Die Märkte

Die Märkte müssen beruhigt werden, die Märkte müssen zufriedengestellt werden, die Märkte dürfen nicht verunsichert werden, so und so ähnlich klingen die Worte von Regierungsvertretern, Vertretern der Märkte und solchen, die das Nachplappern im Blut oder besser gesagt im Gehirn haben. Die Märkte sind der Dreh- und Angelpunkt unserer Welt, so scheint es, so tönt es, so ist es aber nicht.

Was sind denn DIE Märkte und DIE Marktgesetze, an denen niemand vorbei kommt, gegen die niemand verstoßen darf?

Märkte sind ursprünglich in Orten geschaffen worden, an denen Handwerksbetriebe und Bauern ihre Waren feilbieten konnten.
Die Marktgesetze wurden vom Grundherrn festgelegt, wer sich nicht daran hielt, wurde vom Markt verstoßen, evtl. für eine gewisse Zeit in einen Fluss getaucht, an den Pranger gestellt oder auf eine andere, unangenehme Art bestraft.
Die Marktgesetze oder –ordnungen wurden aufgeschrieben, jeder Teilnehmer konnte sich daran orientieren und daran teilnehmen oder auch nicht. Wer daran teilnahm, musste sich auch daran halten, innerhalb dieser Gesetze konnte er frei handeln.
Die anderen Marktgesetze oder was als solche bezeichnet werden, wie etwa Angebot und Nachfrage, Qualität und Preis etc., sind keine Gesetze, sondern Mechanismen, die einmal mehr und ein andermal weniger berücksichtigt werden.
„Verstöße“ dagegen können entweder reich oder arm machen oder auch nichts Wesentliches bewirken. Es gibt nichts und niemanden, der diese Verstöße ahndet. Wirkungen können positiv, negativ oder neutral sein.
Minderwertige Ware kann durchaus zu einem hohen Preis verkauft werden. Wenn nur Engpässe vorhanden sind, die Käufer durch Werbung/Marketing etc. dermaßen gehirngewaschen wurden, dass für ein minderwertiges Produkt, auf dem ein Aufdruck drauf ist, sehr hohe Preise bezahlt werden oder die Käufer die Minderwertigkeit nicht erkennen u. v. a. mehr.
Umgekehrt kann es geschehen, dass hochwertige Ware auch zu niedrigsten Preisen nicht verkauft werden kann, auch dies kann aus den verschiedensten Gründen geschehen.
Im Bereich Ein- und Verkauf ist sehr, sehr vieles möglich, nichts ist gesetzmäßig festgeschrieben.
Genau dies wird uns aber beigebracht. Es gäbe Marktgesetze gegen die nicht verstoßen werden dürfe, diese Marktgesetze werden allerdings nicht geschrieben, sondern wären das Wesen des Marktes selbst und daher bedeutet jeder Eingriff, einen Eingriff in ein funktionierendes Wesen, der nur Schaden hervorrufen könne.

Die Märkte sollen sich selbst regulieren, die Märkte haben Selbstheilungskräfte, die Märkte lügen nicht. Die Märkte oder der Markt müssen nur frei sein, ungehindert agieren können, dann und nur dann wird alles gut. So tönen die Marktschreier, die Propagandisten.
Die Märkte sind gut, alles was sie behindert, beunruhigt, verunsichert, einschränkt, ist böse und bringt die Märkte aus dem Gleichgewicht.
Diese Propaganda ertönt über nahezu alle Kanäle.

Die sog. Marktgesetze werden von den jeweils Marktbeherrschenden festgeschrieben. Wir leben im Zeitalter des sog. Freien Marktes. Staaten die sich diesem verschließen wollen, den Freien Markt aussperren wollen, werden kurzerhand, nötigenfalls auch militärisch, gezwungen dem Freien Markt die Tür zu öffnen.
Staaten die sich vehement weigern oder sich gar unterstehen eigene Marktgesetze einführen zu wollen, die auch für andere Länder als Beispiel dienen könnten, werden rigoros bekämpft, wirtschaftlich und wenn gar nichts mehr hilft, auch militärisch.
Frühe Beispiele hierfür sind die beiden Kaiserreiche China und Japan. Diese durften durch die Hauptvertreter des Freien Marktes, Groß Britannien und die Vereinigten Staaten von Amerika, die Methoden der Marktöffnung via Militär kennenlernen. Auch Indien kann ein Lied davon singen.

Einhergehend mit dem Freien Markt, ist die Einführung dessen, was in der westlichen Welt als Demokratie bezeichnet wird.
Käufliche und beliebig austauschbare Politiker, die den Staat im Auftrag des Freien Marktes organisieren, zugleich sind sie der Prellbock, wenn mal was schiefgeht, was periodisch geschieht.
Es können auch Schwankungen im Bereich dessen Auftreten, was man Interessengruppen nennt, sprich manchmal werden Gesetze mehr zu Gunsten dieser oder jener Interessengruppe gestaltet, aber immer im Rahmen des Freien Marktes.
Das höchste was es an Freiem Markt gibt, ist die Freiheit des Kapitalverkehrs, der im Vertrag von Lissabon für sämtliche EU-Länder festgeschrieben ist. Einmalig auf diesem Planeten.
Dies zeigt, die Marktgesetze wurden geschrieben, festgeschrieben durch eine Gruppe von eingesetzten Politikern, entworfen und vorgeschrieben von den beherrschenden Mächten dieses Erdteils, der Goldenen Internationale oder um den neueren Begriff zu verwenden, den Finanzmärkten.
Jene die Finanzmärkte die sich gerade anschicken, die Staaten der Eurozone auszuplündern, sie hinterlassen verbrannte Erde, wo sie auch hinkommen, ihr Wirken ist niemals segensreich.

Es wird von Alternativlosigkeiten gesprochen, von Gesetzmäßigkeiten. Es geht nicht anders, die Staatskassen müssen geplündert werden und damit die Bürger der jeweiligen Staaten in Sippenhaft genommen werden, auf Generationen hinaus.

Dem allen stelle ich entgegen, die Marktgesetze sind keine Naturgesetze, wie beispielsweise die Schwerkraft, gegen Marktgesetze kann, darf und muss verstoßen werden, wenn diese Marktgesetze gegen die Interessen der Menschen verstoßen.

Marktgesetze wurden und werden von Menschen gemacht und können von Menschen geändert werden. Damit meine ich nicht nur die Marktordnung, unter welcher Marktteilnehmer am Markt teilnehmen dürfen, sondern jedes Prinzip, dass im Austausch von Waren, Gütern und Geld von den Ökonomen als Marktgesetz bezeichnet wird.
Vertreter der Marktgesetze, des sog. Freien Marktes und wie auch die andere Seite, die Kommunisten, betrachten diese Marktgesetze als Naturgesetze, die unabänderlich sind.
Sie entstammen beide derselben Geisteshaltung und sind zwei Seiten derselben Medaille.
Bei ihnen geht es nur um Fragen der Stärke, der jeweils Marktgewaltigere bekommt den größeren Anteil an der Beute. Alles ist festgeschrieben und wissenschaftlich beleg- und nachweisbar.
Was Wissenschaften taugen, weiß ich allerdings auch, nichts wird sooft geändert, wie die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaften, nichts wurde sooft auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse.
Hier finden wir eine Gläubigkeit der anderen Art, eine Gläubigkeit der modernen Zeit.

Marktgesetze sind wandelbar, sie wandeln sich im Laufe der Zeit, sind aber immer Ausdruck der jeweils herrschenden Marktmacht.
Die Mächtigen machen Gesetze, das ist Gesetz oder ist es nur eine einfache Erkenntnis, eine Tatsache.
Lokale Mächte machen lokale Gesetze, überregionale machen überregionale Gesetze, globale Mächte machen globale Gesetze.

Es hindert, klammern wir mal Eroberungen und Zwang aus, niemand einen Staat in seinem Staat die Marktgesetze festzulegen, innerhalb derer die Menschen frei agieren können, und in der Außenbeziehung sich den globalen Gesetzen anzupassen oder Partner zu suchen, die mit ihm innerhalb anderer Marktgesetze, die die beiden untereinander vereinbaren, handeln.
Es kann also durchaus zweigleisig gefahren werden, es müssen nicht zwangsläufig die globalen Marktgesetze oder Funktionsweisen ausgehebelt oder geändert werden. Wir sind durchaus in der Lage, hier so und dort so zu verfahren.
Wenn hier Einschränkungen vorgenommen werden, dann lediglich durch Kräfte des sog. Freien Marktes, die sich diesen Bedingungen nicht unterstellen wollen, da dies als Einschränkung ihrer Freiheit betrachten, die es auch tatsächlich ist, müssen sie doch in diesem speziellen Staat oder Staaten, sich den Gesetzen dieses Staates unterstellen.
Dies ist auch der wesentliche Grund des Kampfes für Freiheit durch das britische Empire und in jüngerer Zeit durch dessen Nachfolger, den Vereinigten Staaten von Amerika, die den Kampf für die Freiheit noch um die Komponente Demokratie erweiterten.
Gemeint ist immer wirtschaftliche Freiheit, niemals die Freiheit der Staaten oder die Freiheit der Menschen innerhalb dieser Staaten. Wollten die Menschen, mit Hilfe ihres Staates, in einem solchermaßen befreiten Staat, z. B. Schundzeitungen oder –sendungen oder Produkte aus den Regalen und Fernsehkanälen entfernen, würden sie sehr schnell eine Lehrstunde in Sachen Freiheit bekommen.
Wie auch die Menschen der DDR und Ungarns eine Lehrstunde in Sachen Freiheit bekamen.
Wie gesagt, hier verbreiten zwei Seiten derselben Medaille Freiheit und Demokratie.

Lassen wir uns von den Marktmächtigen und deren Lakaien, angefangen bei den Ökonomen bis hin zu den Politikern, nicht belügen und hinters Licht führen.
Märkte dürfen beunruhigt werden, Märkte dürfen auch geschlossen werden, das Kapital darf in seiner Freiheit beschränkt werden.
Nicht Märkte, nicht Kapital sind das Elixier das das Leben lebenswert macht, wir sind es, die Menschen und die Erde auf der wir leben, darauf kommt es an.
Wir leben nicht um zu arbeiten, nicht im dem Sinne, dass man für andere, für deren Gewinn arbeitet.
Wir sorgen für unseren Lebensunterhalt, nicht für volle Geldspeicher, nicht für riesige Immobilien- und Landbesitze anderer, nicht dafür, dass andere ihre Macht festigen und ausbauen, ihre Macht über uns und andere Völker.
Das Eigentum ist geschützt, richtig. Auch und zuallererst das Allgemeineigentum.
Auch Allgemeineigentum ist Eigentum, Grund und Boden; Wasser und Luft, ist Allgemeineigentum.
Allgemeineigentum ist auch Obereigentum.
Bei privatem Eigentum muss gefragt werden, wie ist es entstanden, entstand es durch eigener Hände Arbeit, durch eigene unternehmerische oder andere tätige Leistung oder durch die Arbeit anderer, durch Raub oder einfache Inbesitznahme von freiem Land, wenn dies auch schon vor Jahrhunderten geschah.

Die Märkte haben die Macht Staaten und ganze Erdteile ins Unglück zu stürzen, verarmen zu lassen. Diese Macht MUSS ihnen genommen werden. Nehmen wir den Märkten die Macht, nehmen wir die Macht in unsere eigenen Hände.
Zumindest in unserem Land sollten wir keine unpersönliche Macht dulden, keine Macht die nicht personell zu fassen ist, die nicht von uns autorisiert wurde.
Die Märkte sind eine Macht, keine Gesetzmäßigkeit und kein Naturgesetz. Macht kann beschnitten und genommen werden.
Es liegt an uns, an unserem Bewusstsein, an unserer Bereitschaft den Märkten zu dienen, sie als Herren anzuerkennen oder sie abzulehnen, und ihnen Stück für Stück ihrer Macht abzunehmen.
Es ist nicht nur möglich, es ist auch sinnvoll.

 

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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9 Antworten zu Die Märkte

  1. Ewald Böhmer schreibt:

    Die „Märkte“ funktionieren nach ganz einfachen regeln,das weis jeder Kaufmann ! Angebot und Nachfrage .was nicht klappt warum auch immer ,geht Bankrott ,das ist auch gut so! Nur nicht gut ist eben das diese Fehlkalkulation auf dem Rücken der arbeitenden Menschen in Form von allen möglichen Fantasie steuern und Entwertung des Geldes ausgetragen werden . (Rettung der Banken ) ec…….wenn ich heute meine Rente im Spielkasino verspiele ist es mir auch nicht möglich auf kosten der Steuer Zähler ständig gerettet zu werden ……

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Nachfrage wird auch geschaffen, wenn von sich aus keine Nachfrage besteht, Absatzmärkte werden „geöffnet“. Es werden Unsummen ausgegeben, um Nachfrage zu schaffen. Unsummen die wiederum vom Käufer bezahlt werden müssen.
      Es ist nicht nur das Prinzip von Angebot und Nachfrage, das von sich aus, von sich selbst heraus funktioniert.
      Pleite gehen kann eine Firma auch, wenn sie sich an die Regeln von Angebot und Nachfrage hält, sie kann von Konkurrenten oder einem übermächtigen Konkurrenten erdrückt werden. Dies und ähnliches hat mit Angebot und Nachfrage nichts zu tun, lediglich mit Marktmachtund brutalem Durchsetzungsvermögen.

      Was die Banken, bzw. deren Eigner, betrifft, die haben alles richtig gemacht, nun muss den Menschen nur beigebracht werden, dass es sie einsehen lässt, dass ihr Geld für „höhere Zwecke“ verwendet wird. Dazu eignen sich solche Notstands- und Krisenszenarien eben am besten.

  2. Moritz Haberland schreibt:

    Zitat : „Es ist nicht nur möglich, es ist auch sinnvoll.“

    Das ist so sicher wie das „Amen“ in der Kirche. Die bundeszentrierte Sicht der Dinge ist doch nur eine von vielen Möglichkeiten. „FED“ und „EZB“ jonglieren mit Schulden, während die Chinesische Nationalbank mit vorhandenen Devisen umgeht, die Russen haben bald die vergammelte Jelzin-Zeit überwunden und Singapur kann durchaus Vorbild für alle sein.

    In Südamerika geht einiges ab, Brasilien „buhmt“, Argentinien rappelt sich, Chile hat einen ausgeglichenen Haushalt usw. Die fragen sich doch alle : „Wer oder Was ist Schäuble ?“

    Ich glaube, daß Griechenland mit ihren Goldman & Sachs – Beratern dieses System besser genutzt haben als ausgerechnet die hochmütige BRD, denn Hochmut kommt vor dem Fall.

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Richtig, wenn auch „die“ Griechen nicht unbedingt etwas davon haben (werden).
      Die Goldmänner werden sich rechtzeitig abseilen, wenn die Operation gelungen ist und der Patient tot.

      • Moritz Haberland schreibt:

        Es ist wie bei uns, der durchschnittliche Grieche ist wie der durchschnittliche Deutsche (und Spanier und Italiener und Portugiese und Franzose und Tcheche und, und, und) einfach nur am Mors.

        Erst wenn der „Gürtel“ so eng geschnallt ist, daß jedes noch so bolemische Modell tot umfallen würde, dann ist die Operation für´s erste „gelungen“ und die Goldmänner warten auf den Nachwuchs für die nächste Runde.

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  4. Lützower Jäger schreibt:

    Wie Märkte funktionieren wenn man sie lässt, ist wissenschaftlich nichts Neues. Wie aber EU-Verteilungspolitik funktioniert, wird an der folgenden Geschichte erkennbar:
    Rechnung für Europa …relativ viel Text aber es lohnt sich zu lesen!

    10 Männer – ein Grieche, ein Italiener, ein Franzose, ein Portugiese, ein Spanier, ein Zypriot, ein Finne, ein Österreicher, ein Holländer und ein Deutscher – treffen sich regelmäßig zum Essen.
    So war es auch wieder in der letzten Woche.

    Die Rechnung für alle zusammen betrug genau 500,- €, denn man speiste schon sehr gern auf hohem Niveau.

    Die Gäste bezahlten ihre Rechnung, so wie wir unsere Steuern und das sah ungefähr so aus:
    • Vier Gäste (der Grieche, der Portugiese, der Spanier und der Italiener) zahlten nichts.
    • Der Zypriot zahlte 1 €.
    • Der Franzose 5 €.
    • Der Österreicher 50 €.
    • Der Finne 80 €.-
    • Der Holländer 100 €.
    • Der Zehnte (der Deutsche) zahlte 264 €.
    Das ging schon eine ganze Weile so. Immer wieder trafen sie sich zum Essen.

    Alle waren zufrieden, bis der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte, als er vorschlug, den Preis für das Essen um 50 € zu reduzieren.
    “Weil Sie alle so gute Gäste sind!” Wie nett von ihm! Jetzt kostete das Essen für die 10 nur noch 450 €.

    Die Gruppe wollte unbedingt weiter so bezahlen, wie das bisher üblich war.
    Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin kostenlos. Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus? Wie konnten sie die 50 € Ersparnis so aufteilen, dass jeder etwas davon hatte?

    Die sechs stellten schnell fest, dass 50 € geteilt durch sechs Zahler
    8,33 € ergibt. Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, dass sie überhaupt zum Essen gehen.

    Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte wie er insgesamt beisteuere. Er setzte sich also hin und begann das für seine Gäste auszurechnen.

    Heraus kam folgendes:
    • der Zypriot, ebenso wie die ersten vier, zahlten ab sofort nichts mehr (100% Ersparnis).
    • Der Franzose zahlte 3 € statt 5 € (40% Ersparnis).
    • Der Österreicher zahlte 45 € statt 50 € (10% Ersparnis).
    • Der Finne zahlte 72 € statt 80 € (10% Ersparnis).
    • Der Holländer zahlte 90 € statt 100 € (10% Ersparnis).
    • Der Deutsche zahlte 239 € statt 264 € (11% Ersparnis).
    Jeder der sechs kam bei dieser Lösung günstiger weg als vorher und die ersten vier aßen immer noch kostenlos.

    Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal wie sie dachten.

    “Ich hab’ nur 2 € von den 50 € bekommen!” sagte der Franzose und zeigte auf den Deutschen, “Aber er kriegt 25 €!”.

    “Stimmt!”, rief der Zypriot, “Ich hab’ nur 1 Euro gespart und er spart mehr als zwanzigmal so viel wie ich”.

    “Wie wahr!”, rief der Österreicher, “Warum kriegt er 25 € zurück und ich nur 5 €? Alles kriegen mal wieder die reichen Deutschen!”.

    “Moment mal” riefen da der Grieche, der Portugiese, der Spanier und der Italiener aus einem Munde, “Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!”

    Wie aus heiterem Himmel gingen die neun gemeinsam auf den Deutschen los und verprügelten ihn.

    Am nächsten Abend tauchte der Deutsche nicht mehr zum Essen auf. Also setzten sich die übrigen 9 zusammen und aßen ohne ihn.
    Aber als es an der Zeit war die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest:

    Alle zusammen hatten nicht genügend Geld, um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können!

    Und wenn sie nicht verhungert sind, wundern sie sich noch heute. Um Weiterleitung wird gebeten!

    Niemand soll behaupten können, er habe davon nichts gewusst!

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