Es wird geseehofert und gemerkelt

Die CSU steigt ab, das ist klar. Im Kloster Andechs hat der CSU-Vorstand den Atomausstieg bis 2022 beschlossen.

Was gestern noch undenkbar war und mit allen verfügbaren Mitteln bekämpft wurde, wird auf Grund eines Tsunamis in Japan und einer allgemeinen Gehirnerweichung und/oder durch Anpassung an den Zeitgeist ohne Gegenstimme vom CSU-Vorstand beschlossen.

„Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.“, das dürfte die neue Devise der CSU sein. Morgen kann sie aber auch schon dagegen sein, dass sie dafür war. Wer weiß, es darf geseehofert werden. Die CSU wird auf diesem Weg tüchtig durchgemerkelt, das Projekt 30 plus X steht auf der Agenda, das Langfristziel 20 plus X ist in Arbeit.

Wenn möglich sollen über 50 Prozent der benötigten Energie durch „erneuerbare“ Energien bereitgestellt werden. Im Klartext, unsere, in einigen Gebieten, noch schöne bayerische Heimat wird verspargelt und verspiegelt. Da die Sonne selbst in Bayern nicht immer scheint und gelegentlich auch Flaute herrscht, werden auch mehr Kraftwerke gebaut werden müssen, um die Stromversorgung sicherzustellen.

Wir könnten natürlich auch Strom aus angrenzenden Ländern kaufen, in den Atomkraftwerke stehen und in Zukunft noch gebaut werden. Das wäre eine echte seehofersche und merkelsche Lösung, würde auch gut zu den Grünen passen.

Deutschland abwirtschaften, anderen Ländern ausliefern, das ist der Weg.

Gibt es derzeit überhaupt eine Partei, die den Mut hat, zur Kernkraft zu stehen und nicht mit an der Deindustrialisierung Deutschlands arbeitet oder meint, sie müsse sich dem Zeitgeist unterordnen? Es zeigt sich immer wieder, Parteien sind niemals Teil der Lösung, sondern immer Teil des Problems. Derzeit sind sie zwar ein notwendiges Übel, anders darf man ja politisch nicht mitreden oder so tun als hätte man was zu sagen,

Wer das Kalenderblatt liest, wird gelesen haben, dass 1906 mit der Einführung der Abgeordnetendiäten eine grundsätzliche Weichenstellung gemacht wurde, die mit dafür verantwortlich ist, dass wir diese Zustände haben, so wie wir sie heute haben. Mit den Abgeordnetendiäten wurde der Weg zum Berufspolitiker freigemacht, eine der widerlichsten Erscheinungen unserer Zeit. Wer hat sich diese Diäten verordnet? Natürlich die Abgeordneten selbst, so wie es sich gehört. Ob dies wohl ein Wahlkampfthema war?

Politik als Karrieremöglichkeit, Karrieremöglichkeit für Menschen die nichts anderes im Kreuz haben. Für Menschen wie Fischer, Seehofer,  Pau, Westerwelle, Merkel, Roth, Özdemir, Nahles und wie sie alle heißen.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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5 Antworten zu Es wird geseehofert und gemerkelt

  1. Alexander schreibt:

    Der Westen durchlebt jetzt die Phase, die dem Osten in den neunziger Jahren unter Kohl zugemutet wurde: die Deindustrialisierung. Ich könnte jetzt zynisch sein, aber in Wahrheit kotzt es mich an. Ich bin ein Konservativer, daher dem Neuen gegenüber skeptisch eingestellt, aber wer glaubt, er könne mit Strommühlen und Fotovoltaik die Zukunft unserer Enkel sichern, der hat keine Kinder, geschweige Enkel. Denen ist die Zukunft völlig egal, weil diese egoistischen Säue nur so weit denken, wie ihre persönliche Lebensspanne reicht. Das ist die Quintessenz des Individualismus.

    Ich mache jede Wette, dass die Fertilitätsrate unter grünen Wählern und Parteimitgliedern signifikant unter dem deutschen Durchschnitt liegt. Und die liegt mittlerweile bei 1,4. Weltrekord!

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Das hat auch etwas für sich, so scheiden diese Gene für die Zukunft aus.

    • Dirk schreibt:

      Ich bin ein Konservativer, daher dem Neuen gegenüber skeptisch eingestellt
      Also neuen, gefährlichen und unausgereiften Technologien mit dem Potential, große Gebiete langfristig unbewohnbar zu machen, gegenüber skeptisch eingestellt? Sehr gut!

      Aber eigentlich wollte ich WMKW zurufen: Es gibt eine Zukunft und wir haben es in den Händen, sie unseren Kindern lebenswert zu hinterlassen!

      Grüße,
      Dirk
      Wahlentscheidung: grün / Fertilität: 3,0 / Enkel: unterwegs

  2. rhein main schreibt:

    Schau an, die CDU wird vom Saulus zum Paulus. Das letzte Atomkraftwerk soll in Deutschland in 11 Jahren vom Netz gehen. Warum nicht gleich so. Der Wählerwille wurde doch nach dem GAU in Japan überdeutlich. Hätte die CDU das schon vor der Baden Württemberg Wahl glaubwürdig vertreten, dann hätte sie die Wahl nicht verlorgen. Aber gut, besser später als nie. Die SPD hat jetzt allerdings ein Problem. Sie hat kein Programm mehr und wird von den Grünen aufgesogen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann die SPD auch auf Bundesebene hinter die Grünen zurückfällt.

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