Nein, das unterschreibe ich nicht

Hier mein angekündigter Beitrag zur „Wahlalternative 2013“.

Wer obigem Verweis folgt, nach unten geht und das blauunterlegte Feld „Zeichnungs- und Datenschutzhinweis gelesen“ anklickt, bekommt gleich am Anfang folgende Zeilen zu lesen:

Hinweis zur Zeichnung

Als Unterstützer der Wahlalternative 2013 versichern Sie insbesondere, keiner rechtsextremen, linksextremen oder ausländerfeindlichen Partei anzugehören und sich vorbehaltslos zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland zu bekennen.

Habe ich bis zum Lesen dieser Zeilen die Aktion noch positiv eingeschätzt, so wurde ich nach dem Lesen eines besseren belehrt.

Alter Wein in neuen Schläuchen.

Jetzt will ich diese Zeilen mal etwas genauer unter die Lupe nehmen, ich bin kein Parteimitglied weder einer der aufgeführten Optionen, noch einer anderen, auch bin ich kein Anhänger einer solchen und lese auch keine Parteipublikationen, außer in großen, unregelmäßigen Abständen, wenn ich mal etwas über eine Partei wissen will. Sie interessieren mich nicht besonders, wieso auch, die Rolle der Parteien ist mir klar und mehr brauche ich nicht zu wissen.
Dass ich mich vorbehaltlos zur FDGO bekennen muss, um als Unterstützer willkommen zu sein, lehne ich ab. Es ist mein Recht als freier Bürger dieses Landes diese FDGO abzulehnen, in Gänze oder in Teilen. Das geht niemanden etwas an und ich werde kein Glaubensbekenntnis unterschrieben, ich werde keinerlei Distanzierung vornehmen, von nichts und niemanden. Wenn ich etwas ablehne oder anerkenne, wird dies sicherlich deutlich. Ich weigere mich ganz einfach so etwas zu unterschreiben. Ich könnte hier noch etwas polemisieren, tue es aber nicht.

Die FDGO, das Grundgesetz, das ist nach dem zweiten, erfolgreichen Krieg, der Weltgemeinschaft, gegen unser Land und Volk, die zweite Ordnung, die unter dem Druck von Panzern, Kanonen und Bombern errichtet wurde und das soll ich anerkennen. Niemals.
Wenn man die Kriege gegen das Deutsche Reich betrachtet, werden da nicht auch Parallelen deutlich, die die heutige Situation betreffen? Siehe Irak, Afghanistan, Lybien und nun Syrien. Mittels Angriffskriegen, Boykotten, Sanktionen etc. werden missliebige Regierungen beseitigt, werden „Nationen gebaut“, sprich, soll das eingeführt werden, unter dem wir heute in der BRD leiden, die Parteienmacht und damit die Macht derer, die die Parteien beherrschen.

Nun ein Wort zu den aufgeführten Parteioptionen. Da nicht damit zu rechnen ist, dass sog. Linksextreme dieses Bündnis unterstützen werden, ist die Aufzählung der Option „linksextrem“ reine Kosmetik. Es geht darum, Leute die sich im rechten Spektrum bewegen, abzuhalten diese Aktion zu unterstützen, das wäre noch nicht das Schlimmste. Wirklich schlimm wäre es, wenn, beispielsweise, ein Herr Henkel bei einer Unterhaltungsschau im TV vorgehalten bekäme, dass ein Mitglied der NPD, der Reps oder von der Pros unterschrieben hat.  Das, u. a., wollen die Herren vermeiden.

Was eine links- oder rechtsextreme oder ausländerfeindliche Partei ist, wird nicht näher definiert. Da wird man wohl auf die gängigen Einstufungen zurückgreifen müssen. Von wem werden diese festgelegt, von der Antifa, den Kämpfern gegen Rechts, den Verfassungsschutzämtern, der Bundesregierung und von diversen Zentralräten, vor allem jenen aus dem südöstlichen Europa und dem Orient.
Damit dürfte auch klar sein, was oder wer rechtsextrem, wer ausländerfeindlich ist.
Selbst wenn jemand kein Mitglied einer dieser Parteien ist aber einen oder mehrere Punkte deren Programme für richtig hält, so kann er dann doch die FDGO nicht mehr vorbehaltlos anerkennen. Folglich darf er nicht unterschreiben oder muss aus Gründen der sog. „Politikfähigkeit“ seine Einstellung verleugnen und ein öffentliches Lippenbekenntnis ablegen.
Wer gegen die Parteienmacht und Parteien allgemein ist, lehnt die FDGO ab. Nur mal nebenbei bemerkt.

Sind die Grünen eigentlich eine linksextreme Partei? Viele deren führender Mitglieder haben eine sehr, sehr linksextreme Vergangenheit, sie haben Kreide gefressen, sich in den Schafspelz gehüllt. Ob dies manchen Schafen, selbst Leithammeln, schon klar ist?

Ist die Partei „Die Linke“ eine linksextreme Partei? Die können gar nicht soviel Kreide fressen, dass nicht immer wieder das rote Banner der Klassendiktatur zum Vorschein kommt. Darf ein Mitglied der Linken diese Aktion unterstützen? Nur mal angenommen.

Wer ist denn ausländerfeindlich?
Der, der eine Beendigung der Zivilokkupation fordert, der lediglich eine kurzfristige, an einen Arbeitsvertrag gebundene, Aufenthaltsgenehmigung erteilen würde, der gegen den Familiennachzug ist, der gegen die massenhafte Einbürgerung von Ausländern ist?
Oder jener, der im eigenen Land, so leben möchte wie es alter Väter Sitte ist und nicht in einem Vielvölkerstaat mit ständigen Unruhen aufwachen möchte?

Solche Fragen werden auf der Netzseite dieser „Alternative“ nicht angesprochen. Ebenso wenig wie der Begriff „deutsches Volk“ vorkommt.

Die Freien Wähler, die werden von der Wahlalternative unterstützt, das ist nicht besonders alternativ. Dabei möchte ich nur an die bayerischen Freien Wähler erinnern, die gerne Minarette in unserer bayerischen Heimat gesehen hätten.

Nichts für ungut. Eine Wahlalternative seid ihr nicht und die Freien Wähler schon gar nicht. Auch bei den Freien Wählern sucht man das „deutsche Volk“ vergeblich, man findet die Bürgergesellschaft. Seid mir nicht böse aber da dreht sich mir der Magen um.

Auf der Seite der Wahlalternative geht es auch „nur“ um die derzeitige Euro- und Bankenkrise. In diesem Zusammenhang möchte ich einmal anfragen, wer von den Hauptunterzeichnern hat denn die Einführung des Euros bekämpft und vor den Folgen gewarnt und wer hat die Einführung des Euros, den Aufbau der EU und alles was damit verbunden ist, unterstützt?
Hier sollten die Initiatoren die Spreu vom Weizen trennen. Nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, erkennt jeder Dorftrottel, so will ich hoffen, dass es so nicht weitergeht, dass Unheil droht. Wer nicht, ist entweder ge- oder verblendet oder Profiteur.
Wer sich von diesen Herren geirrt hat, hat für mich das Recht verloren eine neuerliche Führungsposition einzunehmen.
Wer sagt uns denn, dass er nicht neuerlich irrt oder die heutige Position nur einnimmt, da er seine Felle, sprich Bankguthaben, davonschwimmen sieht?

Traue! schaue wem?

Die Winde sprach zur Fliege:
O komm zu mir ins Haus!
Es ist bei mir gut wohnen,
Komm, schlaf und ruh dich aus.

Die Fliege folgt den Worten,
Sie schlüpft ins Haus hinein;
Die Winde schließt die Pforten,
Die Fliege schlummert ein.

Die dunkle Nacht verschwindet,
Der helle Tag erwacht;
Die Fliege klopft ans Pförtchen,
Ihr wird nicht aufgemacht.

Die Fliege sieht nie wieder
Der Sonne lieblich Licht,
Sie schmachtet im Gefängniß,
Bis ihr das Auge bricht.

Hoffmann von Fallersleben, gefunden bei Zeno

Zum Abschluss möchte ich noch eine Behauptung aufstellen, extremistische Parteien betreffend. Sämtliche Systemparteien sind extremistisch, sie sind extrem antideutsch, extrem unfähig usw..
Die extremistischen Parteien sitzen also im Bundestag. Dürfen Mitglieder dieser Parteien nicht unterschreiben? Ich bezweifle dies.

Prof. Karl Schachtschneider; der sich meines Wissens nach nicht geirrt hat, soweit ich weiß, ist er seit jeher gegen den EU-Zentralstaat;  stellte fest, dass das Recht auf Widerstand, das lt. GG jedem Deutschen zusteht, nun ausgeübt werden darf.
Warum ist es eingetreten? Weil die Parteien, die ich als extremistisch bezeichne geputscht haben, die Macht übernommen haben, um sie an eine übergeordnete Instanz, die EU, abzugeben. Sind damit nicht genau jene Parteien gegen die FDGO? Folglich dürfte kein Mitglied einer im Bundestag vertretenen Parteien diese Aktion unterstützen (Ausnahme evtl. die Linken, die hier einige Male dagegen stimmten). Da allerdings schon bei den Gründungsmitgliedern ein CDU-Mitglied aufgeführt ist, auch kein unbedeutendes, denke ich, sehen die Verantwortlichen dies nicht so eng.

Eine Schlussbemerkung kann ich mir nun auch nicht verkneifen. Die Freien Wähler Niedersachsen, sind doch auch nicht so frei, wie sie sich nennen. Bei einem Blick auf ihre Netzseite begrüßen sie das Verbot der, als rechtsextrem bezeichneten Organisation „Besseres Hannover“, sowie das Verbreiten einer Schülerzeitung. Ich kenne diese Organisation nicht, was ich aber von einem Amtsträger der gar nicht so Freien Wähler Niedersachsens zu lesen bekam, bestätigt mich in meiner Annahme. Er meinte, so ein Gedankengut hat in Deutschland nichts verloren.
So, so, ihr habt also zu entscheiden, welches Gedankengut in Deutschland zu sein hat und welches nicht. Schöne Freiheiten sind das.
Nein, danke zu dieser Wahlalternative.

Vielleicht liest ja jemand aus dem Kreis der Wahlalternative diesen Artikel und ist bereit Stellung zu nehmen. Durch meinen Verweis auf die Seite, wird auf jeden Fall der Betreuer der Seite aufmerksam gemacht.

 

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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8 Antworten zu Nein, das unterschreibe ich nicht

  1. Moritz Haberland schreibt:

    Saubere Analyse, klare Sprache:
    Ich kann gar nicht soviel nicken, wie ich zustimmen muß.

  2. Heinz Kuttnik schreibt:

    Was muss noch an Verbrechen durch die hier so fehement gefeirten Kulturvebreitungen ausländischer und sogar verfassungsfeintlicher Kulturen geschehen das die verantwortlichen Politiker daran gehen diese fehler anzuerkennen und entsprechend zu handeln, doch nicht eher bis denen das Islamische messer an der kehle ligt und diesen Holzkopf abzuschneiden, wie es die moslems tun. Was hier geschiet, ist ein staatliches verbrechen an das eigene Volk. So hätte wie so viele verschwiegenen Morde durch die so von Grünen beliebten Einwanderer nicht geschenen wie der Mord der Harz VI bearbeiterin war. Der wirkliche Täter sitzt im Bundestag, in der Regierung die jeden verfolgt der sich nicht der hiesigen Diktatur beugt. Die sich mit dem begriff demokratie genauso schmückt wie es schon Hitler tat dann die Sowjetische besatzungszone in ihrer bezeichnung missbräuchlich verwendete so auch hier wieder seit dem Schröder Bundeskanzler wurde, weiter betrieben wird.
    Die anfangs dargestellten Zustände sind unveränderbar die wirklichkeit das sich Heute in Deutschland vorhanden ist. Das ich weiter verbreiten werde.. allen in meinem bekanntenkreis befindlichen Leuten auch zur Kenntnis gelangt.

    • Moritz Haberland schreibt:

      @ Heinz K., eines verstehe ich nach wie vor nicht, was habt Ihr nur immer mit den Muselmanen ? Sie sind doch nur der eine Teil der Wüstenreligionen, die hier in Nord-Europa ihr Unwesen treibt.

      Es ist diese unheilvolle „Dreifaltigkeit“ der Wüste, egal ob Moses,
      Jesus oder Mohammed, die hier allesamt nicht hergehören.

  3. Kersti schreibt:

    Alter Wein in neuen Schläuchen, genau. Als ich das von den Freien Wählern las, hatte ich die Nase voll. Neues kann sich nur aus alten Feinden bilden oder etwas ganz Neuem. Die gesamte alte Garde gehört auf den Mist, samt Freien Wählern, da sie geduldet sind, sind sie nicht besser als der übrige Dreck.

  4. Moritz Haberland schreibt:

    Meine Rede, liebe Kersti, dieses „System“, wie alle anderen vor ihm, kann nur ökonomisch kaputt gehen, wenn es sich nicht mehr ereuern kann. (Bsp.: Wenn sich eine Schlage nicht mehr selbst häutet, dann stirbt sie.)
    Ziel solcher „Freien Wähler“ und „Bündnisse Freier Bürger“, „Wahlalternativen 2013“ etc. ist diese „Häutung“ zum Systemerhalt, doch zu meiner Freude, will und kann sich dieses System nicht mehr häuten, denn auch für die Schlange bedeutet das einen tatsächlichen Kraftakt.

  5. Pingback: Was ist eigentlich ein freier, selbstbestimmter Deutscher? « rundertischdgf

  6. rundertischdgf schreibt:

    Dieser Text regte uns dazu an, mal darüber nachzudenken, was einen selbstbestimmten, freien Deutschen ausmacht.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/09/28/was-ist-eigentlich-ein-freier-selbstbestimmter-deutscher/

  7. Pingback: Freiheitliche demokratische Grundordnung | Deutsche Ecke

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