Brave oder böse Polizisten?

Mein Enkel, 3 Jahre, fragte mich gestern, ob es auch böse Polizisten gäbe?
Was ich antwortete, ist hier nicht von Belang, aber die Frage ist wichtig.

Was sich aber jeder überlegen sollte, vor allem Polizisten, wann sind sie der „Freund und Helfer“ und wann werden sie zum Büttel der Obrigkeit, zum Instrument der Durchsetzung der Macht einer herrschenden Clique?

Für mich ist der Polizist in erster Linie „Freund und Helfer“, bin mir aber durchaus bewusst, dass sich die Polizeimacht sehr schnell ins Gegenteil verwandeln kann und jeder Polizist seine Pflicht tut, indem er den Anweisungen seiner Vorgesetzten und letztendlich den Herrschenden Folge leistet.

Hier gibt es also ein Art Zwitter, für mich, aber auch gegen mich, auch ohne, dass ich, im herkömmlichen Sinne, kriminell wurde. Seit Meinungen und Weltanschauungen kriminalisiert wurden, ist man ganz schnell kriminell und da ist für mich die Grenze, wo ein Polizist „böse“, zum Büttel, zum Handlanger wird.

Die Polizeimacht als Ordnungsmacht oder als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele? Darf/soll eine Ordnungsmacht überhaupt einer herrschenden Gruppe unterstellt sein oder hätte sie nicht vielmehr eine zentrale, übergeordnete Funktion zu erfüllen?
Sollte sie nicht eine Macht sein, die zumindest zu 50 Prozent, durch das Volk kontrolliert und beauftragt wird? Die anderen 50 Prozent könnten bei der Polizeiorganisation liegen, Fachleute müssen ja auch zu ihrem Recht kommen und ihr Wissen anwenden können. Polizisten könnten durch das Volk bestätigt werden, von der Polizei ausgewählt, vom Volk bestätigt und zwar auf sämtlichen Ebenen.
Ähnliches könnte ich mir auch in der Justiz und anderen Bereichen vorstellen.

Über Gerhard Bauer

Mittsechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler, nun wird taktisch entschieden. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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5 Antworten zu Brave oder böse Polizisten?

  1. rundertischdgf schreibt:

    Lesenswerter Artikel, ist auch auf herkömmliche Weise getwittert worden (Link kopiert und eingefügt). Wieso fehlt aber die Twittertaste unter dem Text, die mal kurzfristig vorhanden war.

  2. rundertischdgf schreibt:

    Jetzt ist der Schalter wieder da und ich klicke deshalb sofort darauf. Hier auch noch ein aktueller Verweis: http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/02/11/das-grune-doppelgesicht/

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Hat der Schalter funktioniert?
      Die Grünen und deren Umfeld haben ein Problem, sie sind Deutsche und das können sie sich nicht verzeihen. Sie sind Nachkommen der Täter.
      Das gibt auch eine Argumentationshilfe, es gibt Deutsche und solche die den deutschen Pass haben, also keine Nachkommen der Täter, somit gibt es ein deutsches Volk. Jeder Deutsche ist Nachkomme der TäterInnen, um im Jargon dieser vom Selbsthass getriebenen armen Teufel zu bleiben.
      Am völkischen Denken können auch diese bunten Vögel nicht vorbei.

  3. rundertischdgf schreibt:

    Der Twitterschalter funktioniert und in den Auftritten http://www.runder-tisch-niederbayern.de (blauen Vogel anklicken) und bei http://rundertischdgf.wordpress.com/ rechte Spalte Vilstal: Kurznachrichten anklicken, dort müßte dann auch dieser Beitrag getwittert sein.

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