Freie Demokraten die wahren Piraten und die Piraten eine Linkspartei mit Internetanschluss

Die FDP will auch was vom Erfolg der Piraten abhaben, wenn schon das Wahlvolk nicht mehr mitmacht, dann nimmt man einfach den Namen der anderen und sagt man wäre sie.
Der Minister für Volksgesundheit Daniel Bahr macht es jedenfalls so. In einem Interview das er WeltOnline gab, behauptete er jedenfalls, die Freidemokraten wären die wahren Piraten. Was immer das auch bedeuten soll, den Interpretationen ist hier Tür und Tor geöffnet, nur etwas will nicht so recht herauskommen, deshalb lasse ich es.
Ansonsten betet er das Wachstumsgebet herunter, Wachstum, Wachstum, Wachstum. Durch ständige Wiederholung wird ein falsch Gebet allerdings weder wahrer, noch richtiger, lediglich die (auto)suggestive Wirkung kann sich verstärken.
Dass ein größerer Kuchen bedeutet, dass mehr Menschen ein größeres Stück von diesem Kuchen abbekommen ist schlicht und ergreifend falsch, vor allem wenn man nur diese eine Möglichkeit in Betracht zieht.
Das können sie noch so oft runterleiern wie sie wollen. Nicht die auf die Größe kommt es an. Wird auch gerne gesagt, ist aber genauso falsch.
Auf das richtige Maß kommt es an, das Verhältnis zueinander muss passen. Größe und Anzahl derjenigen die etwas vom Kuchen wollen, müssen zueinander passen. Dann dürfen auch nur jene etwas von diesem Kuchen erhalten, die auch etwas dafür geleistet haben, das Leistungsverhältnis muss auch entsprechend berücksichtigt werden.

Wer nichts leistet, bekommt auch nichts. Abgesehen von Menschen, die wirklich nicht leisten können, das dürften aber sehr, sehr wenige sein. Jeder der leisten kann, muss allerdings auch leisten dürfen. Das Schild „Du musst draußen bleiben“, muss entfernt werden.

So kann ein relativ kleiner Kuchen, für alle Mitleistenden ein gutes, sicheres Leben gewährleisten und Appetit auf mehr machen. Während ein großer Kuchen, der an Gruppen von Nichtleistern verteilt wird, die können auch mehr bekommen (dann bekommen auch mehr Menschen etwas vom großen oder größeren Kuchen), eher dazu führt, dass diejenigen die leisten, sich fragen wozu das alles und unzufrieden nach Hause gehen, während sich andere die Taschen füllen.
Damit vom Kuchen diejenigen einen größeren Teil abbekommen, immer diejenigen, die auch etwas dafür geleistet haben, gehört auch, dass diejenigen die indirekt an des Leistenden Brust saugen, wie Politiker, überzählige Beamte, unproduktive Posten in der Wirtschaft (Beauftragte für XXX, bezahlte und freigestellt Betriebssowjets u. ä.) etc. entsprechend reduziert werden und sich ebenfalls dem produktiven Geschäft widmen, dem vergrößern des Kuchens oder falls dies nicht möglich sein sollte, wird einfach weniger gearbeitet oder daran gearbeitet, dass man wieder mehr leisten kann.
Das Märchen, dass ein größerer Kuchen, ein größeres Stück für alle oder mehr Menschen bedeutet ist und bleibt, wenn es allein steht, Blödsinn. Etwas für den Dummenfang.
Zudem ist immerwährendes Wachstum nicht möglich, Bäume wachsen nicht in den Himmel und dass, was immerfort wächst, nennen wir auch Krebsgeschwür und führt direkt und auf kurzem Weg zum Tod.
Dann schauen wir uns das Krebsgeschwür einmal, das ständig wächst und wachsen muss. Wer die Zellen dieses Geschwürs sind, sie sind leicht zu erkennen. Es bedarf dazu keiner teuren Geräte, Augen und Ohren genügen. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

Wer die Worte des Ministers für Volksgesundheit nachlesen will, kann dies in WeltOnline tun. Der interessierte Leser wird dabei allerdings eines nicht finden, das Interesse für unser Volk. In dem Interview, geht es um Konkurrenzparteien, interne Hahnenkämpfe, Stimmen bei Wahlen/Parteitagen und solchen Kram; dasjenige auf das sie letztlich einen Eid leisten, auf unser Volk, unser Wohlergehen, kommt nicht vor, außer das Märchen vom größeren Kuchen, da werden wir aber als „mehr Menschen“, denn als das deutsche Volk bezeichnet, mehr Menschen können viele sein, auch mehr Aktionäre, mehr ausländische Staaten, mehr Zivilokkupanten, mehr Bankmanager, das alles sind Menschen.
Hier gibt es allerdings einen kleinen aber feinen Unterschied, auf deren Wohlergehen leisten sie keine Eide, von denen werden sie nicht bezahlt. Es wird höchste Zeit, dass wir von den Leistung einfordern, die dieses Wort ständig auf den Lippen tragen und von anderen einfordern. Wer zahlt schafft an.

Dann gab es noch ein zweites Interview, in der FAZ, vom Hoffnungsträger Lindner. Auch der hatte etwas zum Thema Piraten zu sagen, die FDPler müssen die Hose gestrichen voll haben. Die Piraten seien eine Linkspartei mit Internetanschluss. Dann sage ich, die FDP ist ebenfalls eine Linkspartei, ob mit oder ohne Internetanschluss.
Auch Lindner ein Vorzeigeliberaler, der für die staatliche Frühförderung von Kindern eintritt, fast gleichzeitig von bescheidenen Staat spricht, der kein Problem mit der Enteignung des eigenen Volkes hat.
Über die Altersfluktuation will er sozialverträglich Stellen abbauen, was aber mit den Deutschen geschieht, die dringend Arbeit brauchen, lässt er unbeantwortet, die bleiben sozialverträglich vor der Tür. „Du musst draußen bleiben.“
Bei der Frage nach den arbeitslosen Schleckerangestellten, meinte er, die Arbeitsagentur leiste hervorragende Arbeit. Das Gefühl habe ich auch, die Zahl der „Kunden“ wächst ständig und die „Kunden“ werden immer öfter zu „Dauerkunden“.
Er bedauert, dass immer noch das Prinzip gelte, dass der Bürger, also wir, das deutsche Volk, das Geld gar nicht so schnell verdienen können, wie die Politiker es ausgeben. Wohl wahr, er übersah dabei eine Kleinigkeit, er einer dieser Politiker und seine Partei, die Partei, die am längsten von allen in Regierungen vertreten war.
Wie ist denn seine Stellung zur sog. Eurorettung, Griechenlandrettung, Bankenrettung und was wir noch so alles retten.
Dies alles ist alternativlos, wohingegen ein paar Arbeitsplätze in der Verwaltung, die von arbeitslosen Deutschen besetzt werden könnten, locker flockig gestrichen werden können. Wenn wir die Summen um die es hierbei geht, ins Verhältnis setzen würde (Banken-, Eurorettung und den Aufwand für Löhne und Gehälter), sähe man deutlich, wie sehr auch dieser Kerl die Tatsachen verdreht, er lediglich andere Prioritäten setzt und er unter dem Deckmäntelchen, einem ziemlich dünnen, mehr Geld ausgibt, als er vorgibt einzusparen.
Ansonsten auch hier nichts Neues, wie bei allen Interviews dreht es sich hauptsächlich um die eigenen Probleme, die Fehler der anderen, die man erst ausräumen müsse, bevor man richtig loslegen könne usw. usf.. Bla, bla, bla.
Noch was zum Schluss und zum Thema Geldver(sch)wendung, in NRW sollten auch einmal ein paar Kilometer Transrapidstrecke gebaut werden, wie in Bayern auch. Zu teuer, zu teuer, schallte der Ruf der Verhinderer durch die Lande. Den Sozen war er auch zu laut, dafür sind sie allerdings für eine neue Startbahn in München. Die Sozen verstehe wer mag/kann, ich nicht.
Wieviele Kilometer hätte man wohl bauen können, wenn man das Geld, dass man der HRE, weit über 100 Mrd. Euro, in den unersättlichen Rachen geworfen hat, in dieses Projekt investiert hätte? Schätzungsweise wären wir damit bis nach Moskau gekommen und die Russen hätten sich gefreut.
Die Strecke Hamburg – Berlin hätte ca. 10 Mrd. gekostet, das sind gut aufgerundet 300 km. Von Berlin nach Moskau sind es, ebenfalls gut aufgerundet, 2000 km. Da wäre sogar noch Luft gewesen, man hätte die Fahrpreise subventionieren können usw. und das Ganze nur für das Geld, das man einer einzigen Bank in den Rachen warf. Das Geld ist weg, auf den Konten irgendwelcher unbekannten Finanznomaden. Dies ist allerdings alternativlos und muss sein, so will es die politische Kaste, so beauftragen es deren Hintermänner, so haben wir es zu erdulden. Wir sind ja so tolerant. Es ist schon gar nicht mehr zum Aushalten.
Was hätte das Projekt Berlin-Moskau noch für Vorteile gehabt, Arbeitsplätze, deutsche Technologie wäre international nach vorne gebracht worden. Man hätte Leute zum Schaufeln gebraucht und solche die mit Hirnzellen schaufeln.
Dabei habe ich auch nicht übersehen, dass das Geld eigentlich nicht da gewesen wäre, es einer Verschuldung bedurft hätte. Richtig, das eine ist allerdings eine Investition, die dauerhaften Bestand hat, ähnlich einem Hausbau/-kauf, und auch wieder Geld einbringt; das andere ist, ich weiß auch nicht was ich da sagen soll, es ist nicht einmal Konsum, wir hatten ja nichts davon, es ist einfach weg, auf fremden Konten, was da ist und bleibt, sind die Schuldenberge, eine ewige Zinslast (die BRD tilgt keine Schulden, dies wäre nicht im Interesse der Geldmächte).
Wer war bei diesem Raubzug auch dabei? Die FDP, die Partei der Herren Bahr und Lindner.
Auch deshalb keine Stimme mehr dieser Partei und falls sich der eine oder andere überlegen sollte die Piraten zu wählen, fragt sie doch einmal, wie sie zur Eurorettung, zum ESM, zum ESFS stehen, um wieviele Milliarden es dabei geht, wieviele Milliarden schon ausgegeben wurden oder ganz einfach wieviele Nullen eine Milliarde hat (auf jeden Fall mehr als im Bundestag sitzen), wie hoch der Schuldenstand der BRD ist, um wie viel die Verschuldung der BRD pro Sekunde steigt.
Fragt sie auch wie sie zur Zuwanderung stehen, zum Moscheenbau, zur Endloszahlung deutschen Sühnegeldes, zur ewigen deutschen Schuld, zum Klimawandel, zum EEG.
Die Fragen müssen natürlich direkt und vor Publikum gestellt werden.
Wer deutsch statt bunt denkt, wird keine befriedigenden Antworten erhalten, manche werden falsch sein oder gar nicht beantwortet werden können. Dessen bin ich mir sicher.
Die Piraten sind keine Alternative, sie sind Teil des Parteienspektrums des Systems, sie werden eingeführt um Protestpotential zu binden, zu kanalisieren, die Kontrolle zu behalten.
Natürlich werden sich auch die Piraten etablieren, ähnlich wie die Grünen. Mit dem Unterschied, die Grünen wurden von den noch vorhandenen konservativen, nationalen Teilen der Kartellparteien heftig bekämpft, alles vergebens, nicht wegen der Unfähigkeit dieser Leute, nein, die Grünen mussten hochkommen.
Auch Piraten werden eines, vielleicht nicht mehr allzu fernen, Tages, zum Dienstwagenadel gehören, von getäuschten Piratenrevoluzzern mit Eiern oder Farbbeuteln beworfen werden. Das ist der Gang der Parteien, die in das Kartell der Systemparteien aufgenommen werden (wollen), das ist der Preis, den die Akteure bezahlen müssen.
Wer in die Piraten Hoffnungen setzt, sollte das oben Geschriebene auf jeden Fall im Kopf behalten und Augen und Ohren offen halten.

 

Über Gerhard Bauer

Mittsechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler, nun wird taktisch entschieden. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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