Deutschland und die Kinderfreundlichkeit

Wie WeltOnline berichtete, schätzen die Deutschen ihr Land als wenig kinderfreundlich ein, eine schlechtere Meinung haben, in dieser Beziehung, nur noch die Russen von ihrem Land. Lassen wir mal die Redlichkeit solcher Umfragen außer Acht.

Im Artikel folgt dann der übliche Schmus, von wegen Einschätzung der Kinderfreundlichkeit geht mit dem Grad der Emanzipation einher, des Angebotes von Kitas und Kindergärten. Nicht zu vergessen von der sog. Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sprich Mütter an die Werkbank, malochen ist angesagt. Wenn dann genügend Aufbewahrungsplätze zur Verfügung stehen, dann ist das Land kinderfreundlich. So die propagandistische Lesart.
Ich sehe es etwas anders.
Diese Einschätzung spricht für die Deutschen, sie haben noch das richtige Gefühl, wenn sie auch mit Kindern derzeit nicht viel am Hut haben.

Was soll an Kitas, Kindergärten, Ganztagesschulen, Arbeitspflicht für Mütter etc. kinderfreundlich sein. Ich spreche von Arbeitspflicht, Frauen die nicht arbeiten gehen, werden doch heute schon schief angeblickt.
Dann kommt noch die andere Art der Arbeitspflicht, das ist die gähnende Leere im Geldbeutel, wer den Lebensstandard seiner Zeitgenossen in etwa halten will, muss paarweise arbeiten gehen, sonst reißt die soziale Verbindung und die junge Familie steigt nicht nur finanziell ab, kann nicht mehr mithalten. Wer will das schon? Also muss das Kind in die Kita oder sobald als möglich in den Kindergarten, es gehört sich auch so. Das Umfeld besorgt den Rest.

In einer Stadt, ganz in der Nähe von mir, übernimmt die Stadt sämtliche Kosten für die Kita- und Kindergartenunterbringung, sprudelnde Gewerbesteuereinnahmen machen es möglich. Mütter die ihre Kinder selbst betreuen oder Großeltern dies dies übernehmen, bekommen nichts, rein gar nichts. Die Massenunterbringung im Kindergarten wird großzügig finanziert, der Betreiber heimst zusätzlich noch Zuschüsse von Staat und/oder Land ein, damit ist die Sache dann in Ordnung, die Stadt ist kinderfreundlich.
Dass die meisten Kinder nicht freiwillig in den Kindergarten gehen, schon gar nicht in die Kita, sich auf die Ferien freuen und auf die Zeit, wenn sie den Kindergarten endlich verlassen können, das interessiert die Macher dieser Kinderfreundlichkeit nicht. Kindergarten muss sein, das ist gesellschaftlicher Konsens. Hier wird der Grundstein für den anpassungsfähigen Untertanen gelegt. Vermassung beginnt bereits in der Kita oder im Kindergarten.
Wer über genügend Rückgrat verfügt sperrt sich diesem allgemeinen Trend, der allerdings schon seit über 50 Jahren vorherrscht. Schon in den 60ern wurden Kinder von übereifrigen Eltern in den Kindergarten geschickt, sehr oft ganztags, auch wenn die Mutter zu Hause war. Man wollte das Kind ja auf die Schule vorbereiten, auf´s still sitzen und einordnen in den Massenbetrieb. Die Kinder damals blieben jedenfalls noch von dem Wahn verschont, dass Bildung bereits mit den ersten Lebensmonaten beginnen müsse. Kinder durften damals noch Kind sein, soweit dies in einem Massenbetrieb möglich ist.

Was ist an einem Land kinderfreundlich, in dem jährlich über hunderttausend ungeborene Kinder getötet werden, teilweise möchte ich sogar ermordet sagen. Politiker die sich im gleichen Atemzug für Menschenrechte, Menschenwürde etc. einsetzen, verteidigen die zigtausendfache Tötung von ungeborenen Kindern und besitzen sogar noch die Frechheit ein (geheucheltes) Klagelied über den Geburtenrückgang anzustimmen.

Die Deutschen haben schon recht, wenn sie sagen ihr Land sei nicht kinderfreundlich, sind sie es doch, die ihre Kinder in die Aufbewahrungsanstalten, in die Ganztagesschulen schicken, die sich ein X für ein U vormachen lassen, wenn es um das Wohl ihrer Kinder geht, fahren sie doch lieber ein oder mehrere Male im Jahr in einen Massenurlaub und denken damit tun sie ihren Kindern etwas Gutes oder kaufen ihnen eine neue PlayStation oder sonstigen unnötigen Kram.
Das ist der Ablass, den sich die Deutschen dann leisten können, wenn sie die Betreuung ihrer Kinder anderen überlassen und anschaffen gehen, das eigene, schlechte Gewissen soll mit der Erfüllung von kindlichen Konsumwünschen ruhiggestellt werden. Dies funktioniert auf Dauer nicht, seelisch kaputte Kinder und Jugendliche sind die Folge und das kann man mit KrimsKrams nicht heilen. Kaputte Familien sind nur allzu oft das Ergebnis solcher Handlungsweisen. Die Zahl der Scheidungen und Scheidungswaisen spricht für sich.

Die Deutschen, das sind auch die, die auf Kinder bewusst verzichten, da sie sich ihr Spaßleben, ihren Karrierewunsch nicht verbauen wollen. Was soll daran kinderfreundlich sein, vielleich mal die Kinder von Geschwistern etwas bespaßen oder beschenken, das war es dann auch schon. Ein schickes neues Auto ist allemal wichtiger.

Diese Leute wollen keine Verantwortung übernehmen, ewig jung (kindisch) bleiben, ungebunden sein, auch eine Art der Infantilität. Diese Leute werden im Alter spüren, wie gebunden sie sind, was ihnen fehlt, wenn sie von fremden, bezahlten Betreuern betreut und gepflegt werden, ansonsten sind sie sich selbst überlassen, einsam und verlassen.

Diese Leute werden auch nie erfahren, was es bedeutet Mutter oder Vater zu werden, ihr Leben bleibt leer und an materielle Befriedigungen gebunden.

Die Meinungsmacher machen sich eines Verbrechens schuldig, sie gaukeln den Menschen etwas vor, das nicht existiert und noch nie existiert hat, eine kinderlose Zukunft.
Mag es den Kindern in vergangenen Zeiten auch nicht immer gut gegangen sein, sie waren es aber, die das Rad weiter drehten, die die Zukunft und die Gegenwart gestalteten. Wer keine Kinder hat, hat keine Zukunft. So einfach ist das. Wer denkt, die Kinder anderer Leute werden eines Tages solidarisch in die Bresche springen, der hat sich gewaltig geschnitten. Nur wenn genügend Kinder da sind, die in der Zukunft für ihre und andere Eltern arbeiten, wenn sich dies in etwa die  Waage hält (dann werden auch die paar Kinderlosen mitgezogen) geht es glimpflich ab. Falls hier ein großes Ungleichgewicht herrschen sollte, werden sich die Kinder, die Erwachsenen von morgen, schlicht und ergreifend weigern für die Leistungsverweigerer, die Spaßvögel und Superegoisten der Vergangenheit zu zahlen, diese Leute werden spüren, dass man mit Geld nicht alles kaufen kann.
Die vergangenen Zeiten waren sicher eines nicht, kinderfreundlich, im Sinne heutiger oder gutmenschlicher Vorstellungen, aber es gab Kinder und sogar in großer Zahl, sie wurden geboren, wuchsen in mehr oder weniger guten, behüteten Verhältnissen auf und schufen letztendlich die Gegenwart, in der wir heute leben. Wir selbst sind die Kinder vergangener Zeiten, hätten unsere Eltern uns nicht bekommen oder gar abgetrieben, gäbe es uns nicht und diese Gegenwart auch nicht. Wer sich Kindern verweigert, hat mit sich und seiner Zukunft abgeschlossen, der ist eigentlich schon unter der Erde, er weiß es nur noch nicht.
Die vergangenen Zeiten waren vielleicht etwas rauher, derber im Umgang mit Kindern, aber eines weiß ich ganz gewiss, mein Vater hatte eine freiere Kindheit und Jugend (Kaiserzeit und Weimarer Republik) als ich, ich kann dies meinen Kindern gegenüber behaupten und meine Kinder werden dies ihren Kindern gegenüber sagen können. Welche Kinder können heute noch frei durch Wälder und Wiesen streifen, in Bächen und Flüssen angeln oder ganz allein oder mit Freunden, mit dem Fahrrad kleinere Überlandfahrten machen? Heute ist „Bildung“ angesagt, Sprachkurse schon für Einjährige, naturwissenschaftlich ausgerichtete Kitas und solcher Blödsinn.
Dazu sage ich nur eines arme Kinder, armes Deutschland.
Früher gab es die Watsch´n oder mal eine auf den Hintern, von gewalttätigen Eltern/Erziehern/Lehrern etc. wurde dies auch gelegentlich überschritten und artete in Prügelorgien aus, auch das durfte ich in zwei Einzelfällen miterleben, im Großen und Ganzen lief es allerdings geordnet ab und niemand kam zu Schaden. Da gibt es viel für und dagegen, heute sind diese Methoden fast komplett abgeschafft, was aber ist an deren Stelle getreten, der Psychoterror, Kinder werden von überlegenen Erwachsenen heute psychisch fertiggemacht, es ist dasselbe in Grün. Ich möchte sogar sagen, diese Methoden sind weitaus grausamer und tiefgreifender als es eine Watsch´n, die zumeist verdient war, jemals sein konnte. Seelische Grausamkeit hinterlässt keine blauen Flecken, da kann man aktiv werden und gegensteuern, seelisch misshandelte Kinder leiden, wie der sprichwörtliche Hund.
Das andere extrem, wenn sich Eltern und das Erziehungspersonal nicht mehr zu helfen wissen, ist die Einstellung jeglicher Erziehungsarbeit, das Kind verwahrlost, wenn auch nicht äußerlich, so doch innerlich. Die Ergebnisse sehen wir nur allzuoft auf unseren Straßen. Ein gefundenes Fressen für die Sozialindustrie.

Kinderfreundlich ist nur der, der JA sagt zu Kindern, der Kinder annimmt, zeugt, gebiert und aufzieht. Sich um sie kümmert, Lebensverhältnisse schafft, in denen Kinder als Kinder leben können und nicht nur als zukünftige Rentenzahler, als Malocher oder sonstwas gesehen werden.
Kinder sind unsere Zukunft, unser Schatz und wie schlecht behandeln wir sie. Die Kindheit ist so kurz, lassen wir sie unseren Kindern. Der Ernst des Lebens kommt früh genug.

Falls junge Menschen hier mitlesen sollten, merkt euch eines, Kitas, Kindergärten sind Massenaufbewahrunganstalten, gut für die Masse, nicht gut für das einzelne Kind, für Dein(e) oder Eure Kind(er). Es geht auch anders, schließt euch mit anderen, gleichgesinnten Eltern zusammen, da kann man einiges machen. Schlagt den Vermassungsspezialisten ein Schnippchen, schließt euch zusammen, helft euch gegenseitig, da kann man vieles machen.

Mit einem Appell möchte ich schließen. Junge deutsche Landsleute stellt euch eurem Kinderwunsch, er ist vorhanden, es wäre keine solche Propaganda nötig, wenn es denn nicht so wäre. Dieser Propagandaaufwand wäre auch nicht nötig, wenn unsere Feinde nicht wüssten, dass die Familie die Keimzelle der Selbstständig- und Unabhängigkeit ist. Diese Familie soll vernichtet werden, stellt euch dem Kampf und gründet eine Familie, bekommt Kinder, erzieht sie zu guten Deutschen, zu Menschen die die Zukunft meistern. Auch an die Älteren ein Wort, unterstützt die Jungen wo ihr nur könnt, ohne euch aufzudrängen und einzumischen.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
Dieser Beitrag wurde unter Deutschland abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Deutschland und die Kinderfreundlichkeit

  1. Fersengeld schreibt:

    z.B. das Jugendamt, in all seiner Daseinsform und Erfüllung von Aufgaben, was da teilweise passiert ist auch nur krank.
    Alles genauso zum Wohle wie, von was, von wem?????

Kommentare sind geschlossen.