Antwort einer Europaabgeordneten (CSU) zum Thema Schwangerschaftsabbruch

http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-901-22756–f270729.html#q270729

Die Antwort nach der eigentlichen Frage, nach dem Volkstod, blieb die Dame schuldig. Stattdessen antwortete sie mit Sätzen wie diesen:

„…Grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass jedes Ungeborene ein Recht auf Leben hat. Daher halte ich die in Deutschland bestehende Regelung im Hinblick auf den Schwangerschaftsabbruch für eine durchaus angemessene Lösung. Demzufolge ist die Schwangere vor dem Abbruch der Schwangerschaft zu einem Beratungsgespräch verpflichtet….“

Also jeder ungeborene Mensch, auch die Bezeichnung Mensch wird tunlichst vermieden, hat ein Recht auf Leben, dieses Recht verwirkt er, wenn die Mutter ihr Kind nicht wünscht und diesen Nichtwunsch durch ein Beratungsgespräch, das formelle Element, Ausdruck gibt. Die Zahl von 130 000 auf diese Art ermordeten Kinder ignoriert die Dame, dass diese Gespräche lediglich eine Alibifunktion haben, um die Straffreiheit zu gewährleisten ebenfalls.
Vor einiger Zeit habe ich mich mit einer Bekannten unterhalten, die ein solches Gespräch führte und damit die Legitimation zum Mord erhielt. In ihrem Fall wurde die Tat nicht notwendig, da sie nicht schwanger war, was sie allerdings zum Zeitpunkt des Gesprächs nicht wusste , insofern erübrigt sich jedes weitere Gedankenspiel. Wie sie mir es berichtete, war es ein formelles Gespräch, sie wurde darauf hingewiesen, dass die Beratung kostenlos sei, Spenden jedoch erwünscht seien und die Beraterin größtes Verständnis für den Kindsmord aufbrachte und andere Möglichkeiten nicht ansprach. Ihr Ehemann war mit anwesend, er bestätigte das Gesagte.
Diese Beratungsgespräche haben eine reine Alibifunktion, für Täter ebenso wie für Politiker.
Welche Probleme die Ermordung des eigenen Kindes bringt, kann gar nicht ermessen werden. Niemand kann in die Seele der Menschen schauen und nur einige wenige bringen es fertig über diese Dinge zu sprechen oder zu schreiben. Es ist eine Tat, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann und einen das ganze Leben verfolgen kann. Die Zeiten können sich auch wieder ändern, das Bewusstsein der Menschen und der Massen kann wieder ein anderes werden, achtsamer und aufmerksamer unser Leben betreffend.
Wenn es gar nicht anders geht Adoption, ansonsten muss man mit den Folgen seiner Handlung leben und dem Kind gute Eltern sein. Das Kind hat nichts dazu getan, gezeugt zu werden, ist also im wahrsten Sinne des Wortes unschuldig. Die Erzeuger haben die verdammte Pflicht und Schuldigkeit für dieses Kind bestmöglich zu sorgen und wer es tötet, der mordet, ganz bewusst und kaltblütig aus niederen Motiven. Dessen muss sich jeder bewusst sein, da hilft alles Hin- und Hergerede nichts.

Der Zeitpunkt, bis wann eine Abtreibung erlaubt ist, ist willkürlich gewählt und kann je nachdem beliebig verschoben werden.

Auch bei kriminilogischer und medizinischer Indikation muss sich jeder Befürworter überlegen, gibt es unwertes Leben? Wir leben im Wohlstand, geben Geld für allen möglichen Unsinn aus, da sollte wohl auch soviel Geld zur Verfügung stehen, dass Familien mit behinderten Kindern entsprechend unterstützt werden können.

Darf ein Mensch getötet werden, da er durch Umstände gezeugt wurde, die der Mutter aufgezwungen wurden? Dass die Mutter dieses Kind evtl. nicht sehen und haben will, kann ich verstehen. Ist dies aber ein Grund, dieses Kind zu ermorden? Auch hier gibt es die Möglichkeit der Adoption.

Bei der Gelegenheit möchte ich auch noch die sog. Wahlfreiheit ansprechen. Wie behauptet wird, existiere ein Wahlfreiheit, zwischen Kita, Kindergarten und familiärer oder privater Kinderbetreuung. Mit Wahlfreiheit ist Waffengleichheit gemeint.
Während ein Kitaplatz ca. 1500 Euro kostet, wurde auf der anderen Seite ein Betreuungsgeld angekündigt, gegen das immer noch vehement Sturm gelaufen wird, auch von Brüssel aus (Thema nationale Unabhängigkeit). Betreuungskosten können steuerlich geltend gemacht werden.
All diese Dinge gelten jedoch für beide Eltern, die die in Kitas unterbringen und jene die sich privat kümmern. Der Unterschied ist lediglich, der Kitaplatz, die Fremderziehung kostet ca. 1500 Euro monatlich.
Sollte hier Waffengleichheit herrschen, müssten Eltern dieses Geld ersatzweise bekommen. Wieso sollte die Betreuung eines Kindes durch eine sog. Professionelle, Geld wert sein, die durch die Mutter hingegen nicht? Das ist eindeutig staatliche Lenkung, hin zu Massenaufbewahrungsanstalten und Förderung von diversen Verbänden und Organisationen, die sich mit der Kinder“betreuung“ eine goldene Nase verdienen.

Wenn gezahlt wird, dann müssen alle in den Genuss der Zahlung kommen. Was glaubt ihr, wieviele Mütter bei ihren Kindern blieben, erhielten sie „nur“ 1000″ Euro monatlich. Das oft gebrachte Gegenargument, dadurch würden bestimmte ausländische Familien zur noch rascheren Vermehrung angeregt, denen sei gesagt, dass ich diese Hilfe nur deutschen Familien zukommen lassen würde, wie auch jede andere Form von Sozialhilfe. Wieso und warum wird in anderen Artikeln immer wieder begründet.

Weiter noch zu dem Argument, damit würden Asoziale und andere angeregt vermehrt Kinder in die Welt zu setzen. Liebe Leute, die machen es sowieso, sitzen daheim auf dem Kanapee und bringen ihre Kinder zur Kita, in die Suppenküche, zur Tafel und was weiß ich wohin. Dieses Problem muss anders gelöst werden und zwar, indem man diese Menschen in Lohn und Brot bringt. Sie nicht durch gezielte Masseneinwanderung von den Arbeitsplätzen verdrängt, sondern sie hinführt zu einem geregelten Leben in Arbeit und Eigenverantwortung. Auch denke ich, dass die Zahl nicht so hoch ist, so etwas gab es zu früheren Zeiten auch schon und Kinder als Einkommensquelle, das funktioniert nicht so gut. Auch das hat sich mittlerweile herumgesprochen, zumindest bei Deutschen.

Die andere, von mir nicht so favorisierte, Möglichkeit, wäre allerdings, staatlicherseits gar nichts für Kinder und Familien auszugeben, auch keine Steuererleichterungen, keine Zuschüsse für Kindergärten und Träger solcher.
Das wäre ein absolut neues System und müsste mit einer entsprechenden Neuordnung der Steuergesetze und gesellschaftlicher Umstände gemacht werden.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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4 Antworten zu Antwort einer Europaabgeordneten (CSU) zum Thema Schwangerschaftsabbruch

  1. rundertischdgf schreibt:

    Wir übernehmen diesen hervorragenden Artikel. Aber diese Frau ist nicht FDP sondern CSU Europaabgeordneten.

  2. Pingback: Europaabgeordnete zum Schwangerschaftsabbruch « rundertischdgf

  3. „Also jeder ungeborene Mensch, auch die Bezeichnung Mensch wird tunlichst vermieden, hat ein Recht auf Leben“

    Die Bezeichnung „Mensch“ wird dann benutzt, wenn durch den Fehler eines Mannes ein Ungeborenes stirbt. Dann heißt es zum Beispiel „Er fuhr wie ein Wilder auf der Autobahn. Dadurch verlor eine Frau ihr ungeborenes Töchterchen“.

    Aber abgesehen von diesen Ausnahmen hat ein Ungeborenes im derzeitigen lesbozentrischen Sozialismus, in dem wir leben, den Status eines Parasiten.

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