Holen wir uns unser Land – Alternative für uns Deutsche – Konföderation deutscher Staaten

Gegen Zentralismus und Bevormundung

Schluss mit der Parteienherrschaft

Für die staatliche Selbstständigkeit Bayerns und anderer deutscher Länder

Für den Austritt aus der EU und der NATO

Für strikte außenpolitische Neutralität

Für Selbstverwaltung und Selbstverantwortung, auch der kleinen Organisationseinheiten

Freie Menschen bestimmen und verantworten ihr Leben selbst

Interessiert? Hier mehr über die Alternative für deutsche Staaten lesen.

Freiheit die ich meine

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EU-Wahl: Wählen oder Nichtwählen

Ich empfehle Wählen.

Jede nicht abgegebene Stimme stärkt das zentralistische EU-Lager und belässt genau die Leute an den Futtertrögen die man dort nicht haben will. Vielleicht will man die anderen dort auch nicht haben. Aber was ist die Alternative?
Nichtwählen sicherlich nicht. Durch die Abgabe der Stimme an eine der sog. EU-kritischen Parteien, wie z. B. der AfD, werden andere, die EU-Zentralisten, linke Parteien und Politiker von den begehrten Plätzen verdrängt.

Egal welche politischen Ziele und Ansprüche jemand hat. Wer Veränderung will kann dies auch mit dem Kreuzchen an der richtigen Stelle deutlich machen und so zu einer Kehrtwendung, die sicherlich nur schrittweise erfolgen wird und kann beitragen.
Trump in den USA hat den Weg für einige Veränderungen freigemacht bzw. trägt unterstützend bei. Innerhalb der EU ist es an uns Zeichen zu setzen und sei es „nur“ mit einem Kreuzchen bei der Wahl, in diesem Fall der EU-Wahl.

Ich werde am Sonntag die AfD wählen und empfehle jedem Leser dies auch zu tun. Bei anderen Wahlen wähle ich derzeit die CSU, in Bayern habe ich die Möglichkeit eine andere konservative Kraft zu stärken und so dem Linksruck etwas entgegen zu setzen.
Ich bin mir dessen bewusst, dass dies alles nicht das Gelbe vom Ei ist. Aber, werte Leser, bedenkt eines. Die Linksrepublik und die EU wurden nicht an einem Tag gebaut, der Weg wurde uns scheibchenweise aufgedrängt und ebenso werden wir ihn scheibechenweise wieder zurückdrängen.
Parteien sind dabei nur EIN Mittel zum Zweck nicht das Mittel.

Also geht am Sonntag zur Wahl und macht euer Kreuzchen an der richtigen Stelle. Setzt der Macht der EU-Zentralisten und linken Kamarilla einen Grenzpahl.

„Bis hierher und nicht weiter“

Nichts aber auch gar nichts hindert einen daran seine anderen, bevorzugten Mitteln des Widerstandes anzuwenden. Ob nun einer der Meinung ist ob das Kreuzchen etwas helfe oder nicht. Eines ist gewiss, es schadet nicht.

Setzen wir ein Zeichen indem wir die einzig relevante EU-kritische Kraft der BRD den Rücken stärken und damit auch die EU-Bewegung des sog. rechten Lagers, der Rechtspopulisten stärken und der deutschen Stimme mehr Gehör verschaffen. Wollen wir nur Trittbrettfahrer sein? Die von der Stärke der ausländischen EU-Kritiker profitieren?

Jede Stimme zählt, auch Deine. Auf geht´s zur Wahl.

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Woanders gelesen: Negative Campaigning 

Schmutzkübelkampagne

Ist das, was gegenwärtig mit „Ibizagate“ umschrieben wird und in Österreich zu erleben ist, nur eine einfache Schmutzkübelkampagne, fragt man sich, oder steckt mehr dahinter?
Die österreichische Bezeichnung „Schmutzkübelkampagne“ braucht man nicht extra zu erläutern. Auch „Piefkes“ wissen, was damit gemeint ist.
Man hat immer angenommen, diese Art des politischen Wahlkampfs – im Fachjargon  „Negative Campaigning“ genannt – sei eine ausschließlich in den USA gepflegte Form des politischen Überzeugungskampfes. Das habe in Deutschland aufgrund seiner politischen Konstellationen keine so bedeutende Tradition, komme beim deutschen Wähler auch schlichtweg nicht so gut an, sind Polit-Forscher überzeugt.
Nur die AFD habe den „schmutzigen“ Wahlkampf importiert, wie treuschaffende Journalisten der FAZ schon mal geglaubt, entdeckt zu haben.

Negative Campaigning

Was heißt „Negative Campaigning“.
Wikipedia gibt uns wie gewohnt Auskunft:

Es ist eine Form von Werbung oder insbesondere politischer Öffentlichkeitsarbeit, bei der versucht wird, den politischen Gegner bzw. Konkurrent in ein schlechteres Licht zu rücken, um damit vermeintlich das eigene Ansehen zu erhöhen. Dabei werden insbesondere private, aber auch öffentliche oder geschäftliche Verfehlungen instrumentalisiert, um die betreffende Person, Partei, oder Organisation gezielt zu skandalisieren. Charakterisierend für negative Campaigning ist vor allem, dass es sich sachlichen Argumenten zu entziehen versucht und stattdessen die persönliche Auseinandersetzung in den Vordergrund stellt.

„Negative Campaigning“ spielt sich nicht nur auf der großen politischen Ebene ab, es gibt öffentlich betriebenes „Mobbing“, wie es gerne von Grünen und bestimmten NGO´s gegen ausgewählte Berufsgruppen oder auch Verbraucher geführt wird, so z.B. gegen die Bauern resp. die klassische Landwirtschaft. Auch gegen Auto-Fahrer, Fleischfresser, gläubige Katholiken, weiße alte Männer usw.
Aber das wäre eine gesonderte Abhandlung wert.

Die Steigerungsform von „negative“ ist „dirty“, was die österreichische Übersetzung des Begriffs bestens wiedergibt.

Sebastian Kurz und die Silberstein-Affäre

Vor der Nationalratswahl 2017 erschütterte die sogenannte Silberstein-Affäre die Alpenrepublik. Damals relativ unbeachtet in der BRD – trotz einer bisher nicht dagewesenen Brisanz – da man zu selben Zeit mit eigenen (Wahl-) Auseinandersetzungen und Kampagnen beschäftigt war.
Der Versuch seinerzeit, den ÖVP-Kandidaten Sebastian Kurz mittels einer von der SPÖ strategisch angesetzten Diffamierungskampagne, mit Hilfe durch einen ausgebufften, international berüchtigten Politikberaters namens Tal Silberstein, auf allen medialen Ebenen zu desavouieren, führte letztlich zu dem Erdrutschsieg der Bürgerlichen von FPÖ und ÖVP in Österreich. Eine (selbst herbeigeführte) Katastrophe für das linke Österreich.

Hat jetzt das System zurückgeschlagen, mit der Veröffentlichung des Strache-Videos mit der angeblichen Oligarchen-Nichte von Ibiza?

Sebastian Kurz und „Ibizagate“

Nach den Entwicklungen in den letzten Tagen gerät Kanzler Sebastian Kurz nun selbst in den Verdacht, von diesem medial angezettelten Staatsstreich in Österreich möglicherweise zu profitieren, da bei der jetzt angestrebten Neuwahl Stimmen von der gebeutelten FPÖ abgezogen werden könnten. Und die SPÖ hofft wohl auf eine wiederholte Regierungsbeteiligung und Rückkehr an die Fleischtöpfe im politischen System.
Eine im wahrsten Sinne verrückte Situation.

Nach bestimmten stigmatisierenden Ereignissen in Bezug auf Personen ist es für uns Besserwisser immer leicht, zu sagen „dem habe ich noch nie getraut“, „der ist wetterwendisch und hinterlistig, wie jeder Politiker“ usw.
Aber warum kam, nicht nur mir, bei der Physiognomie und den Reden dieses ÖVP-Buberl immer irgendwie der Gedanke von Falschheit in den Sinn?

Bildergebnis für Sebastian Kurz

Wolfgang Sofsky schreibt zum Thema Hinterlist in seinem „Buch der Laster“*:

Er ist nicht, was er ist. Er lächelt und lügt, während er lächelt. Mit Inbrunst preist er, was ihn kränkt. Kunstreiche Tränen fließen über seine Wangen, wenn Trauer und Mitgefühl angezeigt sind. Jeder Lage vermag er sein Gesicht anzupassen. Sein Gewissen hat viele tausend Zungen, und jede Zunge legt ein anderes Zeugnis ab. Wahres Gewissen ist ihm nur ein Wort, das Feiglinge brauchen. Niemand bemerkt, was für ein schillernder Charakter er ist. Er weiß alle Gedanken rechtzeitig zu verdrängen, die ihn verraten könnten. Noch im Betrug vergißt er den Betrug. Kaum betritt jemand die Szene, verwandelt er sich in pure Redlichkeit. Virtuos beherrscht er die Kunst der Verstellung. So stiftet er in anderen Menschen Chaos. Er streut gefährliche Gedanken, deren Gift man anfangs kaum wahrnimmt. Seinen Zeitgenossen vermittelt er die Überzeugung, daß etwas, was sie nie gedacht haben, etwas sei, was sie nie hatten denken wollen.

Es ist gewiss, Sebastian Kurz wird jetzt den Preis für sein Handeln oder Nicht-Handeln in der Affäre bezahlen müssen. Ob es das Bürscherl gewollt hat oder nicht.

Die Rolle der Medien

Die Presse, die Medien lieben negative Nachrichten und Schmutzkübelkampagnen: „Bad News Are Good News“. Und die „Medienschaffenden“ sind, wie die Anti-FPÖ-Kampagne belegt, aktiv Handelnde bei solchen. Skandale erzeugen „Öffentlichkeit“ und Bürger springen darauf an, davon sind die Medienleute überzeugt und spielen dabei die wesentliche Rolle. Harte Konfrontationen, begründete oder nicht begründete Unterstellungen, Lügen, Drohungen oder unlogische Zukunftsszenarien erhöhen angeblich das Interesse für die Politik und werden von der Presse gierig aufgenommen oder erzeugt.

Einen treffenden Kommentar über das, was sich gerade in Österreich abspielt, hat der ehemalige BZÖ-Politiker und Unternehmer Gerald Grosz auf seinem Youtube-Kanal abgeliefert:

Heute reiben sich alle die Hände, die Freude ist groß. In den Redaktionen summen die Komplizen des Untergangs: „So ein Tag, so schön wie heute.“ Die Messer sind gewetzt, das Trenspatterl vulgo Schlabberlatz hergerichtet, das Festmahl angerichtet, delektieren sie sich wie die Maden am Speck am Ende einer Regierung. Sie kriechen wieder aus ihren Löchern, sie wittern wieder Morgenluft. Der Bundespräsident konnte seine Euphorie am Einstieg der Liveberichterstattung kaum verbergen, das nikotingeschwärzte Lächeln überstrahlte die Wiener Hofburg wie noch nie. Die Sozialisten stehen schon wieder am Sprung zum Futtertrog, selbst die kompostierten GrünInnen und sonstige Linke erfreuen sich ihrer neuen Stärke. In Europas Tintenburgen wird unverblümt Polka getanzt. Frau Merkel weint Freundenträngen, Herr Juncker soll die letzten 48 Stunden überhaupt durchgejunckert haben, Herr Maas, Frau Nahles, Annegret Kramp-Karrenbauer. Alle stimmen in den Chor ein: Ding Dong, die Hex ist tot. Die österreichische Bundesregierung ist endlich erlegt. Blattschuss. Sie meinen, ich übertreibe: Nein, ich lese nur das heute Elaborat jener Analphabeten, die seit 2 Jahren tagtäglich darauf hingearbeitet haben und denen nun die Spitzen des Landes auf den Leim gehen. Der Chefredakteur eines nach Links gerutschten südösterreichischen Provinzblattes nomen es omen „Kleine Zeitung“, sinnigerweise im Eigentum der katholischen Kirche, schreibt heute in seinem literarisch minderbemittelten, dem Titel seiner Zeitung aber entsprechend kleingeistigen Erguss: „Ein Akt der Befreiung.“ Das Ergebnis der demokratischen Wahlen aus 2017 ist endlich geputscht, das Votum der Österreicherinnen und Österreicher als lästiger Betriebsunfall abgetan. Gut, die Herausgeber und Chefredakteure freut es. Zig Millionen Steuergeld warten ante portas für Inserate und Politwerbung. Das Jubeln vom Küniglberg, der Zentrale der staatlichen Rundfunkorgel, ist landesweit unüberhörbar. Die ORF-Reform ist mit der Aufkündigung der Koalition durch Bundeskanzler Kurz beerdigt, die Politoffiziere des alten großkoalitionären Stillstands können endlich aufatmen. Was sonst noch beerdigt ist? Die Steuerreform ist Geschichte, die Pflegereform mausetot. Der Anstieg der Mindestpensionen noch nicht einmal im Parlament erledigt und nach der machiavellistischen Sprengleistung der Parteistrategen kaum noch denkbar. Das Bundesheer wird wieder ausgehungert, die Planstellen in der Polizei stückweise abgebaut. Die Asylgesetze werden wieder aufgeweicht, denn die Sozialisten oder die GrünInnen werden im geplanten Kuhhandel schon darauf bestehen. Alle jubeln, die Wolfs, die Böhmermänner, die Merkels, die Van der Bellens, die Joy Pamelas. Nur die Österreicher nicht. Die erkennen die Absicht und wenden sich mit Grauen ab. Denn im Gegensatz zu den Systemgünstlingen und Strategen haben diese ein feines Gespür für Recht und Unrecht!

Warum läßt uns das irgendwie kalt?

Ich habe mich gefragt, warum läßt mich dieser so erschütternde Skandal, diese Affäre mit politischer Erdbeben-Qualität eigentlich so seelenruhig, läßt mein Empörungspotential so unberührt. Und ich weiß, es geht vielen anderen auch so.
Grosz hat es richtig ausgedrückt, dass wir – nicht nur die Österreicher – inzwischen ein feines Gespür für Recht und Unrecht entwickelt haben. Dazu kommt, dass wir wissen, dass diese Exzesse ein Indikator dafür sind, dass das System nicht nur krank ist, sondern vor einem Zusammenbruch steht. Etwas, das nur die „Systemgünstlinge“ und ihre Strategen fürchten müssen. Dabei unterschätzen wir nicht die Energie dieser „kriminellen Vereinigungen“, die sich „demokratische Parteien“ nennen. Aber sie werden an der eigenen Hinterlist* zugrunde gehen:

Arglist bricht den Eid gegenseitiger Verpflichtung. Sie zerstört den Glauben an Wechselseitigkeit, Fairneß und Vertrauen und begeht damit ein Verbrechen an der Gesellschaft. Auf Versprechen ist kein Verlaß, Verträge sind nichts wert, Beweise und Befunde sind nur mehr Fiktionen. Zwar können sich Menschen in einer Welt der Manipulation eine Weile recht gut zurechtfinden, sofern sie wissen, wer sie in die Irre führen will und wer nicht. Mit Verleumdern, Verrätern und Verschwörern, Lügnern und Betrügern ist hier überall zu rechnen. Unter Feinden kann man überleben, weil man weiß, daß man niemandem trauen und sich nur auf sich selbst verlassen kann. Unter falschen Freunden jedoch, korrupten Autoritäten, intriganten Kollegen und treulosen Gefährten ist die soziale Sicherheit da hin. In einer Welt der Hinterlist sind die Freunde nicht mehr zu erkennen. So greift schließlich der Verdacht um sich, daß ein jeder, auch der Nächste, insgeheim ein Feind sein könnte.

Lassen wir zum Schluss einen bekannten Österreicher zu Wort kommen.
Georg Kreisler fragt: „Was für ein Ticker ist ein Politiker?“

_________________

  • Wolfgang Sofsky: Das Buch der Laster, Verlag C.H. Beck, München 2009
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0 Responses to Negative Campaigning 

  1. Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.

    Mit 27 Jahren Minister, mit 31 Bundeskanzler, kein abgeschlossenes Studium, nur Politik. Das passt doch zum Bild des „gemachten“ Politikers der willfährig bestimmten Gruppen Dienste leistet aber auch, falls notwendig, ein Bauernopfer ist oder sich auf gefährliche „Spielchen“ einlassen muss.
    Ich habe ihm tatsächlich nicht über den Weg getraut, ich war allerdings auch bei Strache skeptisch. Irgendwie sind mir diese glatten, aalglatten Typen immer suspekt.

    Kurz soll auch Mitglied im European Council für Foreign Relations sein, das immerhin von keinem geringeren finanziert wird als von George Soros.
    https://www.unzensuriert.at/content/0024903-Mitgliedschaft-im-elitaeren-Klub-ECFR-Ist-Sebastian-Kurz-von-Soros-finanziert

    Passt ins Bild.

    Negative Campaigning 

    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    Hier noch zwei Videos, die von mir ergänzend hinzugefügt wurden:

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Im schönsten Wiesengrunde ✠ [German folk song][+ english translation]

A poem from Wilhelm Ganzhorn, 1808-1880 which uses the melody of the song „Drei Lilien“.

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Zum Kalenderblatt: 23. Mai/Weidemond 1945: Reichsregierung Dönitz verhaftet / Teil 1/3

„…Die geschäftsführende Reichsregierung Dönitz wurde am 23. Mai 1945 in Flensburg plötzlich als gefangen und aufgelöst erklärt, und zwar zu­nächst in ordentlicher Weise. Lüdde-Neurath, der persönliche Adjutant des Großadmirals in jener Zeit, berichtet in seiner genannten Schrift Regie­rung Dönitz, die letzten Tage des Dritten Reiches` über den ganzen Vor­gang. Er beginnt ein Kapitel (S. 117) mit den Sätzen:

„Ich habe sehr überlegt, ob die vollständige Darstellung der Gefangen­nahme der Regierung und des OKW in Flensburg nützlich oder gar nötig sei. In einer ersten auszugsweisen Presseveröffentlichung hatte ich darauf verzichtet. Die Reaktion auf diese Unterlassung überraschte mich. Ich wurde nicht nur der vorsätzlichen Verheimlichung verdächtigt, sondern erfuhr darüber hinaus noch Schilderungen unserer Gefangennahme, die den Tatsachen nicht entsprachen, sondern die die gewiß sehr unerfreulichen Vorkommnisse in verzerrter und übertriebener Form wiedergaben. Dies bestärkte mich in der Überzeugung, daß der Versuch, belastende Momente in den Beziehungen zwischen Personen oder Völkern totzuschweigen, selten von dauerhaftem Erfolg gekrönt sein dürfte, sondern nur die Gefahr heraufbeschwört, gerade das Gegenteil der vielleicht guten Absicht zu be­wirken. Ich halte daher eine klare und nüchterne Niederlegung auch dieser Ereignisse für richtig; einmal der historischen Vollständigkeit wegen, zum andern aber, um übertriebenen, Unheil stiftenden Gerüchten vorzubeu­gen.“

Aus dem Kapitel seien folgende Stellen wiedergegeben:

„Bis hierher war die Gefangennahme in korrekten Formen erfolgt. Wir sahen keinen Grund, weswegen sich die Behandlung im weiteren Ver­laufe ändern sollte. (Admiral) v. Friedeburg war jedoch anderer Ansicht. Er ging mit dem Großadmiral vor dessen Wohnung noch kurz auf und ab. Er überlegte sich sehr, ob er den nun beginnenden Zirkus mit allen seinen entehrenden Begleiterscheinungen` mitmachen solle. Dönitz widersprach. Er glaube, daß uns kriegsgefangenen Soldaten Behandlung gemäß Genfer Konvention selbstverständlich zugestanden würde. Ein Glaube, der aller­dings sehr bald und sehr kraß Lügen gestraft wurde. Von Friedeburg fand bereits unmittelbar nach diesem Gespräch seine Vermutung bestätigt, als er vor dem Regierungsgebäude Zeuge einer der unwürdigsten Szenen dieses Tages wurde, und nahm sich – ohne Zweifel unter dem Eindruck derselben, aber _wohl entsprechend einem schon vorher gefassten Ent­schluß – kurz darauf durch Einnahme von Gift das Leben. Ich kann ihn, der als Soldat seine Pflicht bis zu dem für ihn als Unterhändler besonders bitteren Ende erfüllt hat, nicht verdammen, weil er sich nun die entehrende Behandlung als Verbrecher ersparte. Wir hatten gerade begonnen, in Ruhe die letzten Vorkehrungen zu unserem Abtransport zu treffen, als gegen 11 Uhr ein englischer Captain mit einigen Soldaten auf der Bildfläche er­schien, der den Großadmiral unter Außerachtlassung jedes militärischen oder menschlichen Anstandes anzutreiben versuchte. Vergebens bedeutete ich ihm, daß seine Befehle Abfahrt sofort` und nur ein Koffer` im Wider­spruch zu der eben erhaltenen Weisung des amerikanischen Generalmajors Rooks stünden. Da das Umpacken unserer Sachen in nur einen Koffer Zeit beansprucht hätte, blieb es bei den vorgesehenen zwei Gepäckstücken für den Großadmiral und mich. Immerhin gab diese Episode Anlaß zu einem Märchen von acht Koffern und seidener Unterwäsche, mit dem sein Schreiber einen bedauerlichen Mangel an Wahrheitsliebe unter Be­weis gestellt hat. Auch meine höflich vorgetragene Bitte, den Ton etwas zu mäßigen, weil der Hausherr, Brillantenträger Kapitän zur See Lüth, erst vor wenigen Tagen durch Unglücksfall verschieden sei, blieb völlig unbe­achtet. Im Gegenteil wurde mit lautem Hallo das Trauerhaus durchstöbert, und Frau Lüth flüchtete weinend mit den wertvollen Kriegsauszeichnungen ihres Mannes zu mir. Da ich einen besseren Rat nicht wußte, bat ich den amerikanischen Begleitoffizier, der sich deutlich von dem Verhalten seines Bundesgenossen distanzierte, diese Dinge vor dem Zugriff der englischen Soldaten zu retten, was er zusagte. Unter starker Bewachung wurden wir nun zum Polizeipräsidium in Flensburg gefahren. Hier fand eine körper­liche Untersuchung statt, deren genaue Beschreibung ich mir an dieser Stelle versagen muß. Es mag die Feststellung genügen, daß nichts un­erforscht blieb ..“

Aus: „Warum, woher, aber wohin?“ von Hans Grimm

Erhältlich zum Beispiel hier:

http://www.abebooks.de/servlet/SearchResults?tn=warum+woher+aber+wohin&x=0&y=0

In den nächsten Tagen folgen die beiden restlichen Teile.

 

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23. Mai/Weidemond Kalenderblatt: Salier, Burgund, Hans Müller, Achtzigjähriger Krieg, Prager Fenstersturz, Ferdinand Lassalle, Isonzoschlachten, Annaberg, Dortmund, deutsche Reichsregierung, Grundgesetz,

1125: gestorben Heinrich V., Deutscher Kaiser. Das Geschlecht der Salier erlischt.

1493: Der Habsburger Maximilian I. erhält im Vertrag von Senlis vom französischen König Karl VIII. die Herrschaft über die Freigrafschaft Burgund ohne die Picardie und ohne Herzogtum Burgund. Damit wird der zwischen beiden Parteien lange umstrittenen Besitz des Hauses Burgund, das 1477 mit Karl dem Kühnen ausgestorben ist, geregelt.

1525: Einem Bauernheer unter Hans Müller gelingt es im Deutschen Bauernkrieg, die Stadt Freiburg im Breisgau einzunehmen, wo der Stadtrat genötigt wird, der sogenannten „christlichen Vereinigung“ der Bauern beizutreten.

1568: Mit der Schlacht von Heiligerlee beginnt der Achtzigjährige Krieg, der Freiheitskampf der Niederlande gegen die spanische Herrschaft. Die Niederlande unter Ludwig von Nassau besiegen die Armee des Statthalters von Spanien, Johann von Ligne, der in der Schlacht ums Leben kommt.

1618: Knapp 200 Vertreter der protestantischen Stände unter der Führung von Heinrich Matthias von Thurn, Albrecht Jan Smiřický von Smiřice, Joachim Andreas von Schlick und Leonhard Colonna von Fels ziehen auf die Prager Burg und werfen nach einer improvisierten „Gerichtsverhandlung“ die in der Hofkanzlei anwesenden kaiserlichen Statthalter Jaroslav Borsita Graf von Martinitz und Wilhelm Slavata sowie den Schreiber Philip Fabricius aus einem Fenster in 17 Metern Höhe. Der zweite Prager Fenstersturz markiert den Beginn des Ständeaufstands in Böhmen und führt in der Folge zum Dreißigjährigen Krieg.

1863: Ferdinand Lassalle gründet in Leipzig gemeinsam mit Abgesandten aus Leipzig, Hamburg, Harburg, Köln, Düsseldorf, Elberfeld, Barmen, Solingen, Frankfurt am Main, Mainz und Dresden den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV), Ursprung der heutigen SPD.

1915: Italien erklärt in Folge des Londoner Vertrages, mit dem der Dreibund de jure aufgelöst wird, Österreich-Ungarn den Krieg. Damit beginnt der Gebirgskrieg mit zwölf Isonzoschlachten im Ersten Weltkrieg.

1921: Deutsche Freikorps erobern die stärkste Befestigung Polens in Oberschlesien, den Annaberg.

1943: In der Nacht fliegen britische Bomber einen schweren Bombenangriff auf Dortmund.

1945: Die deutsche Reichsregierung wird von den Alliierten unter Mißachtung des Völkerrechts abgesetzt und verhaftet.

1949: Der Parlamentarische Rat verkündet das deutsche Grundgesetz. Es gilt vorläufig nur für die als Trizone bekannte Westzone mit Ausnahme des Saarlands.

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Freie Menschen bestimmen und verantworten ihr Leben selbst

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Freiheit die ich meine

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