Griechenland – neue Regierung und neues Finanzloch

Die neue Regierung steht, die alten Probleme auch, fest wie ein Fels in der Brandung, ein Fels an dem der Euro und die EU zerschellen kann und hoffentlich auch wird.

Die griechischen Banken benötigen 31 Mrd. Euro, so der neue Finanzminister, um wenigstens einen Teil ihrer Rechnungen bezahlen zu können.
Jeder braucht Geld, um Rechnungen bezahlen zu können, die meisten arbeiten dafür und geben nur soviel aus, soviel sie sich leisten können. Bei einem Teil der anderen kommt der Zwegat, der mit der staatlichen Anerkennung, also Vorsicht, und schreibt ihnen eine Liste mit Ausgaben und Einnahmen, um dann festzustellen, dass es hinten und vorne nicht reicht.
So ist es auch bei den griechischen und anderen europäischen Banken, sie sind ausgeblutet, haben ihren Aktionären lange Jahre viel Freude gemacht und nun kommt das Tal der Tränen, die Party ist vorüber. Wenn juckt´s, sollen sie halt über den Jordan gehen, wie andere Unternehmen auch, wenn sie kaufmännische Grundsätze nicht einhalten. Wenn dies zu Erschütterungen führen sollte, dann muss untersucht werden, wer hat welche Rahmenbedingungen geschaffen und gewollt, damit es zu Verwerfungen führen kann und unseriöse Geschäftemacher die Oberhand bekamen. Die entsprechenden Menschen, Parteien, Organisationen müssen zur Verantwortung gezogen werden. Es wird immer groß darüber gesprochen, wir tragen die Verantwortung, wir übernehmen Verantwortung etc., dann sollen sie es auch tun und für die Folgen ihres Tuns geradestehen.

Wo kommen wir denn hin, wenn jede Fehlentscheidung auf die Steuerzahler abgewälzt wird und jeder Gewinn in die privaten Taschen wandert. So läuft es nicht, so kann es nicht laufen und so darf es nicht laufen.

Deutschland hat 138 Mrd. Euro Außenstände in Griechenland, ebensoviel wie Frankreich, das sind zumindest die offiziellen Zahlen. Wie kommt ein Scheinstaat denn dazu, anderen Staaten Geld zu leihen oder dafür geradezustehen, wenn dieser Scheinstaat selbst 2 Billionen Schulden hat, Tendenz steigend, noch nie eine Mark oder einen Euro getilgt, sondern seit Jahrzehnten nur Schulden aufhäuft. Das hat auch nichts mit Demokratie oder dem was man bei uns Demokratie nennt, zu tun, das ist einfach Politik einer gekauften Kaste für die Goldenen Internationale. Ging eine Monarchie oder ein Feudalstaat in den Staatsbankrott, dann waren es meist unfähige Minister, unfähige Monarchen oder/und schlechte Berater, die den Staat Finanznomaden auslieferten. Ganz anders in dem System in dem wir leben, das beileibe keine Demokratie ist, sondern allerhöchstens ein parlamentarisches System, in dem so etwas wie Demokratie gespielt wird. Diejenigen die die politische Gewalt in Händen haben, handeln im Auftrag der Finanzindustrie.
Die Verwaltungseinheit BRD ist von Beginn an auf Banken ausgerichtet. So wurden bei der Währungsreform Guthaben schlechter umgerechnet, als Kredite. Banken wurden bald zu den reichsten Unternehmen der Republik.

Banken erhielten von Beginn an die Möglichkeit mehr Geld zu verleihen, als sie Einlagen haben und nur ein Teil der Einlagen war gesichert. Das alles ist keine Erfindung der letzten Jahre, in den letzten Jahren wurde das alles nur bis ins extrem gesteigert. Waren Leerverkäufe früher verboten, weder die Banken-, noch die Spekulantenwelt ging daran zu Grunde, wurde auch diese Abart des Börsenhandels freigegeben. Wie vieles andere auch. Besonders tat sich dabei ein gewisser Jörg Asmussen hervor, der unter den verschiedensten Farben im Finanzministerium sein (Un)wesen trieb. Der Kerl war bereits unter Theo Waigel aktiv, ist also ein ganz wichtiger Mann, derzeit sitzt er im Direktorium der EZB.
Leuten, wie diesem Asmussen, haben wir den ganzen Schmarrn zu verdanken, der Mann wurde nie gewählt, immer eingesetzt und leistete für die Goldene Internationale ganze Arbeit. Von diesem Mann wird noch einiges zu hören sein, der Bursche ist ja erst 46 Jahre alt.

Was können wir derzeit gegen das alles tun? Nichts, abwarten und Tee oder von mir aus auch eine Maß Bier trinken. Hilft zwar auch nichts, macht aber das Warten vielleicht erträglicher.

 

Über Gerhard Bauer

Mittsechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler, nun wird taktisch entschieden. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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3 Antworten zu Griechenland – neue Regierung und neues Finanzloch

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  2. Kersti schreibt:

    Ja, diese Warterei auf den Zusammenbruch ist unerträglich.

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