Kritische Einstellung gegenüber Israel ist ein Kriterium für Neonazismus

Laut einem Bericht des Verfassungsschutzes ist Breivik kein Neonazi, meldet die Süddeutsche Zeitung, er habe sich in seinem 1500 Seiten umfassenden Manifest als Feind der Nazis ausgegeben und sei auch nicht kritisch gegen Israel eingestellt. Damit entspreche er nicht den üblichen Kriterien eines Neonazis. Aufmerksam wurde ich auf diesen Artikel im „Heerlager der Heiligen“.

Wenn das kein geschickter Propagandaschachzug ist. Eine israelkritische Einstellung ist ein neonazistisches Kennzeichen und wer will dieses Kainsmal schon gerne tragen. Diese Leute vergessen dabei, dass Adolf Hitler die Bestrebungen eines eigenen Staates für Juden befürwortete und darüber auch Verhandlungen mit dem Großmufti von Jerusalem führte, also mit denjenigen Semiten die dieses Land seit Jahrhunderten besiedelten, über eine Ansiedlung von Juden aus Deutschland und dem deutschen Machtbereich sprach. Mit denjenigen Semiten, die einige Jahre später von der sogenannten Weltgemeinschaft und zionistischen Okkupanten gezwungen wurden, die Schaffung eines Staates auf ihrem angestammten Grund und Boden zu hinzunehmen und bis zum heutigen Tage davon vertrieben werden.
Nationalsozialisten und Zionisten hatten in diesem Fall ein gemeinsames Ziel, abgelehnt wurde und wird dies auch heute noch von einem Teil der Juden in aller Welt, die den zionistischen Staat und dessen Gründung aus religiösen Gründen ablehnen. Sind dies nun auch Neonazis oder erfüllen zumindest ein Kriterium auf dem Weg dorthin? Erfüllt nicht eher der Staat Israel manche Kriterien der nationalsozialistischen Politik? Dieser Staat ist strikt völkisch ausgerichtet, jeder Deutsche, der solche Positionen verträte, wäre dem politischen und gesellschaftlichen Untergang geweiht. Wer sich in diese Widersprüche einlesen möchte, dem kann ich nur das Buch von Claus Nordbruch „Machtfaktor Zionismus“ empfehlen, in diesem Buch kommen häufig Juden zu Wort, die sich über Israel, den Zionismus und die israelische Politik äußern.
Noch ein Wort zum Schluss, eine antiisraelische Einstellung, hat nichts mit antijüdisch zu tun und eine Kritik an Juden oder Israel nichts mit Rechtsextremismus. Diese Einordnung ist lediglich die Schaffung eines Totschlagarguments, mit der jegliche Kritik unterbunden werden soll und die Träger der Kritik eingeschüchtert werden sollen.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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3 Antworten zu Kritische Einstellung gegenüber Israel ist ein Kriterium für Neonazismus

  1. francomacorisano schreibt:

    Rechtsextremisten versuchen sich manchmal als „Bürgerlich-Konservative“ zu tarnen, um Zugang zu breiteren Bevölkerungsschichten zu bekommen. Der einfach Lackmus-Test ist deren Verhältnis zu Israel und zu den USA. Wenn Ihr danach fragt, hat Ihr die braunen Sozialisten ganz schnell enttarnt!!!

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Du machst es Dir sehr einfach.<
      Israel- und USA-kritisch = brauner Sozialist
      Wie sieht es mit Juden aus, die diesen beiden Staaten gegenüber kritisch eingestellt sind, sind das auch braune Sozialisten?

  2. Sympathieträger schreibt:

    Das kann er Dir nicht beantworten, da muß er nachfragen.

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