Holen wir uns unser Land – Alternative für uns Deutsche – Konföderation deutscher Staaten

Gegen Zentralismus und Bevormundung

Schluss mit der Parteienherrschaft

Für die staatliche Selbstständigkeit Bayerns und anderer deutscher Länder

Für den Austritt aus der EU und NATO

Für strikte außenpolitische Neutralität

Für Selbstverwaltung und Selbstverantwortung, auch der kleinen Organisationseinheiten

Freie Menschen bestimmen und verantworten ihr Leben selbst

Interessiert? Hier mehr über die Alternative für deutsche Staaten lesen.

Freiheit die ich meine

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Oumuamua – Beschleunigung durch Sonnenwind? • Neues aus dem Universum | Josef M. Gaßner

Am 12. November soll eine Publikation zu Oumuamua (1I/2017 U1) im Astrophyscal Journal Letters erscheinen. Darin wird unter anderem auch die Möglichkeit besprochen, es könnte sich um ein Objekt handeln mit weniger als 1 mm Dicke. Entsprechend brodelt die Gerüchteküche bis hin zu einem Sonnensegel einer extraterrestrischer Zivilisation. Josef M. Gaßner führt durch den Inhalt der wissenschaftlichen Publikation von Shmuel Bialy und Abraham Loeb.

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Hier eine kurze Sammlung von Veröffentlichungen unserer Qualitätspresse. Lückenpresse wohin man sieht.

https://www.bing.com/news/search?q=oumuamua&qpvt=oumuamua&FORM=EWRE

 

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Egerländer Marsch ✠ [German march]

An austrian military march, from the Egerland the northwestern part of what would later be called the Sudetenland. This part was famous for spas and thermal baths.

 

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Zum Kalenderblatt 10. November/Nebelung: Buchvorstellung: Politische Geheimverbände / Abschnitt Nationalsozialisten Teil 3/3

Hintergrundinformation:

Der Autor Franz Schweyer, * 26. August 1868 in Oberzell; † 10. November 1935 in München, war ein deutscher Jurist, Verwaltungsbeamter und Politiker der Bayerischen Volkspartei und in den Jahren 1921 – 1924 Bayerischer Innenminister. Das Buch “Politische Geheimverbände” erschien 1925 im Herder-Verlag und wurde jüngst wieder neu aufgelegt. Ich werde verschiedene Kapitel die mir wichtig erscheinen in den nächsten Monaten hier veröffentlichen.

Die BVP war von 1919 bis 1933 die stärkste Partei in Bayern und war separatistisch und föderalistisch eingestellt. In ihrem Programm forderte die Partei u. a.:

Zusammenschluß der deutschen Staaten auf föderativer Grundlage ohne Vorherrschaft eines Einzelstaates.

Fritz Schäffer war von 1929 – 1933 Vorsitzender Partei. Nach dem Krieg war er der einzige Finanzminister der BRD (CSU) der ein Guthaben ansparte, 1957 wurde er ins Justizministerium abgeschoben, 1961 schied er aus der Bundesregierung aus.

Der hier vorgestellte Textausschnitt stammt aus dem in den 20er Jahren erschienen Buch.

Nun aber genug der Hintergrundinformation, viel Spaß beim Lesen.

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Adolf Hitler hat nach seiner Entlassung aus der Festungshaft zunächst eine weitgehende Zurückhaltung geübt. Erst Ende Februar 1925 ist er aus dieser Zurückhaltung herausgetreten, um seine politische Tätigkeit wieder aufzunehmen. In einem Aufruf vom 26. Februar 1925 an die ehemaligen Angehörigen der „Nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei“ kündigte er im Tone größten Selbstbewußtseins die Wiedererneuerung der „großen deutschen Nationalbewegung“ an; darin verlangte er von seinen Anhängern, zumal von den Führern, Treue und unbedingten Gehorsam. In den am gleichen Tage veröffentlichten Richtlinien kommt dieses Verlangen noch deutlicher zum Ausdruck. Wie ein souveräner Herrscher tut er darin seinen Getreuen seinen Willen kund und zu wissen. „Bedingungen beim Eintritt in die neue Bewegung werden in keiner Form angenommen, weder von Führern noch von Mitgliedern“, das ist der Ton, der die ganze Willenskundgebung durchzieht. Von besonderem Interesse sind die Bestimmungen über die Sturmabteilungen (S.A.). Hierüber ist verfügt: „Die Neubildung der (S.A.). erfolgt nach den Grundlagen, die bis zum Februar 1923 maßgebend waren. Ihre Organisation hat dem Vereinsgesetze zu entsprechen. Bewaffnete Gruppen oder Verbände sind von der Aufnahme in die (S.A.). ausgeschlossen. Wer entgegen den Anordnungen der Leitung Waffen trägt oder in Depots aufzubewahren versucht, wird sofort aus der (S.A.). und der Partei ausgeschlossen. Die Abteilung, die entgegen der Anordnung der Leitung öffentliche Umzüge veranstaltet oder sich an solchen beteiligt, wird sofort aufgelöst. Die Führer werden aus der (S.A.). sowie aus der Partei ausgeschlossen.“ Hiernach behält sich die Leitung der Partei vor, ihrerseits über das Tragen von Waffen und die Veranstaltung von Umzügen das Geeignete zu bestimmen. Bewaffnung und Veranstaltung von Umzügen sollen hiernach nicht ausgeschlossen, sondern nur der Verfügung der Leitung vorbehalten sein. Die Vorschriften erwecken den Anschein einer den Anforderungen des Staates Rechnung tragenden Regelung; bei näherem Zusehen enthalten sie in versteckter Weise die Aufrechthaltung der ganzen früheren Organisation, vor allem auch der Sturmabteilungen und sonstiger Einrichtungen der Partei. Alle diese Organe werden nur noch strammer als bisher der zentralen Leitung, dem persönlichen Befehl Hitlers, unterstellt. Nach dem ersten Auftreten in öffentlichen Versammlungen scheint Hitler, der mit Bewährungsfrist entlassene Führer der Bewegung, die frühere Sprache und die frühere Agitationsmethode wieder aufnehmen und in der gleichen anmaßenden Weise wie früher den bestehenden Regierungen und Parteien den Fehdehandschuh hinwerfen zu wollen. Bereits haben mehrere Massenversammlungen stattgefunden; eine Steigerung der Versammlungstätigkeit auch durch Abhaltung mehrerer Versammlungen zu gleicher Zeit ist bereits geplant. All dies darf bei genauerer Überlegung nicht wundernehmen. Hitler wurde wegen Hochverrats verurteilt. Dieser Hochverrat ist einer grundsätzlichen Einstellung des Täters zu den gegenwärtigen innenpolitischen Verhältnissen entsprungen. Die durch die Bewilligung einer Bewährungsfrist angestrebte Besserung des Verurteilten setzt eigentlich eine Umwandlung des ganzen innern Menschen, die Aufgabe einer festgewurzelten politischen Überzeugung aufseiten des Begnadigten voraus. Sie verlangt also von Hitler eine Verleugnung seiner innersten politischen Überzeugung. Dies ist ein Unding. Hitler hat allerdings durch die Annahme der ihm bewilligten Bewährungsfrist dieser an sich widersinnigen Annahme eine gewisse Grundlage gegeben. Er hat stillschweigend den Anschein erweckt, als ob er seine Ansichten und Methoden, mindestens aber seine Methoden ändern wolle. Auch das ist ein Unding, wenn nicht gar eine Charakterschwäche. War Hitler von Anfang an entschlossen, an seiner politischen Einstellung und an den Methoden ihrer Verwirklichung festzuhalten, dann hätte er folgerichtigerweise weder um Bewilligung einer Bewährungsfrist nachsuchen noch die Entlassung mit Bewährungsfrist annehmen dürfen. In Wirklichkeit kann Hitler. wenn er seine politische Tätigkeit fortsetzen will, gar nicht anders handeln, als er allem Anscheine nach zu handeln entschlossen ist. Er steht vor der Alternative, entweder vom Schauplatz der politischen Bühne abzutreten oder in dem früheren Texte weiterzufahren. Zur Aufgabe seiner politischen Tätigkeit konnte er sich vorerst nicht entschließen Also bleibt ihm nichts anderes übrig, als mit der gleichen Anmaßung, mit dem gleichen Selbstbewußtsein, mit der gleichen Selbstüberhebung gegen die bestehende Staats-, Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung wie früher aufzutreten, mit den gleichen Schlagworten und Drohungen wie früher die Reform der bestehenden Zustände in seinem Sinne zu verlangen und mit der gleichen Leidenschaft wie früher sich als den Retter des Vaterlandes anzupreisen. Denn würde er all dies nicht tun, so würde er bei seinen Anhängern jeden Kredit verlieren und in kurzer Zeit als Schwächling der Lächerlichkeit verfallen. Aus dieser psychologischen Erwägung heraus wird er von Versammlung zu Versammlung versuchen, seine Töne zu steigern, um tastend festzustellen, wieviel er der Staatsregierung zumuten darf, ohne eine Intervention zu erfahren. So wird die Regierung aller Voraussicht nach von Versammlung zu Versammlung vor eine schwierigere Lage, vor eine stärkere Geduldprobe gestellt werden. Die Erfahrungen der Vergangenheit mahnen hier zur größten Vorsicht. Schon hört man lebhafte Stimmen, die ein starkes, sofortiges Zugreifen der Regierung verlangen, um ein gefährliches, geheimes Anwachsen der Bewegung zu verhindern und die Gefahr eines erneuten Umsturzes im Keime zu ersticken. Caveant consules ne quid detrimenti capiat respublica! ! Inzwischen hat die Regierung ein Redeverbot für Hitler erlassen und damit seiner politischen Versammlungstätigkeit bis auf weiteres ein Ziel gesetzt.
Mit der Schilderung des äußern Ganges der dargelegten Ereignisse ist der Nationalsozialismus aber noch keineswegs in seiner vollen Bedeutung erschöpft. In der Bewegung sind Ideen und Kräfte wirksam geworden, die viel weiter gehen, als der äußere Ablauf der seitherigen Ereignisse geoffenbart hat.
Die Bezeichnung „Nationalsozialistische Arbeiterpartei“ ist so widerspruchsvoll wie das ganze Programm der Partei. Man hat die Partei nicht mit Unrecht „die Partei der innern Widersprüche“ genannt. Der Sozialismus ist international eingestellt. Nationalismus und Sozialismus reimen sich nicht zusammen. Die Verbindung von Nationalismus und Sozialismus kann nicht mit dem Hinweise darauf abgetan werden, daß unter dem Sozialismus der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei etwas besonderes, vom Marxismus seiner Wesenheit nach Verschiedenes zu verstehen sei: denn das wirtschaftliche Programm der Partei enthält manche Forderungen, die durchaus marxistischen Anstrich haben. Die utopische Forderung der Brechung der Zinsknechtschaft sowie die unentgeltliche Enteignung eines gewissen Grundbesitzes können nicht als spezifische Forderungen der „Nationalsozialistischen Arbeiterpartei“ angesehen werden. Die Bewegung ist auch keine reine Arbeiterbewegung und will entgegen der Bezeichnung auch keine solche sein. Der Name wurde anscheinend deshalb gewählt, um auf die Arbeiterschaft eine werbende Wirkung auszuüben und namentlich die sozialistisch gerichteten Arbeiter für die Bewegung zu gewinnen. Der Versuch, die Arbeiter vom Joche des Sozialismus zu befreien und zu nationaler Auffassung zu bekehren, ist gewiß anzuerkennen. Er ist aber nur in verhältnismäßig bescheidenem Maße gelungen. Mit entwurzelten Elementen, die zwischen allen möglichen Auffassungen und Parteibestrebungen hin- und herpendeln, und stets da zu finden sind, wo es etwas zu gewinnen gilt, ist keiner Bewegung etwas gedient und auch der nationalsozialistischen Bewegung nicht geholfen. Tatsächlich sind viele Elemente, die in der Rätezeit als Vertreter der kommunistischen Ideen sich betätigt haben, nunmehr zur Fahne des Nationalsozialismus übergegangen, ohne daß man die Überzeugung oder auch nur den Eindruck gewonnen hätte, daß diese Menschen eine innere Umwandlung ihrer Gesinnung erfahren haben. Die Zahl der wirklich Bekehrten ist gewiß nicht sehr hoch. Im übrigen ist es angesichts der gemachten Erfahrungen fraglich. ob der Übergang von linksradikalen Parteien zum Nationalsozialismus unter allen Umständen als ein wirklicher Gewinn für die Allgemeinheit anzusprechen ist. Ob der Staat in seinen tiefsten Grundlagen unter der Flagge des Sozialismus oder des Nationalsozialismus erschüttert wird, macht in der Wirkung kaum einen wesentlichen Unterschied aus. Der Nationalsozialismus ist wie der Sozialismus eine durchaus zentralistisch eingestellte Bewegung, die für die Selbständigkeit und die Hoheitsrechte der Länder nichts übrig hat. Beide treiben auch in Bayern durchaus antibayrische Politik. Und wenn die Nationalsozialisten noch so sehr gegen das Berliner Regiment zu Felde ziehen, so ist ihr heißestes Bemühen doch nicht darauf gerichtet, dem Berliner Zentralismus endgültig den Garaus zu machen, sondern nur darauf abgestellt, an die Stelle des bisherigen Zentralismus einen andern, nicht weniger zweifelhaften Zentralismus zu setzen. Die Diktatur bleibt eine dem Volke gefährliche und unerträgliche Gewaltherrschaft, ob sie von dieser oder jener Seite aufgerichtet wird. Das Vorgehen der nationalsozialistischen Gewalthaber während der wenigen Stunden ihrer Münchner Herrschaft hat keinen wesentlichen Unterschied von den Methoden der Rätehelden gezeigt. Die kulturpolitischen Forderungen endlich sind, so unklar sie auf den ersten Blick erscheinen, bei näherer Prüfung so radikal, so weitgehend, daß ihre Verwirklichung eine schwere Gefahr, ja den Untergang unserer gegenwärtigen christlichen Kultur bedeuten würde.
Die „Nationalsozialistische Arbeiterpartei‘ behauptet eine christliche Partei zu sein und ist höchst unangenehm berührt. wenn man diese Behauptung nicht gelten lassen will. Zum Christentum gehört schließlich auch der Katholizismus. Diese Form des Christentums steht aber bei den Nationalsozialisten schlecht im Kurse. Der Sturm, der im Herbste 1923 innerhalb der völkisch gerichteten Kreise, unter lebhafter Beteiligung führender Nationalsozialisten gegen die katholische Kirche, gegen Kardinal v. Faulhaber, gegen den Papst und gegen katholische Anschauungen und Einrichtungen sich erhob, ist doch wohl kaum ein Ausdruck besonderer Wertschätzung des Katholizismus gewesen. Mit dem alten Taschenspielerkunststück, daß man nicht den religiösen Katholizismus, sondern nur den politischen Katholizismus, wie er im Papsttum, in gewissen politischen Parteien vertreten sei, treffen wolle, kommt man wirklich nicht mehr länger durch. Auch das Papsttum ist eine Einrichtung des religiösen Katholizismus; denn der Papst ist das Oberhaupt der katholischen Weltkirche. Trotzdem aber wurden Rom und die katholische Kirche selbst von nationalsozialistischen und völkischen Schriftstellern, denen sonst nicht jede Besonnenheit abgesprochen werden kann, als Feinde, als Widersacher des deutschen Volkes hingestellt. Wenn es sich um Papsttum, katholische Kirche, Katholizismus handelt, dann kommt bei gewissen Leuten die sonst so hoch gepriesene gesunde Vernunft, die Besonnenheit des Urteils, der Sinn für Recht und Gerechtigkeit vollständig zum Stillstand. In der im übrigen manche beachtenswerte Ausführungen enthaltenden Schrift von Gustav Sondermann über den „Sinn der völkischen Sendung“ finden sich beispielsweise unter anderem folgende, geradezu ungeheuerliche Auslassungen: „Die politische Macht Roms hat sich in unserem deutschen Volke aus deutschen Volksgenossen eine politische Partei geschaffen, welche die Winke dieser ausländischen Macht für ihre Politik als verbindlich erachtet – auch wenn diese Winke gegen den Willen des deutschen Volkes und Staates stehen. Diese an sich schon erschütternde Tatsache wird noch furchtbarer, wenn man sieht, daß der politische Zwang dieser auswärtigen Macht auf deutsche Volksgenossen mit Hilfe der Religion ausgeübt wird, – daß man die unabweisbare Forderung aufstellt: jeder Katholik habe sich der gemeinsamen katholischen Zentrumsfront anzuschließen. Das bedeutet auf der einen Seite ein Vorgehen gegen die Gewissensfreiheit des deutschen Menschen, auf der andern Seite aber einen Angriff auf die Selbständigkeit und Freiheit des deutschen Volkes.“ Weiter heißt es: „Unsere katholischen Volksgenossen worden in oft ungeheure Seelennöte hineingeworfen durch die Tatsache, daß ihr religiöses Oberhaupt eben auch eine politische Größe ist, die Anspruch auf politische Beachtung und Wirksamkeit macht. So unterstehen sie zwei politischen Herren: dem Staate ihres Volkes wie dem Staate ihrer Religion. Man muß sich einmal bewußt werden, welche seelischen Nöte dadurch heraufbeschworen werden können!“ Solche Auslassungen sind im Interesse der so notwendigen konfessionellen Verständigung auf das tiefste zu bedauern. In einem Abschnitte, der dem religiösen Frieden gewidmet ist, werden Ausfälle gegen die katholische Kirche gebracht, die auf einer vollständigen Verkennung der wirklichen Verhältnisse beruhen und die von jedem wirklich treugesinnten Katholiken als eine schwere Beleidigung empfunden werden. Ich stehe durchaus auf dem Boden der vom Verfasser geforderten Verständigung, gegenseitiger Achtung der religiösen Überzeugung und vaterländischen Zusammenarbeit der christlichen Konfessionen: ich habe aber noch nie von den Seelen- und Gewissensnöten und von dem politischen Drucke etwas gespürt, der angeblich auf jeden Katholiken von Rom aus erfolgt. Wenn man von der Achtung der religiösen Überzeugung der Mitmenschen und Volksgenossen spricht, so muß man diese Achtung auch dem katholischen Bekenntnisse entgegenbringen. Diese Achtung verlangt, daß man Anschauungen und Einrichtungen des Katholizismus und so gelten läßt, wie sie nach der Lehre der Kirche und der Überzeugung der bekenntnistreuen Katholiken sich darstellen, und daß man ihnen nicht einen Sinn und eine Bedeutung unterlegt, den sie nicht haben, auch wenn noch so oft von Unberufenen das Gegenteil behauptet wird.
Der Verfasser des „Volksbuches vom Hitler“ betrachtet in gleicher Weise die „schwarze Internationale“ als einen der „Hauptfeinde des deutschen Volkes“. Auch hier wird das übliche Taschenspielerkunststück der Unterscheidung zwischen politischem und religiösem Katholizismus vorgeführt. „Das System der nach weltlicher Gewalt strebenden Macht“ stellt nach Anschauung des Verfassers „ein weitverzweigtes, bis in feinste Verästelungen sich verteilendes, unterirdisches Wurzelgeflecht dar, von dessen Vorhandensein und unheimlicher Wirkungsweise die Laienwelt im allgemeinen keine Ahnung hat“. Als typische Vertreter dieses Systems werden dann das Zentrum und die Bayrische Volkspartei, und als „Hauptvollzugsorgan“ der Jesuitenorden bezeichnet. Der Inhalt des dem Führer der Nationalsozialistischen Partei gewidmeten Buches dürfte wohl mit den Anschauungen Hitlers in Übereinstimmung stehen. Auch Hitler, und bei seiner autoritativen Stellung auch die „Nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei“ stehen hiernach auf einem Standpunkte, der, soweit der Katholizismus in Betracht kommt, von allen gläubigen und kirchentreuen Katholiken abgelehnt wird. Hieran können auch die beschwichtigenden, aber nichtssagenden Bemerkungen nichts ändern, die Hitler neuerdings über seine Stellung zur Religion, speziell zum Christentum, gemacht hat. Mit Christentum, jedenfalls mit katholischem Christentum. haben solche Anschauungen nichts mehr zu tun.
Das Christentum wird hiernach von dieser wirklich zu Unrecht im Munde geführt. Bei näherem Zusehen zeigt sich sofort, daß das Christentum der Nationalsozialisten nichts anderes als die Verwerfung des Judentums, also eine reine Negation ohne jeden positiven christlichen Inhalt ist. Christentum, ist soviel wie Antisemitismus. Und doch ist der Nationalsozialismus nicht nur eine soziale oder politische Bewegung; er will mehr sein und ist auch mehr: er ist eine Weltanschauung. „Die völkische Bewegung steht und fällt mit der Frage, ob der völkische Gedanke Keimkraft genug hat, eine völkische Weltanschauung aus sich zu erzeugen“ (H. Meyer a. a. 0. S. 14). Wie die Freimaurer eine besondere Weltanschauung, die man ungefähr als Deismus bezeichnen kann, sich zurecht gerichtet haben, so haben auch die Nationalsozialisten ihre besondern weltanschaulichen Forderungen aufgestellt. Der Protestantismus ist nach ihrer Auffassung auf halbem Wege stecken geblieben; sie verlangen eine besondere Nationalreligion, die sie als „germanisiertes Christentum“ bezeichnen, die aber mit dem positiven Christentum nichts als den Namen gemein hat. Der völkische Gedanke, das Volk, der Staat, das Vaterland ist ihnen alles. „Vom Christentum zum Deutschtum“ ist die Losung. Der deutsche Gedanke wird förmlich zum Gotte erhoben; ihm haben sich alle andern Gesichtspunkte unterzuordnen. Nicht nur über die Zulassung bestimmter Glaubensbekenntnisse, sondern auch über den Glaubensinhalt entscheidet der Staat. Es gibt kein absolutes göttliches Gesetz, kein vom Staate unabhängiges Sittengesetz. Der Staat ist die letzte moralische Instanz; was er für gut erklärt, ist gut und deshalb sittliche Norm. Im übrigen bildet für den einzelnen Menschen das Gewissen die oberste . Richtschnur für seine Lebensführung. Man glaubt förmlich freimaurerische Weisen in anderer Tonart zu hören. Im Vaterlande offenbart sich Gott am deutlichsten. Das Vaterland ist das Ursprüngliche, Elementare.
Diese Auffassung ist im Grunde genommen nichts anderes als die faschistische Idee der „Nazione deificata“, nichts anderes als ein nationaler Imperialismus der Religion, der mit dem positiven, für alle Nationen bestimmten Christentum in unlöslichem Widerspruche steht. Mit dieser Auffassung und den hieraus sich ergebenden Folgerungen untergräbt der Nationalsozialismus vielleicht im gleichen Maße wie das von ihm bekämpfte Freimaurertum und der einer materialistischen Weltauffassung huldigende Sozialismus die Grundlagen der sittlichen Weltordnung und damit die letzten zuverlässigen Pfeiler einer gefestigten Staatsordnung. Wenn auch der einzelne Nationalsozialist, wenn auch der gegenwärtige Nationalsozialismus im ganzen sich dieser letzten Wirkungen vielleicht nicht ganz bewußt wird, so ändert dies doch nichts an der Tatsache, daß der Nationalsozialismus diese letzten Konsequenzen im Keime in sich birgt und ihre volle Ausreifung und Verwirklichung im Falle eines Sieges dieser Weltauffassung nur eine Frage der Zeit wäre.
Vgl. Rud. Jung, Der nationale Sozialismus, München 1922; W. Vielberth, Der Nationalsozialismus. Heft 5/6 der Politischen Zeitfragen, München 192ä; E. Schlund, Neugermanisches Heidentum im heutigen Deutschland, München 1924; Gustav Sondermann, Der Sinn der völkischen Sendung, München 1924; Gg. Schott, Das Volksbuch vom Hitler, München 1924.

Teil 1

Teil 2

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Zum Kalenderblatt 12. November/Nebelung: Volksabstimmung zum Austritt aus dem Völkerbund

Wahlschein der Volksabstimmung zum Völkerbundaustritt 1933

Aufruf der Reichsregierung an das deutsche Volk

14. Oktober 1933

Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk sind sich einig in dem Willen, eine Politik des Friedens, der Verantwortung und der Verständigung zu betreiben als Grundlage aller Entschlüsse und jeden Handelns.

Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk lehnen daher die Gewalt als ein untaugliches Mittel zur Behebung bestehender Differenzen innerhalb der bestehenden Staatengemeinschaft ab. Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk erneuern das Bekenntnis, jeder tatsächlichen Abrüstung der Welt freudigst zuzustimmen mit der Versicherung der Bereitwilligkeit, auch das letzte deutsche Maschinengewehr zu zerstören und den letzten Mann aus dem Heere zu entlassen, insofern sich die anderen Völker zu gleichem entschließen.

Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk verbinden sich in dem aufrichtigen Wunsch, mit den anderen Nationen einschließlich aller früheren Gegner im Sinne der Überwindung der Kriegspsychose und zur endlichen Wiederherstellung eines aufrichtigen Verhältnisses untereinander, alle vorliegenden Fragen leidenschaftslos auf dem Wege von Verhandlungen prüfen und lösen zu wollen.

Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk erklären sich daher auch jederzeit bereit, durch den Abschluß kontinentaler Nichtangriffspakte auf längste Sicht den Frieden Europas sicherzustellen, seiner wirtschaftlichen Wohlfahrt zu dienen und am allgemeinen kulturellen Neuaufbau teilzunehmen.

Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk sind erfüllt von der gleichen Ehrauffassung, daß die Zubilligung der Gleichberechtigung Deutschlands die unumgängliche moralische und sachliche Voraussetzung für jede Teilnahme unseres Volkes und seiner Regierung an internationalen Einrichtungen und Verträgen ist. Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk sind daher eins in dem Beschluß, die Abrüstungskonferenz zu verlassen und aus dem Völkerbunde auszuscheiden, bis diese wirkliche Gleichberechtigung unserem Volke nicht mehr vorenthalten wird.

Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk sind entschlossen, lieber jede Not, jede Verfolgung und jegliche Drangsal auf sich zu nehmen, als künftighin Verträge zu unterzeichnen, die für jeden Ehrenmann und für jedes ehrliebende Volk unannehmbar sein müssen, in ihren Folgen aber nur zu einer Verewigung der Not und des Elends des Versailler Vertragszustandes und damit zum Zusammenbruch der zivilisierten Staatengemeinschaft führen würden. Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk haben nicht den Willen, an irgendeinem Rüstungswettlauf anderer Nationen teilzunehmen; sie fordern nur jenes Maß an Sicherheit, das der Nation die Ruhe und Freiheit der friedlichen Arbeit garantiert. Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk sind gewillt, diese berechtigten Forderungen der deutschen Nation auf dem Wege von Verhandlungen und durch Verträge sicherzustellen.

Die Reichsregierung richtet an das deutsche Volk die Frage: Billigt das deutsche Volk die ihm hier vorgelegte Politik seiner Reichsregierung, und ist es bereit, diese als den Ausdruck seiner eigenen Auffassung und seines eigenen Willens zu erklären und sich feierlich zu ihr zu bekennen ?

(JA)………………………(NEIN)

Quelle: Metapedia

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12. November/Nebelung Kalenderblatt: Bonn, von Scharnhorst, Erster Anglo-Afghanischer Krieg, Schwarz-Rot-Gold, Teilung Afghanistans, Bayerische Volkspartei, Deutschösterreich, Trotzki, Reichstagswahlen, Lex Krupp, Schlachtschiff Tirpitz, Tokioter Prozesse, Wiederbewaffnung, Schießbefehl,

1673: Festungskommandant Daniel Dietrich von Landsberg zu Erwitte kapituliert nach der Belagerung von Bonn im Holländischen Krieg. Die Franzosen büßen damit ihren Versorgungsweg über den Rhein in das Gebiet der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen ein.

1755: geboren Gerhard Johann David von Scharnhorst, preußischer General

1841: Während des Ersten Anglo-Afghanischer Kriegs beginnt die Belagerung von Dschalalabad.

1848: Die Frankfurter Nationalversammlung verabschiedet das Gesetz betreffend einer deutschen Kriegs- und Handelsflagge, das erstmals die Farben Schwarz-Rot-Gold als nationales Symbol vorschreibt.

1893: Der Außenminister der Britisch-Indischen Verwaltung, Sir Henry Mortimer Durand, setzt Teilung Afghanistans durch, um die indischen Besitztümer der Briten nach Westen hin zu sichern. Die Durand-Linie bildet bis heute die Ostgrenze Afghanistans.

1918: Die Bayerische Volkspartei (BVP) wird in Regensburg gegründet

1918: In Wien endet mit der Ausrufung der Republik Deutschösterreich die rund 600-jährige Herrschaft der Habsburger über Österreich.

1927: Leo Trotzki wird aus der KPdSU ausgeschlossen, was Josef Stalin zum uneingeschränkten Herrscher über die Sowjetunion macht

1933Reichstagswahlen,  sowie eine „Volksabstimmung über den Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund“.

1943: In einem als Lex Krupp bekannten Führererlass verfügt Adolf Hitler die Umwandlung des Unternehmens Friedrich Krupp AG in eine Personengesellschaft mit besonders geregelter Nachfolge. Die Familie erspart sich dadurch Erbschaftsteuer.

1944: Das größte deutsche Schlachtschiff Tirpitz, wird im Zweiten Weltkrieg bei Tromsoe (Nordnorwegen) von britischen viermotorigen Lancaster-Bombern mit 5,4-Tonnen Bomben angegriffen und zum Kentern gebracht. Dabei kommen 1.204 Besatzungsmitglieder ums Leben.

1948: In den Tokioter Prozessen werden führende Personen der japanischen Armee wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Die sieben Todesurteile werden am 23. Dezember vollstreckt.

1955: Die ersten 101 Rekruten der Bundeswehr beginnen ihren Dienst.

1992: Erich Honecker und fünf andere SED-Größen stehen wegen des Schießbefehls an der innerdeutschen Grenze vor Gericht.

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