Nationale Unabhängigkeit nicht gewünscht

„…Es gibt bei uns vielerlei außenpolitische Strömungen, darin aber sind sie sich alle einig, dass staatliche Souveränität für uns kein erstrebenswertes Ziel mehr ist. Genauer gesagt: wenn wir die staatliche Souveränität erwerben wollen, dann doch höchstens für Wochen, eigentlich nur für Stunden. Nichts wollen wir lieber hergeben als die Bestandteile der staatlichen Souveränität. Die Verfügung über unser Heer, über unsere Wirtschaft, über unsere großen Verkehrsstraßen, ja im Endziel sogar über unsere Außenpolitik, dies alles wollen wir lieber heute als morgen der neuen staatlichen Gemeinschaft überantworten, die sich allmählich zu bilden beginnt und die möglichst viele europäische Völker umfassen soll….“ Frankfurter Allgemeine Zeitung, Schriftleiter Paul Sethe am 26.10.1953
aus Warum – Woher – Aber wohin, Hans Grimm
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Es war ein langer Weg, bis die Deutschen und Deutschland dahin gebracht wurden, wo sie heute stehen. Im politischen Abseits, weiter entfernt von selbständiger Entscheidungsmöglichkeit als je. Das zeigt allerdings auch, dass die Deutschen sehr widerstandsfähig sind. Meine Hoffnung ist, falls die Propagandamaschine eines Tages zusammenbrechen sollte oder ihre Lügenmärchen nicht mehr geglaubt werden, da sie immer abstruser werden, werden die Deutschen sehr bald wieder deutsch anfangen zu denken und zu handeln. Diese Lügenmaschinerie wirkt zwar gut aber nur oberflächlich.

Dieser Artikelausschnitt zeigt auch, dass Entwicklungen wie Kohl, Schröder und Merkel sie fast vollendeten (die Auflösung Deutschlands), schon Jahrzehnte vorher in die Wege geleitet werden und von langer Hand geplant und Schritt für Schritt umgesetzt werden.
Wer anderes wollte, kam gar nicht in die Nähe eines hohen politischen Amtes, dessen bin ich mir ganz sicher. Auch wenn es immer wieder Theaterdonner in den Parlamenten und vor laufenden Fernsehkameras gab, das Prinzip war klar, Deutschland darf nicht selbstständig werden. Weder politisch, noch wirtschaftlich, noch wehrtechnisch. Eingebunden, im wahrsten Sinne des Wortes gebunden, in das westliche, wie auch das östliche System.

Das Schlimme an der Sache ist allerdings nicht, dass die Siegermächte dies wünschten und forderten, deren Standpunkt ist verständlich, das Schlimme ist, dass sich genügend Deutsche fanden und finden, die Drecksarbeit der Sieger zu verrichten und sogar noch vorauseilend die Unterwerfung festigen.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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