Frage zum Thema Parteien: Was wäre wenn?

Was wäre wenn?
Was wäre wenn politische Parteien, nicht verboten, zumindest aber aus allen öffentlichen Ämtern, Parlamenten und dergleichen hinauskomplimentiert würden?
Im Klartext, kein Beamter, kein Angestellter im öffentlichen Dienst, kein Bürgermeister, kein Gemeinderat, kein Abgeordneter irgendeines Parlamentes dürfte Parteimitglied sein. Parteimitgliedschaft wäre in diesen Bereichen eher hinderlich, denn förderlich.
Weder im Bereich der gesetzlichen Krankenkassen, noch im Dunstbereich der öffentlichen Medien, nirgends aber auch wirklich nirgends dürften mehr Parteileute sitzen. Nicht einmal der Hausmeister oder der Brotzeitholer dürften Parteimitglieder sein und die Parteibuchpersonalpolitik hätte ein Ende. Gar nicht erst zu reden von den diversen Aufsichtsrats- und sonstigen Posten die via Parteibuch als Versorgungsposten vergeben werden.

Parteien dürften keine Vorschläge für Kandidaten unterbreiten.
Parteien bekämen keinen Cent, Pfennig, Heller oder was auch immer an Zuschüssen oder Begünstigungen aus dem Steuertopf, das würde auch bedeuten, Parteispenden wären nicht steuerlich absetzbar und eine Aufstockung durch Steuergeld erfolgte natürlich auch nicht, wie derzeit praktiziert.
Parteien wären eine private Veranstaltung, was sie in Wirklichkeit auch sind, genauso wie ein Taubenzüchter- oder Schäferhundverein.

Schluss mit dem Parteienstaat
Schluss mit diesen Staats- Systemparteien

Es müsste der Grundsatz gelten, wer direkt oder indirekt von Steuergeldern profitiert/lebt, darf nicht parteipolitisch organisiert oder tätig sein, auch nicht hinterherum über irgendwelche Tarn- und/oder Ersatzorganisationen.

Wie schnell würden diese sog. Volksparteien oder Spezialklientelparteien unter diesen Umständen wohl absaufen? Dauerte es einen Monat oder zwei?
Sämtliche Karrieristen, Opportunisten, Schnäppchenjäger und Rosinenpicker würden die Parteien schlagartig verlassen, die Mitgliederzahlen sänken dramatisch, was kein Schaden für unser Land und Volk sein sollte.

Übrig bliebe vielleicht ein kleines Häufchen von Mitgliedern, die derzeit an der Basis rumkrauchen, nichts zu sagen haben aber eifrige Klatscher sind, die Spitzen wären von heute auf morgen verschwunden. Verschwunden auf der Suche nach neuen Posten und Pfründen. Sie werden diejenigen sein, die die größten Gegner von Parteienwirtschaft sein werden, wenn es ihnen etwas einbringt. Aber Lügen haben kurze Beine und wir ein gutes Gedächtnis. Eine Sperrfrist für Parteimitglieder, von lebenslang bis runter auf 10 Jahre, für öffentliche Anstellungen/Ämter etc. täte ihr übriges.

Wieviele Unternehmen würden wohl noch einen Cent an Parteien und Parteileute verschwenden?
Private gespendetes Geld an Abgeordnete oder andere Amtsträger und Institutionen des öffentlichen Lebens dürfte zukünftig in allen Belangen und Bereichen unseres Staates keine Rolle mehr spielen. Eine private Einflussnahme mittels Geld/Posten/Aufträgen etc. darf nicht mehr möglich sein.

Würde irgendeine Partei fehlen?
Würde es unserem Land auch nur einen Deut schlechter gehen oder bestünde die Möglichkeit, dass es unseres Land und Volk besser gehen würde?

Landadel/Geldadel/?adel

Wer oder welche Gruppe ist der nächste Adel, der zu bestimmen hat, wohin die Reise geht?
Wieso in der Auflistung Parteien fehlen? Die haben nichts zu sagen, sie sind lediglich der politische Arm des Geldadels, wie sie auch der politische Arm des Landadels waren, als dieser noch ein politischer Machtfaktor war.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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7 Antworten zu Frage zum Thema Parteien: Was wäre wenn?

  1. SVW.fb schreibt:

    das is ja mal ne suuuuuuper idee wie es hier weitergehen könnte, wenn das land nicht mehr besetzt sein würde. wirklich wirklich richtig geil! danke, wird verbreitet auf FB..

    • karlheinz Anders schreibt:

      So ist es Recht. Zuerst muss unser Land wieder souverän sein und frei entscheiden können, dann kann es etwa werden in Richtung echte Volks- oder Bürgerdemokratie

  2. Kersti schreibt:

    Wenn von heute auf morgen jede Partei verboten wäre, wären alle Netzwerke zwischen Banken, Wirtschaft, Politik, Medien und Justiz kaputt. Alle müßten sich neu organisieren. Nicht von oben, sondern von unten. Aber Menschentyp bleibt Menschentyp, und ich fürchte, die bleiben an ihren Plätzen wie die Stasi und SED Genossen in der DDR.
    Wie man das Treiben beenden kann, wäre ein großer Volksgerichtshof mit der Aufarbeitung der Verbrechen der nationalen Hochverräter. Einknasten oder ausweisen in ein Land ihrer Wahl. Cem und Konsorten ebenfalls.
    Ansonsten haben wir als Volk keine Zukunft. In den 3 baltischen Staaten gings doch auch, wenn ein Russe nicht seinen Namen ändern und in der Landessprache sprechen will, dann darf er gerne heimfahren. Hier wird sowas nicht publik gemacht, auch Kasachstan hat sich gereinigt. Kein Russse oder Deutscher kam an politische Ämter, sie verloren ihre Arbeit, ihre Kinder dürfen nicht aufs Gym. Die waren alle ganz schnell weg. Das ginge hier auch, wenn es die Politiker zuließen. Wenn wir die alle rausgedrängt haben, die Verursacher des Volkstodes abgeurteilt, dann können wir weiter überlegen.

    • Moritz Haberland schreibt:

      Aber vermutlich wird es hier genau andersrum kommen.
      Als wir unsere familiäre „Pinkelparty“ zu Ehren meiner
      kleinen Enkeltochter feierten, konnte ich mir nicht ver-
      kneifen, zu Helga in eine Gesprächspause hinein zu
      sagen: Und Du must mit 14 J. immer ein Kopftuch tragen.

      Ich wollte schon öfter mal das Thema anschneiden
      und wurde immer abgebügelt, nun hatte es gezündet.

  3. Kersti schreibt:

    Wenigstens bekommt der deutsche Nachwuchs wieder deutsche Namen. Meine Enkeltochter heißt Mathilda-Marie, aber es hätte auch ein Albert werden können.

  4. Moritz Haberland schreibt:

    Auch das gehört zum Thema POLITIK und liegt mir besonders am Herzen,
    ich kann Euch gar nicht sagen, wie das mein altes Bauernherz erfreut :

    Zitat (Netzfund) „Argentinien entzieht Genkonzern die Geschäftszulassung!

    Laut einem Bericht einer Online Zeitung aus Paraguay hat das argentinische Finanzministerium nach einem Prozess, der die Giftigkeit des Pflanzenschutzmittels „RoundUp“ bestätigt hat, dem amerikanischem Gen-Multi die Registrierung entzogen. Ein Grund, warum die Registrierung zurückgezogen wurde, ist nicht genannt.

    Dem Konzern und allen seinen lokalen Händlern ist es nun verboten, in Argentinien genmanipuliertes Saatgut und das dazu vermarktete „RoundUp“ zu verkaufen.

    In dem angestrengten Prozess gelang es Monsanto nicht die Unbedenklichkeit seiner Produkte nachzuweisen. Die Beweislast liegt nämlich in Argentinien seit 2009 nicht mehr beim Geschädigtem sondern beim Verursacher/Hersteller.

    Eine aktuelle argentinische Fernsehdokumentation „Raising Resistance“ beleuchtet die verheerenden gesundheitlichen Auswirkungen des Mittels in den Einsatzgebieten. Von zunehmenden Missbildungen bei Säuglingen über eine vervierzigfachte Krebsrate bis zu chronischen Beschwerden der betroffenen Bevölkerung reichen die angeführten Belastungen. In der Provinz Cordoba wurden beispielsweise bei 80 Prozent der Kinder Rückstände des Pestizides festgestellt.

    Monsanto war gegen die negative Indizienlage ohnmächtig. Mit dem Resultat,dass nach Frankreich und Ungarn auch Argentinien den Einsatz dieser kontraproduktiven Form der Landwirtschaft nun konsequent verbietet.

    In Anbetracht der extensiven Verbreitung genmanipulierter Saaten im letzten Jahrzehnt in Argentinien ein längst überfälliger und dringend anstehender Schritt in die gute Richtung, weg von lebensfeindlicher Umweltvernichtung und zurück zu gesunden natürlichen Kreisläufen.

    Zweifellos ein sehr schwerer Schlag gegen den amerikanischen Gentech-Multi, möglicher Weise ein letaler Impuls. Nicht verwunderlich ist es, dass bis dato international und in unseren Breiten darüber praktisch nichts vernommen wurde.“

    Denn, wenn Parteien schon längst nicht mehr legitim sind,
    so waren es diese Burschen und ihre Brüder im Geiste noch
    NIE !

  5. Pingback: Leserbericht: Monsanto verliert Geschäftszulassung in Argentinien | Deutsche Ecke

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