Steinbrück: Kanzlergehalt ist zu niedrig

Dies meldete WeltOnline. Der rote Peer ist der Meinung die Bezüge der Regierungschefs seien zu niedrig, der Meinung darf er ja sein, jeder Trottel darf sagen was er will, da wollen wir den Peer auch nicht ausschließen und er ist zumindest ehrlich. Er will mehr.
Genug ist nie genug, das ist halt so, im westlichen liberal-kapitalistischen System, die Gierschlünde werden nicht voll und wollte man sie stopfen wie die bedauernswerte Gänse, deren Leber dann zu höchsten Preisen an die Obertrottel, meist auch noch Taugenichtse, der Republik als Spezialität verkauft werden.

Der rote Peer begründet seine Meinung natürlich auch und wie könnte es anders sein, in einem Land in dem sich Leistung angeblich lohnen soll, manche sagen wieder, was aber genauso falsch ist, bezieht er sich nicht auf die grottenschlechten Leistungen und Bilanzen buntesrepublikanischer Regierungschefs, sondern auf die Gehälter von Sparkassenvorständen in NRW, von denen jeder mehr verdienen soll, als der amtierende Kanzler.

Nun ja, da gibt es einmal einen gravierenden Unterschied, die einen arbeiten für ihr Geld und müssen positive Bilanzen vorweisen, die anderen, das sind die Regierungschefs, was die tun, kann man nicht als Arbeit bezeichnen und deren Bilanzen sind allesamt hundsmiserabel.
Wollte man die Gehälter der Kanzler, samt Anhang, an die Bilanzen unseres Landes koppeln, müssten sie allesamt Geld mitbringen, so mies wirtschaften sie.

Und, mein gar nicht lieber Peer, nur weil eine Gehaltsempfängergruppe über der steht, der Du zukünftig angehören willst, ist es noch lange nicht so, dass man nicht auch der Meinung sein könnte, diese und andere Gehaltsempfänger verdienten zuviel.
Zuviel im Verhältnis zu dem was sie leisten, zu viel im Verhältnis zu dem was Mitarbeiter ihres Unternehmens verdienen, zu viel im Verhältnis zum allgemeinen Gehaltsniveau.
Dieser Meinung bin nämlich ich. Ich weiß, euch Parteigenossen interessiert es sehr wenig, was der einfache Mann, der Gering- und Normalverdiener, zu sagen hat. Taugen wir doch höchstens dazu, das Steuergeld zu erwirtschaften, dass Du ausgeben und einsacken willst. Die ewigen Schuldzinsen der Schulden zu bezahlen, die ihr auf unseren Namen macht.

Mein Vorschlag zur Bezahlung der Politikergehälter ganz allgemein. Sollen die sie bezahlen, denen sie dienen. Das wäre doch wenigstens ehrlich.
Sie tun das teilweise auch, wie man am Beispiel Steinbrücks auch deutlich sehen kann. Allerdings sollten wir, das Deutsche Volk, nicht auch noch belastet werden, denn unserem Volk dienen sie ganz sicherlich nicht, wie auch diejenigen nicht, die sie via Vorträgen, Beraterverträgen etc. bezahlen. Die als freie Wirtschaft bezeichnet werden.
Hier kommen wir an den springenden Punkt, während manche der sog. Privatwirtschaft noch immer den Hof machen und sie als heilige Kuh betrachten, bin ich der Meinung, diese „Privat“wirtschaft ist längst keine Privatwirtschaft mehr, im Sinne von eigener unternehmerischer Leistung, sie ist längst vergesellschaftet, sie ist verschränkt mit dem Staat und trachtet nur danach möglichst viel vom Steueraufkommen zu erhalten und möglichst wenig Steuern zu bezahlen. Am besten wäre es, wenn das Steueraufkommen ausschließlich der „Privat“wirtschaft dienen würde.

Hier ist kein großer Schritt mehr zu tun, nicht hin zur Privatisierung, wie das Verschleudern von Allgemeineigentum beschönigend genannt wird, sondern hin zum Zurückholen von Steuergeldern, in Form von Überführung der vergesellschafteten und verschränkten Unternehmen in Allgemeineigentum. Das muss nicht zwangsläufig Staatseigentum sein und hat nichts mit Verstaatlichungsphantasien marxistischer Ideologen zu tun, in denen dann unfähige Politiker und Parteigenossen das Wort führen. Wir holen uns nur, was uns gehört, was wir bezahlt haben. Spezialisten können auch von uns angestellt werden und was anders sind Vorstände nicht, Angestellte die den Vorgaben der Eigentümer entsprechen müssen.
Wenn man sich die immensen Summen ansieht, die der deutsche Steuerzahler in den letzten Jahrzehnten in die Privatwirtschaft gepumpt hat, zur Rettung von Arbeitsplätzen wie man uns propagandistisch sagt, welch Steuererleichterungen vergesellschaftete Unternehmen, in- und ausländische, eingeheimst haben, dann ist es nur recht und billig, wenn wir uns das holen, was uns gehört, was wir bezahlt haben und von dem wir letztendlich auch abhängig sind.
Wir bezahlen, wir sind abhängig, nur zu sagen haben wir nichts.
Wenn die den Laden dicht machen, sind wir am Abend, also schön kuschen oder die andere Alternative, wir machen die Grenzen dicht, auch und vor allem für das Kapital. Damit verstoßen wir zwar gegen den Schandvertrag von Lissabon, aber was soll´s, wir haben ihn nicht genehmigt und unterschrieben.

Ach ja, Steinbrück, Steinbrück wird dann wohl echter Arbeit nachgehen müssen. Arbeit schändet und schadet nicht, dann wird er sicherlich leistungsgerecht bezahlt werden.

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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5 Antworten zu Steinbrück: Kanzlergehalt ist zu niedrig

  1. Moritz Haberland schreibt:

    Zitat : „Arbeit schändet und schadet nicht, …“

    Ein bekannter Spruch besagt : „Arbeit adelt, wir bleiben bürgerlich.“ 🙂

  2. Pingback: Steinbrück: Kanzlergehalt ist zu niedrig « rundertischdgf

  3. rundertischdgf schreibt:

    Im Sekundentakt lacht man auf Twitter über Steinbrück! https://twitter.com/search?q=%23Steinbr%C3%BCckfilme&src=hash

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