Was tun?

Immer wieder wird uns Deutschen, meist von Deutschen, vorgeworfen, wir täten nichts gegen die herrschenden Zustände, daher wären wir zum Untergang verurteilt oder hätten ihn gar verdient.
Das ist ja mal eine Ansage.

Hier meine Frage an diejenigen, die solche und ähnliche Aussagen tätigen oder mit diesen Aussagen gedanklich sympathisieren.

Was tut ihr? Ganz konkret und welche Wirkungen hat euer Handeln auf die Zustände in unserem Land?

Wer einem anderen den Untergang an den Hals wünscht, weil er sich dagegen nicht zu wehren vermag, soll gefälligst sagen was Sache ist, nicht nur daherpalavern und große Töne spucken.
Ich möchte auch noch sagen, wer weiß schon, was am Ende oder besser gesagt im weiteren Verlauf herauskommt?
Wer kann in die Zukunft sehen? Wer kann, der sollte wirklich an die Börse gehen, dort Milliarden machen und diese für die Sache unseres Volkes einsetzen, dann wäre uns allen geholfen. Also, auf geht´s.

Meine Meinung will ich nicht hinter dem Berg halten.
Grundsätzlich geht es in erster Linie darum, die Zeit zu überstehen, bis andere Zeiten möglich werden. Dies hängt von einer Reihe von Faktoren ab, dabei ist es unerheblich, ob jemand bewusst den Kopf unten hält oder unbewusst in Deckung bleibt.
Mancher Held musste sein Leben lassen, da er den Kopf zu früh erhob, Unmögliches möglich machen wollte.
Einen Krieg habe ich nie persönlich erlebt, trotzdem fallen mir nur solche Vergleiche ein, wer im Trommelfeuer und angesichts starker Feindkräfte zum Angriff oder evtl. auch zur Verteidigung übergeht, ist verloren und hat verloren.
Zurückgehen, neue Verteidigungsstellungen ausbauen, die eigenen Kräfte schonen und auf eine Schwäche warten, um verlorenes Terrain zurückzugewinnen oder den Gegner mit Nadelstichen nerven, zu unvorsichtigen Aktionen herausfordern, auch dies ist eine Möglichkeit Widerstand zu leisten.
Natürlich kann man so auch einen Krieg verlieren und letztendlich vor lauter Zurückgehen im eigenen Wohnzimmer stehen, wo wir letztendlich auch stehen. Das ist also unsere Ausgangsbasis.
Wer wollte aber von dort aus einen Angriff starten? Nur zu, es dauert nicht lange. A Ruckerl, a Zuckerl und vorbei is.

Was also tun? Diese Frage stellte ich bereits einige Male, Antworten wurde keine gegeben, Fragen kamen immer wieder auf. „Was hilft´s?; Bringt´s was?“, so ähnlich lauteten die Fragen.
Ob´s was bringt, ob´s hilft, dass kann man vorher nie sagen. Manche Handlungen wirken im Untergrund, bis sie endlich an der Oberfläche sichtbar werden.
Alles was uns nicht schadet, aber als Widerstand gegen die Regierung, gegen das Parteiensystem zählen kann, ist richtig und wichtig. Solange es nur von innen kommt und nicht von ausländischen Kräften gesteuert oder unterstützt wird. Ausländer oder ausländische Kräfte und seien es Staaten, werden nur das unterstützen und nur soweit, soweit es ihnen auch nützt, wer sich auf dieses Eis begibt, begibt sich in die Nähe des Landesverrates oder begeht ihn.
Aber zurück ins Inland. Wer meint, er könne mit diesen oder jenen nicht zusammengehen, nicht punktuell zusammenarbeiten etc., ist genau dort, wo er sein soll, auf streng abgegrenztem, separiertem Gelände und dort wird er auch bleiben, evtl. bis er dort abholt wird.
Wer nur mit Leuten zusammenarbeitet, die seiner Meinung entsprechen, die zumindest im Großen und Ganzen mit seinen Zielen übereinstimmen, wird ein einsamer Block bleiben.
Einheit zeigt sich nicht in einer einheitlichen Meinung, Weltanschauung oder Ideologie, sie zeigt sich darin, dass man sich eines höheren Ziels wegen, was wäre ein höheres Ziel als die Erhaltung und/oder Befreiung des deutschen Volkes,  bereit ist auf seine kleinen, persönlichen Wünsche und Vorstellungen zu verzichten.

Ich habe es schon oft mit einer Armee verglichen, in einer Armee sind alle möglichen Einstellungen, Wünsche, Vorstellungen vorhanden und doch geht es nur in eine Richtung, gegen den Feind, zum Sieg. Dies  eint alle.
Wir kämpfen nicht mit der Waffe in der Hand, wir kämpfen mit Worten. Wir kämpfen nicht nur, wir müssen auch diese geistige Armee erst einmal aufbauen, stärken und die Zahl der Mitstreiter vermehren.
Wer hier kleinlich auf seiner Meinung besteht und auf seine Sicht der Welt pocht, der ist verloren, der bleibt einsam und wird in den Reihen einer keinen Platz finden.
Diese Armee dient nicht den Zielen einzelner, sie dient dem Ganzen und damit auch auch dem ganzen Spektrum an Meinungen, Wünschen und Vorstellungen, die innerhalb unseres Volkes vorhanden sind.

Wer seine Meinung für berechtigter hält, als die seines Nachbarn, ist dort, wo alle Totalitaristen zu Hause sind, in der Eigensucht.
Nicht um Meinungen geht es, nicht der Kampf um Weltanschauungen/Ideologien hat zu erfolgen. Höchstens der Kampf dagegen, da Weltanschauungen und Ideologien zur Spaltung beitragen und letztendlich IMMER anderen ihre Vorstellungen aufzwingen wollen.

Es geht auch nicht darum immer nur die Missstände anzuprangern, sicherlich das muss auch sein, in Maßen. Die Missstände sind weitgehend bekannt, wenn auch nicht in jedem Einzelfall, das muss auch nicht sein. Wer nur anprangert, bleibt auf der Stelle stehen, geht nicht nach vorne, überlässt sein Schiff dem Wind und wird getrieben.

Verneinungen gibt es zu Hauf, hier und dort und überhaupt überall nur Dreck, Verrat und Niedertracht. Das ist so und das müssen wir als Tatsache annehmen. Was bringt es aber diesen Dreck ständig an der Oberfläche zu halten und zwar solange und so ausführlich, das man meint diejenigen die dies tun, fühlen sich im Dreck wohl und kämen oder wollten gar nicht mehr heraus.

Wie schaut es aber mit konstruktiven Vorschlägen aus? Da ist es schlecht bestellt, mit dem Finger auf andere Zeigen ist eine Sache, mit Vorschlägen oder eigenem Tun ein Vorbild abzugeben, ein Bild einer anderen Ordnung zu entwerfen, ist eine andere Sache. Die meiner Meinung nach zu kurz kommt.

Es wurden hier schon von Kommentatoren und von mir diverse Vorschläge gemacht, wie unser Leben gestaltet werden könnte, wie Missstände beseitigt werden könnten. Dieser Weg muss weiter beschritten werden. In unseren Köpfen und auf dem Papier müssen wir die Zukunft formen/formulieren. Auswege aus dem Dilemma müssen gefunden und gezeigt werden

Üben wir uns in der schöpferischen Kunst, wenn wir kritisieren, stellen wir uns doch sofort die Frage: „Wie anders sollte es sein?“; „Wie wäre es richtig?“.
Hier ist allerdings schon wieder Vorsicht angebracht, das ist die eigene, persönliche Meinung, vielleicht auch die von ein paar Gleichgesinnten, darum geht es aber nicht. Es geht darum, Wege zu finden, wie der allgemeine Wille durch- und umgesetzt werden kann, ohne den Einzelnen oder die Minderheit zum Spielball der Mehrheit zu machen.

Vielleicht ist der Schwachpunkt des Systems „Demokratie“, vielleicht kann es hier aus den Angeln gehoben werden. Im Bewusstsein vieler Deutscher ist es bereits verankert, dass die eigene Meinung nichts zählt, das am Wahltag lediglich ein Kreuzchen gemacht wird und das war es dann, viele verweigern daher dieses Kreuzchen und ziehen sich komplett aus dem politischen Leben zurück.
Ein Kampf auf dem Feld der etablierten Politik wird zu nichts führen, dass ist das Schlachtfeld, auf dem der Gegner zu Hause ist und sämtliche Vorteile auf seiner Seite hat und diese auch geschickt, hart und entschlossen nützt.
Wir müssen dort agieren, wo er schwach ist, angeschlagen ist. Z. B. auf dem Feld der Glaubwürdigkeit, der Verlässlichkeit, des Vertrauens. Begeben wir uns geistig dorthin, wo die Menschen sind, nicht die Politiker, deren Lakaien und Hintermänner.
Dort müssen Wege, Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie ein Zusammenleben funktionieren kann, in dem der Wille der Allgemeinheit wegweisend ist, in dem bestimmte Dinge geregelt werden, andere wieder gänzlich der eigenen Entscheidung überlassen werden.

Wie gesagt, es geht nicht darum eigene Vorstellungen durch- oder umzusetzen, es geht darum Wege zu finden, die zum Ziel führen, der Umsetzung des allgemeinen Willens von uns Deutschen.
Wer sich seine Ziele auf die Fahnen schreibt, geht den Parteienweg, ob mit oder ohne Partei, das Ergebnis ist dasselbe, wer folgen will, muss der Fahne, dem Ziel folgen. Wenn es genug sind, wenn die Folger mächtig genug sind, werden deren Ziele umgesetzt, die der anderen nicht.
Das kann es nicht sein, dieser Weg muss verlassen werden oder darf erst gar nicht betreten werden.
Dieser Weg ist einer der vielen Wege die ins Nichts führen. Es ist der Weg derer, die besiegt werden sollen, des Systems, das abgeschafft werden muss. Im Prinzip ist es doch egal wer herrscht, es werden immer andere beherrscht und müssen gehorchen. Mir geht es nicht um Erreichung der Herrschaft, sondern um die Brechung derselben.
Wer meint, es müsse immer jemand herrschen, soll mir die Frage erlauben, ob er meint, er selbst müsse beherrscht werden oder ob dies nur für andere gelte.

In nächster Zeit werde ich immer wieder mal einzelne Parolen aufgreifen und an Hand derer versuchen aufzuzeigen, wie man so etwas angehen kann.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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11 Antworten zu Was tun?

  1. Ewald Böhmer schreibt:

    Nun ich denke ,das Demokratie und ein soziales miteinander erstmals bei sich selbst anfängt.Dann einen eigenen und später auch im Gruppen Bewusstsein gedanklich so manifestiert sowie überzeugend vorgelebt und auch alltäglich praktiziert werden kann . Da aber Menschen individuell jeder für sich seinen eigenen „Denkprozess “ entsprechend seiner genetischen Anlagen durch laufen muss ,ist das Ansinnen eine ideale gut funktionierende soziale Gemeinschaft zu etablieren ein ganz schwieriges Unterfangen .selbst wenn es im Elternhaus vorbildlich Demokratie , eigenes verantwortungs Bewusstsein ,liebe ,ethische und moralische Werte gibt gelebt und praktiziert werden,sind spätesten mit Einschulung im Kindesalter alle guten Vorsetze und Veranlagungen dahin.Geziehlte Manipulation und Vermittlung von Werten und Dogmen ohne jegliche ethischen und moralischen Werte ,das auf den universellen Gesetzen der Natur und Gottes beruht ,nicht zu dem Ziel führen wird und kann,ist nicht nur hier in Deutschland offensichtlich ,sondern offenbart auch global unser geistiges Dilemma . Richtungsweisend kann ich immer nur bei mir selbst ,die Maß Stäbe setzen wie und mit wem ich meine Lebens Ideale teilen möchte. Dies setzt aber einen eisernen Willen und selbst Disziplin der eigenen Person vorraus .
    Es ist nicht so das es kein einheitsbewusstsein gäbe nur ist es nicht in den richtigen Bahnen ,da es eben gezielt manipuliert und fehlgeleitet wird .ein System das nur auf Macht und Profite ausgerichtet ist ohne die oben genannten Aspekte der etischen und moralichen Werte mit einzubinden ,so eine Gesellschaft ist dem Untergang geweiht und kann einen Bestand haben.

  2. Lützower Jäger schreibt:

    Lieber Gerhard Bauer, ich kann mir gut vorstellen, wie Ihre Finger bei diesem Beitrag immer schneller über die Tastatur flogen.
    Das Thema „Macht“ ist für die Nicht-Mächtigen ein ewiges Reizthema, für die Mächtigen ein selbstverständlicher Anspruch – wie für andere Essen und Trinken.
    Walser schrieb einst: „Jeder, der nach Macht strebt, ist ein Lump“. Sicher klingt das zunächst sympathisch, höchst volksnah und positiv – für die große Zahl der Nicht- oder Ohnmächtigen. Eine andere Volksweisheit sagt „Es gibt geborene Häuptlinge und Indianer“. Bei näherer Betrachtung stellen wir fest, dass es kein Gemeinwesen ohne Führung geben kann. Eine Gemeinschaft braucht immer Führung zur Regelung des Zusammenlebens und zum Schutz der Schwachen. Ohne gemeinschaftliche Identitätsstiftung hört Gemeinschaft jedoch auf zu existieren. Der Grad an erreichter Zivilisation ist erkennbar an der Begrenzung der Macht der Führung.

    Wir Alle kennen die Volksweisheit „Einigkeit macht stark“. Dies gilt aber nur, wenn ein Individuum oder ein Führungs-Gremium die Führung übernimmt und aus der Menge von Individuen eines Volkes mit höchst unterschiedlichen Meinungen und Lebensauffassungen eine „Gemeinschaft“ formt mit Hilfe von Identität /Einigkeit stiftenden Regelungen für das Zusammenleben.
    Einigkeit ist am einfachsten zu erzielen mit der Definition von Feindbildern, die die eigene Gemeinschaft bedrohen oder alternativ mit der Definition von Zielen, die der Gemeinschaft Wohlfahrt und Fortschritt versprechen. In frühen Zeiten wurden in unserer Heimat die Führer der Gemeinschaft gewählt (Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation). Das Wahlrecht war begrenzt auf die Gruppe von konkurrierenden und um die Macht buhlenden Teil-Mächtigen. Die daraus hervorgegangene Periode der dynastischen Erb-Macht unterlief dieses Prinzip und führte in der Konsequenz letzlich zum Zerbrechen der Einigkeit/Gemeinschaft in zahllosen Kriegen gegeneinander. Es würde hier zu weit führen, jede historische Entwicklung einzeln zu analysieren.

    Die glücklichste Periode unseres Volkes in Einigkeit/Einheit (1871 – 1914) manifestierte sich in seinem glühenden Patriotismus, seiner Leistungs- und Opferbereitschaft für das Gemeinwesen.
    Mit der gezielten Enthauptung unserer Gemeinschaft durch den Versailler „Vertrag“ fand sich die Gemeinschaft zunächst kopf(führer-)los. Die Politiker der Weimarer Republik balgten sich um individuelle Macht und Pfründen in dem entstandenen Macht-Vakuum, ohne der Gemeinschaft eine neue Identität/Einigkeit anzubieten. Im Gegenteil – die Clique der Profiteure dieses nationalen Identitäts-Vakuums stopfte sich ohne Skrupel die Taschen voll und sah der Verelendung der Gemeinschaft mitleidlos zu. Der Egoismus des Individuums prägte das Zusammenleben. Insofern war der Aufstieg der NSDAP mit ihrem Anspruch auf nationale Identifikation eine logische Konsequenz.
    Nach Ende von WK II wollten die Sieger die „Fehler“ des Versailler „Vertrags“ vermeiden (vgl. Churchill’s 30-jähriger Krieg gegen Deutschland), und das deutsche Volk ein für alle mal zur Bedeutungslosigkeit reduzieren. Rest-Deutschland West wurde mit einer Vasallen-Regierung ausgestattet, mit fremden Truppen dauerhaft besetzt, politische Direktiven kamen aus den USA. Ein leistungsfähiges (profitables) Deutschland ohne nationale Identität lässt sich viel besser ausbeuten, als ein Volk von patriotischen Hungerleidern. Die Clique von Profiteueren und Pseudo-Machtinhabern der BRD versucht daher schamlos und skrupellos, jede natürliche nationale Identitätssuche in eine europäische umzuleiten. Wer nicht mitmacht gilt als Verfassungsfeind und rechtsradikal. Vor diesem Hintergrund muss an Stelle von historischer Wahrheit die gezielte Geschichtslüge herhalten. Die 60-jährige Gehirnwäsche (3 Generationen) hat dazu geführt, dass heute offenbar kein nennenswerter oranisierbarer Widerstand gegen die regierenden Vasallen und die gezielte Entfremdung unseres Volks von gewachsener Kultur möglich scheint. Trost spendet ein Blick in die Geschichte: Bisher ist noch jedes Unrechtsregime an der Gier seiner Machtinhaber gestürzt – nur werden wir Beide es leider nicht mehr erleben dürfen. Armes Deutschland.

    • Moritz Haberland schreibt:

      Das war eine gelungene, weil präzise und unaufgeregte Zusammenfassung.
      Zitat : „Trost spendet ein Blick in die Geschichte…“
      Wohl dem, für den dieser Blick privatfamiliär, national und weltgeschichtlich zugänglich ist, sonst könnte man schnell verzweifeln. Bei allen, die bösen Zorn oder innige Verzweiflung spüren, fehlt die Gelassenheit mangels Kenntniss über geschichtliche Entwicklungen, davon bin ich wirklich überzeugt und promt häufen sich die prognostizierten „Maja-Katastrophen“ wie derzeit.

  3. rundertischdgf schreibt:

    Gerade Twittertaste gedrückt, man muß nicht mit dem Gesagten unbedingt einverstanden sein, aber zum Nachdenken sind diese Sätze von Gerhard Bauer durchaus geeignet. Ein Handlungsspielraum ergibt sich aber für jeden.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/12/02/zum-nachmachen-von-flensburg-bis-konstanz/

  4. Kersti schreibt:

    Schaut man sich die Kommentarfunktionen der Regenbogenmedien mal so an, dann sind wir nicht allein. Da draußen gibt es viele, die wieder eine Wertegesellschaft anstreben, nun das sind Worte, man weiß nicht, ob sie schon bei sich angefangen haben. Ewald Böhmer schreibt, daß das schwer ist. Ich kann es vorleben, weil ich sehr früh pensioniert wurde, ich habe Zeit. Aber die anderen werden durchs Leben gehetzt und verdummt. Bei den Lebensmitteln fängt es an und endet beim Tagesgeschehen. Es gibt wahrhafte Wochenzeitungen, es gibt aufklärerische Bücher, aber da liegt wieder der Hase im Pfeffer, wer arbeitet, schafft die JF nicht durchzulesen. Dieses ganze System ist ein teuflisches, bei dem nichts dem Zufall überlassen wurde, und es kam schleichend. Es ist auf Faulheit (Fertigfraß, billige Wegwerfsachen), Gier und Geiz ausgerichtet. Ich lebe dagegen an, aber wer macht das schon? Bei meinem Stammtisch tun es auch die, die arbeiten. Meine Tochter schaut auf Qualität statt auf Quantität, sie ernährt sich bewußt. Meine Schwiegertochter ist erst den halben Weg gegangen, aber ich bin am Agitieren, nicht missionarisch, aber durch kleine Bemerkungen. Meine 4 Schulfreundinnen leben auch schon so, nicht durch mich, wir haben uns erst seit ein paar Jahren wiedergefunden. Man muß in seinem Umfeld anfangen, damit wir eine Bewegung werden, Tageszeitungen gehen schon ein, ein Zeichen, daß es zu Ende geht. Man muß das unterstützen, was in unserem Sinne ist und das verweigern, was wir ablehnen. Ich mache mich unabhängig vom System, einiges muß ich mitmachen, aber was ich kann, verweigere ich, z.B. exotische hergekarrte Sachen, Fertigfraß, häufige Arztbesuche, Wegwerfen von Gegenständen und Lebensmitteln, statt dessen Reparatur und Weiterverarbeitung, Vermeiden von Waren aus Konzernen, Vermeiden von Dienstleistungen von hier lebenden Ausländern. Ich bin weiterhin auf Pannen in der Zeit danach vorbereitet, alles, was die Selbstversorgung angeht, mechanische Haushaltsgegenstände. Ich habe in den letzten Jahren einiges gelernt und meinen Mann, der ein ganz „Moderner“ war, unmerklich rübergezogen. Nun ja, er kauft jetzt zwar wieder Tomaten, muß sie aber alleine essen, er redet sich ein, daß sie aus Deutschland sind, kann ja sein vom Gewächshaus, unnatürlich ist es aber doch. Ich freue mich schon auf die ersten Freilandtomaten im Sommer. Dieses Jahr habe ich diesbezüglich wieder was dazugelernt, man muß die letzten grünen Tomaten pflücken und sie an einem dunklen Ort legen. Jetzt ist die letzte rot geworden (meine eigenen Winzlinge habe ich als Experiment genutzt).

    • Moritz Haberland schreibt:

      Da bist Du ja schon, gerade wollte ich Dir im alten Strang etwas Mut machen und da lese ich jetzt voller Freude, daß Du Deinen Kampfgeist schon wieder gefunden hast.

      Zitat : „Man muß in seinem Umfeld anfangen…“

      Das hast Du schön gesagt, das handhabe ich seit Jahren so. Ein Beispiel: Meine Mädels waren 13 Jahre als ihre Mutter starb (1992), seit dem gab es keine Döner mehr in meinem Haus und die Erklärung, warum ich dagegen bin (haupsächlich wegen des minderwertigen Pressfleisches unbekannter, oft fragwürdiger Herkunft). Sie haben sich dann noch ein paar mal heimlich einen gekauft und heute (20 Jahre später) gibt es seit ca. 18 Jahren bei meinen Töchtern keinen Döner.

      Das Beispiel soll nur zeigen, daß es, sachlich erklärt, unideologisch, undogmatisch aber konsequent angewandt, mit fast jedem Thema (zumindest im eigenen Umfeld) ganz gut klappen kann.

    • Freie-Globale-Welt schreibt:

      Diesen Ausführungen ist NICHTS hinzu-zu-fügen.

      u.a. Zitat: „Es gibt wahrhafte Wochenzeitungen, es gibt aufklärerische Bücher, aber da liegt wieder der Hase im Pfeffer, wer arbeitet, schafft die JF nicht durchzulesen.“

      Meine Eltern sagten mal: „Du sollst nicht Denken, sondern Arbeiten.“
      „Denken überlasse den Pferden, die haben einen grösseren Kopf.“
      Was sie wohl damit gemeint haben!?

  5. Lützower Jäger schreibt:

    „Ich glaube und bekenne; dass ein Volk nichts höher zu achten hat, als die Würde und Freiheit seines Daseins; daß es diese mit dem letzten Blutstropfen verteidigen soll; dass es keine heiligere Pflicht zu erfüllen, keinem höheren Gesetz zu gehorchen hat; daß der Schandfleck einer feigen Unterwerfung nie zu verwischen ist; dass dieser Gifttropfen in dem Blute eines Volkes in die Nachkommenschaft übergeht und die Kraft später Geschlechter lähmen und untergraben wird. Stolz auf unsere großen Männer dürfen wir nur sein, solange sie sich unserer nicht zu schämen brauchen“ Carl von Clausewitz 1812

  6. Klapperschlange schreibt:

    Da sich hier scheinbar nur sozialistische Dummschwäzter befinden, wäre ich dankbar von diesen benachrichtigungen in Zukunft verschon zu werden und aus euren Mail-Adressen gelöscht werde.
    Entschuldigt das ich das erst jetzt festgestellt hatte.
    Hier kann man ja nur Giftig wie eine Klapperschlange werden.

  7. Pingback: Woanders gelesen: Die Jacobinische Maschine | Deutsche Ecke

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