Neues aus dem Schnüffel- und Denunziantenstadl

Wie jüngst bekannt wurde, erfassten die Geheimdienste des freiesten Deutschlands aller Zeiten, der BRD, ca. 37 000 000 E-Mails und damit auch die entsprechenden Verbindungen der Menschen untereinander.

Die E-Mails wurden einer genaueren Untersuchung unterzogen, da in ihnen so verdächtige Worte vorkamen, wie Israel, Bombe, Opium, Atom. Wenn von überwachen die Rede ist, sollte also davon gesprochen werden, dass der gesamte E-Mailverkehr überwacht wird und 37 Mill. als verdächtig eingestuft wurden. Dies alles geschieht ganz ohne richterliche Anordnung, ist der Schnüffelalltag im freiesten Deutschland aller Zeiten.
„Vorsicht Feind hört mit“, war vor einigen Jahrzehnten auf Plakaten in unserem Land zu lesen. Heute kann man sagen, „Vorsicht Schnüffeldienste lesen und hören mit“. Dass diese 37 Millionen Mails lediglich Zahlen buntesrepublikanischer Geheimdienste sind, muss als bekannt und gegeben vorausgesetzt werden.
Die Bunte Republik ….land ist eine Spielwiese für „befreundete“ Geheimdienste, die dürfen hier alles, die BRD ist nach wie vor besetzt, nicht souverän und der Feindstaatenklausel der UN unterworfen. Eigene Rechte, Fehlanzeige. Buntesrepublikanische Geheimdienste dürfen die Zuträgerarbeiten machen, die Sauereien, das Grobe machen die „befreundeten“ Geheimdienste selbst.
Auch die Zivilnazijägerin Künast meldete sich zu Wort, denn Grüne und Linke müssen ja beruhigt werden, da ja auch anzunehmen ist, dass hier manches Mal verdächtige Worte geschrieben werden. Künast wusste zu fordern, dass die Liste der verdächtigen Wörter ständig diskutiert und angepasst werden müssen und, natürlich, der Schnüffelvorgang muss unter parlamentarischer, sprich Partei-, Kontrolle sein.
Die Stichwörter diskutieren und anpassen, das ist gut, echt grün, nicht Erkenntnisse aus Überwachungsergebnissen und Kenntnisse des Wortschatzes von Gefährdern sollen die Stichwörter ergeben, sondern durch lange, ausführliche Diskussionen, damit es ja jeder weiß, sollen die Stichwörter ermittelt werden. Nicht die Fachleute der Geheimdienste geben hier den Ton an, sondern, wie könnte es anders sein, die Parteimenschen aus den Parlamenten. Ein echter Künast. Wobei dies sicher nicht ganz ernst gemeint war, sondern lediglich ein Beruhigungsbrocken für die Parteigänger war.
Die Forderung nach parlamentarischer Kontrolle, hat soviel Wert, als wenn einer fordern würde, der Euro muss gesetzliches Zahlungsmittel der BRD sein. Ist es längst, Du Schnarchzapfen, möchte man da rufen, desgleichen gilt für den Künastvorschlag. Die Geheimdienste unterstehen sowieso dem Parlament, als Gremium gibt es das sog. Parlamentarische Kontrollgremium, für die Grünen sitzt, sinnigerweise, Ströbele drin, um die Arbeit der Geheimdienste zu überwachen. Hat denn das der Zivilnazijägerin Künast noch niemand gesagt? Oder hat sie, wie gewohnt, nur palavert, wohlwissend, dass es sowieso egal ist was sie sagt. Hauptsache Parteigenossen und Wähler werden beruhigt.

Dass in diesem Land der gesamte E-Mailverkehr, beim Telefon-und Faxverkehr dürfte ähnliches gelten, überwacht wird, passt wie die Faust auf´s Auge. Während sie von Freiheit und Bürgerrechten quasseln, werden die betäubten Deutschen nach Strich und Faden überwacht. Während immer wieder über die Stasi und manches Mal auch über die  Gestapo vom Leder gezogen wird und welch Überwachungsmethoden diese hatten, wird der Deutsche von hinten und vorne überwacht. Demnächst sollen auch noch Drohnen dazukommen. Gefährlich und überwachungswürdig könnte sein, wenn sich eine Person mit einer anderen länger als 2 Minuten in der Öffentlichkeit unterhält oder ein Objekt, sagen wir eine Minute, beobachtet, ausspäht im Schnüfflerjargon. Dabei ist es egal, was beobachtet, Pardon ausgespäht, wird. Irgendwas hat der Kerl schon vor und das müssen die Geheimdienste wissen. Wenn es die buntesrepublikanischen Geheimdienste wissen, dann wissen es automatisch auch die „befreundeten“ Geheimdienste, die sitzen ja mittendrin, die sind sozusagen der Lenkungsausschuss, da werden die wirklich geheimen Dinge geplant, besprochen und auch ausgeführt. Von denen erfährt auch das Parlamentarische Kontrollgremium nichts. Wieso nicht, die sind geheim und wer es einem Ströbele oder anderem Parteimann erzählt, kann es gleich der Bildzeitung mitteilen.

Also im Westen nichts Neues, es wird munter spioniert, geschnüffelt, denunziert. Gefunden wird angeblich nichts oder fast nichts, nichts was auf Terroraktivitäten u. ä. verweisen würde, darum geht es aber auch nicht. Die wollen wissen was los ist, wie die Stimmung ist, worüber geschimpft wird. Einfach nur Bescheid wissen, was im Volk los ist. Mit diesen Erkenntnissen werden dann entsprechende Gegenmaßnahmen, sprich Aktionen (bis hin zu Attentaten oder Anschlägen), Propaganda und Umerziehung, eingeleitet und punktgenau in die Gehirne gesendet.
Meinungsumfragen, Blogs, Kommentarspalten und vieles mehr, sind ergiebige Quellen und werden ausgewertet. Es gibt viel zu tun. Geheimdienstmitarbeiter ist ein krisenfester Job, dort gibt es keine Konjunkturschwäche, lediglich die Herren können gelegentlich wechseln, ein kalkulierbares Risiko und kommt nicht allzu oft vor.

 

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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