BRD = Staat der Schnüffler und Denunzianten

Altkanzler Helmut Schmidt rauchte bei Jauch eine Zigarette, deswegen wurde die ARD nun von Nichtrauchern angezeigt. Ähnliches hatten wir ja schon einmal, nur um den Fall geht es gar nicht. Damit wird nur an einem prominenten Beispiel gezeigt, wie weit dieser Reststaat schon heruntergekommen ist.
Der SED-Staat mitsamt seinem Schnüffelapparat dürfte ein Waisenkind gewesen sein, gegen das, was in der BRD sich in den letzten Jahrzehnten aufbaut.
In der DDR mögen viele aus Karrieregründen, aus mangelndem fehlenden Mutes zu Karteispitzeln geworden sein und manche auch aus Überzeugung. Die Überzeugungstäter können wir heute noch in der Politik und im öffentlichen Leben finden, wie in manchen Zeitungsberichten immer wieder nachzulesen ist.
Was sich aber in der BRD, dem „freiesten“ Deutschland aller Zeiten, abspielt, wenn man sich die Antifaschnüffelorganisationen betrachtet, die nicht nur das Netz nach „Nazi“seiten durchforsten, die Menschen an den Pranger stellen, sobald sie sich einer nationalen Gesinnung schuldig machen, die jederzeit und ohne Konsequenzen Menschen als Rassisten, als Faschisten, Ausländerfeinde oder Nazis beschimpfen dürfen, deren Häuser beschmieren dürfen, keinerlei Rücksicht auf öffentliches oder fremdes Eigentum nehmen, dann sage ich Gute Nacht BRD, es gab einmal ein kurzes Aufleuchten, von dem, was wir Deutsche zu leisten imstande wären, wenn man uns nur ließe, das war es aber dann auch schon. Ein kurzes Wetterleuchten am Horizont.
Dazu kommen noch die die „Irgendwas“-Beauftragten, die Telefone über die man bei Behörden Mitbürger anschwärzen kann, die Gesetze und Verordnungen, die denunziatorisch veranlagte Mitbürger geradezu einladen, zu denunzieren, anonym anzuzeigen und anzuschwärzen.
Jüngst meinte gar der Münchner OB, man müsse auch in München islamfeindliche Bestrebungen strafrechtlich verfolgen. Die Betonung liegt auf „auch“. Soll das bedeuten, dass strafrechtliche Verstöße in München bisher nicht verfolgt werden oder sollen Handlungen zur Anzeige gebracht werden, für die es eigentlich keine rechte Handhabe gibt. Ich denke, es ist letzteres.

Natürlich sind die gleichgerichteten Medien, die staatlichen Propagandaeinrichtungen, kirchliche Organisationen auch vom Spitzel- und Denunziantenwesen nicht ausgeschlossen.
Alle aber auch wirklich alle, beteiligen sich an der Jagd nach „bösen“ Mitmenschen, der eine raucht, der andere denkt falsch, der andere verschwendet Energie und tötet die Erde und dergleichen mehr.
Dem Kollektiv wird gesagt, wer der Sünder sei, wer das Böse in der Welt vertrete, verbreite und ausübe.
Auf diese Teufel der Neuzeit wird Jagd gemacht und wie es in einem pluralistischen Wesen nun mal üblich ist, ist für jeden etwas dabei. Für die einen sind es die Viehzüchter, die Jäger, die  Vogelfütterer, die Milchbauern Besitzer von Benzinfressern, für andere sind es national gesinnte Deutsche, Konservative, tiefgläubige Christen die ihren Glauben auch leben wollen, Abtreibungsgegner, Rechts- und Linksextremisten, Moslems usw..
Für jeden aber wirklich für jeden ist etwas im Angebot, jeder darf mitmachen und sich gutfühlen.

Dazu sage ich eines, wer sich daran beteiligt, ist ein Schnüffler, ein Denunziant, die schlimmste Form der Ratschkathl, des Ratsch- und Marktweibes. Der hat nicht nur ganz tief im Inneren ein Problem, der sollte erst einmal versuchen, mit sich selbst ins Reine zu kommen, die Ursachen seines Verhaltens zu erforschen, wieso er solchen Hass auf andere Menschen hat, was ihn zu seinem Zerstörungswillen beseelt.

Wer die Öffentlichkeit, den Staat über das Verhalten, über die Meinung von Einzelnen informiert, diesen deswegen vor den Kadi zerrt, ist ein Mitmensch der übelsten Sorte. Ausgenommen hiervon sind natürlich die wirklich strafrechtlich relevanten Dinge, darüber braucht man nicht zu reden.

Dieser Massenzustand zeigt allerdings auch anderes, es ist das Bild eines kranken Volkes, einer kranken Volkseele. Einer Seele, die leidet, die zugemüllt wird. So wie der Einzelne ein Problem hat, hat auch das Volk ein tiefes Problem. Innere Missstände werden nach außen projiziert, wollen und sollen, bequemerweise, im Außen gelöst werden. Dann sind die friedlichsten Seelen auf einmal auch brennend an einem Krieg beteiligt, an der Zerstörung anderer Länder. Es gilt ja das Böse auszurotten.

Nun aber zu der Frage, „Wem nützt es?“. Es nützt natürlich denjenigen, die über die Einzelnen, eine Gruppe, ein Volk herrschen wollen, denjenigen die vorgeben, wer der Teufel ist, wer bekämpft werden muss.
Es ist im Prinzip also recht einfach, folgt nur der Spur, hört die Worte, wo kommen sie her, wer verbreitet sie, wer gibt die jeweiligen Parolen aus. Dann habt ihr sie, die Verantwortlichen, die Profiteure, die, die euch/uns lenken, teilen und somit ihre Herrschaft sichern und unseren Zorn, unsere Unzufriedenheit, ablenken und in (für sie) ungefährliche Bahnen lenken/kanalisieren. Kanalisieren trifft besser zu, im Kanalsystem werden die Abfälle, die Ausscheidungen transportiert, dort ist das, mit dem keiner etwas zu tun haben will. Wir dürfen allerdings nicht übersehen, dass das meiste davon, wertvoller Dünger sein kann, wenn man es nur richtig nutzt und nur einiges Weniges wirklicher Abfall ist und entsorgt werden muss aber auch unvermeidlich ist, zum Leben gehört, wie die Luft zum Atmen.

Machen wir uns also auf die Suche nach den wirklich Verantwortlichen und nach dem Abfall, der es wirklich ist und entsorgen diesen. Wie gesagt, das ist nur ganz wenig, aber nicht schwer zu finden.

Über Gerhard Bauer

Mittsechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler, nun wird taktisch entschieden. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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7 Antworten zu BRD = Staat der Schnüffler und Denunzianten

  1. rundertischdgf schreibt:

    Eine ziemliche überzeugende Beschreibung der Wirklichkeit. Das ergänzen wir mit diesem Beitrag http://rundertischdgf.wordpress.com/2011/11/24/medien-sorgen-fur-das-selbstanlegen-eines-maulkorbes/

  2. Pingback: Schnüffler und Denunzianten 2011 « rundertischdgf

  3. Kersti schreibt:

    Der Grund, denke ich, ist folgender: Früher hatten die Menschen noch Werte, bestimmte Sachen tat man nicht, man hielt sein Wort, man bemühte sich um Ehrlichkeit, die Kinder mussten parieren, man war im Umgang miteinander höflich und hatte auch ein „Benimm-Buch“ im Bücherschrank, als ich 1989 zum erstenmal in Hamburg war, gefiel uns die hanseatische Vornehmheit und Zurückhaltung. Man öffnete einander die Türen von Geschäften, trat beiseite, um jemanden vorbeizulassen. Das gibt es heute nicht mehr, man schubst und drängelt, telefoniert überall, spuckt Kaugummis hin und schmeißt sein Papier auf den Boden, Autoritäten werden nicht anerkannt, ebenso Hirarchien, in den Bahnen kann man wegen des Sprachgewirrs der ganzen Welt nicht mehr lesen. Man arbeitet nicht mehr allein, sondern als „team“, gibt also Verantwortung ab, der Sieg hat dann viele Väter und die Niederlage ist ein Waisenkind, alles ist den Heranwachsenden erlaubt, die Kinder hassen ihre Eltern, und diese schieben ihre ins Altenheim. Was früher von sich aus geregelt wurde, übernimmt heute der Staat. Er begünstigt durch Gesetze Gruppen, indem er andere abstraft, die Begünstigten achten nun darauf, dass die Gesetze auch eingehalten werden. So entsteht Denunziation. Der Staat schafft undemokratische Gesetze, das Beamtenheer achtet auf die Einhaltung und freut sich über Mitbürger, die andere verpfeifen. Früher hätte man sich als solcher geschämt, weil man so etwas nicht tut, im heute grenzenlosen Raum, ist man sich für nichts zu schade, für uns jedoch verheerend ist, dass nur die Deutschen sich gegenseitig denunzieren, die Ausländergruppen verhalten sich so wie in ihren Ländern, man hält gegen die „da oben“ zusammen, wir nicht. Durch die Grenzöffnung hat man unser Land runtergerissen, Diebstahl, Prügelei, Beleidigung, Raub, Betrug sind „normal“ geworden. Nur der Stärkste überlebt und nicht der Intelligente und Höfliche. „Vornehm geht die Welt zugrunde“ hat sich ins Gegenteil verkehrt. Naja, und das Traumpaar Fischer/Schröder hat es vorgemacht, betrügen, tricksen, lügen und „hol mir mal ne Flasche Bier“, die Scheidungsgeschichte in der BILD, wurden als Vorbild angepriesen, die Medien haben, statt sie zu kritisieren, hochgelobt. Nun denkt der Mann von der Straße, er kann nachmachen, man sieht es in den Prollsendungen der Privaten, jeder Blödling will ins Fernsehen und seinen geistigen Unrat ausbreiten. Das ist die Verwahrlosung eines einst im preußischen Denken verhafteten Volkes. Und diese Verwahrlosung geht einher mit dem Fehlen von Zusammenhalt. Ich fange bei mir an: Geiz ist nicht geil, ich ziehe den deutschen Handwerker vor, habe es erst jetzt bei der Renovierung des Hauses gesehen, Deutsche in meiner Region sind immer noch pünktlich und gründlich, und auch nicht überteuert, man verhandelt ohne Rechtsanwalt und Drohungen, eben per Handschlag, weil man sich kennt. Morgen kommt der Tischler vom Nachbarort, und eine deutsche Schneiderin hier wird die Hundedecken aus unseren alten Bettdecken nähen. Wenn jeder anfängt, den Landsmann dem Fremden vorzuziehen und dessen kleine Schwächen direkt anzusprechen, der kann auf den Staat als Kontrollorgan verzichten. Wir sind mit der Globalisierung anonym geworden, wir müssen uns regional vernetzen. Ich bin es, sollten morgen die Supermärkte nicht beliefert werden, meine Familie wird überleben.

    • Bauer Gerhard schreibt:

      Da Du die Kindererziehung ansprachst, wir petzte bekam zu hören „Schianga tuat ma ned“, übersetzt, „Petzen tut man nicht.“
      Die Schianghaferl waren allesamt bekannt und wenig geachtet. Erwachsene erkannten es an, wenn man seinen Freund oder auch Feind, nicht verriet, wenn es darum ging den oder die Schuldigen zu finden.
      Mein Vater bekam von den Amis 15 Jahre Zwangsarbeit aufgebrummt, da er Namen von Jagdkameraden nicht nennen wollte, im Falle einer Namensnennung wäre er frei gegangen. Nach zwei Monaten gab es eine Generalamnestie und er wurde freigelassen, als seiner Lebtag lang geachteter Mann.

  4. Kersti schreibt:

    Petze, Petze ging in Laden, wollt fürn Dreier Käse haben, Käse, Käse gab es nicht, Petze, Petze ärgert sich. So wars bei uns. Wie kann es sein, dass sich alte Tugenden ins Gegenteil verwandeln?
    Selbst in der DDR war nur gegen Geld Denunziation möglich, Stasi. Hier haben es Politik und Medien geschafft, dass sich Systemlinge gut fühlen, wenn sie jemanden verpetzen, auch ohne Geld, einfach um zu schaden, indem die Medien und Politik die vermeintlichen Feindbilder vorgeben. Die Medien und die Konzerne halten zusammen, sie bestimmen, was gekauft, gedacht und verbreitet wird. Wir müssen sehen, dass wir die ausländischen Eindringlinge, egal, ob Konzerne oder Asylanten, des Landes verweisen. Wenn wir uns auf uns selbst bestimmen, wird Ruhe einziehen. Wir leben in einer beschxxx Zeit. Die Menschen haben aufgehört, selbst zu denken und zu handeln. Es ist ja auch unbequem geworden. Trotzdem erweckt mich die Hoffnung, dass wir uns selbst aus dem Sumpf ziehen. Wir leben unbequem, möglichst vieles selber machen, selber denken, die eigene Meinung durchsetzen (erst heute praktiziert), sich vernetzen.

  5. Ausundvorbeiisses schreibt:

    Früher gab es Vertrauen und man konnte sich darauf verlassen. Heute gibt es nur noch reinen Egoismus.
    Ich persönlich wurde von den Menschen denen ich mein höchstes Vertrauen gab (meiner Familie) wegen meiner Krankheit fallengelassen, gerade wo ich sie am nötigsten brauchte, von Freunden und bekannten ganz zu schweigen.
    Und die, die sich von berufswegen Hilfe auf die Fahnen geschrieben haben sind auch nur Verräter bzw. unfähige Dampfblauderer.

    Schaut euch das mehrwerden von Selbstmorden und Amokläufen an!
    Woher das wohl kommt?

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Das ist ein wichtiger Punkt. Die Familie wird zerstört, bewusst und planmäßig.
      Üble Vorkommnisse gab es zu jeder Zeit und wird es auch weiterhin geben.
      Heute wird allerdings der familiiäre Zusammenhalt der Beliebigkeit preisgegeben.
      „Du passt nicht mehr in mein Konzept. Weg mit Dir.“
      Egal, ob Mann, Frau oder Kind, jeder darf allein gelassen werden, ob in Stunden der Not oder nur wegen vermeintlicher Bequemlichkeit oder wegen Vergnügungen. Vollkommen egal.
      Vor allem bei Krankheit, Unfall und sonstigen Unbilden des Lebens, zeigt sich die wahre Familie, wer kann zusammenhalten, wer hat Gemeinschaftsgeist, wer ist dem Zeitgeist dem ungehemmten Egoismus verfallen?
      Egoisten muss man ziehen lassen, da hilft nichts. Viele dieser Leute müssen erst erfahren, was es bedeutet allein gelasssen zu werden, allein zu sein. Sollen sie es tun.
      Wer nicht hören will, muss fühlen.
      Vor allem jungen Menschen muss man heute zeigen, dass die Familie der Hort ist, den sich jeder Mensch ersehnt. Hier gibt es die Bindungen, die überall erst geschaffen werden müssen, hier existieren sie bereits, ganz von selbst. Aus der Familie kann man sich nicht so einfach verabschieden, selbst wenn man sich komplett loslöst, bleibt man trotzdem Bestandteil. Wo gibt es das sonst schon? Nur noch beim Volk.

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