Dienst an der Gemeinschaft

Gestern machte ich vormittags wieder mal eine  Radltour und traf in einem Wald auf eine Gruppe von 4 Buben und zwei Erwachsenen. Sie trugen Jacken der Freiwilligen Feuerwehr und einige schwarze Säcke. Es war 8 Uhr 30 und noch recht kühl.

Was führte die Leute in den Wald? Sie sammelten Müll, der von gewissenlosen Dreckspatzen aus dem Auto geworfen wurde und die Natur verschandelte. Die Ausbeute war reich, natürlich fehlten auch die Aufbewahrungsbehälter einer großen Schnellfutterbude nicht, Flaschen und sogar Möbelstücke wurden aufgelesen und auf einem Lastwagen, den ein örtlicher Unternehmer zur Verfügung stellte, verladen.

Eine kleine Gruppe leistet Dienst an der Allgemeinheit, es war kein Strafkommando, keine Strafarbeit, sie taten es im Bewusstsein, für sich und andere etwas sinnvolles zu leisten. Die Buben waren dementsprechend eifrig bei der Sache.

Was aber ist mit der anderen Seite, den Dreckspatzen, denjenigen die gedankenlos oder mit bewusster Absicht ihren Müll auf dem Eigentum anderer und der Gemeinschaft abladen und so die Natur verschmutzen, anderen Arbeit und dem Steuerzahler auch Kosten aufbürden, denn nur in den seltensten Fällen wird dieser Müll freiwillig durch Enthusiasten gesammelt. Grundstücksbesitzer entlang von Straßen und Radwanderwegen wissen davon ein Liedchen zu trällern.
Die Verschmutzer haben nichts zu befürchten, wenn doch einmal einer ertappt wird, wird sicherlich auf eine Anzeige verzichtet und wenn doch, so geht es glimpflich aus, den größten Ärger dürfte der Anzeigende haben und bekommen.
Ertappte Verschmutzer sollten eine angemessen hohe Geldstrafe bezahlen, beginnend bei einem Viertel des Monatseinkommens UND für eine gewisse Zeit, beginnend bei einem Monat, nach oben offen, die Verantwortung für Streckenabschnitte von Straßen, Fluss- und Bachufern oder Waldstücken übertragen bekommen, die er wöchentlich von Unrat zu befreien hätte.
Dies wäre eine sinnvolle Straf- und Erziehungsarbeit.

Diejenigen die freiwillig Dienst für die Gemeinschaft leisten, sollten von ihr auch belohnt werden. Belohnt nicht durch Geld, sondern durch Anerkennung. Nicht nur Sport- oder Verbandsfunktionäre etc. sollen Ehrenmedaillen der Kommunen, des Staates erhalten, sondern jene kleinen Helfer, die meist im unsichtbaren Wirken, deren Wirken allerdings wichtig und notwendig ist. Nicht die bezahlte Arbeit macht das Leben lebenswert, sondern viele, viele Tätigkeiten die nicht bezahlt werden, machen das Leben aus. Beginnend bei der Tätigkeit der Mütter, eine Gruppe die heutzutage nur geachtet wird, wenn sie berufstätig ist, also einer bezahlten Arbeit nachgeht, die verunglimpft wird, wenn sie auf bezahlte Tätigkeiten verzichtet und ihr Leben ihrer Familie widmet.

An dieser Stelle dank an alle die  unbezahlte Arbeit leisten, zum Heile und Wohle aller.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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