen, sie verflüchtigt sich und löst sich auf. Deshalb die ständigen Wiederholungen, über das nationalsozialistische Deutschland, über Verbrechen der Kirche, über den 11. September und was uns noch so alles unter die Kopfhaut gejubelt werden soll.
Passt auf, was immer wieder thematisiert wird, das ist es, was sie uns ins Gehirn einbrennen wollen. Die Thematisierung erfolgt nicht nur in Dokumödchen, in Geschwätzrunden, sondern auch in Serien, Spielfilmen und allem was die heutige Zeit zu bieten hat.
Wieso sie uns diese Inhalte einbrennen wollen? Sie werden ihre Gründe schon haben, sie werden anderes aus gutem Grund fürchten.
Sie werden keine Gründe haben, die unser Wohlergehen, unser Heil zum Ziel haben, wie sie vorgeben. Sie wollen ihr Wohlergehen, ihr Heil absichern, wir sind Lieferanten, wir haben zu funktionieren. Das ist unsere Rolle, fallen wir aus dieser Rolle, dann sind wir eben Nazis, Neonazis oder irgendetwas anderes, was man gerade zum Wohle der Menschheit bekämpfen und ausrotten muss. Vernichtungskrieg als Dauerzustand, das ist die Gegenwart.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Mediale Präsenz

  1. Karl schreibt:

    Nach dem Krieg sagte der Stellvertretende US-Außenminister Archibald
    McLeesh, der 1939 in den USA die Institution der Psychologischen
    Kriegführung gegründet hatte, auf der Potsdamer Konferenz, es müsse
    das Ziel der Umerziehung sein, den Charakter und die Mentalität der
    deutschen Nation zu verändern, so dass Deutschland schließlich ein Leben
    ohne Überwachung gestattet werden könne. Dafür sei eine Behandlung
    der Deutschen notwendig, die man mit der eines Kriminellen in einer
    modernen Strafanstalt vergleichen könne. „Wir werden die gesamte deutsche
    Tradition auslöschen.“ Man müsse einen Prozess in Gang setzen, an
    dessen Ende die deutsche „Self Reeducation“ stehen müsse (ausführlich
    in Schrenck-Notzing, Charakterwäsche, sowie in Mosberg, Reeducation).
    Die kollektive Schuld der Deutschen
    Im „Report of a Conference on Germany after the War“, erarbeitet im
    Sommer 1944 vom „Joint Committee on Post-War-Planning“ an der Columbia
    University, New York City, fand sich der Fahrplan für die Umerziehung
    der Deutschen, der dann zur offi ziellen Richtlinie der US-amerikanischen
    Nachkriegspolitik wurde. (Er ist wiedergegeben in Mosberg, Reeducation.)
    Entwickelt wurde er von Wissenschaftlern aus den Gebieten der Medizin,
    Psychologie, Soziologie usw. Der zu den geistigen Vätern gehörende
    Schweizer Psychoanalytiker C. G. Jung hatte davor gewarnt, einen Unterschied
    zwischen „anständigen und unanständigen“ Deutschen zu machen
    (zitiert in Mosberg, Reeducation). Die Deutschen seien „kollektiv schuldig“.
    Der Grund dafür sei eine „allgemeine psychische Minderwertigkeit
    des deutschen Menschen“. Nach seiner Auffassung seien die Deutschen
    „entartet“. Die einzig wirksame Therapie sei es, dass die Deutschen dazu
    gebracht werden müssen, ihre Schuld anzuerkennen, ja, dass sie sich selbst
    öffentlich und immer wieder zu ihrer Schuld bekennen.

    Immer wieder stößt man auf die Annahme der Umerzieher, die Kollektivschuld
    der Deutschen habe ihre Ursache in ihrer biologischen Veranlagung.
    Das müsse den Deutschen eingeprägt werden, bis sie davon selbst
    überzeugt seien. Die Instrumente dazu seien die Medien, in der damaligen
    Zeit vor allem die Presse, der Rundfunk und der Film.
    Dazu mussten zunächst die in Deutschland vorhandenen Medien beseitigt
    werden. Sie wurden verboten. Der nächste Schritt war es, alle Männer
    und Frauen aus dem öffentlichen Leben zu entfernen, die den Zielen der
    Umerziehung hätten widersprechen können. In den Internierungslagern
    verschwanden in bis zu drei Jahren zwischen 314.000 und 454.000 Menschen
    (die Angaben in der Literatur schwanken), ohne völkerrechtliche
    Grundlage und ohne Anklage – von BDM-Führerinnen bis zu hohen Ministerialbeamten,
    von Ortsgruppenleitern der NSDAP über Schriftsteller
    bis zu Diplomaten . Das Personal der Rundfunkanstalten wurde entlassen,
    die führenden Journalisten und Verleger in Internierungslager gesperrt.
    An die Stelle der deutschen Medien traten zunächst Rundfunksender der
    alliierten Militärregierungen. Was sie zu veröffentlichen hatten, lieferten
    die Besatzungsmächte über ihre Nachrichtenagenturen, in der US-Zone
    die Agentur DANA, später DENA, in der britischen unter der Leitung von
    Sefton Delmer, einem führenden Mann der PSK, die German News –Service
    = GNS. Nichts anderes durften die deutschsprachigen Zeitungen und
    Rundfunksender veröffentlichen als das, was diese Agenturen verbreiteten.
    Nach einiger Zeit lockerte man die Personalpolitik, indem man auch Journalisten
    einstellte, die keine Emigranten waren, aber im Dritten Reich aus
    politischen Gründen kaltgestellt waren. Nach ein bis zwei Jahren kamen
    die ersten von der Besatzungsmacht ausgebildeten Redakteure zum Zuge.
    (Ein eindrucksvolles Bild liefert das von den deutschen Journalisten der
    ersten Stunde Richard Tüngel und Hans Rudolf Berndorff geschriebene
    Buch „Auf dem Bauche sollst Du kriechen“, erschienen 1958.) Die Spitze
    bildete in der US-Zone ein Leon Edel, später Eugene Jolas. Der Chef der
    Presseoffi ziere war der Intelligence Offi cer Alfred Rosenberg. Die Deutschen
    Journalisten standen unter strenger amerikanischer bzw. britischer
    Aufsicht. Sie hatten umzusetzen, was die Psychologische Kriegführung
    vorgegeben hatte. Hauptziel war, dass „die Deutschen ihre Kollektivschuld
    eingestanden und von ihrer Minderwertigkeit überzeugt wurden“,wie
    Helmuth Mosberg in seiner auch als Buch erschienenen Dissertation „Reeducation
    – Umerziehung und Lizenzpresse im Nachkriegsdeutschland“
    schreibt. Jeder Journalist hatte ein Umerzieher zu sein.

  2. Karl schreibt:

    Das faschistische Italien hatte bis 1943 an Deutschlands Seite Krieg
    geführt, wurde dann aber von Marschall Badoglio zur richtigen Seite bekehrt;
    es brauchte daher nicht umerzogen zu werden. Italien hatte sich auch
    im Faschismus sein gutes Gewissen bewahren können. Auf dem Balkan
    und in Griechenland, insbesondere in Äthiopien waren zwar grausame
    Kriege geführt worden. Aber der von demselben Badoglio mit Giftgas
    und Genozid geführte besonders grausame Krieg in Äthiopien betraf nur
    so etwas Ähnliches wie Neger. Das war nicht so schlimm. Ein Schuldbekenntnis
    der tief verstrickten italienischen Kirche kam daher auch nicht
    in Frage. Badoglio vor ein Kriegsgericht zu stellen, war nach Churchills
    Meinung nicht angebracht. Außerdem waren diese Taten in Italien schon
    1946 amnestiert worden.

  3. Pingback: Mediale Präsenz

Kommentare sind geschlossen.