Sch…staat oder nicht?

Ich habe vor einigen Tagen darauf hingewiesen, dass das Vokabular, wie z. B. Sch….staat o. ä., nicht besonders hilfreich ist. Immer wieder bekomme ich dergleichen zu lesen (nicht nur hier) und muss gestehen, mein Fall ist dies nicht.
Obwohl ich vieles an diesem Reststaat kritisiere, gehöre ich diesem Staat und Staatsvolk an und fühle mich ihm verbunden. Wenn dieser Staat von Chaoten oder irgendwelchen linken Krawallmachern angegriffen werden sollte, werde ich mich mit genau diesem Staat verbünden und helfen diesen Angriff zurückzuschlagen.
Hier sehe ich mich in der Tradition der Freikorps, die ohne Rücksichtnahme darauf, ob ihnen der neue Staat gefiel oder nicht, Aufstände und Separationsbewegungen bekämpften und niederschlugen, Deutschland, der Staat musste erhalten bleiben. Der Rest würde sich später geben. Ohne diese Kämpfer und ohne diese Einstellung wäre Deutschland 1919 oder in den Folgejahren, kommunistisch und/oder zerstückelt geworden.

Dass diese Kämpfer heute diffamiert und/oder totgeschwiegen werden, dafür die Chaoten und Umstürzler Denkmäler und Stiftungsnamen erhalten, zeigt, dass der Kampf um den Staat immer noch tobt und wir die Fahne aufnehmen müssen, soll dieser, unser Staat nicht verloren gehen. Wir kämpfen an zwei Fronten, die eine Front ist die der Zerstörer, die andere die der Okkupanten. Wobei sich beide teilweise vermischen, was die Sache nicht einfacher macht. Umso genauer müssen wir unterscheiden lernen, wer dient der Sache des Staates, unseres Landes und wer schadet ihr. Weltanschauungen, Religionen, Ideologien sind hierbei nicht zwangsläufig ein Gradmesser. Wir, wir sind eine kleine Schar, zumindest diejenigen, die sich im Netz und anderswo öffentlich zu Deutschland und zum Deutschen Volk bekennen. Verbünden wir uns, bilden wir kleine Einheiten, wo wir nur können. Jeder Einzelne, jede kleine Einheit wird zu einem Zentrum des Widerstands. Nur eines muss obenan stehen, Deutschland und das Deutsche Volk. Wer trennt und spaltet ist ein Spaltpilz und bewusst oder unbewusst, auf der Seite des Gegners.

Begriffe wie Sch…staat sind werden normalerweise von Leuten wie Antifa, Anarchos, Spontis und sonstigen Linken verwendet. Bei allem Ärger, sollten wir diese Sprache nicht übernehmen. Damit stellt man sich ins Abseits und bekommt höchstens von den falschen Leuten Beifall, die einem allerdings, wenn sie einen näher kennenlernen, trotzdem zum Gegner, zum Nazi erklären und mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen. Dies gilt nicht nur für die linke Seite des Spektrums, dies gilt auch für diejenigen, die sich Freunde „Sowiesos“ und „Sowiesos“ nennen, nur nicht deutschfreundlich, das kommt auch diesen Leuten nicht über die Lippen. Diese Kerle stehen alle auf derselben Seite, der deutschfeindlichen.

Die meisten Deutschen sehen unseren Staat nicht als Sch…staat an. Nicht, weil sie zu dumm sind die Mängel dieses Staates zu erkennen, nicht, weil sie die herrschenden Zustände so herrlich finden. Weder diese, noch die letzte Republik wurden besungen und gefeiert, abgesehen von einer Partei- und Funktionärskaste, im deutschen Volk war und ist keine dieser Republiken verankert.

Die Republik ist allerdings nur ein oberflächliches Gespinst, darunter verbirgt sich der Staat, jene Konstruktion die das Ganze zusammenhält und organisiert.

Die Deutschen wissen, dass der Staat das einzige Instrumentarium ist, das sie schützen kann. Schützen vor Anarchie, Willkür und Fremdherrschaft. Staaten sind nicht rein zufällig entstanden, Staaten sind Schutz- und Trutzbünde. Ein gemeinschaftlich organisierter Schutzbund, in dem alle für alle einstehen. Normalerweise organisierten sich diese Staaten völkisch und waren weitestgehend homogen, Nationalstaaten. Diese Nationalstaaten sollen überholt sein, wenn man der Politkaste glauben soll. Sie sind es nicht.
Nicht Verfassungen haben Staaten begründet, sondern Völker. Verfassungen sind Literatur, Nationen sind Leben, aus, durch und mit Blut entstanden. Verfassungspatriotismus ist eine junge Erscheinung und wird auch wieder vergehen, es sind Konstrukte die durch einige wenige geschaffen wurden, durch Gesetze, Polizei, Panzer und Kanonen am Leben erhalten werden. Blut ist dicker als Wasser und allemal stärker als Papier.

Nicht der Staat ist das Problem, auch wenn er BRD heißt, mit all seinen negativen Begleiterscheinungen. Die BRD hatte auch einmal gute Ansätze, die wurden zunichte gemacht. Zunichte gemacht durch zuwenig Staat, durch Verbote, durch Abbau von Elementen die den deutschen Staat ausgemacht haben und einer Öffnung nach außen, die einer Preisgabe gleichkam.
Erhard war der Warner und Mahner, er warnte die gesellschaftlichen Interessengruppen, Gewerkschaften wie Unternehmer, gegen beide hatte er keinerlei Machtmittel, er konnte nur jonglieren. Sie setzten sich durch, die entscheidenden Machtmittel, durfte dieser Staat, BRD genannt, nicht haben, die volle Entscheidungskraft wurde ihm genommen. Die Interessengruppen übernahmen die Parteien und durch sie letztendlich, in großen Teilen, den Staat und in dem Moment, hört der Staat auf zu existieren bzw. befindet sich in Auflösung. Das ist Teil des Plans. Überstaatliche Mächte übernehmen die Kontrolle.

Ich bin nicht gegen diesen Staat, ich bin gegen die, die diesen Staat okkupiert haben. In diesem Staat ist immer noch ein Rest des alten Deutschlands, diese Reste werden immer weniger, der Staat wird immer weniger Staat und mehr ein Irgendwas, das von einer Personengruppe benutzt wird, um andere Personengruppen zu unterdrücken und auszubeuten. Mit Staat hat dies wenig zu tun, mehr mit Auflösung des Staates. Wenn heute nach dem Staat geschrien wird, meinen diejenigen nur, ihre Interessen sollten in Gesetze und Verordnungen verpackt werden.
Der Staat hat über den verschiedenen Interessengruppen zu stehen, das Ganze im Auge zu haben. Wir Deutsche leiden nicht an zuviel Staat, sondern an zu wenig Staat. Zu wenig Staat, in dem Sinn, dass der Staat seine ursprünglichen Aufgaben nicht (mehr) wahrnimmt und stattdessen dabei ist, sich in einen Moloch zu verwandeln.

Deutschland wird nur nach vorne kommen, wenn diejenigen Deutschen, die bereit sind aktiv nach vorne und außen zu gehen, die Missstände im Land nicht nur erkennen und benennen, sondern auch zeigen, dass sie keine Umstürzler sind, keine Weltverbesserer, sondern die Wege beschreiten wollen, die im Herzen unseres Volkes angelegt sind. Dazu gehört der Gemeinschaftsgeist, in seiner organisierten Form der Staat, das ins Gleichgewicht bringen des Einzel- und Gesamtwohls. Das eigene Schaffen muss sich lohnen, die erbrachte Leistung muss angemessen belohnt werden, ohne die Leistungen anderer auszubeuten, wir Deutsche haben hierfür ein sehr feines Gespür.
Es muss eine positive Bewegung geschaffen werden, was soll wie geändert/umgebaut werden.
Mit der Abschaffung allein ist es nicht getan, was danach kommt, muss nicht zwangsläufig besser sein, wenn keine deutschfreundliche, ordnende Hand dahinter steht, wird es nur noch schlechter.
Wo sind die Leute, die die Zukunft positiv formulieren (damit meine ich nicht „Alles wird schön.“)?

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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4 Antworten zu Sch…staat oder nicht?

  1. Toni Teufel schreibt:

    Ich glaube nicht mehr an eine Rettung. Der Untergang von Deutschland ist seit mehr als hundert Jahren beschlossene Sache und es ist endlich (ab)geschafft. Wir sind sehenden Auges in den Abgrund gestürzt. Nur alleine die Tatsache das noch so viele mit Blindheit geschlagen sind zeigt doch wie aussichtslos alles immer war und weiterhin sein wird.
    Keine Lebensgeister mehr, Game over!

  2. Sympathie träger schreibt:

    Liebe Kersti, was lob ich mir meine Rückkehr in die alte Heimat, hier müssen wir niemanden wieder los werden. Obwohl ich in einem Landkreis lebe, der direkt an Berlin grenzt, haben wir nur eine(!) sehr nette asiatische Gastronomenfamilie hier, die alle meine positiven Vorurteile gegenüber Asien bestätigt.

    Wir leben (nur 39 km von der Berliner Stadtgrenze entfernt) hier unser gediegenes Leben als Deutsche unter Deutschen, inklusive aller Schwierigkeiten, die schon das alleine macht. Die Multikulti-Seuche ist ein Phänomen der westdeutschen Molloch-Gemeinden. Fast alle arbeitsfähigen Dorfbewohner fahren morgens zur Arbeit nach Berlin – aber keiner von ihnen käme auf die absurde Idee, abends dort zu bleiben bzw. dorthin zu ziehen.

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