Zehn Jahre Dosenpfand

Was Trittin nach 7 Jahren an der Regierung beendete, begann bereits 1991 unter Töpfer dem Umweltminister der CDU und wer erließ eine untaugliche Verordnung? Na wer denn wohl, die Merkel, in ihrer Zeit als Umweltministerin und Trägerin progressiver Frisuren.
Zwischen 94 und 98 merkelte sie an dieser Schnapsidee, damit ist alles gesagt und Trittin trat nach. Nach weiteren 5 Jahren, 2003 war es dann soweit, das Dosenpfand wurde eingeführt, die Republik gerettet. Immerhin satte 12 Jahre, vom Kabinettsbeschluss bis zur Umsetzung, eine stolze Leistung dreier Umweltminister.
In Österreich, ein paar Kilometer von mir entfernt, gibt es kein Dosenpfand und siehe da die Alpenrepublik versinkt weder im Müll und der Himmel lacht über Austria ebenso wie über Bayern. Er hat auch gut lachen, ist er doch nicht in der EU und nicht mit Merkel und Konsorten geschlagen.
Falls der Himmel über Bayern etwas mehr lachen sollte, als über Austria, den Eindruck habe ich, dann sicher nicht, da er Bayern mehr liebt als Austria, sondern weil er uns auslacht.
Warum er uns auslacht? Wir haben uns von den Preußen einfach einsacken lassen und es auch nach dem Ableben Preußens nicht verstanden haben, uns wieder selbstständig zu machen oder die Führerschaft in der Republik zu übernehmen. Profitiert haben wir jedenfalls nicht, dafür aber sauer draufgezahlt, was wir immer noch tun.
Was uns zustände, die Führungsmacht innerhalb der BRD zu sein, ist eine Offensichtlichkeit, die zwar geleugnet werden darf aber deren Leugnung nichts an der Tatsache ändert, dass die BRD ohne Bayern so etwas wie ein Armenhaus wäre und Griechenland, im Verhältnis zur Rest-BRD, ein solider Staat, sollte auch unser Nachbar B-W ausscheren, gingen wohl die Lichter aus. Aber das nur am Rande.

Man sollte meinen, was lange währt, wird endlich gut.
Nicht so, wenn bei Parteipolitikern etwas lange währt, da brüten sie etwas aus, etwas ausbrüten bedeutet bei uns auch, eine Krankheit  kündigt sich an, die kurz vor dem Ausbruch steht, so ist dies auch bei den Parteipolitikern dieser Republik.
Sie brüten immer etwas aus, etwas was uns immer schlecht bekommt. Das Dosenpfand ist nur eines, vielleicht sogar das geringste der Übel, mit denen sie unser Land überzogen. Allerdings ist das Dosenpfand ein Sinnbild, ein Sinnbild für Sinnlosigkeit und Schikane einer wildgewordenen Politeska.

Dass daran zwei Ex-Kommunisten oder verkappte Immernoch-Kommunisten gearbeitet haben, bis es zur Umsetzung kam, zeigt die Gemeinsamkeiten der Kartellparteien und die Kontinuität mit der sie auf ihr gemeinsames Ziel hinarbeiten.
Das da wäre, uns das Leben schwer zu machen, uns zu schikanieren und unser Geld abzuknöpfen und dies irgendwelchen Geschäftemachern in den nimmersatten Rachen zu schieben, die in einem geordneten freien Markt, wahrscheinlich nicht den Hauch einer Chance hätten.
Diese Automaten müssen auch bezahlt werden, der Discounter oder Supermarkt macht dies nur vordergründig, in Wirklichkeit bezahlen die Kunden den ganzen Schrott, also wir.
Jeden Euro den ein solcher Automat kostet, jede Wartung, jede Störungsbehebung, wird vom Kunden bezahlt, von niemandem sonst. Selbst die Flächen die diese Automaten benötigen, werden von uns bezahlt, bis auf den letzten Cent. Wer sonst sollte diese zusätzlichen Kosten bezahlen.

Darüber muss sich jeder klar sein. Alle Kosten werden IMMER an den Endkunden weitergegeben, wenn dies aus Marktgründen eine gewisse Zeit nicht klappen sollte, wird dies umgehend nach- und aufgeholt, wenn der Markt bestimmte Situationen bereinigt hat, was man dann Firmenpleite und so ähnlich nennt.
Alles, aber auch wirklich alles wird auf den Endkunden abgewälzt. Nehmen wir die Finanztransaktionssteuer, ja wer bezahlt denn die, natürlich die Inhaber von Lebensversicherungspolicen, Besitzer von Fondsanteilen etc., auf die werden diese Kosten abgewälzt, deren Rendite sinkt. Die anderen wissen schon, was sie zu tun haben, damit sie dieser Steuer entgehen können oder wie sie sich diese wieder zurückholen können. Dazu auch das Seifenlied von Ernst Busch, das ursprünglich für die SPD gedacht war, das aber in seiner wesentlichen Aussage für alle politischen Parteien gilt: Sie schlagen Schaum, sie seifen ein.
Darüber soll sich ja keiner Illusionen machen. Bezahlen tut immer der kleine Mann, der Endverbraucher. So auch bei der LKW-Maut, wenn diese ausgedehnt wird, werden die Kosten einfach umgelegt, Bustouristen wissen wer die Maut bezahlt, die kommt zum Fahrpreis obendrauf, bei anderen Waren und Produkten ist es nicht anders, nur eben nicht offen ersichtlich. All diese Maßnahmen, egal in welchem Gewand sie daherkommen, taugen nur zu einem:
Zum Griff in unsere Brieftasche

Da sage noch einmal einer, das Eigentum sei geschützt. Wenn es denn wirklich geschützt ist, dann haben wir kein Eigentum, sondern nur etwas, das uns gegeben wird und nach Belieben wieder abgenommen werden kann, je nach Bedarf mit Zwangsmaßnahmen belegt werden kann. Denkt mal darüber nach, wenn wieder von Eigentum gefaselt wird, dessen Schutz die Aufgabe des Staates ist. Dein und mein Eigentum sind da sicher nicht gemeint. Ganz im Gegenteil, das wollen sie.

 

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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2 Antworten zu Zehn Jahre Dosenpfand

  1. Ralph Pape schreibt:

    Da lobe ich mir den „Wilden Westen“. Da konnte man sein Eigentum, sein Haus und Hof noch selber mit der Waffe verteidigen.
    Und jeder der versuchte, an dieses heran zu kommen, bekam eine Kugel in den Schädel.
    So sollte man es heute auch machen. Die ganze Polit Drecksbande sollte erschossen werden.
    Nichts, aber auch gar nichts tun sie für das Volk. Im Gegenteil. wir werden ausgeraubt, erpreßt, belogen und betrogen.
    Und im neuen Jahr, kommt noch was obendrauf. Die sogenannte „Haushaltsabgabe“.
    Wieso lassen wir uns das eigentlich alles gefallen?
    Geht es uns immer noch zu gut?
    Sind wir zu feige?
    Zu gleichgültig?
    Wahrscheinlich alles zusammen.
    Also haben wir es nicht besser verdient. Jedes Volk hat die Regierung, die sie verdient!

    • Moritz Haberland schreibt:

      Bester Ralph, „wir“ sind einfach zu gut für diese Welt,
      viel(!) zu gut und das wollen „wir“ auch bleiben 😦 .

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