Stoiber-Tochter steht unter Plagiatsverdacht

Plagiatsffäre, Teil zwei: Die Tochter des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten soll Teile ihrer Doktorarbeit aus Zeitungen und Wikipedia abgeschrieben haben….
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13014372/Stoiber-Tochter-steht-unter-Plagiatsverdacht.html

Mag sein oder auch nicht, man wird sehen. Es wird aber allmählich Zeit, dass sich kompetente Leute mal die Doktorarbeiten von Linken, Sozis, Grünen und sonstigen Weltverbesserern ansehen.

Vielleicht wäre ein „Wahrheitsfindungskommission“ eine Idee, so wie man sie normalerweise aus Bananenrepubliken kennt. Eine Entdoktorisierung Deutschlands, das wäre doch ein weltweites Novum und die BRD der Vorreiter. Als erste Arbeit sollte man sich die von Merkel vornehmen, immer ganz oben anfangen und nach unten durcharbeiten.

Auf der anderen Seite, es werden doch die Anforderungen ständig nach unten geschraubt, um genügend Abiturienten, Studenten, Bachelors und Master etc. vorweisen zu können, wieso sollte man da beim Doktor eine Ausnahme machen. Die Masse macht´s. Oder nicht?

Wieder andererseits bestätigt sich das, was das gemeine Volk schon lange ahnt/weiß, dass es mit den so offen und zahlreich zur Schau getragenen Doktoren- und sonstigen Titeln nicht mehr so weit her ist, wie es dies in der Vergangenheit meist war.
Gekauft, geschmiert, belogen und betrogen wurde auch früher schon, nur nicht in diesem Ausmaß. Es gab in der Elite noch Ehrenmänner, die heute anscheinend gänzlich unterzugehen drohen und eine absolute Minderheit werden.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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4 Antworten zu Stoiber-Tochter steht unter Plagiatsverdacht

  1. Dirk schreibt:

    Den verlinkten Artikel gibt es nicht (mehr). Man kann sich aber im Uni-Spiegel informieren („Plagiatsvorwurf gegen Stoiber-Tochter“ v. 30.3.) oder gleich „vroniplag wiki“ googeln. Ein derartiges Zusammenkopieren dürfte parteiübergreifend bei den vom Spiegel so treffend als „Karriere-Doktoren“ bezeichneten Kadern verbreitet gewesen sein. Seit kurzem schlägt das Establishment zurück und verlangt die Einreichung einer elektronischen Version bewertungsrelevanter Arbeiten, die dann halbautomatisch mit online-Archiven abgeglichen wird. Wir erleben also gerade eine Aufarbeitung einer kurzen Vergangenheit, in der die Prüflinge eine neue Technik schon nutzen, die Prüfer aber noch nicht drauf gekommen waren.

    Bezüglich Frau Merkel wäre darauf hinzuweisen, dass die Versuchung in „karriererelavanten Laberfächern“ wie Jura erheblich größer sein dürfte, als z.B. in Physik. Was allerdings angesichts der in der damaligen DDR herrschenden Promotionsordnung von einem DDR-Doktortitel überhaupt zu halten ist, darüber möge sich jeder selbst ein Urteil bilden. Immerhin wurde der wissenschaftliche Teil ihrer Arbeit erheblich besser bewertet als der Teil im Fach „Marxismus-Leninismus“. Wer fündig werden möchte, sollte ihr vielleicht weniger den „Karriere-Doktor“, als die „Karriere-Mitgliedschaft“ unterstellen. Sie finden wertvolle Anregungen im Wikipedia-Artikel über Frau Merkel.

    Wo allerdings Anforderungen „ständig nach unten geschraubt werden“, kann ich nicht erkennen. Wenn ich gerade erlebe, was die Jugend an Gymnasium und Realschule in den höheren Schulen so durchnimmt, da wird mir Angst und Bange, ob ich mit meiner 70er-Jahre-Ausbildung stoffmäßig da mithalten könnte. Kaufen Sie sich zum Spaß mal ein aktuelles Chemie-Buch und lernen Sie sich wundern. Ein Bildungsproblem könnte eher daraus entstehen, dass die Jungs und Mädels heute mehr Ablenkung haben und sich daher ganz allgemein schlechter konzentrieren können.

    Die Bemerkung über Ehrenmänner (und -frauen) wiederum kann man nur unterschreiben! Betrüger, Karrieristen, Klientelpolitiker die ganze Regierungsbank lang. Man müsste sich wirklich mal durcharbeiten und für das ganze politische Führungspersonal die Akten zusammensuchen…

  2. Kersti schreibt:

    Wenn ein Herr Fischer den Doktor geschenkt bekommt, ein Mensch ohne Schulabschluss mit einer kriminellen Vergangenheit, der auch noch das Außenministeramt jahrelang besetzte, die Weltgemeinschaft diesem immer besorgten Runzelgesicht hofierte, wenn ein Obama den Friedensnobelpreis bekommt, dann stimmt in dieser Welt einiges nicht mehr.

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