Olympia

Jedes Land, an dem dieser Kelch vorübergeht, kann sich glücklich schätzen. Es müssen keine neuen Stadien gebaut werden, keine neuen Straßen, keine Containersiedlungen für die die im Dunklen sind, die man bekanntlich nicht sieht; keine Schwärme von lärmenden Ausländern und vor allem keine Heuschreckenschwärme von bestbezahlten Politikern und Funktionären aus aller Welt, die alle umsonst anreisen, fressen und saufen können.
Der Pöbel der hat zu bezahlen, Brot und Spiele gab´s im alten Rom, um den Pöbel bei Laune zu halten, um einst gefährliche Gegner, auch zur eigenen Verlustierung, sich gegenseitig töten zu lassen oder an Raubtiere zu verfüttern.
Das war Rom, heute bezahlt der Pöbel, die Jugend der Welt, das sind hochbezahlte Profis, bis auf die in ein paar Nebensportarten, Multimillionäre mit zig-Millionen Jahresgehältern sind bei den modernen olympischen Spielen, die die den Pöbel unterhalten und bei Laune halten sollen. DIE Jugend der Welt, wurde längst verdrängt.

Der Pöbel bezahlt aber nicht nur die Eintrittspreise, der Pöbel bezahlt alles, die ganze Veranstaltung, auch die Stadien, die monströsen Bauten, die nach den Spielen meist dem Verfall preisgegeben werden, allenfalls noch als neu zu lackierende Flächen für Sprayer Verwendung finden und vielleicht wird das eine oder andere Stadion auch noch einmal als Gefangenenlager gebraucht, auch in der EU ist alles möglich.

Milliardensummen werden bewegt, vom Pöbel zur Elite der Welt, den Bauherrn, den Sportartikelherstellern und was noch so alles an der Brust des Pöbels saugt, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, der Pöbel das sind wir, wir alle das Fußvolk.
Diese Milliardensummen fallen natürlich auch nicht vom Himmel, sind kein Gottesgeschenk, sie kommen von den schaffenden Menschen, werden denen aus dem Geldbeutel genommen, ganz egal, ob sie sich für das monströse Spektakel interessieren oder nicht.

Nicht vergessen darf man auch das Heer der Sportfunktionäre, die auch in er zwischenolympischen Zeit sehr, sehr gut von den olympischen Milliarden leben, um nicht zu sagen ihr Dasein damit verbringen, diese abzukassieren. Staatsgelder werden abgesaugt, bis hinab zum kleinen Trainer der sich mit olympischen Sportarten beschäftigt (da gibt es mehr zu holen, als bei anderen Sportarten) und so Kinder und Jugendliche in die Welt der modernen, gesellschaftlich anerkannten und erlaubten Kinderarbeit, den Leistungssport einführen hilft. Mit sportlicher Betätigung im Sinne von Leibesertüchtigung hat dies nichts zu tun.

Wo was zu holen ist, sind immer sofort Heerscharen von Abkassierern und Profiteuren da. Das ist einfach so. Wir sollten dafür sorgen, dass dieser warme Regen aufhört, die Gehälter und Zusatzgehälter gestrichen werden, sollen sie sich doch über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanzieren (die natürlich ebenfalls nicht steuerlich begünstigt werden, damit würde ja schon wieder jedermann zur Beteiligung gezwungen).
Es muss endlich Schluss damit sein, dass jede mächtige Gruppe sich an die Brust der schaffenden Menschen hängt und saugt, bis diesen nichts oder nur noch wenig zum Leben bleibt, diese auf den selbstverdienten Wohlstand verzichten müssen, um anderen einen solchen zu ermöglichen.
Leistung muss sich lohnen. Dazu gehört in erster Linie, dass den schaffenden Menschen nur das Notwendigste an Steuern und Abgaben abgenommen wird. Vergnügungen wie Sport, Medien und ähnliches darf nicht über Steuergelder finanziert werden, auch nicht mit Zuschüssen.
Olympia und auch Bayreuth, das ja vor kurzem wieder im Gespräch war, gehört nicht zum Notwendigsten. Sollen doch die, diese Schauspiele genießen wollen, dafür bezahlen. Das gilt für den gesamten Kulturbetrieb. Vielleicht kann man sich dann manches Spektakel nicht mehr leisten, vielleicht können an Funktionäre, Sportler, Sänger und Schauspieler nicht mehr diese hohen Summen an Gehältern und Gagen bezahlt werden. Muss das sein? Hierzu ein klares Nein.

 

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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2 Antworten zu Olympia

  1. Wehrt euch endlich schreibt:

    Auf die Frage: Muss das sein, ein klares „es kann doch jeder mitspielen oder jeder hat doch die gleiche Chance oder einfach nur: Ihr seit doch selber Schuld, daß es so ist!!

  2. Moritz Haberland schreibt:

    Auf die Frage: Muss das sein(?), ein klares JA, es muß sein.
    „Brot und Spiele“ sind keine Menschenfreundlichkeit der
    Herrschenden, es ist das notwendige Schmierfett dieser
    Gesellschaften, kennt jeder aus der praktischen Mechanik.

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