Ich bin ein Nazi

Jetzt spinnt er komplett, der Bauer, jetzt sagt er auch noch, er sei ein Nazi. Ja weiß der denn nicht, dass dies das, zumindest soziale, Todesurteil in der BRD ist? Dass mit der Nazikeule jeder totgeschlagen wird, der es auch nur wagt das deutsche Haupt zu erheben.

Nur Gemach, natürlich weiß ich es und trotzdem stelle ich das mal so in den Raum.
Wieso? Ganz einfach, wenn ich mir die Definitionen von Nazi, Neonazi etc. so anhöre oder lese, dann kann ich nur ein Nazi sein. Die Antifaschisten und Antideutschen definieren den Begriff Nazi und vergeben ihn an Menschen die ihren antideutschen Plänen im Wege stehen.

Mit Nazi oder Neonazi ist ja keineswegs ein Anhänger oder Parteigänger der mittlerweile verbotenen NSDAP gemeint oder einer der das Zwanzig-Punkte-Programm der NSDAP für gutheißt und/oder aktiv propagiert. Der Begriff Nazi ist ursprünglich ein Kampfbegriff der breiten Front der Gegner der NSDAP und deren Mitglieder. Nazi ist natürlich ein absolut abwertender Begriff, damals ein Kampf- und Schimpfwort, heute ein Kampf- und Schimpfwort.
Nur eines hat sich geändert, die NSDAP war damals eine Kampfpartei, die straff organisiert war, im Wachsen begriffen, heute ist die NSDAP eine Schimäre, deren Führer tot, deren Mitglieder tot (mögen auch noch einige wenige leben), die Organisation ist zerschlagen, von Wachstum keine Spur, mag es auch einige Anhänger der Ideen der NSDAP geben, sie sind vereinzelt und ohne Chance jemals wieder zu politischer Macht zu kommen.
Was tun, sprach die antifaschistische, antideutsche Front. Man braucht Nazis, um Nazis bekämpfen zu können. Niemand will ein Nazi sein, niemand steht auf und sagt ich bin ein Nationalsozialist (lassen wir dabei die einigen wenigen außer Acht, die fallen nun wirklich nicht ins Gewicht). Also muss man Nazis schaffen, man braucht sie, man braucht sie, um die eigenen Ziele kaschieren zu können, Unterdrückungsmechanismen einzuführen und rechtfertigen zu können, die an die schlimmsten Zeiten bolschewistischer Herrschaft und die chinesische Kulturrevolution erinnern lassen. Was noch fehlt ist der Genickschuss, dazu fehlt allerdings die wirkliche Gefahr, die wirkliche Gefahr für die Herrschaft der Antifaschisten und Antideutschen, sollte diese gefährdet sein, wird auch der Genickschuss wieder aufleben.

Wer sind dann die heutigen Nazis.
Nazis sind die, die Deutschland, ihre Heimat lieben, die ihrem Volk die Treue halten und an der Überzeugung festhalten, einzig die Deutschen hätten das Recht in ihrem Vaterland zu bestimmen, wie sie zu leben haben.
Nazi ist auch derjenige, der daran festhält, dass es sowohl Unterschiede zwischen den Menschen, Völkern und Rassen gibt, dass es überhaupt verschiedene menschlichen Rassen gibt.
Nazi ist der, der sich der allgemeinen Gleichmacherei widersetzt, der sich weigert anzuerkennen, dass alle Menschen gleich seien. Wir sind alle Menschen, das ist die Gemeinsamkeit, von da ab hört sie allerdings auch schon wieder auf.
Nazi ist jeder, der im weitesten Sinne als rechts bezeichnet wird, manchmal auch als konservativ oder die Mitte der Gesellschaft, die ja der Keimboden für den Nazismus, den Rechtsextremismus, den Rassismus bildet. Der Bogen wird manchmal etwas enger und manchmal etwas weiter gespannt, je nach Bedarf.
Mal sind die Mitteldeutschen verseucht, mal auch die Westdeutschen, mal die schweigende Mehrheit der Deutschen in ihrer Gesamtheit, was dann in Aussagen gipfelt, wie, „Die Deutschen haben das Nazigen.“ Auf einmal gibt es also ein Gen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, tritt die Vererbungslehre in Kraft. Gibt man diesen Begriff in die Suchmaschine ein, bekommt man über 5500 Treffer.
Dazu kann man nur sagen, die Naziwelle, die Propagandawelle rollt.

Nazi wird man in diesem Deutschland nicht durch freien Entschluss, beispielsweise dadurch, dass jemand ein Aufnahmeformular unterschreibt oder sich öffentlich als Nationalsozialist bekennt.
Nein, zum Nazi wird man ernannt, manche meinen auch gekürt. Ernannt oder gekürt durch antideutsche Gruppierungen, Parteien, Abgeordnete und Regierungen.

Nachdem es keine echten Nazis mehr gibt, werden Nazis gemacht, so einfach geht das. Jede deutsche Regung wird als sofort mit braun, Nazismus oder Neonazismus gebrandmarkt.

Mittlerweile arbeitet eine gut geschmierte Naziindustrie, sie fertigt Nazis am laufenden Band.
Mehr Nazis, mehr Geld; mehr Ausländerfeindlichkeit, mehr Geld; mehr Rechtsextremismus, mehr Geld.
Mehr Geld bedeutet mehr Macht und Einfluss; bedeutet den Ausbau des Unterdrückungs- und Verfolgungsapparates gegen jede deutsche Regung. Selbst nichtstaatliche Organisationen werden für diese Menschenjagd finanziert und gerüstet.

Wenn nichts mehr wächst, diese und die Einwanderungsindustrie, verzeichnen gute Wachstumsraten, von Rezession keine Spur.

Mittlerweile ist es soweit, dass sich jeder von dem Vorwurf, er sei ein Nazi oder Rechtsextremer, fieberhaft freimachen will, dazu wird sich verbogen, werden Dinge gesagt, die besser ungesagt blieben, wird sich distanziert, wird auf das, ohnehin eingeschränkte, Recht der Meinungsfreiheit weitgehend verzichtet und vorbeugende Unterwerfung und vorauseilender Gehorsam praktiziert.

Bitte, bitte, nur eines nicht, nennt mich nicht Nazi, ich bin keiner, wollte nie einer sein und will keiner sein. Die Nazis sind schuld, wir Deutschen sind schuld, unsere Schuld ist unauslöschlich, wir haben eine besondere Veantwortung gegenüber Europa (gemeint ist die EU), gegenüber Israel und überhaupt gegenüber jedem Fliegenschiss.
Wir sind schuldhaft und beladen, vergib uns nicht und nimm uns nicht unsere Sünden. Wir distanzieren uns ausdrücklich, wir erkennen an usw. usf..
So und ähnlich lauten die Aussagen der Unterworfenen, der Gehorsamen und doch hilft es nichts, sie sind und bleiben Nazis, sie werden überwacht, verfolgt, geprügelt, medial durch den Kakao, die sprichwörtliche braune Soße, gezogen.

Was hilft also? Die Unterwerfung jedenfalls nicht, der vorauseilende Gehorsam auch nicht, die antifaschistischen Herren sind unbeugsam, gnadenlos und hart, zudem wird vergessen oder übersehen, sie brauchen die Nazis, sie brauchen den Teufel, gäbe es das Böse nicht, gäbe es auch keinen Grund es zu bekämpfen, wäre vieles hinfällig.

Was hilft also? Wie nimmt man dem Gegner den Wind aus den Segeln oder die Winde aus dem Mund?
Indem man sich hinstellt und dem Gegner seine Definitionen von Nazi um die Ohren schlägt, ihm nachweist, dass in den Augen des Gegners jeder ein Nazi ist, der sich seinen Plänen ernstlich widersetzt, wobei dies doch angeblich das gute Recht eines jeden Deutschen ist, angeblich leben wir ja in einem freien Land, in dem man seine Meinung sagen darf, die allgemeine Richtung der Politik bestimmen darf. Wenn man sich allerdings dieser allgemeinen Richtung widersetzt, wird man zum Nazi. Dieser Widerspruch muss deutlichst aufgezeigt werden.
Vor einigen Jahrzehnten erging es den Kommunisten so. Wollte man jemanden fertigmachen, wurde er als Kommunist, als Kommunistenfreund bezeichnet, nur, das war nicht ganz so schlimm, waren doch die Kommunisten die erbittertsten Feinde der Nazis, war Väterchen Stalin der Sieger über den Faschismus in Europa. Diese Schiene wurde gefahren und wird heute vermehrt gefahren.
Im Osten zu Stalins Zeiten waren es die Trotzkisten, die ehemaligen Kampfgefährten Lenins und Stalins, die die Rolle der Nazis einnahmen, sprich liquidiert wurden. In China waren es die Reaktionäre. Im Osten der Nachstalinära, waren es die Stalinisten, von denen Partei und Staat gesäubert wurden.

Fällt hier etwas auf? Diese Art des Kampfes gegen politische Gegner ist durch und durch bolschewistisch, kommunistisch.
Es gibt immer eine Gruppe die bis auf´s Messer bekämpft wird, der kein Pardon gegeben wird, der man keine Chance auf Rehabilitation gibt.
In der BRD wird diese Gruppe heute als „Nazis“ bezeichnet, es geht sogar soweit, dass Gruppen im Ausland, wie vor kurzem in Polen, als neonazistisch bezeichnet werden. Gab es in Polen einen polnischen Nationalsozialismus oder wird jeder zum Nazi, der mit den heute herrschenden Staatsorganen und deren Hintermännern aneinandergerät?
Heute sind es die „Nazis“, morgen schon kann sich der Wind drehen und eine andere Gruppe wird im Visier der Menschenjäger sein. Die Auswahl wird bestimmt durch die Ziele der Herrschenden, der Hintergrundmächte. Brauchen und wollen sie die Auflösung und Vermischung der Völker, sind die Feinde Nazis, brauchen sie nationale Bewegungen, sind die Feinde Kommunisten, der Phantasie und Anwendung sind keine Grenzen gesetzt.
Heute bin ich ein Nazi, morgen vielleicht nicht mehr, wie gesagt es liegt nicht an mir.
Um morgen ein Braver zu sein, muss ich mich allerdings der Verfolgung einer anderen Gruppe anschließen, was ich mit Sicherheit nicht tun werde.
Ich war gestern kein Braver, bin heute kein Braver und werde morgen kein Braver sein.
Ich bekämpfe keine Kommunisten, keine Moslems, keine Juden, keine Schwulen, keine Lesben, keine Deutschen, keine Nazis, keine Revolutionäre, keine Reaktionäre, ich schließe mich keinerlei staatlicher oder ideologischer Gruppenbekämpfung an.

Deshalb werde ich immer ein Nazi sein, wenn sich auch die Bezeichnung ändern kann.
Ich bin immer einer, der sich niemals an Menschenjagden, an Distanzierungen, an Gehorsamsübungen, an Unterwerfung beteiligen wird. Insofern werde ich immer außerhalb jeder ideologischen Richtung stehen und immer ein „Gefährder“ sein.
Deshalb und nur deshalb bin ich, heute, ein Nazi. Und morgen?

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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16 Antworten zu Ich bin ein Nazi

  1. Heinz Kuttnik schreibt:

    Das wird jeden Stalinisten und Bolschewisten mit „Freuden“ zur Kenntnis gereichen, oder etwas doch nicht?

    Ein Auszug des Buches „Das Geheime wird offenbar“ das man nicht vor dem Essen lessen sollte und hinterner auch erst wenigstens 2 Stunden nach dem Essen. Villeicht nach einem großem Glas Wodka, damit es einem nicht schlecht wird.
    9. Der Fleischwolf und das Laboratorium Nr. 12

    Schon vor langer Zeit hatte ich von einem sowjetischen Staatsanwalt gehört, daß die Leichen der Erschossenen im KGB-Gefängnis Lefortowo sofort nach der 1-linrichtung in einen riesigen Fleischwolf geworfen wurden. Darin wurde der Hingerichtete in eine Fleischmasse verwandelt, die
    in die Kanalisation geleitet wurde. Ich muß zugeben, daß ich das nicht glaubte, obwohl der Staatsanwalt ohne Zweifel ein gut informierter Mann war. Dann aber begann ich zu überlegen: Wohin konnten die Henker des KGB in Lefortowo, das mitten in der dichtbevölkerten Stadt Moskau lag, die Leichen der Hingerichteten geschafft haben? Selbst wenn man sie nachts abtransportierte, hätten das die Leute in der Umgebung des Gefängnisses bemerkt.
    In der Petersburger Zeitung >~Literator« wurde die Aussage eines früheren Mitarbeiters der Miliz veröffentlicht. Er erzählte, nach einer Schußverletzung, die er bei der Festnahme eines Verbrechers im Jahre 1959 erlitt, habe er bei seinem Aufenthalt im Sanatorium des KGB in Odessa den KGB-Obersten Afonin kennengelernt. Der Oberst war mit ihm zusammen in einem Zimmer untergebracht, trank viel und äußerte sich seinem jungen Zimmernachbarn gegenüber sehr offenherzig. Afonin erzählte ihm von speziellen Kellern im Zuchthaus Lefortowo. Ihrer Funktion nach wurden sie in die »Liquidierungskeller« und in die »Knochenmühle« eingeteilt. in den »Liquidierungskellern« fanden die Erschießungen statt. Eine spezielle NKWD-»Verwaltung für physische Vernichtung« (russisch abgekürzt UFU) — der Name spricht Bände!
    — nahm die Erschießungen vor, und dann ließ die Zuchthausverwaltung die Leichen entkleiden und auf Karren in die »Knochenmühle« schaffen.

    »Dort gab es spezielle Tische aus dicken Eichenbrettern; auf ihnen wurden die Leichen in Stücke zerhackt. Danach wurde alles in einen großen Trichter geworfen… Um die Arbeit zu erleichtern, wurden die Knochen der Leichen von Messern zerkleinert, die spiralförmig auf der Welle dieses menschenverarbeitenden Fleischwolfes angebracht waren.«

    Er war etwa 5,5 bis 6 Meter groß (zusammen mit dem Elektromotor, der ihn antrieb).

    »Mit einem selbstgefälligen Grinsen im Gesicht zeigte der alte, betrunkene Tschekist mit dem Finger nach unten und erklärte, diese ganze >ScheißeLiquidatorenKnochenmuhle< kistenweise herum, und die Kantine arbeitete für die UFU rund um die Uhr.«56

    Nicht alle zum Tod durch Erschießen Verurteilten wurden wirklich erschossen. Es gab noch andere Varianten, bei denen die Verwaltung für physische Vernichtung nicht in Anspruch genommen wurde.

    Eine Variante bestand darin, daß die zum Tode Verurteilten in Uranbergwerken arbeiten mußten, ohne Schutz vor der todbringenden Strahlung.

    Als Beispiel für einen Ort, wo diese Vernichtungsmethode Anwendung fand, wurde mir die nördliche Bucht Talaja genannt.
    Die Lebensdauer eines Häftlings betrug dort ungefähr sechs Monate. Die Menschen, die bereits ihre Arbeitsfähigkeit verloren hatten und sich nur noch kriechend fortbewegen konnten, wurden von den Legalisten in den »Organen« nicht erschossen, war doch der Tod durch Erschießen durch die Verbannung in Bergwerke ersetzt worden. Gnädig gestattete man den Unglücklichen, bis zum Schluß Qualen zu erleiden und selbst zu sterben. Man hinderte sie nicht einmal daran, aus dem Lager fortzukriechen und sich bis in eine Schlucht zu schleppen: Im Umkreis von Hunderten von Kilometern war die Gegend menschenleer, und sie konnten zu keiner kleinen Insel der Freiheit gelangen — und wo hätte es in der UdSSR eine solche Insel gegeben? Alle diese Menschen starben schließlich vor Entkräftung in der Schlucht. An bestimmten Tagen schickte man ein Lastauto los, belud es mit den eingesammelten Leichen und verbrannte sie.
    Noch eine Variante gab es, die schon die Leninsche Tscheka erfunden hatte: Wenn der Verurteilte physisch stark war, wurde er zum Training der Soldaten von Sondereinheiten benutzt. An ihm übten die Soldaten die Nahkampfmethoden. In der Tscheka bezeichnete man diese Todeskandidaten höhnisch als »Gladiatoren~<, im NKWD nannte man sie spöttisch »Volontäre« und in der Organisation Smerscb »Robinsone~~Zyklon WMaxMaxc ist damit zu beauftragen, die Variante auszuarbeiten und die Bedingungen vorzubereiten, unter denen ein Vertreter Costa Ricas ,11w ein Geschenk in Form irgendwelcher Juwelen übergibt, wobei beim Öffnen der Schatulle ein Mechanismus ausgelöst wird, der ein sofort wirkendes Gift herausschleudert.«

    Am Schluß des Morddokuments steht: »>Mw ist aufgrund seiner persönlichen Eigenschaften und seiner Erfahrungen auf dem Gebiet der Spionagetätigkeit für die Ausfühnmg eines solchen Auftrags geeignet.« Ein zweifelhaftes Kompliment für einen Professor!

    Diese für Stalin bestimmte Mitteilung war so geheim, daß man es nicht riskierte, sie auf einer Schreibmaschine zu tippen. Der Stellvertreter des Vorsitzenden des KGB schrieb sie in einem Exemplar mit der Hand. Die Entdeckung dieses Dokuments ist Wolkogonow, dem früheren Ersten Stellvertreter des Chefs der Politischen Hauptverwaltung der Sowjetarmee, zu verdanken. Das Laboratorium Nr. 12 gibt es anscheinend immer noch. Das berichtete im April 1992 die auflagenstärkste Zeitung Rußlands »Argumenty 1 fakty«. Diese düstere Einrichtung, so schrieb die Zeitung, »existiert nicht nur, sondern blüht und gedeiht.« Sie dient in der Hauptsache der Auslandsspionage; dort »leisten >illegale< Kundschafter … ein Praktikum ah, das sie auf eine lange Tätigkeit im Ausland vorbereitet«. Offiziell aber unterstand das Laboratorium bis vor kurzem der Dritten Hauptverwaltung des Ministeriums für Gesundheitswesen — ein origineller Arbeitgeher für Mörder! Ubrigens handelten die Veröffentlichungen dieser Einrichtung in den letzten Jahren »nicht so sehr von Giften, als von Psychotika, die die Zunge lösen«.62 Das ist ebenfalls widerwärtig, aber wenigstens kein direkter Mord.
    Anscheinend wurden im KGB nicht nur Tötungsmethoden getestet, sondern auch psychologische Experimente durchgeführt. Bis jetzt ist ein Rätsel unaufgeklärt geblieben. Was hat man mit dem Amerikaner Victor Hamilton gemacht, der sich, wie erst 1992 bekannt wurde, seit über 30 Jahren in Rußland befand? Er wurde im Serbskij-Institut für Psychiatrie entdeckt, das durch seine Verbindungen zum KGB zu trauriger Berühmtheit gelangte. Dort wui~den zur Zeit Breschnews und Andropows Dissidenten eingesperrt. Hamilton war aber kein Dissident, sondern ein sowjetischer Spion in den USA gewesen. Dann wurde er in die UdSSR gebracht — und verschwand. Was danach mit ihm geschah, ist nicht bekannt. Klar ist eines: Hamilton wurde nachhaltig suggeriert, daß seine Frau seinetwegen in den USA auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde und daß auch seine Kinder tot seien. In Wirklichkeit lebt seine ganze Familie friedlich in den USA. Hamilton wollte jedoch weder die Briefe seiner Frau lesen, die ein Amerikaner mitgebracht hatte, noch etwas darüber hören und sich auch die heutigen Fotos von seiner Frau und seinen Töchtern nicht ansehen. Er behauptete, das alles sei »Hypnose«, ein Trick des KGB. Im Moskauer Fernsehen war nur eine rasch davoneilende Gestalt in der häßlichen Kleidung eines Häftlingskrankenhauses zu sehen. Wie man mit diesem Unglücklichen verfahren ist und wie man ihn in diesen Zustand versetzt hat, weiß man nicht. Diese seit mehr als 30 Jahren andauernde tragische Geschichte läßt sich mit der von der »eisernen Maske« vergleichen — nur wurde diese im 17. Jahrhundert angewandt, während wir am Ende des 20. Jahrhunderts leben.
    Wenden wir uns jedoch wieder den Giftmördern zu. Solange es das »sozialistische Lager« gab, stellte das Laboratorium in Moskau auch Gift für die Staatssicherheitsorgane der »sozialistischen Bruderländer« her. Man arbeitete auf sehr hoher Ebene zusammen. So wurden zum Beispiel auf die persönliche Bitte des Vorsitzenden der bulgarischen Kommunistischen Partei und des Präsidenten Bulgariens. Totor Schiwkow. Schußvorrichtungen in Regenschirme eingebaut und vergiftete Kugeln hergestellt. Diese Regenschirme verwendete man bei der Ermordung bul— garischer Dissidenten in England. Diese Regenschirme wurden eigens in den USA gekauft: Man wollte die Polizei auf eine falsche Fährte locken und den Eindruck erwecken, als ob die Morde vorn CIA verübt worden seien.
    Im Moskauer Laboratorium wurde auch das Gift für die Ermordung des bekannten rumänischen Schriftstellers und Dissidenten Paul Goma in Frankreich hergestellt. In diesem Fall kam der Befehl ebenfalls von ganz oben — vorn Führer der Kommunistischen Partei und Staatschef Rumäniens, Ceausescu. Der rumänische Spion erhielt den Auftrag, Goma zu vergiften: Er sollte ihm bei einem Empfang ein bis zwei Tropfen Gift in ein Glas Wein träufeln. Zum Glück beschäftigte sich der Mann mit lndustriespionage und konnte es mit seiner Würde nicht vereinbaren, zum Mörder zu werden. Er informierte die französische Spionageabwehr über seinen Auftrag.
    Anscheinend hatte man im Laboratorium Nr. 12 begonnen, nach bestimmten Schablonen zu handeln. Weshalb hatte man für Goma ausgerechnet dieses Gift gewählt? Der Chef der rumänischen Spionage erklärte seinem Agenten: Goma ist alt, das Herz wird dem Gift nicht standhalten.
    Außerdem waren im Laboratorium mal die einen und mal die anderen Gifte Mode. Ich schreibe das, weil ich ein Jahr vor dem Giftanschlag auf Goma die Wirkung des gleichen Giftes am eigenen Leib zu spüren bekam. Ich will hier nicht abschweifen und die ganze Geschichte beschreiben, die sich am Abend des 2. Septembers 1981 in einem Gebäude der Universität Bremen ereignete. Das, was der Chef der rumänischen Spionage dem Agenten bei der Ubergabe des Giftes erklärte, beschreibt sehr genau die Wirkung dieses Mittels. Das Pflanzengift wird in ein Glas Weißwein geträufelt, dabei genügen zwei, drei Tropfen Gift; das Gift ist geschmack- und geruchlos. Zwei Stunden lang spürt der Vergiftete nichts, dadurch kann der Giftmörder entkommen. Danach wird dem Vergifteten plötzlich übel, und das Herz beginnt zu rasen. Aufgrund meiner eigenen Erfahrung füge ich hinzu, daß dieser Anfall etwa sieben Stunden lang dauert. Er läßt erst in der siebenten Stunde nach und wird von immer längeren Perioden unterbrochen, in denen das Herz im normalen Rhythmus schlägt.
    Das Gift wird bei älteren Menschen angewendet. Man spekuliert darauf daß ein altersschwaches Herz das nicht aushält und der Betreffende den plötzlichen Herztod erleidet. Auf diese Weise wird es wie ein völlig natürlicher Tod aussehen, und es wird keine polizeiliche Untersuchung geben. Sogar wenn es dazu käme, würde sie nichts zutage fördern: Das Gift verflüchtigte sich rasch und läßt sich im Organismus nicht nachweisen. Ein so bequemes Mittel ist nicht neu, es wurde bekanntlich schon im Mittelalter angewendet.
    Vom Standpunkt der Giftmörder aus betrachtet besteht der Nachteil des in jeder Hinsicht hervorragenden Giftes darin, daß der tödliche Ausgang nicht garantiert ist. Man spekuliert darauf, daß das Herz des Opfers schwach ist, aber das ist nicht immer der Fall. Dank eines solchen „Nachteils“ konnte ich dieses Buch schreiben.

    • Gerhard Bauer schreibt:

      „Das meiste Leid der Welt entquillt der Kluft, die sich zwischen Theorie und Praxis auftut.“
      David J. Dallin und Boris Nikolaevsky, Zwangsarbeit in Rußland, Verlag Neue Welt, Wien 1948
      gefunden in: Bruno Brehm – Am Rande des Abgrunds – Kapitel 1 Terror besiegt die Justiz

  2. Ralph Pape schreibt:

    Wenn ich mein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehme.
    Wenn meine Meinung nicht „politisch korrekt“ ist.
    Wenn ich die Ausländerschwemme kritisiere.
    Wenn ich die Gestalten verachte, die Deutschland verraten und verkaufen.
    Wenn ich die „EU“ als Diktatur bezeichne.
    Jaa, Dann bin ich ein Nazi.
    Na und?

  3. Moritz Haberland schreibt:

    Vorausgeschickt sei: Ich habe sehr viele nette Menschen in Westdeutschland getroffen, klug, hilfsbereit aber selten mutig. Viele waren und sind an dem verzweifelt, was man ihnen als ihre Geschichte angedreht hat, ohne noch selbst festzustellen oder offen zu formulieren, was daran stimmt oder nicht.

    Der durchschnittliche “Wessi” ist irgendwie geschädigt, ich erlebe das seit meiner Umsiedlung 1983 (angenehme Ausnahmen ausgenommen). Doch in welcher trüben Brühe die Hirne aufgeweicht, gewaschen, gespült und geschleudert wurden, ist schier unbegreiflich. Das hätte die SED in weiteren 100 Jahren nicht hinbekommen.

    Mein Großonkel hatte einen gewissen Dienstgrad in der Schutzstaffel, meine Oma war Funktionärin des BdM in Stettin, mein Vater fuhr einen Panzer usw… Ich bin aber in meinem ganzen Leben nicht auf die Idee gekommen, einen meiner Verwandten, die mich ernährt und erzogen haben, auch nur der kleinsten Missetat zu bezichtigen.

    Das Problem ist sicher kein deutsches Problem sondern eine westdeutsche Paranoia, darum wächst auch nicht zusammen, was eigentlich zusammen gehört, weil genau DAS an keiner Ecke paßt. Meine / unsere Deutsche Identität ist eine ganz andere als die westdeutsche, darum leben jetzt die meisten „Nazis“ auch in Mitteldeutschland, wo ich den Archetypus des Redlichen Nazis vorlebe und verbreite.

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Stimmt, die SED hätte dies sicherlich in 100 Jahren nicht hinbekommen.
      Die Gehirnwäscheinstitutionen des Westens funktionieren hervorragend.
      Hollywood ist nicht die Traumfabrik, sie ist die Alptraumfabrik, dort wird der Stoff gemacht, aus dem unsere Alpträume sind, dort wurde und wird die Gehirnwäsche perfektioniert.
      Lügengeschichten der übrigen Medien tun ihr übriges, vor allem, da diese nicht als das erkannt werden was sie sind, Medien in Besitz einigiger privater Meinungsmacher.
      Wobei man natürlich nicht vergessen darf, dass der sog. Kampf gegen Rechts wesentlich schärfer wurde, als die Genossen aus dem Osten dazukamen. Ganz so unschuldig und standhaft ist der Osten oder besser gesagt die ehemalige SBZ an diesem Dilemma auch nicht.
      Ob die Mitteldeutschen sich mutiger ihren Herrschern entgegenstellten, weniger verseucht wurden, wage ich zu bezweifeln. Ich behaupte, nicht weniger aber anders.

      • Moritz Haberland schreibt:

        ANDERS, das ist eben der Punkt. Die Penetranz der Beeinflussung in meinem Herkunftsbiotop war für jeden normalen Menschen emunisierend, auch ich habe das ganze Programm durch und es hat nichts genutzt. Mein Cousin (selbe Herkunft, selbes Alter, unterschiedliche Sozialisation, war unsere „Westverwandtschaft“) ist heute ein wohlhabender, linker Professor an seiner Heimat-Uni Bremen, wie mag das angehen(?), seine Mutter und mein Vater sind Schwester und Bruder.

        Ich habe andere Menschen getroffen (Dich zum Beispiel), wo die Abstammung ganz und gar nicht gleich oder ähnlich ist, ich glaube kaum, daß sich Dein und mein Opa jemals getroffen haben und doch sind wir zu sehr ähnlichen Erkenntnissen gekommen.

        Das sind zwei Einzelbeispiele, doch in der Mengenverteilung kenne ich mehr „Ossis“ meiner Sorte als „Wessis“, obwohl ich nun schon fast so lange BRD-Bürger bin wie ich DDR-Bürger war (30 :29 Lebensjahre).

        Obwohl ich nun schon 29 Jahre danach fahnde, hab ich es noch nicht gepackt, herauszufinden, was den „Wessi“ dazu veranlaßt hat, sein Gehirn und seinen Teil Deutschlands so verkommen zu lassen.

      • Gerhard Bauer schreibt:

        Bei Teilen der Landbevölkerung schaut es etwas anders aus, als bei verstädterten und verweichlichten Westlern. Da gibt es schon einige gravierende Unterschiede.
        „verkommen lassen“ Ganz so sehe ich es nicht, nicht wir haben verkommen lassen, wir mussten verkommen lassen, der Wessi wird ebenso regiert, wie der Ossi regiert wurde.
        Du glaubst doch nicht wirklich, dass Wahlen oder ein anderes Verhalten irgendetwas verändert hätten. Der Plan ist so, der wird so durchgezogen und damit Basta. Die Möglichkeit zu einer irgendwie gearteten massiven Gegenwehr bestand nicht und besteht auch heute nicht.

        Es bringt aber auch nichts, West gegen Ost aufzurechnen. Im Osten kamen die Kommunisten wieder auf die Höhe, die Grünen im Westen war dem Untergang geweiht, dann kam die SBZ dazu und die Sache ging wieder nach oben. Was soll´s, da könnte man lange darüber fabulieren. Die Mauer ist weg und das ist gut so, damit ist die Angelegenheit Ost/West für mich eigentlich erledigt.

      • Moritz Haberland schreibt:

        Zitat: „Bei Teilen der Landbevölkerung … gibt es schon einige gravierende Unterschiede.“

        Und wie (!), ich habe mit weichenden Erben alter Bauerngeschlechter studiert, ich war auf friesischen, angelner und dittmarscher Höfen, deren Familien sich über mehrere Jahrhunderten auf ihren Schollen befinden.

        Das sind die guten Erfahrungen, von denen ich schrieb. An der Hochschule Weihenstephan habe ich ganz ähnliche Erfahrungen für Bayern gemacht, als ich dort
        ein Gastsemester belgte.

        Es ist kein Fabulieren und das „Ost-West-Problem“ ist keineswegs überwunden, das sage ich, obwohl ich mit meinem „Halbe-Halbe-Leben“ eigentlich das beste „Integrationsmodell“ sein müßte.

      • Gerhard Bauer schreibt:

        Müssen wir uns unbedingt integrieren? Ich meine nicht.
        Sollen die Mitteldeutschen ihr Leben leben, wir das unsere. So war es in früheren Zeiten und so wird es auch zukünftig sein. Wir werden uns gelegentlich in den Haaren liegen, ein ander Mal gemeinsam gehen, wieder ein andermal nebeneinander leben und den Nachbarn mehr oder weniger beachten. Wie im richtigen Leben auch.
        Damit habe ich kein Problem. M-V ist für mich und mein Leben weit weg. Die Entscheidungen die dort getroffen werden, tangieren mich äußerst peripher, wie sicherlich auch umgekehrt. M-V hier nur beispielhaft genannt.
        Ich sehe kein Problem.

      • Moritz Haberland schreibt:

        Wahrscheinlich…nein, sicher hast Du recht, wenn man bedenkt, was den quirligen Rheinländer mit dem stillen Ostpreußen mental verbindet.

        Schöne Sonntagsgrüße nach Bayern, besonders heute.

      • Gerhard Bauer schreibt:

        Danke, Dir auch einen schönen Sonntag.

    • Heinz Kuttnik schreibt:

      Ja aus Deinen beiträgen erkennt man fast eindeutig die Gehirnwäsche der Stasi.

      • Moritz Haberland schreibt:

        Schon klar Heinz, doch woran erkennt „man“, woher erkennst Du das? Wenn Du das etwas näher erläutern, herleiten oder gar nachweisen könntest, wäre es gut, wenn nicht, wäre es auch gut.

  4. Heinz Kuttnik schreibt:

    So oder ähnlich, fragte auch die Stasi jemand aus
    „Wenn Du das etwas näher erläutern, herleiten oder gar nachweisen könntest, wäre es gut,“

  5. Kersti schreibt:

    Du schreibst das, was ich in der JF schon 2x geschrieben habe, ich bin für die Linksfaschisten gerne Nazi oder eine Rechtsextreme, sie können mich braun, kariert, gestreift oder gepunktet einschätzen, ich weiß, daß ich gefühlsmäßig auf der richtigen Seite stehe und die anderen Unrecht haben. Das wußte ich seit 1986 in der DDR auch.
    Am WE war ich bei einem Klassentreffen in Stralsund. Da wurde zum erstenmal ein Tagebuch unserer FDJ Gruppe herumgereicht. Ich habe Tränen gelacht und laut vorgelesen, so triefte das Machwerk von Propaganda. Ich habe da keine Rolle gespielt, in den 4 Jahren wurde ich einmal namentlich erwähnt, ich war 2. beim Langlauf in den Winterferien in Johanngeorgenstadt. Die Agitpropgestalten sind heute ganz normal, haben eher unsere Einstellung, weiß nicht, warum die sich nach vorne gedrängt haben. Bei mir war es keine Einstellung, ich habe mich eher für Jungs als Politik interessiert. Der Quark im Neuen Deutschland hat mich so interessiert wie der Quatsch in den heutigen Qualitätsmedien, eine Aneinanderreihung von Losungen und Durchhalteparolen, geistig zu arm, zu unverständlich in ihrem Vokabular. Die DDR hatte ihre eigene Sprache und die Linken hier auch. Ich rede gern Klartext und verbiege mich ungern.

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