Schuldenfrei durch neue Schulden

Griechenland soll seine Schuldenquote durch Rückkauf der eigenen Staatsanleihen drücken, das notwendige Geld bekäme Griechenland durch neue Kredite. So der Vorschlag des EZB-Mannes Jörg Asmussen.

Genau das ist das Problem, Schulden machen reich, daher zählt auch Simbabwe zu einem der reichsten Länder der Welt; Schulden lösen Probleme, deswegen haben wir auch keine Probleme; Schulden machen, um Schulden abzubauen; ein Prinzip das auch in der BRD seit über 60 Jahren äußerst erfolgreich praktiziert wird.
Derzeit haben wir einen Höchststand an Schuldenabbau zu verzeichnen, über 2 Billionen Euro, nicht miteingerechnet sind Pensionszusagen etc. Ein Gutteil davon geht auf das Konto der alternativlosen Kanzlerin Angela Merkel und des Finanzfachmannes Peer Steinbrück.

Von nichts kommt nichts, heißt es immer. Bei Schulden ist es etwas anders, man hat nichts und aus dem diesem Nichts werden via Zinsen und Zinseszinsen immer mehr Schulden. Diese Schulden sind aber nicht Nichts, sondern eine Verpflichtung, eine Zahlungsverpflichtung, ebenso wie die fälligen Zinsen.
Derjenige der nichts hat, muss also etwas schaffen, damit er dieser aus dem Nichts entstandenen Zahlungsverpflichtung gerecht werden kann, sprich seine Zinsen und Schulden bezahlen kann.
Wie es in Demokratien so üblich ist, werden Schulden nicht getilgt, sondern lediglich die Zinsen bezahlt und für die Ausgabendeckung werden neue Schulden aufgenommen, bald auch für die Rückzahlung der Altschulden und Bezahlung der Zinsen.
Hier sind wir wieder beim „neuen“ Vorschlag Asmussens, Schulden machen, um Schulden zu bezahlen. Ein guter Mann, dieser Asmussen, er sitzt nicht umsonst im Direktorium der EZB und durfte unter diversen Finanzministern der BRD sein Unwesen treiben.

Ein weiteres Problem ist, Schulden wurden und werden nicht gemacht, um zu investieren, mit dem Ziel, mit Hilfe der Investition Schulden und Zinsen zu bezahlen, sondern die Schulden wurden und werden konsumiert, verfressen, versoffen, es wird subventioniert und geschmiert.
Man kauft sich Wählergunst, befriedigt die Interessen der Gruppen die hinter den Parteien stehen, das kommt uns am teuersten zu stehen, Wählergruppen lassen sich verhältnismäßig billig abspeisen. Wenn Wähler teuer wären, würde man ein anderes System schaffen müssen. Nicht zu vergessen, die Parteien, die Funktionäre, der Haufe von Abgeordneten will auch leben, auch diese Leute brauchen ein respektables Ein- und Auskommen.

Aber im Prinzip ist dies alles egal. Es gibt eine Stelle an der alle Fäden, sprich Geld, Schulden und Zinsen, zusammenlaufen.
Die Goldene Internationale, die Finanznomaden, die internationalen Banken, Geldhäuser (einschließlich derer Besitzer) und anderen privaten Geldsäcke, auch Finanzinvestoren genannt.
Für diese Institutionen und Leute arbeiten unsere Politiker, was heißt arbeiten, wir arbeiten und die geben unser Geld aus, oft genug Geld, das wir nicht geschaffen und verdient haben, also machen sie Schulden.

Jetzt nicht wieder die alte Leier, wir, die Wähler wählten diese Politiker, das ist Käse und etwas zu kurz gesprungen. Wenn auch nur ein Prozent zur Wahl ginge, würde es genauso ablaufen wie jetzt auch.
Der Wähler hat nichts, aber auch gar nichts zu wählen und zu entscheiden schon gar nichts. Würde nicht gewählt, würde es genauso ablaufen, wie jetzt auch. Wahlen sind reine Kosmetik.
Was wenn wir alle erkennen würden, wie der Hase läuft?
Es würde sich nichts ändern, das System würde zur offenen Diktatur oder Tyrannis greifen. Was ohnehin tagtäglich mehr geschieht.
Ob wir für uns arbeiten oder für die Goldene Internationale, ist eine Machtfrage. Sie oder wir? Diese Frage ist derzeit entschieden, nicht für alle Zeiten aber für heute und morgen auf jeden Fall.
Da hilft kein Gejammere und keine Schuldzuweisung. Schuld sind logischerweise immer die anderen, wie könnte es auch anders sein.

Was hilft? Durchhalten, durchhalten, durchhalten. Auch dieser Sturm geht vorüber. Vorbereitet sein für übermorgen, für die Zeit danach. Für Einheit sorgen und dafür, dass nach dem Sturm nicht wieder die alten „Spezialisten“ mitaufbauen dürfen.
Wenn Neues gebaut wird, müssen neue Kräfte herangezogen werden, sonst kommt wieder Altes/Verbrauchtes zum Vorschein. Die alten Kräfte hatten ihre Chance, sie haben sie vertan, nicht genutzt oder für die Gegenseite gearbeitet, egal, sie sind Schnee von gestern und müssen es bleiben.

 

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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5 Antworten zu Schuldenfrei durch neue Schulden

  1. Moritz Haberland schreibt:

    OT. Wie neulich schon kurz vermerkt, war das „Zwischentags-Heileit“ inhaltlich ein „Flopp“. Was ich allerdings nicht erwartet hatte (weil für mich alles klar war), ist dieses riesengroße Nachspiel der Gegner, das nun ausgetragen wird:

    A) http://www.sezession.de/34132/weismann-sturzenberger-und-das-elend-der-islamkritik.html#more-34132

    B) http://www.pi-news.net/2012/10/kommentarbereich-sezession-pakt-mit-islam/#more-285970

    PS. Der alte Amigo – Stürzenberger war schon letzte Woche abgestürzt.
    in welche Niederungen er jetzt vorstößt, ist mir kaum noch eine Frage wert.

  2. Moritz Haberland schreibt:

    Lieber Gerhard Bauer, bei mir ist das umgekehrt, ich kenne diese PI-Sub-Kultur noch nicht sehr lange, bin aber zu exakt dem gleichen Schluß gekommen. Dieser fremdbestimmte, ideologische Popelkram ist eine Zumutung: unhistorisch, agitatorisch und letztendlich sinnfrei.

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