Die unveräußerlichen Menschenrechte und Merkel

Merkel mahnte in China die unveräußerlichen Menschenrechte an und wollte zeitgleich Geld einsammeln, Geld um den Euro zu retten. Die Machthaber in China zeigten ihr beide Male die kalte Schulter, die Europäer oder die Deutschen sollten erst einmal ihre Hausaufgaben machen.

Die Sache mit dem Geld lassen wir mal außen vor, die andere, die mit den unveräußerlichen Menschenrechten, die Merkel ansprach, wollen wir uns einmal näher betrachten. Bisher ging ich davon aus, dass die sog. Menschenrechte meist durch Gewalt verletzt wurden und werden, verkauft hat sie wahrscheinlich selten einer. Meist wurde er durch höhere, stärkere Mächte u. ä., gezwungen, seine sog. Menschenrechte aufzugeben oder an deren Verwirklichung verhindert.
So sitzen z. B. in der Volksrepublik China Menschen wegen ihrer Meinung bzw. der Verbreitung derselben im Gefängnis oder werden anderweitig schikaniert. Dies ist für die Kanzlerin, den Außenminister der BRD oder jeden anderen beliebigen Politkasper der westlichen Welt, ein durchaus kritikwürdiges Verhalten und man fordert die Chinesen auf, dies zu unterlassen, wegen der unveräußerlichen Menschenrechte und so.
Wie sieht es aber im Heimatland der Kanzlerin aus, im freiesten Deutschland aller Zeiten, in dem Land in dem sie der Regierung vorsteht, sie Parteichefin einer Partei ist, die den staatlichen Kampf gegen Meinungen seit Jahrzehnten intensiv führt. Mittel hierzu sind u. a.  Berufsverbote, Kampf gegen Rechts, Schaffung von Straftatbeständen, die es erlauben Menschen wegen Meinungs- oder Propagandavergehen jahrelang hinter Gitter zu schicken, Verbot von Büchern, Schriften und vieles mehr.
Im Fall von Horst Mahler dürfte es lebenslängliches Urteil sein, Aussicht auf Begnadigung, wie jüngst in der Militärdiktatur Burma geschehen, dürften diese bundesdeutschen Dissidenten nicht haben, anders hingegen beispielsweise verurteilte Mörder, denen gegenüber großzügig umgegangen wird.

Während im Ausland groß getönt wird, wird im eigenen Land munter das verletzt, was man anderswo mit großen Worten anprangert, man fühlt sich wohl dabei und suhlt sich dabei im Scheinwerferlicht.
Ganz anders die Chinesen oder auch die Russen, während unsere Politelite nicht umhinkommt bei jeder passenden oder unpassenden, ganz nach Art unserer Kolonialherren, die sog. Menschenrechte in anderen Ländern einzufordern, sie im eigenen Land aber mit Füßen treten, beschränken sie sich darauf, die Dinge anzusprechen, die für die Beziehung der beiden Länder untereinander wichtig sind. Ansonsten lassen sie den anderen in seinem Land tun, was ihn sein Volk tun lässt und mischen sich nicht großartig in die inneren Angelegenheiten anderer Länder ein. Dies ist ein Politikstil der den westlichen Demokratien vollkommen fremd ist.

 

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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