Woanders gelesen: Nachtrag “Antidiskriminierungsgesetze”

 

Nachtrag “Antidiskriminierungsgesetze”

von Frieder Veröffentlicht am 21. April 2012

 

Hans-Hermann Hoppe beschreibt, welche Weiterungen sich aus den sog. Antidiskriminierungsgesetzen ergeben.
Zu lesen in “Der Wettbewerb der Gauner” erschienen im Holzinger Verlag.

Hier ein Ausschnitt zum Thema:

Antidiskriminierungsgesetze: Die »Veröffentlichung« des Privateigentums und der Prozess der Entzivilisierung

Mit der Verabschiedung von Antidiskriminierungsgesetzen entzieht der Staat Privateigentümern das im Konzept des Privateigentums enthaltene Ausschlussrecht. Er enteignet sie, indem er privates Eigentum »veröffentlicht«. Der Staat untergräbt damit die persönliche Freiheit, er macht uns zunehmend schutzlos, er schürt Konflikt, und er fördert unnormales, unzivilisiertes Benehmen.
Antidiskriminierungsgesetze sorgen dafür, dass Arbeitgeber nicht mehr einstellen und entlassen dürfen, wen sie wollen, dass Vermieter sich ihre Mieter nicht länger frei aussuchen dürfen, dass Verkäufer nicht mehr bestimmen können, an wen sie ihre Waren oder Dienstleistungen verkaufen, dass es privaten Vereinigungen nicht mehr gestattet ist, sich beliebige, ihren Mitgliedern vorteilhaft erscheinende Satzungen zu geben, dass es Banken und Versicherungen nicht mehr erlaubt ist, zwischen höheren und niedrigeren Kredit- und Versicherungsrisiken zu unterscheiden usw. Anstelle von freier Assoziation tritt erzwungene Integration.
Das Recht auf Ausschluss ist ein elementares Schutzrecht. Wenn ich nicht mehr von meinem Eigentum beliebig ausschließen darf, dann bin ich buchstäblich vor nichts mehr sicher. Immer und überall haben sich Staaten schon darum bemüht, ihren Untertanen den Besitz von Waffen zu untersagen, denn eine unbewaffnete Bevölkerung auszubeuten und zu beherrschen ist einfacher und ungefährlicher als eine bewaffnete. Waffen zu tragen galt einst als das Kennzeichen eines freien Mannes. Nur Sklaven war der Waffenbesitz grundsätzlich verboten. Um uns noch mehr zu verunsichern und zu schütz- und wehrlosen Sklaven zu machen, nimmt uns der Staat nun neben unseren Waffen auch unser Ausschlussrecht. Einst hieß es, unser Haus sei unsere Burg, Antidiskriminierungsgesetze sorgen jetzt dafür, dass wir nicht einmal im eigenen Haus mehr Herr sind. Nicht Privateigentümer, sondern der Staat bestimmt von nun an, wer in privaten Firmen, Gaststätten, Klubs, ja Haushaltungen ein- und ausgehen und was tun und lassen darf.
Die Folgen einer staatlich verordneten Politik erzwungener Integration sind voraussehbar und inzwischen auch unübersehbar und allgegenwärtig. Andere Menschen von seinem Eigentum ausschließen zu dürfen, ist das Mittel, mit dem man verhindern kann, dass einem hier und da etwas Böses oder als unangenehm Erachtetes widerfährt. Durch Ausschluss kann ich mich vor schlecht erzogenen, faulen, unzuverlässigen, lauten, respektlosen, verantwortungslosen, verlotterten, kurz: von mir als abschreckend und übel erachteten Schülern, Lehrlingen, Studenten, Angestellten, Mietern, Kunden, Gästen usw. schützen.
Erzwungene Integration bzw. Nicht-Diskriminierung dagegen züchtet schlechtes Benehmen und schlechten Charakter. In zivilisierter Gesellschaft ist der höchste zu zahlende Preis für Fehlverhalten der Ausschluss, und rundum unerzogene oder üble Charaktere werden sich schnell von allem und jedem ausgeschlossen finden und zu Ausgestoßenen werden, abseits der Zivilisation. Dies ist ein hoher Preis, und darum ist die Häufigkeit solchen Benehmens normalerweise gering.
Wenn man jedoch daran gehindert wird, andere von seinem Eigentum zu verstoßen, wann immer man ihre Anwesenheit für unerwünscht hält, werden schlechtes Benehmen, Fehlverhalten und rundweg üble Charaktere ermutigt. Statt isoliert und an den Rand der Gesellschaft verdrängt zu werden, tritt ihr unerfreuliches Verhalten immer öfter und stärker zur Schau. Sämtliche soziale Beziehungen – ob im privaten oder im Geschäftsleben – werden zunehmend rücksichts- und respektloser, egalitär und unzivilisiert.
Darum: Wenn man die Zivilisation bejaht, müssen die Antidiskriminierungsgesetze lautstark und vehement bekämpft werden. Und als ersten Schritt in dieser Richtung sollte man den Urhebern dieser Gesetze sagen: Politiker unerwünscht!

http://altmod.de/?p=1111

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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Eine Antwort zu Woanders gelesen: Nachtrag “Antidiskriminierungsgesetze”

  1. Kersti schreibt:

    Unser Eigentum ist doch schon lange nichts mehr wert. Im Auto muß ich mich anschnallen und darf kein Handy benutzen, ich muß regelmäßig zum TÜV und zur ASU, ich zahle Steuern. Für mein Grundstück bezahle ich Steuern beim Kauf und jährlich die Grundsteuern, in mein Haus muß ich 2x im Jahr den Schornsteinfeger lassen und neuerdings kommen irgendwelche Strom- und Wasserableser. Von der Gemeinde wurde uns eine Biokläranlage unter Strafe aufgezwungen, Energießaß und vorgeschriebene Dämmung tun ein übriges, der Wirt muß Nichtrauchergesetze einhalten, es ist alles nur noch krank und sozialistisch. Die Gemeinde hat uns eine 10 köpfige Türkenfamilie ins Dorf gesetzt, keiner wollte die hier haben, gefragt wurde keiner, ebensowenig, ob wir die Windräder wollen.
    Ich hasse mittlerweile die Politikmischpoke, dumm und raffig, dazu noch erzieherisch unterwegs.

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