Frage zum Thema Volksbewaffnung: Was wäre wenn?

Was wäre wenn, wenn zur Landesverteidigung eine allgemeine Volksbewaffnung eingeführt würde. Grundlage dieser Wehreinheiten wäre eine kleine, disziplinierte Kaderarmee.
In jedem Haus ein Sturmgewehr, je nach Bedarf ein Maschinengewehr, ein tragbares Flug- und/oder Panzerabwehrsystem und was sonst noch so alles zur Wehrfähigkeit notwendig wäre.

Anleihen hierzu könnte man sich beim Schweizer Heer nehmen, wobei dies nur der Anfang sein dürfte. Israel, China und sicherlich noch einige Länder mehr arbeiten mit ähnlichen Prinzipien, wieso auch nicht wir.
Die Wehreinheiten unterstehen dem jeweiligen Land, dem Bezirk und Landkreis, bis hinunter zur Gemeinde.
Der Wehrmacht würden grundsätzliche Rechte eingeräumt, wie z. B. auch die selbstständige Verteidigung der vom Volk gegebenen Verfasssung gegen Umsturzversuche von wem auch immer ausgehend. Die Wehrmacht als wirkliche Wehrmacht des Volkes, gegen innere und äußere Feinde.
Diese Soldaten sind keine Soldaten des Staates, des Parlamentes, der Regierung, sie sind Soldaten aus dem Volk, für das Volk.

Der Einsatz außerhalb des Staatsgebietes ist verboten, außer im Falle eines notwendigen Nachstellens zur Niederwerfung eines Eindringlings. Was eben militärische Erfordernisse alles mit sich bringen. Manchmal muss man dazu auch die Grenze überschreiten, aber anfangen MUSS der andere. Was „anfangen“ bedeutet, muss allerdings völkerrechtlich genau geklärt werden. Der erste Schuss ist nicht zwangsläufig auch identisch mit dem Beginn einens Krieges, der sein kann eine Blockade, eine Mobilmachung und das Aufmarschieren an der Grenze usw. usf.. Hier haben die Völkerrechtler, wie auch die Völker, noch einige Arbeit vor sich.

Die Bewaffnung muss grundsätzlich auf Verteidigung aufgebaut sein, wozu auch moderne Raketenabwehrwaffen gehören, wie auch die Fähigkeit zu einem notwendigen Gegen-/Vergeltungsschlag IM angreifenden Land.

Grundsätzlich ginge es darum; egal wie es letztendlich realisiert würde, zur Realisierung sind militärische Fachleute notwendig; die bewaffnete Macht nicht in die Hände einzelner Macht- und Interessengruppen zu legen und ihnen damit ein Macht- und Unterdrückungsinstrument gegen das eigene Volk in die Hand zu geben, wie es auch nicht sein darf, dass bestimmte Gruppen ein Machtinstrument in die Hand bekommen. um IHRE politischen Vorstellungen militärisch, auf Kosten und auf dem Rücken unseres Volkes auszutragen.
Wer kämpfen und sterben soll, muss auch das Sagen haben und sonst niemand.
Die Macht muss in unsere Hände, in die Hände unseres Volkes, ein gewaltiger Ausdruck der Macht, ist die bewaffnete Macht. Nur wer diese in Händen hat, hat die Macht. Die Bundeswehr wird heutzutage ganz offen als Parlamentsarmee bezeichnet. Was sagt uns das?

Was wäre wenn, wenn wir die Entscheidungsgewalt über unser Heer hätten?
Würden wir in Kriege ziehen, würden wir unser Land am Hindukusch oder am Horn von Afrika verteidigen?
Würden wir unser aller Leben und das unserer Nachfahren leichtfertig für politische Machtspielereien riskieren?
Säßen wir gemütlich zu Hause, während andere draußen für uns stürben, ohne selbst das geringste Risiko zu tragen?
Würden wir vom Krieg profitieren?

Viele Fragen aber nur eine Antwort.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, Was wäre wenn? abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

15 Antworten zu Frage zum Thema Volksbewaffnung: Was wäre wenn?

  1. Moritz Haberland schreibt:

    In einem längeren Gespräch mit einem (eher linken) amerikanischen Professor beschrieb er mir ein geflügeltes Wort, eine allgemein gültige Überzeugung :
    „Ein bewaffneter Mann ist ein Bürger, ein unbewaffneter Mann ist ein Untertan.“

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Unsere Vorfahren haben sich im Laufe der Jahrhunderte entwaffnen lassen, schließlich wurde es ein „Recht“ Waffen zu tragen, wenn es einmal ein Recht ist, ist die Sache gelaufen, ein Recht wird gewährt und beschnitten. Das Gesetz des Handelns liegt dann in Händen anderer.
      In diesem Fall darf man sich also nicht das Recht erkämpfen oder zurückholen, man trägt die Waffe einfach, sie gehört seit Urzeiten zum Menschen, wie Wasser und Land.
      Freien Menschen werden die Waffen zur Landesverteidigung auch nicht gestellt, sie gehören ihnen, sie bezahlen sie ja auch. Auf diesem Gebiet, nicht nur auf diesem, gibt es einiges was umgedacht, umgefühlt werden muss.

  2. ubjay schreibt:

    Schon der Massenmörder Mao wußte:“ Alle Macht kommt aus den Gewehrläufen“.
    Man könnte heute hinzufügen: Alle Macht kommt aus der Notenpresse.
    Der unbewaffnete Souverän ist also machtlos und hat sich dem bewaffneten Geldsystem zu fügen.
    Alle Macht geht jetzt von Volcker aus, wobei der nicht mehr Paul Volcker, sondern Bernanke heißt.
    Solange das Volk sich aber gerne gängeln lässt und nach staatlicher Fürsorge hechelt, wird sich daran nichts ändern

    • Moritz Haberland schreibt:

      Mit dem „Massenmörder Mao“ wäre ich jedenfalls etwas vorsichtiger, immerhin hat er es geschafft, das weltgrößte Volk, das dank der Kolonialambitionen Europäischer Mächte bitter arm war, zu ernähren und zu kleiden.
      Soweit ich mich erinnere, ich ging in die 6. Schulklasse (1966) kamen die Chinesen gerade über die 1.000.000.000 – Grenze,

      • ubjay schreibt:

        Für diesen Massenmörder zählte nur die „richtige Ideologie“, Menschenleben waren ihm egal.
        Wer im Weg war, wurde umgebracht und ernährt hat er sicher niemanden.
        Die „Kulturrevolution“ war ein einziges Blutbad und so einer erscheint auch noch auf den Geldscheinen.
        An Kolonialambitionen mangelte es Mao auch nicht, worunter man in Tibet heute noch zu leiden hat.

  3. Moritz Haberland schreibt:

    Oh jeh. oh jeh, … was weißt Du schon über Tibet der
    chinesischen Kaiser in den letzten 4.000 Jahren (?),
    was weißt Du tatsächlich über das, was Du Bundes-
    Esel von der „Kulturevolution“ glaubst zu wissen ?

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Moritz, verzichte doch auf Begriffe wie „Bundes-Esel“ etc., die bringen doch nicht weiter und ein sinnvolles Gespräch wird dadurch auch nicht gefördert.

      • Moritz Haberland schreibt:

        Stimmt.

      • Moritz Haberland schreibt:

        PS. …das ist der Bayer im Brandenburger, der immer deutliche Worte findet 🙂 .

      • Gerhard Bauer schreibt:

        Moing, musst Du wieder melken?
        Ich habe mir diese Art der deutlichen Worte abgewöhnt, sie führen recht schnell zur gegenseitigen Beschimpfung und letztendlich zur Trennung von Menschen, die eigentlich zusammengehören. Wegen China und/oder Tibet sollten wir uns wirklich nicht streiten.
        Wie so häufig, kann man auch bei gleicher Faktenlage zu recht unterschiedlichen Interpretationen kommen.
        Diese Massenmördertitulierungen und das Aufzählen der Millionen von Toten die dieser oder jener zu verantworten habe, halte ich auch nichts. Wo beginnen und wo aufhören? Bei , den alttestamentarische besschriebenen Völkermorden, den Römern, den Hunnen, den Raubzügen und -morden in all den „neuen“ Welten, die von Weißen „entdeckt“ wurden und auf Grund geltenden Rechts, Freigabe durch die jeweiligen Päpste, erobert, aufgeteilt und ausgeplündert wurden, den Toten des ersten Dreißigjährigen Krieges?
        Die „Massenmörder-Rechnung“ kommt von bestimmter Seite und berücksichtigt auch nur die Toten der Gegenseite, nie die der eigenen.

  4. Moritz Haberland schreibt:

    Das hast Du schön gesagt, die Massenmörderrechnungen gehen grundsätzlich zulasten des Feindes, also sind sie nie und nimmer redlich, wenn sie überhaupt einigermaßen präzise oder statistisch verwendbar sind.

    Ja, ich war schon melken, mein Nachbar bekommt nämlich einen Umgehungsschlauch am Herzen. Jetzt warte ich auf meine „normale“ Hebammenaufgabe, weil meine Jette ein Fohlen bekommt. Es zieht sich seit gestern abend etwas hin

    • Moritz Haberland schreibt:

      „Heinz“ heiß der neuste Pferdebengel, weil mein (welt-) größter Enkelbengel Paul diesen Namen nach seinem Lieblingsonkel (Bruder meines Schwiegersohns) festgelegt hat. Wir alle haben ihn trockengerieben und die Kinder haben ihn „geknutscht“, wenn das keine Begrüßung auf dieser Welt ist 🙂 .

      • Moritz Haberland schreibt:

        Kalenderblatt vom 12.01.2013: Ich gehe jetzt Nachbars Kühe melken, weil ihm im Krankenhaus einen “Beipaß” eingebaut wird, doch eben hab ich noch bei Jette und Heinz reingeschaut, Mutter und Kind sind wohlauf und schlafen friedlich. Man glaubt fast nicht, wie einfach das Leben sein kann 🙂 .

Kommentare sind geschlossen.