Frage zum Thema Schulden: Was wäre wenn?

Was wäre wenn, wenn es ein Schuldenverbot für den Staat, die Länder und Kommunen gäbe, ein Verbot das morgen oder am Ende des Jahres wirksam würde?
Damit meine ich nicht eine bestimmte Grenze, ein Limit, sondern ein absolutes Verbot neue Schulde aufzunehmen. Altschulden müssten getilgt werden, neue dürfen nicht mehr aufgenommen werden.

Ein Ding der Unmöglichkeit? Für die herrschende politische und wirtschaftliche Kaste sicherlich, eine Welt würde zusammenbrechen.

Aber nehmen wir mal an, ohne die Zahlen genau zu kennen, es würden sämtliche Beträge, die nicht direkt in der BRD oder zu Gunsten Deutscher ausgegeben werden, zur Rückführung der Schulden verwendet. Kein Euro würde mehr ins Ausland fließen, keine Hilfsprojekte mehr finanziert werden, nichts wirklich überhaupt nichts. Stattdessen würde das Geld zur Schuldentilgung und Zinszahlung verwendet.
Da ginge es noch keinem Deutschen schlechter, kein Hallenbad müsste deswegen geschlossen werden, keine Kunsteislaufbahn ihren Betrieb einstellen und was es noch alles so an „Unverzichtbarkeiten“ gibt.

Tüchtige Volks- und Betriebswirte könnten die bundesdeutschen und kommunalen Bücher durchforsten und eine Rangliste der Ausgaben aufstellen, die sinnloserweise getätigt werden.

Wie mit den Zudringlingen aus aller Herren Länder verfahren werden sollte, dürfte auch klar sein. Sie sind keine Deutsche und damit ist auch der deutsche Staat und damit der deutsche Steuer- und Schuldenzahler nicht verantwortlich. Es würde eine angemessene Frist gesetzt, in der Zeit diese Leute unser Land zu verlassen hätten, einen Arbeitsplatz der sie ernährt vorzuweisen haben, einen Bürgen vorzuweisen haben oder der Heimatstaat die Kosten für Unterbringung und Ernährung zu übernehmen hat. Ansonsten erfolgt die Rückführung, während der Frist gibt es noch eine Anlaufhilfe, danach nichts mehr. Je früher die Frist genutzt wird, umso höher die Anlaufhilfe.
Zahlungen an die EU sind natürlich ebenfalls einzustellen, wie die Finanzierungen US-amerikanischer Kriege, ebenso würde die Übernahme der Besatzungskosten gestrichen, wir bezahlen ja immer noch, großzügig wie wir sind, die fremden Truppen auf deutschem Boden, bezahlen den Unterhalt der Standorte und, und, und.
Wir haben´s ja. Nötig, möchte ich hinzufügen.
Mit Entschädigungszahlungen wäre auch Schluss, wir haben genug bezahlt und einmal muss ein Schlussstrich gezogen werden.

Die bundesdeutschen Hiwis würden von den diversen Fronten fremder Kriegsherren abgezogen und dürften ihrem Vaterland im eigenen Land dienen, zu dessem Schutz sie verpflichtet sind. Als erstes käme hier der Schutz der bundesdeutschen Grenzen in Betracht. Diese Grenze wird ständig durch Okkupanten verletzt, es wird höchste Zeit diese Grenzen und damit die Bürger des eigenen Landes zu schützen. Dazu ist die Bundeswehr schließlich da.

Es müsste also nicht zwangsläufig einem Deutschen schlechter gehen, wenn keine neuen Schulden mehr aufgenommen würden. Vielleicht müsste auch hier und dort ein Blödsinn gestrichen werden, wenn kein Geld da ist, ist eben kein Geld da. Manches wäre vielleicht nicht mehr „kostenlos“, sondern müsste von den Benutzern in vollem Umfang bezahlt werden, damit meine ich Kulturveranstaltungen, wie Theateraufführungen etc.. Wer etwas nutzt, soll es auch bezahlen, wer nicht, der eben nicht. Im Prinzip eine einfache Rechnung, die sich gelegentlich allerdings etwas schwierig gestaltet.

 

 

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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6 Antworten zu Frage zum Thema Schulden: Was wäre wenn?

  1. Moritz Haberland schreibt:

    Gerhard, mit Deinen radikal normalen Vörschlägen legst Du die Axt an die Grundfesten der Bundesrepublik, beachte bitte, daß solche Umtriebe besonders in Bayern geradezu in die Psychatrie führen können.

    Kersti und ich wollen Dich nicht(!) in der Klinik besuchen müssen.

  2. ubjay schreibt:

    Wenn das Geld aus Kredit erschaffen wird und dann zinsbehaftet in Umlauf kommt, wäre die Begleichung der Schulden nebst Zinsen gleichbedeutend mit der Abschaffung des Geldes.

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Geld muss ja nicht zwangsläufig aus Schulden „geschaffen“ werden. Geld kann z. B. auch an produzierten Werten gekoppelt werden.

      • ubjay schreibt:

        Natürlich nicht.
        Doch bevor man das bestehende Geldsystem abschaffen kann, braucht es Ersatz.
        Man kann ja auch Geldsysteme im Wettbewerb zueinander laufen lassen, so dass sich das praktikabelste durchsetzt.
        Wenn man wartet, bis sich EZB und FED samt der Profiteure von selbst abschaffen, kann das lange dauern.
        Nicht ohne Grund gibt es keine Partei, die das Geldsystem in Frage stellt.
        Wer würde auch in Sizilien öffentlich die Mafia in Frage stellen?
        Irgendwann jedoch wird es unmöglich, die Zinsen mit Wachstum bzw. Auspressen des Volkes zu erwirtschaften, da schon jetzt der Zinsdienst an2. Stelle der Staatsausgaben steht. An Tilgung ist da nicht zu denken.

  3. Kersti schreibt:

    Sowas darfst Du nicht einmal denken, sonst endest Du wie Moritz schreibt, in der Gummizelle. Ein solches Leben wäre das Natürlichste von der Welt, aber bestimmte Kräfte, und wir wissen, wer, wollen jeden Gedanken an Nation mit brachialer Gewalt, Verboten und Gesetzen, verhindern. Unsere Nasen überall sind da nur elende Vasallen.

    Ernst Nolte wird heute 90.

    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M50b52a60b19.0.html

    • Moritz Haberland schreibt:

      Nichts gegen Ernst Nolte, doch er ist natürlich auch etwas ambivalent.

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