Euroaustritt Italiens im Gespräch

Der italienische Ministerpräsident Monti, der Mann von Goldman & Sachs in Italien, brachte den Euroaustritt Italiens in Gespräch und meinte, dies sei ein großer Nachteil für Deutschland. Von Vorteil für Deutschland wären allerdings die Eurobonds, deren Einführung die große Mehrzahl der Regierungschefs der Euroländer positiv gegenüberstünden. Nachdem der Franzose Hollande ebenfalls für die Einführung von Eurobonds plädiert, dürfte dies, wie man die Standfestigkeit der Kanzlerin kennt, bereits beschlossene Sache sein. Deutschland darf für das Gemeinwohl Europas tätig werden, so der Tenor der Regierungschefs.
Hugh, Goldman hat gesprochen.

Es ist verdächtig, um nicht zu sagen äußerst verdächtig, wenn sich die Regierungschefs anderer Länder große Sorgen um das Wohlergehen unseres Landes machen. Wie üblich, wollen sie nur unser bestes, unser Geld, unsere Leistungs- und Wirtschaftskraft abschöpfen und bändigen. Egal ob sie mit kriegerischen Mitteln unser Land bekämpfen oder mit sog. friedlichen Mitteln, sprich wirtschaftlichen, das Vorgehen und das Ergebnis ist immer dasselbe, wir sind in der Einzahl, die anderen in der Überzahl, ein paar Wankelmütige mögen sich einigermaßen freundlich uns gegenüber verhalten, man weiß ja nie, im Prinzip sind wir aber immer allein, auf uns gestellt.
So oder so, dann doch lieber mit einer eigenen Währung und nationaler Souveränität, die Schwierigkeiten die Monti angekündigte, von wegen deutsche Exporte nach Italien und so, denen können wir gelassen entgegensehen.
Sollen sie erst einmal das bezahlen, was sie bisher bekommen haben. Die deutschen Exporte werden oft genug aus der Tasche von uns Steuerzahlern bezahlt, die Bürgschaft übernehmen wir bei Aushandelsgeschäften sowieso.
Sollen die Italiener doch erst einmal ihre Müllhalden in Griff bekommen, auch der Müll wird von Italien in unsere Heimat transportiert. Wenn das kein Zeichen ist.
Sollen doch die Italiener ihre Italiener zurücknehmen, die sich in Deutschland aufhalten, es ginge keinem Deutschen deswegen schlechter, die Pizza und Nudelgerichte machen das Kraut auch nicht fett, FIAT ist nun auch nicht gerade des Deutschen Traumauto und Urlaub kann man auch woanders machen. Bella Ciao, Bella Ciao, Bella Ciao, Ciao, Ciao. In diesem Sinne, macht doch euren Dreck alleine. Wer käme wohl besser ohne den anderen zurecht?

Im Großen und Ganzen hätten wir schon einige Pfund in der Waagschale, die es Italien schwer machen würde, uns zu erpressen. Wenn da nicht, ja wenn da nicht Goldman & Sachs wäre, die heimlichen Herrscher, auch in der EU. Die haben sie alle im Sack, die wollen die Eurobonds, dann kommen sie auch. Die Scheingefechte die Merkel und Schäuble deswegen liefern, sind für die Galerie und um das Parteivolk bei Laune zu halten.

Deutschland oder besser gesagt die BRD, muss gemolken werden, der Apfel wird bis zum letzten Tropfen ausgepresst. Die Energieversorgung unseres Landes wird auf Windmühlen und Solardächer umgestellt, den Rest besorgt die Holzfeuerung und im Sommer der Grill. Leben wie anno dazumal, in der BRD bald nicht mehr nur romantischer Traum.
Die nicht mehr deutsche Industrie wandert ab, wenn es gefällt oder sein muss und der Morgenthauplan kann endlich umgesetzt werden. Der Europäischen Gemeinschaft, mittlerweile auch EU genannt, gegen Deutschland, sei´s gedankt.

Daher kann die Forderung nicht nur heißen, „Raus aus dem Euro“ sondern „Raus aus der EU“, nicht Italien, sondern die BRD.

Hierzu etwas zur Erinnerung:

„…Es gibt bei uns vielerlei außenpolitische Strömungen, darin aber sind sie sich alle einig, dass staatliche Souveränität für uns kein erstrebenswertes Ziel mehr ist. Genauer gesagt: wenn wir die staatliche Souveränität erwerben wollen, dann doch höchstens für Wochen, eigentlich nur für Stunden. Nichts wollen wir lieber hergeben als die Bestandteile der staatlichen Souveränität. Die Verfügung über unser Heer, über unsere Wirtschaft, über unsere großen Verkehrsstraßen, ja im Endziel sogar über unsere Außenpolitik, dies alles wollen wir lieber heute als morgen der neuen staatlichen Gemeinschaft überantworten, die sich allmählich zu bilden beginnt und die möglichst viele europäische Völker umfassen soll….“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Schriftleiter Paul Sethe am 26.10.1953
aus Warum – Woher – Aber wohin, Hans Grimm

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch auf Schriften von Silvio Gesell und das Audiobuch von Gottfried Feder „Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft“ hinweisen.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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Eine Antwort zu Euroaustritt Italiens im Gespräch

  1. rundertischdgf schreibt:

    Die Deutschen sollen ja 5 Billionen Euro Geldvermögen auf den Konten haben. Das weckt Begehrlichkeiten. http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/05/25/deutsche-horten-fast-5-billionen-euro/

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