Belgischer Weltrekord – 290 Tage ohne Regierung

So meldet Welt-Online.

Wenn das Beispiel mal keine Schule macht. Da werden Regierungsposten hochbezahlt und mit großem Aufwand und Getöse besetzt (Wahlen), dann sind sie weg und niemand braucht sie. Das ist normalerweise das Schlimmste was einem am Arbeitsplatz passieren kann, man wird krank und alles geht weiter wie bisher, vielleicht sogar noch besser.

Die Belgier sollten es mal ganz ohne versuchen. Das Land von unten her organisieren, die Autorität von unten nach oben vergeben und ganz oben einen Bevollmächtigten, der der nächst niedrigeren Ebene untersteht bzw. von dort kontrolliert wird. Nach ein oder zwei Legislaturperioden könnte man die Funktionsträger austauschen und komplett neu besetzen. Oder glaubt jemand, Leute wie wir sie im Parlament oder der Regierung sitzen haben, wären nicht jederzeit austauschbar/zu ersetzen. Der Beruf des Appartschiks würde dann zu den aussterbenden Berufen zählen.

Ansonsten braucht man tüchtige Verwaltungsbeamte die ihr Handwerk verstehen. Mal mutig sein/denken, ganz ohne Parlament, ohne Berufspolitiker (Appartschiks) sondern mit Fachleuten arbeiten und die ihr Werk verrichten lassen.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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4 Antworten zu Belgischer Weltrekord – 290 Tage ohne Regierung

  1. Alexander schreibt:

    Meine schönste Zeit habe ich 1989/90 erlebt. Die DDR-Regierung und alle „Staatsorgane“ waren schlicht nicht mehr präsent. Die Behörden völlig hilflos. Doch die Gesellschaft versank nicht Chaos. Selbst die Kriminellen machten Pause. Ein Land ohne Regierung und Menschen voller froher Hoffnung. Auf einen echten Neuanfang.

    Bis die CDU die Strassen mit Wahlplakaten regelrecht zupflasterte und Kohl die D-Mark versprach.

    Seitdem bin ich ein zynischer Ironiker. Und die Geschichte gibt mir recht: wir hofften auf Freiheit und bekamen Merkel.

    • Dirk schreibt:

      wir hofften auf Freiheit und bekamen Merkel

      …und Sie können das schreiben, ohne dass Sie im Morgengrauen von der Stasi abgeholt werden. Ich hoffe, dass Sie wenigstens ein dankbarer zynischer Ironiker sind. Denn das verdanken Sie genau dem Kohl, der es danach so schmachvoll in den Sand gesetzt hat.

      • Alexander schreibt:

        Dankbar? Nee, nicht Kohl hat sein Leben in Leipzig riskiert als noch nicht klar war ob die Genossen nicht doch zur chinesischen Lösung neigten. Dankbar brauche ich niemanden gegenüber zu sein. Kohl war nur ein Wendegewinnler, der gar nichts ermöglicht hat. Ein war ein Rattenfänger, der die Situation nur ausgenutzt hat.

  2. Kersti schreibt:

    Bei manchen Gesetzen, die von unserer ReGIERung beschlossen wurden, wünscht man denen den Tod ohne Nachfolger. Was wäre denn so schlimm ohne die Pfeifen in Berlin und Brüssel? Wenig bis keine Reglementierungen, keine Umverteilung, kein Krieg.
    Ich denke, jedes Volk kann sich selbst regional regieren, man sieht es schon hier im Landkreis. Unangenehme Gesetze kommen immer von höherer Stelle, unser Bürgermeister orientiert sich daher schon lange nicht mehr an uns, sondern an seinen Parteioberen, und da ist in letzter Zeit alles grün.

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