Betreuungsrepublik: Freibier für alle

 

 

Ein Radikalismus der anderen Art macht sich immer breiter, die Idee des kostenlosen Irgendwas und des bedingungslosen Grundeinkommens, das es ohnehin bereits gibt, früher Sozialhilfe genannt, heute Hartz-IV.

In Hamburg gibt es wieder einen Vorstoß und zwar dahingehend, dass der öffentliche Nahverkehr kostenlos benutzt werden sollen darf, also Gratisticket für alle. Der Vorschlag kam vom BUND und der Diakonie. Dies würde dem Klima (welchem?) und den Armen nützen (welchen?).

Auch diejenigen die es bezahlen müssen, sind schnell ausgemacht. Die Kosten sollen auf alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten umgelegt werden oder auf alle Einwohner, die im Einzugsbereich des HVV wohnten. In ersten Fall würden die Kosten 470 Euro im Jahr betragen, im zweiten 170 Euro.
Also nichts mit kostenlos, bezahlen müssen auch jene, die den ÖNV nicht oder nur selten nutzen. Natürlich würden genügend Ausnahmebedingungen geschaffen, damit bestimmte Gruppen gar nichts bezahlen müssten, andere hingegen mehr. Denn es wäre auf keinen Fall zumutbar, dass XY bezahlen würde. Der nächste Vorschlag dürfte sein, dass XY, da er nachweislich den ÖNV nicht nutzt, Geld herausbekommt. Damit wäre der sozialen Gerechtigkeit endlich zum Sieg verholfen.
Stichwort soziale Gerechtigkeit, lt. Welt Online sagte der Diakonie-„EXPERTE“ (was immer das auch sein soll?) Wolfgang Völker, das Gratisticket sei eine: „äußerst gelungene Verbindung von sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Klugheit“.
Natürlich wird dieser Vorschlag auch von den Linken unterstützt, wie könnte es anders sein. Sammelte diese Partei doch Erfahrungen im marxistischen Teil Deutschlands und soziale Gerechtigkeit wurde in der DDR groß geschrieben, viele gleich wenig und ein paar ein bisschen mehr, die Parteibonzen.
Daher auch die große Missstimmung, als die Mauer geöffnet wurde und der ungeheure Zwang der notwendig wurde, um die durch soziale und marxistische Gerechtigkeit beglückten Arbeiter- und Bauernmassen am Verlassen des Arbeiter- und Bauernstaates zu hindern (Uuuups, ist da etwa ein logischer Fehler enthalten?). Das macht aber nichts, sind doch die Prediger der sozialen Gerechtigkeit und der ökologischen Klugheit (ich wusste gar nicht, dass es verschiedene Arten der Klugheit gibt, die ökologische muss eine besondere Spielart sein, daher die Betonung) auch nicht immer ganz logisch sondern mehr ideologisch.

Begründet wird der Unsinn natürlich durch eine Studie, wie könnte es anders sein. Studien fluten unser Land und jeder bekommt das Ergebnis, das er in Auftrag gibt. Institute und „Fachleute“ der ideologischen Zunft mästen sich an dieser Flut und an der Brust des Steuerzahlers, des armen Schweins, das nicht geschlachtet wird, sondern bei lebendigem Leib gefressen wird.

Noch ein Wort zu den armen Menschen, denen geholfen werden muss, die unserer Unterstützung bedürfen. Es gibt sie sehr wohl die armen Menschen, die durch das Schicksal schwer geschlagen wurden, die unserer Hilfe bedürfen. Es gibt allerdings auch jene, die als arm bezeichnet werden, aber nicht vom Schicksal geschlagen wurden, sondern vor Faulheit, Frechheit, Anmaßung und asozialem Verhalten nur so strotzen. Sie sind Geldsauger, sie nehmen denjenigen Menschen, die der Unterstützung und Hilfe bedürfen die Luft (das Geld und die Unterstützung) zum Atmen. Sie sind Diebe und Betrüger, die von Dieben und Betrügern unterstützt und gefördert werden.
Diese Geldsauger, deren Helfershelfer und die Profiteure dieser mafiösen Strukturen sind es, die großen Schaden anrichten, den echten Hilfsbedürftigen Hilfeleistungen entziehen.
In dieser Republik kann man mit allem Geschäfte machen und reich werden, selbst mit der „Armut“ vieler, die einen sind die unzufriedene Masse von „Armen“, die man um das eigene Geschäftsmodell zu fördern, unzufrieden halten muss, um sie bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit auf die Straße zu schicken, um zu demonstrieren und bei Wahlen ihr Kreuzchen (mehr können sie meist ohnehin nicht) an der richtigen Stelle machen zu lassen, die anderen sind diejenigen, die ihre Waren an die „Armen“ verkaufen, ihre Schrottimmobilien an sie vermieten usw. und dies alles, sich durch den Steuerzahler bezahlen lassen. Das nennen sie dann soziale Gerechtigkeit, Mitgefühl und was ihnen noch für Floskeln aus ihrem frechen, gierigen Rachen kommen.
Die Demagogen von linker, gutmenschlicher und ökologischer Seite benutzen, äußerst geschickt, vorhandene Missstände, um an das Geld anderer heranzukommen. Wenn sie eines beherrschen, dann dies. Sie nutzen das hohe soziale Empfinden von uns Deutschen schamlos aus und kennen dabei keinerlei Hemmungen oder Schranken.

Ach ja, noch ein Vorschlag aus der Mottenkiste der Ideologen, die „Förderung“ des Autoverkehrs könnte reduziert werden und beispielsweise das Parken verteuert werden.
Also Autofahrer, ihr wisst bei wem ihr euch für die Förderung, die ihr täglich erfahren dürft, zu bedanken habt, solltet ihr demnächst verstärkt zur Kasse gebeten werden, die Strafzettel für Falschparken verteuert werden, die Wegelagerer auf unseren Straßen vermehrt in Erscheinung treten, dann dankt jenen, die euch das eingebrockt haben. Schimpft nicht, seid dankbar und macht euer Kreuz an der richtigen Stelle. Ach ja, richtig, der BUND und die Diakonie können ja gar nicht gewählt werden, haben wir da etwa ein Problem?, nein, auch diese Verbände sind von Parteikarrieristen durchsetzt, auch diese Verbände üben Einfluss auf die Parteien aus. Die Parteien müssen entscheiden, die Verbände üben nur Druck im Sinne ihrer Interessengruppen aus, üben wir auch Druck aus, nicht lange reden, schimpfen, lamentieren, sondern einfach handeln. Abwählen und durch Leute ersetzen, die noch froh sind, wenn sie auf einen Abgeordnetenstuhl kommen und denen Feuer unterm Hintern machen, solange es geht und sofort wieder abwählen, wenn sie nicht spuren. Nur so wird ein Schuh daraus, anderes ist innerhalb dieses Systems gar nicht möglich.

Wer nur das große Ziel vor Augen hat und für den alles andere Mumpitz ist, dem sei gesagt, er hat den Sinn für Tatsachen verloren, der träumt den Traum von Kindern, die unbedingt den Ferrari oder den Porsche wollen, meist allerdings beides nicht bekommen.
Auch Nadelstiche können empfindlich wehtun und werden sie in einer gewissen Häufigkeit ausgeführt, können diese auch einen Riesen zu Fall bringen. Zu Nadelstichen sind wir oppositionellen Deutschen allemal in der Lage, also machen wir sie auch.

 

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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