Woanders gelesen: Europa-Parlament definiert Familie völlig neu

Europa-Parlament definiert Familie völlig neu

In einer Entschließung für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Mindeststandards für die Rechte und den Schutz von Opfern von Straftaten sowie für die Opferhilfe wurde eine drastische Neudefinition des Familienbegriffes vorgenommen.
In den „Allgemeinen Bestimmungen“ wird Familie folgendermaßen definiert:
„`Familienangehörige“ sind der Ehepartner des Opfers, die Person, die mit dem Opfer stabil und dauerhaft in einer festen intimen Lebensgemeinschaft zusammenlebt und mit ihm einen gemeinsamen Haushalt führt, sowie die Angehörigen in direkter Linie, die Geschwister und die Unterhaltsberechtigten des Opfers.“
Seit Jahren unternimmt das Europa-Parlament einen Angriff gegen christliche Werte und Prinzipien, insbesondere durch eine Aufweichung des Ehe- und Familienbegriffes und durch den Versuch, ein „Recht auf Abtreibung“ einzuführen.
Diese Entschließung ist der bislang radikalste Versuch, sich definitiv vom christlichen und traditionellen Begriff von Familie zu verabschieden.
Die Familie ist der größte Brocken, der diesen Leuten im Weg liegt, um die Menschen vollkommen zu isolieren, zu vereinzeln, zu einer beliebig formbaren Masse zu machen.
Es gibt kein traditionelles Familienbild, keine traditionelle Familie, es gibt die Familie, das sind Mann, Frau, Vater, Mutter, Kind, Onkel, Tanten, Brüder und sämtliche andere blutmäßigen oder angeheirateten Verzweigungen. Das ist Familie, in ihrer Erweiterung die Sippe, sonst nichts und das seit Menschengedenken, überall auf diesem Planeten. Dass der Mensch oder besser gesagt manche Menschen, gelegentlich die eine oder andere Definition gefunden haben, ändert daran nichts.
Hier gibt es keine diskutierbare Fragen, keinen Diskussions- und Erklärungsbedarf.
Hier, wie in vielen anderen Fällen auch, halte ich es mit Ernst Jünger, dass

„die Annahme der Frage der Beginn der Unterwerfung ist“

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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7 Antworten zu Woanders gelesen: Europa-Parlament definiert Familie völlig neu

  1. niekisch schreibt:

    Nach Dr. Hans Dietrich Sander ist dies Teil der „Auflösung aller Dinge“

    • Moritz Haberland schreibt:

      Hallo niekisch, schön, daß Du hierher gefunden hast. Du wirst sehen, daß es eigentlich Deine Basis ist. Das ist das „Querkoppforum“ mit „Exellenz. Wenn Ihr Euch versteht / vertragt (Gerhard Bauer und Du) kann das ein schönes Info- und Denkportal werden, ich bin dafür !!!

      Auch wenn Ihr beide meiner Neigung der bewußten 12 Jahre aus unterschiedlichen Gründen nicht ganz folgen könnt, sollten wir „alten Männer“ doch eine gediegene Basis haben.

      Auf Deiner Metapolitika gab es viel Interessantes und hier ist das ebenso.
      Du, bester niekisch bist etwas verzagt, Gerhard ist da schon ganz deutlich
      mutiger und ich muß mit knapp 60 Jahren mein Ungestüm immernoch zügeln 🙂 .

  2. Moritz Haberland schreibt:

    Hatte einen Punkt zuviel bei der elektronischen Postadresse
    Tippfehler sind doof 😦 .

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Daher auch die Einordnung als Spam.

      • Moritz Haberland schreibt:

        Danke für die Rückholung aus dem „Spämkorb“. Du und auch der „niekisch“ habt mir voraus, daß Ihr tatsächlich Netzseiten betreibt, was ich auch schon lange wollte, nur mir kommt ständig ´was dazwischen: „Im Märzen der Bauer die Trecker anspannt“ bis zur Kartoffel- und Rübenernte im Oktober.

        Du ziehst Dein Ding in dankenswerter Weise durch, der „niekisch“ ist nicht ganz so kontinuierlich und ich bin wegen meiner kleinen Großfamilie und oben beschriebener Nebenerwerbspflichten zumindest im Sommer mehrfach verhindert.

        Ich hoffe wirklich sehr, daß Deine Seite noch lange „onlein“
        blebt und Du lange gesund und munter bleibst, denn mein
        Trecker fahren ist nicht alles.

      • Gerhard Bauer schreibt:

        Danke.
        Jeder an seinem Platz, dann wird´s auch was.

  3. gold account schreibt:

    Die Abtreibungen, die nach der 22. Woche durchgeführt wurden, sind im ersten Quartal 2010 im Vergleich zu 2009 um 55 % angestiegen. Im zweiten Quartal sind es 152 %. (Ärztezeitung vom 23. September 2010). Das ist in mehrfacher Hinsicht eine Schande und Katastrophe. Dorothee Bär, familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, erklärte gegenüber der Ärztezeitung, daß der Anstieg „vermutlich“ auf ein geändertes Meldeverhalten der Ärzte zurückgehe. Das würde aber bedeuten, daß die Zahlen möglicherweise schon seit langem so hoch sind, also schlimmer, als ohnehin befürchtet war. Der Anstieg zeigt auch ein Scheitern des Versuches der Großen Koalition, durch mehr Beratung die Spätabtreibungen zu reduzieren. Im Jahr 2009 haben etliche Abgeordnete in einem fraktionsübergreifenden Antrag versucht, die Fälle zu reduzieren. Das Gesetzesprojekt wurde aber im Laufe der Verhandlungen dermaßen zerpflückt, daß am Ende kaum mehr als ein wenig mehr Beratung übrig blieb. Daß eine solche Maßnahme nicht zu weniger Spätabtreibungen führen würde, war für alle vorhersehbar, nur für die Politiker nicht. Auch bei den Abtreibungen bis zur 12. Schwangerschaftswoche hat die Einführung einer Pflichtberatung nichts gebracht: Die Zahlen stiegen nach der Einführung der Fristenlösung mit Beratungspflicht jahrelang weiter an. Einmal mehr wird durch diese Statistik klar: Nur ein Verbot der Abtreibung in Deutschland wird die Zahlen signifikant senken. Die Abtreibung ist die größte moralische Wunde in diesem Land und die Spätabtreibungen wohl die allergrausamsten, denn durch sie wird ein ungeborenes Kind getötet, das außerhalb des Mutterleibes schon leben könnte. (Was nicht bedeutet, daß die Tötung vor der 12. Schwangerschaftswoche vorzuziehen ist. Sie bedeutet immer die Tötung eines Menschen.)Eine Schande, daß so wenige Politiker den Mut aufbringen, auf diese Wunde zu zeigen und entschlossenes Handeln zu fordern.

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