Woanders gelesen: „Lamentationen“ – nicht nur von Lehrern

 

“Lamentationen” – nicht nur von Lehrern

von Frieder Veröffentlicht am 28. April 2012

 

In der FAZ vom heutigen Tag ist ein Leserbrief zu finden, der sich mit einem maßgebenden Aspekt bei der Entwicklung von Bildung und Wissenschaft „in diesem unseren Lande“ befasst:

Die Leserin Professor Dr. Dagmar Schütte fragt (in einem Leserbrief vom 26. März) etwas treuherzig, wie es denn sein kann, dass an deutschen Schulen Schüler ungeachtet der Tatsache die Hochschulreife erwerben, „dass die Betreffenden nicht in der Lage sind, drei aufeinanderfolgende fehlerfreie und verständliche Sätze zu schreiben”. Wissen Sie es wirklich nicht, Frau Professor? Wir würden Ihnen in unseren Schulen gerne genügend junge Leute heranbilden, die in der zentralen kommunikationsaffinen Kulturtechnik genügend bewandert sind.
Allein, wir müssen möglichst viele Abiturienten produzieren, wir müssen im Sinne des methodischen Wahnsinns Ausschlusskriterien für die gymnasiale Eignung ignorieren, wir müssen dem Inklusionsmodell zum Erfolg verhelfen, wir müssen jede Art von zertifizierter Lese-und Rechtschreibschwäche als nicht hinterfragbares Paradigma anerkennen, wir müssen klagefreudige Eltern aushalten, wir müssen alles, was schier unmöglich ist, gefälligst als besondere pädagogische Herausforderung verstehen, wir müssen im Rahmen des GS-Gymnasiums dafür sorgen, dass von einem Jahr auf das nächste alle Schüler ein Jahr eher reif sind. Wir müssen, wir müssen vor allem eines: dafür sorgen, dass wir Lehrer als Monteure im gesamtgesellschaftlichen Reparaturbetrieb Schule nicht selbst zum allergrößten Reparaturfall werden.
Benno Weiß, Unterammergau

Am 27. April erschien in nämlicher Zeitung ein Beitrag mit dem Thema „Der alte Arzt hat ausgedient“.
Der Artikel bildet das Psychogramm einer neuen Arztgeneration ab, welches bei allen nachdenklichen Zeitgenossen – nicht nur bei im Gesundheitswesen Verantwortlichen – Panik verursachen muss. Diese Akademikergeneration wird von den Verfassern in Bezug auf „soziologische“ Untersuchungen als Generation Y bezeichnet.
Wenn die Mentalität und die Moralität der „Generation Y“, wie sie hier geschildert wurde die Norm werden und bleiben sollte, dann Adieu „bestes Gesundheitswesen weltweit“, „Zukunftsmarkt“, „Wissenschaftsstandort“. Adieu genügende medizinische Versorgung im „demographischen Wandel“.
http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin/generation-y-der-alte-arzt-hat-ausgedient-11729029.html

Dazu ebenfalls ein Leserbrief mit dem Titel  „Dieser Staat hat ausgedient”. Der Verfasser meint:

Eine junge Generation, die nicht mehr belastbar ist, sich schon im Studium oftmals nicht eine Doppelstunde konzentrieren kann, während der Vorlesung essen und trinken muss und sich das Skript mit dem Handy abfotografiert: Folge der jahrelangen Verunglimpfung Deutscher Tugenden als “Sekundärtugenden” – per se zum Nationalsozialismus führend
…….. jahrelange Fehlentwicklungen kann man – wenn überhaupt – nicht in kurzer Zeit beheben. Zumal es doch so schön kuschelig ist in unserer linksgrünen Gesellschaft.

Dem kann ich nur beipflichten.

http://altmod.de/?p=1167

 

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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